{"id":133575,"date":"2026-05-01T04:04:07","date_gmt":"2026-05-01T04:04:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/133575\/"},"modified":"2026-05-01T04:04:07","modified_gmt":"2026-05-01T04:04:07","slug":"oe1-jazzstipendium-2026-geht-an-carla-kaltenboeck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/133575\/","title":{"rendered":"\u00d61 Jazzstipendium 2026 geht an Carla Kaltenb\u00f6ck"},"content":{"rendered":"<p>  Die Jury hat gesprochen: Zum neunten Mal wurde 2026 das \u00d61 Jazzstipendium ausgeschrieben, und die Gewinnerin hei\u00dft: Carla Kaltenb\u00f6ck. Die 23-j\u00e4hrige S\u00e4ngerin kommt in den Genuss eines zweij\u00e4hrigen Studiums an der Jam Music Lab-Privatuniversit\u00e4t in Wien und einer CD-Produktion mit Quinton Records, dem ebenfalls in Wien beheimateten Label von Produzent Andreas Rathammer.\n<\/p>\n<p class=\"articleDate\"> 1. Mai 2026, 05:00<\/p>\n<p>Kaltenb\u00f6ck tritt damit die Nachfolge von Robert Unterk\u00f6fler (2018), Lukas Aichinger (2019), Constanze Friedel (2020) Madeleine Kaindl (2021), Alan Bartu\u0161 (2022), Andreas Varady (2023), Nina Feldgrill (2024) und Thomas Quendler (2025) an, denen das \u00d61 Jazzstipendium zuvor von der Jury zuerkannt wurde. Letztere wurde 2025 von drei auf sechs Personen aufgestockt, neben Gitarrist Wolfgang Muthspiel, US-Produzent Jeffrey Levenson und \u00d61 Jazzredaktionsleiter Andreas Felber sind nun auch Elke Tschaikner (Leiterin der \u00d61 Musikabteilung), Anke Fischer (Elbphilharmonie Hamburg) und Dietmar Petschl (ORF-Fernseh-Kultur) Teil des Gremiums.  Jam Music Lab-Rektor Marcus Ratka \u00fcberreichte Carla Kaltenb\u00f6ck die Jazzstipendien-Urkunde am \u00d61 Jazztag, dem 30. April 2026, im Innsbrucker Treibhaus, im Rahmen der abendlichen \u00d61 Konzert-Live-\u00dcbertragung.<\/p>\n<p>Fr\u00fch begonnen<\/p>\n<p>Carla Kaltenb\u00f6ck, geboren am 8. Dezember 2002 in Baden bei Wien, ist in der \u00f6sterreichischen Bundeshauptstadt aufgewachsen, in einer kunstaffinen Familie: Die Mutter ist bildende K\u00fcnstlerin, der Vater war in jungen Jahren selbst als S\u00e4nger aktiv und besitzt eine riesige Tontr\u00e4ger-Sammlung, in der Jazz eine prominente Rolle spielt. Kaltenb\u00f6cks Leidenschaft f\u00fcr diese Musik entflammte fr\u00fch: Sie nahm privaten Gesangsunterricht bei Jessica Slavik und Anna Anderluh, zudem Jazzsaxofonstunden bei Lukas Schiemer. Ab Herbst 2022 studierte sie Jazzgesang an der Jam Music Lab-Privatuniversit\u00e4t in Wien, anfangs bei Chanda Rule, dann bei Maja Jaku. Parallel dazu sammelte sie in mehreren Bands B\u00fchnenerfahrung, u. a. mit ihrem Jazzquartett Carla\u2019s Cafe und dem Neo-Soul-Projekt Orange Orchid, mit dem sie im April 2025 die EP \u201eBlooming Pulse\u201c ver\u00f6ffentlichte.<\/p>\n<p>&#8222;Ich sehe mich mehr als Vokalistin denn als S\u00e4ngerin.&#8220;<\/p>\n<p>\u201eIch f\u00fchle mich mit der Geschichte des Jazz, den Stilen und Gesangstechniken, die dahinter stehen, sehr verbunden. Ich liebe das Spiel mit der Stimme, den Klangfarben, der Aussprache der Worte, der Frage, in welchen Buchstaben man sich \u201areinlegt\u2018. Da gibt der Jazz viel Raum. Ich sehe mich mehr als Vokalistin denn als S\u00e4ngerin\u201c, so beschreibt Carla Kaltenb\u00f6ck im Gespr\u00e4ch mit dem Autor dieser Zeilen ihr k\u00fcnstlerisches Selbstverst\u00e4ndnis. Als musikalische Leitbilder nennt sie US-Jazz-Granden wie Betty Carter und Kurt Elling, die britische Folk- und Souls\u00e4ngerin Lianne La Havas und das australische Neo-Soul-Quartett Hiatus Kaiyote, vor allem dessen S\u00e4ngerin und Gitarristin Nai Palm. Eine Inspirationsquelle ist f\u00fcr Kaltenb\u00f6ck auch die US-amerikanische Vokalistin C\u00e9cile McLorin Salvant, mit der sie die betont plastische Performance ihrer Songs verbindet. Carla Kaltenb\u00f6ck dazu: \u201eDer Storytelling-Aspekt ist mir sehr wichtig, die Ausgangspunkte sind bei mir immer Gedichte oder Geschichten. Danach \u00fcberlege ich, wie ich das in einem Song wiedergeben kann. Das Teatrale, Verspielte, manchmal auch Absurde geh\u00f6rt f\u00fcr mich dazu, um eine Geschichte zu erz\u00e4hlen &#8211; es reicht mir nicht, einfach nur die Worte wiederzugeben.\u201c<\/p>\n<p>Beim dritten Anlauf gewonnen<\/p>\n<p>Carla Kaltenb\u00f6ck hat Ausdauer bewiesen: Zweimal gelang es ihr im Rahmen ihrer Bewerbung f\u00fcr das \u00d61 Jazzstipendium, ins Finale der besten sechs Bewerber:innen vorzusto\u00dfen, erst im dritten Anlauf aber war sie die Gewinnerin. Mit ihrer Performance im Rahmen der Audition im Studio 2 des RadioKulturhauses in Wien \u00fcberzeugte sie die Jury mit mitrei\u00dfenden, bildhaften Deklamationen von Songs aus eigener Feder &#8211; und mit der sehr gut eingespielten Band Carla\u2019s Cafe, in der der S\u00e4ngerin Pianist Tom Silver, Kontrabassistin Azin Seraj und Schlagzeuger Max Plattner zur Seite stehen. Kaltenb\u00f6ck im O-Ton: \u201eIch habe durch die vorangegangenen Bewerbungen viel gelernt, bin viel gewachsen in den letzten Jahren. Jetzt sind meine Kompositionen so weit gereift, dass ich bereit bin, sie auf einem Album zu ver\u00f6ffentlichen. Jetzt war der richtige Zeitpunkt!\u201c<\/p>\n<p>Nun kann Kaltenegger also ihr Studium am Jam Music Lab kostenlos fortsetzen und sich weiteren Input holen. Das erste Album der Band Carla\u2019s Cafe wird \u201eDream Archives\u201c hei\u00dfen und soll in den kommenden Monaten erscheinen. Und damit schlie\u00dft sich auch biografisch ein Kreis: War Carla\u2019s Cafe doch auch der Name der letzten Band ihres Vaters, der sich dann aber entschied, mit dem Singen aufzuh\u00f6ren und stattdessen ein Software-Unternehmen gr\u00fcndete. Tochter Carla hat den Faden wieder aufgenommen und l\u00e4sst nun, so scheint es, den Traum des Vaters in Bezug auf eine professionelle Gesangskarriere Wirklichkeit werden. Die Zeichen daf\u00fcr stehen g\u00fcnstig!<\/p>\n<p>Gestaltung<\/p>\n<p>\u00dcbersicht<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Jury hat gesprochen: Zum neunten Mal wurde 2026 das \u00d61 Jazzstipendium ausgeschrieben, und die Gewinnerin hei\u00dft: Carla&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":133576,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22],"tags":[46,42,1001,147,124,60,2140,786,161,2139,805,44,1169,148,100],"class_list":{"0":"post-133575","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unterhaltung","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-bildung","11":"tag-entertainment","12":"tag-gesundheit","13":"tag-information","14":"tag-kabarett","15":"tag-konzert","16":"tag-kunst","17":"tag-literatur","18":"tag-oper","19":"tag-oesterreich","20":"tag-theater","21":"tag-unterhaltung","22":"tag-wissenschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116497341665810974","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/133575","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=133575"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/133575\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/133576"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=133575"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=133575"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=133575"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}