{"id":133940,"date":"2026-05-01T09:11:07","date_gmt":"2026-05-01T09:11:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/133940\/"},"modified":"2026-05-01T09:11:07","modified_gmt":"2026-05-01T09:11:07","slug":"caritas-wien-arbeitslosigkeit-ist-groesstes-armutsrisiko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/133940\/","title":{"rendered":"Caritas Wien: Arbeitslosigkeit ist gr\u00f6\u00dftes Armutsrisiko"},"content":{"rendered":"<p>Angesichts steigender Arbeitslosigkeit und wachsender Armutsgef\u00e4hrdung fordert die Caritas mehr staatliche Mittel f\u00fcr arbeitsmarktpolitische Ma\u00dfnahmen. \u201eArbeitslosigkeit und Armut gehen viel zu oft Hand in Hand&#8220;, so Caritasdirektor Klaus Schwertner  Investitionen in Arbeitsmarktpolitik seien daher \u201eInvestitionen gegen Armut&#8220;. <\/p>\n<p>   Die wirtschaftliche Lage habe sich zuletzt sp\u00fcrbar eingetr\u00fcbt, so Schwertner mit Verweis auf internationale Krisen:\u00a0\u201e <\/p>\n<p>   Die geopolitischen Herausforderungen, Krieg in Nahost, a <\/p>\n<p>   uch der Angriffskrieg auf die Ukraine, der nach wie vor anh\u00e4lt, haben nat\u00fcrlich auch Auswirkungen hier in \u00d6sterreich, auch auf den Arbeitsmarkt. <\/p>\n<p> <\/p>\n<p>   Das sp\u00fcrt man sehr deutlich.\u00a0 <\/p>\n<p>   Der R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit ist lange auf die lange Bank geschoben worden.<br \/>\n \u00a0 <\/p>\n<p>   Wir sehen, dass mehr Menschen unter Druck geraten, auch ihren Job verlieren.\u00a0 <\/p>\n<p>   Auf eine offene Stelle gibt es momentan f\u00fcnf Bewerberinnen und Bewerber sogar etwas mehr.\u00a0 <\/p>\n<p>   Und das ist eine gro\u00dfe Herausforderung.&#8220;\n <\/p>\n<p>   Das sagte\u00a0<br \/>\n Schwertner kurz vor dem Tag der Arbeit bei der Er\u00f6ffnung der 15. Jobmeile in Wien am 30. April.\u00a0\u00a0Bei der Jobmeile treffen rund 2.000 Arbeitssuchende auf konkrete Jobangebote und Beratungsleistungen. Die Caritas betreibt in Wien 19 entsprechende Projekte; im Vorjahr wurden dabei rund 1.800 Menschen besch\u00e4ftigt und mehr als 4.200 beraten.\u00a0<\/p>\n<p>Eine Trendwende am Arbeitsmarkt sei \u201evorerst abgesagt&#8220;, so das Fazit des Wiener Caritasdirektors. Derzeit sind rund 400.000 Menschen in \u00d6sterreich arbeitslos oder in Schulungsma\u00dfnahmen. Auf eine offene Stelle kommen laut Hilfsorganisation aktuell etwa f\u00fcnf Bewerberinnen und Bewerber.\u00a0<\/p>\n<p>Politik gefordert <\/p>\n<p>\u201eIch glaube, dass es wichtig ist, immer wieder einen Blick zu r\u00fccken, dass Arbeitslosigkeit und Armut leider viel zu oft Hand in Hand geht. Das haben auch die gestern ver\u00f6ffentlichten Zahlen der Statistik Austria der EU Statistik sehr deutlich gezeigt, wo es ja leider wieder einen Anstieg der Ausgrenzung und armutsgef\u00e4hrdet den Menschen gab und gibt.\u00a0Und hier braucht es entsprechende Aufmerksamkeit der Bundesregierung&#8220;, fordert der Wiener\u00a0 Caritas-Direktor.<\/p>\n<p>\u201eWieder selbst f\u00fcr sich und die eigene Familie sorgen zu k\u00f6nnen, muss unser gemeinsames Ziel als Gesellschaft sein\u201c<\/p>\n<p>Besonders schwer sei die Arbeitssuche aktuell f\u00fcr Langzeitarbeitslose, \u00e4ltere und junge Menschen am Beginn ihres Berufswegs. Ziel m\u00fcsse sein, Menschen wieder in Besch\u00e4ftigung zu bringen:<\/p>\n<p>   \u201eWer in aktive Arbeitsmarktpolitik investiert, investiert auch in Menschen und die Zukunft dieser Menschen.\u00a0 <\/p>\n<p>   Wir w\u00fcnschen uns daher, dass es mehr Mittel und nicht weniger gerade f\u00fcr aktive Arbeitsmarktpolitik gibt, die zur Verf\u00fcgung gestellt werden. W <\/p>\n<p>   ir sehen gemeinsam mit vielen anderen Organisationen in unserer t\u00e4glichen Arbeit, dass diese Projekte auch sehr wirksam sind.\u00a0 <\/p>\n<p>   Wir haben Vermittlungsquoten allein in Wien in Projekten bis zu knapp \u00fcber 50 Prozent.\u00a0 <\/p>\n<p>   Das ist sehr erfreulich, weil das f\u00fcr jede einzelne betroffene Person bedeutet, wieder selbst f\u00fcr sich sorgen zu k\u00f6nnen, f\u00fcr die Familie sorgen zu k\u00f6nnen.\u00a0 <\/p>\n<p>   Und das muss unser gemeinsames Ziel sein als Gesellschaft.\n <\/p>\n<p>Doppelbudget nutzen <\/p>\n<p>\u00a0<br \/>Kritisch sieht die Caritas den budget\u00e4ren Sparkurs bei gleichbleibend hohem Bedarf. Mittel f\u00fcr aktive Arbeitsmarktpolitik seien zuletzt teilweise gek\u00fcrzt und nicht valorisiert worden. Mit Blick auf das geplante Doppelbudget fordert die Hilfsorganisation daher eine Aufstockung der Mittel, den Ausbau eines dauerhaften zweiten Arbeitsmarktes f\u00fcr Langzeitarbeitslose, flexiblere Zuverdienstm\u00f6glichkeiten sowie eine Reform des Arbeitslosengeldes. Dieses liege im internationalen Vergleich niedrig und sch\u00fctze viele Betroffene nicht ausreichend vor Armut.\u00a0Schwertner erinnerte jedoch auch an positive Ma\u00dfnahmen der Bundesregierung:<\/p>\n<p>   \u201eIch glaube, dass die Bundesregierung etliche Ma\u00dfnahmen auf den Weg gebracht haben, die den Sozialstaat weiterentwickeln und entsprechend wirksam machen. <\/p>\n<p> <\/p>\n<p>   Ich glaube, gerade das ist wichtig.\u00a0 <\/p>\n<p>   Ich habe den Sozialtarif angesprochen im Energiebereich, der sehr wichtig ist, gerade auch f\u00fcr arbeitslose Menschen.\u00a0 <\/p>\n<p>   Die Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel oder auch der Wohnschirm, der jetzt verl\u00e4ngert wurde, der Menschen vor Ort bewahren muss.\u00a0 <\/p>\n<p>   Ich glaube, es braucht gerade an den R\u00e4ndern der Gesellschaft in herausfordernden Zeiten Aufmerksamkeit und entsprechende Ma\u00dfnahmen.\u00a0 <\/p>\n<p>   Ich glaube, dass die Ma\u00dfnahmen der Bundesregierung hier, die entsprechend wirksam sind, auch manchmal gerne \u00fcberh\u00f6rt werden.\u00a0 <\/p>\n<p>   Und deshalb habe ich sie heute auch angesprochen&#8220;<br \/>\n , so der Wiener Caritas-Direktor.\u00a0<\/p>\n<p>Arbeits- und Sozialministerin Schumann: Staat darf sich nicht zur\u00fcckziehen <\/p>\n<p>Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann verwies bei der Er\u00f6ffnung der Caritas-Jobmeile auf bestehende Ma\u00dfnahmen wie den Energie-Sozialtarif oder den verl\u00e4ngerten Wohnschirm. \u201eWenn der Druck steigt, darf sich der Staat nicht zur\u00fcckziehen&#8220;, so die Politikerin.\u00a0Arbeit bedeute zudem nicht nur Einkommen, sondern auch \u201eW\u00fcrde, Teilhabe und Anerkennung&#8220;. Ziel m\u00fcsse daher sein, insbesondere benachteiligten Gruppen neue Chancen und Perspektiven zu er\u00f6ffnen. Daf\u00fcr ben\u00f6tigten die Betroffenen jedoch auch faire Chancen und reale Perspektiven. Auch Schumann verwies auf die schwierige Situation von \u00e4lteren Arbeitssuchenden sowie langzeitarbeitslosen Menschen und jenen, die nicht am Transformationsprozess des Arbeitsmarktes mithalten k\u00f6nnen. \u201eNiemand soll durch den Wandel zur\u00fcckgelassen werden&#8220;, so die Ministerin.<\/p>\n<p>(kap &#8211; sst)\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Angesichts steigender Arbeitslosigkeit und wachsender Armutsgef\u00e4hrdung fordert die Caritas mehr staatliche Mittel f\u00fcr arbeitsmarktpolitische Ma\u00dfnahmen. \u201eArbeitslosigkeit und Armut&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":133941,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[7214,20075,46,42,373,1518,44,269,181,182],"class_list":{"0":"post-133940","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wien","8":"tag-arbeit","9":"tag-armut","10":"tag-at","11":"tag-austria","12":"tag-caritas","13":"tag-menschenrechte","14":"tag-oesterreich","15":"tag-politik","16":"tag-vienna","17":"tag-wien"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116498548938293368","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/133940","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=133940"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/133940\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/133941"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=133940"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=133940"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=133940"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}