{"id":134672,"date":"2026-05-01T17:20:09","date_gmt":"2026-05-01T17:20:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/134672\/"},"modified":"2026-05-01T17:20:09","modified_gmt":"2026-05-01T17:20:09","slug":"bewegender-film-aus-calw-nach-albtraum-der-tochter-ihr-new-york-traum-wird-zum-dokumentarfilm-calw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/134672\/","title":{"rendered":"Bewegender Film aus Calw: Nach Albtraum der Tochter \u2013 ihr New York-Traum wird zum Dokumentarfilm &#8211; Calw"},"content":{"rendered":"<p> Julia sitzt heute im Rollstuhl, kann nicht sprechen, verst\u00e4ndigt sich mit einem Talker, einem kleinen Computer. \u201eEin Traum von New York\u201c hei\u00dft der Film. Dahinter vermutet man das flirrende Leben in der Stadt, die niemals schl\u00e4ft, von den Theatern am Broadway, den Leuchtreklamen am Times Square sowie der imposanten und unvergleichlichen Skyline.<\/p>\n<p>Der Traum, den Schn\u00fcrle in seinem Film thematisiert, beginnt mit einem Albtraum. Es ist der 12. Juni 2016. Julia Schn\u00fcrle wird kurz vor ihrem 16. Geburtstag in Malcesine am Gardasee an einem Zebrastreifen von einem Auto \u00fcberfahren. Es folgen Klinikaufenthalte von rund zwei Jahren. Zuerst in einem Krankenhaus im italienischen Trient, dann in der Universit\u00e4tsklinik T\u00fcbingen, der <a href=\"https:\/\/kinderklinik-schoemberg.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Kinderklinik Sch\u00f6mberg<\/a>, schlie\u00dflich folgt die Reha in Gailingen.<\/p>\n<p>In Lebensgefahr  <\/p>\n<p>Lange war unklar, ob Julia den Unfall \u00fcberleben wird. \u201eAls ich sie nach den ersten Besuchen das Krankenhaus verlassen habe, wusste ich nicht, ob ich sie lebend wiedersehen werde\u201c, sagt Armin Schn\u00fcrle. Eine Woche lag sie auf der Intensivstation in Trient im Koma. Danach begann ein extrem langer Weg.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/media.media.61d8b20c-fcac-45ec-af77-13d1e0fc1304.original1024.media.jpeg\"\/>     Julia und Armin Schn\u00fcrle in der New Yorker U-Bahn    Foto: Schn\u00fcrle    <\/p>\n<p>\u201eWir haben jeden Strohhalm ergriffen\u201c, sagt Armin Schn\u00fcrle bei der Pr\u00e4sentation des Films. Und dazu geh\u00f6rt \u201eEin Traum von New York\u201c. Als noch gar nicht daran zu denken war, dass Julia mal wieder verreisen k\u00f6nnte, malte ihr Vater ein paar Skizzen von New York und hing sie 2019 \u00fcber ihr Bett in der Kinderklinik. \u201eIn zwei Jahren fahren wir dort hin\u201c, sagte er. Nun hat es ein paar Jahre l\u00e4nger gedauert, 2025 wurde dann die Reise tats\u00e4chlich Realit\u00e4t, erf\u00fcllt ein altes Versprechen. Schon vor Julias Unfall hatte Armin Schn\u00fcrle ihr und ihrem Bruder versprochen: Wenn ihr das Abi habt, fliegen wir zusammen nach New York.<\/p>\n<p>Einst unbeschwertes Leben <\/p>\n<p>Mit der Reise in die amerikanische Metropole endet der Film. Zuvor wird Julias Lebensweg gezeigt, denn nat\u00fcrlich hat der Filmemacher Armin Schn\u00fcrle das Heranwachsen seiner Kinder mit der Kamera festgehalten. Zu sehen ist ein unbeschwertes Leben. Julia ist ein lebendiges, aktives und, wie ihr Vater sagt, ein empathisches und humorvolles M\u00e4dchen. Sie musiziert, reitet und tanzt. Zur Zeit des Unfalls besucht sie die 10. Klasse des Hermann- Hesse-Gymnasiums, ist eine Einser-Sch\u00fclerin.<\/p>\n<p>\u201eWir hatten schon immer den gleichen Humor, der durchaus nicht jedermanns Sache ist\u201c, erz\u00e4hlt Vater Armin. Und den hat sich Julia bewahrt, beteiligt sich lebhaft und schlagfertig mit ihrem Talker am Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p> Julia schreibt Tagebuch <\/p>\n<p>Mit dem Film wollen Vater und Tochter zeigen, dass Julia ein erf\u00fclltes Leben f\u00fchren und Spa\u00df haben kann. Sie schreibt akribisch Tagebuch und geht, bei dem Papa kein Wunder, gerne ins Kino. Und schw\u00e4rmt f\u00fcr den Musiker Shawn Mendes. Seit einem Jahr arbeitet sie in den Gemeinn\u00fctzigen Werkst\u00e4tten und Wohnst\u00e4tten (GWW).<\/p>\n<p>\u201eWir wollen nicht auf die Tr\u00e4nendr\u00fcse dr\u00fccken, aber auch nichts sch\u00f6nreden\u201c, so Armin Schn\u00fcrle. Der Film hilft Julia zudem, sich an ihr fr\u00fcheres Leben zu erinnern, wie sie sagt. Die Bilder betrachtet sie mit gro\u00dfer Neugier.<\/p>\n<p>Auch wenn das Lachen in ihr Leben zur\u00fcckgekehrt ist, geht es nicht ohne Tr\u00e4nen. \u201eAls ich dein Tagebuch gelesen habe, habe ich Rotz und Wasser geheult\u201c, sagt Julia zu ihrem Vater. Und als die Filmsequenzen laufen, die Julia auf der Intensivstation zeigen, schie\u00dfen Armin Schn\u00fcrle die Tr\u00e4nen in die Augen.<\/p>\n<p> Filmpremiere <\/p>\n<p class=\"infobox\"> Der Film \u201eEin Traum von New York\u201c<br \/>hat am Dienstag, 19. Mai, 19.30 Uhr, im Kurtheater Sch\u00f6mberg <a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/thema\/Premiere\" title=\"Premiere\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Premiere<\/a>. F\u00fcr die Vorstellung wird es nur wenige Karten im freien Verkauf geben. Ob der Film dar\u00fcber hinaus zu sehen sein wird, soll Julia entscheiden. \u201eEs ist dein Film\u201c, sagt ihr Vater. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Julia sitzt heute im Rollstuhl, kann nicht sprechen, verst\u00e4ndigt sich mit einem Talker, einem kleinen Computer. \u201eEin Traum&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":134673,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[23],"tags":[45292,46,42,45289,151,3833,147,152,45290,45291,150,44,148],"class_list":{"0":"post-134672","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kino","8":"tag-armin-schnuerle","9":"tag-at","10":"tag-austria","11":"tag-calw","12":"tag-cinema","13":"tag-dokumentarfilm","14":"tag-entertainment","15":"tag-kino","16":"tag-kreis-calw","17":"tag-kreisnachrichten","18":"tag-movie","19":"tag-oesterreich","20":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116500471730279424","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/134672","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=134672"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/134672\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/134673"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=134672"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=134672"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=134672"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}