{"id":134804,"date":"2026-05-01T18:46:10","date_gmt":"2026-05-01T18:46:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/134804\/"},"modified":"2026-05-01T18:46:10","modified_gmt":"2026-05-01T18:46:10","slug":"zwischen-rueckkehr-und-risiko-die-wolfspopulation-waechst-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/134804\/","title":{"rendered":"Zwischen R\u00fcckkehr und Risiko \u2013 Die Wolfspopulation w\u00e4chst weiter"},"content":{"rendered":"<p> BEZIRKE PERG\/FREISTADT. Hat der Wolf seinen schlechten Ruf den Br\u00fcdern Grimm und ihren M\u00e4rchen zu verdanken, oder ist er doch ein realer Gef\u00e4hrder? Dar\u00fcber gehen die Meinungen auseinander. Fest steht: \u201eDer Wolf ist nach Ober\u00f6sterreich zur\u00fcckgekehrt \u2013 und mit ihm neue Herausforderungen f\u00fcr Mensch, Tier und unsere Kulturlandschaft\u201c, betont Agrar- und Jagd-Landesr\u00e4tin Michaela Langer-Weninger (\u00d6VP). Aktuelle Zahlen best\u00e4tigen, dass sich die Wolfspopulation im Wachstum befindet. <\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr 2025 konnten in ganz \u00d6sterreich 121 W\u00f6lfe nachgewiesen werden. Im Jahr 2024 waren es noch 102 Tiere. Die Schwerpunkte des Vorkommens liegen aktuell in K\u00e4rnten, Tirol, Nieder\u00f6sterreich sowie im M\u00fchlviertel in Ober\u00f6sterreich. Mit Blick auf die kommenden Jahre und die vorliegenden Zahlen sei davon auszugehen, dass die Wolfspopulation in Ober\u00f6sterreich weiter wachsen wird.<\/p>\n<p>\u201eWir sehen eine klare Entwicklung hin zu einer wachsenden Population. Das ist aus Sicht des Artenschutzes ein Erfolg, bringt aber gleichzeitig enorme Herausforderungen mit sich\u201c, erkl\u00e4rt Langer-Weninger. \u201eDenn f\u00fcr mich hat die Sicherheit der Menschen am Land, unserer b\u00e4uerlichen Familienbetriebe sowie der Weide- und Almwirtschaft oberste Priorit\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p>Schafherde in Sch\u00f6nau durch Wolf get\u00f6tet<\/p>\n<p>Das Wolfsmanagement des Landes Ober\u00f6sterreich f\u00fchrt eine \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Dokumentation aktueller Wolfssichtungen, Rissereignisse und Verdachtsf\u00e4lle. Im Jahr 2025 gingen in Ober\u00f6sterreich knapp 100 Meldungen \u00fcber Wolfssichtungen ein, wobei nicht in allen F\u00e4llen best\u00e4tigt werden konnte, dass es sich tats\u00e4chlich um einen Wolf handelte. Die Rissbegutachter r\u00fcckten insgesamt 48-mal aus. Letztlich konnten im vergangenen Jahr 17 gerissene Tiere eindeutig einem Wolf zugerechnet werden, darunter auch eine Schafherde mit zehn gerissenen Tieren in Sch\u00f6nau im M\u00fchlkreis.<\/p>\n<p>Wolfsaktivit\u00e4ten durch Fotonachweise best\u00e4tigt<\/p>\n<p>F\u00fcr das Jahr 2026 sind in den Bezirken Perg und Freistadt bereits 17 Wolf-Meldungen erfasst. In einigen dokumentierten F\u00e4llen konnte (noch) nicht festgestellt werden, ob tats\u00e4chlich eine Aktivit\u00e4t des Wolfs vorliegt. Risse gibt es 2026 bis dato nicht. Einzelne Rissverdachtsf\u00e4lle ordnete man nach einer DNA-Analyse dem Fuchs zu. In sieben gemeldeten F\u00e4llen aus dem Bezirk Freistadt konnte das Wolfsvorkommen durch Fotonachweise best\u00e4tigt werden (Stand 30.4.).<\/p>\n<p>\u201eRisikowolf\u201c in St. Georgen am Walde<\/p>\n<p>Bei einer potenziellen Gef\u00e4hrdung von Menschen, etwa wenn zuvor Vergr\u00e4mungsma\u00dfnahmen keine Wirkung gezeigt haben, kann ein Wolf als \u201eRisikowolf\u201c eingestuft und zum Abschuss freigegeben werden. Im Vorjahr waren dreimal W\u00f6lfe zum Abschuss freigegeben worden, offiziell geschossen wurde aber keines dieser Tiere. Derzeit ist ein Wolf in Ober\u00f6sterreich zum Abschuss freigegeben. Das Tier hatte sich mehrfach einem Bauernhof in St. Georgen am Walde gen\u00e4hert und auch Vergr\u00e4mungsversuche halfen nicht. Die Abschussgenehmigung gilt noch bis zum 11. Mai.<\/p>\n<p>\u201eDer Wolf muss den Menschen als Feind anerkennen\u201c<\/p>\n<p>Tips hat Klaus Schachenhofer um eine Einsch\u00e4tzung aus Sicht der regionalen J\u00e4gerschaft zum Thema Wolf gebeten. Er ist Forst- und Jagdberater und kommt aus St. Georgen am Walde: \u201eUnsere Region ist aus meiner Sicht f\u00fcr den Wolf vergleichbar mit einem \u201aMcDrive\u2018: Die intensive landwirtschaftliche Nutzung mit Weidevieh verspricht ihm leicht zug\u00e4ngliche Nahrung. Der Wolf ist ein intelligentes Tier, er muss den Menschen als Feind anerkennen. Darum ist ein kontrollierter Wolfsbestand wichtig. Eine Ausrottung ist nicht das Ziel, aber wir m\u00fcssen dem Tier zeigen, dass menschlich genutzte Kulturlandschaften keine ungef\u00e4hrlichen R\u00e4ume f\u00fcr ihn sind.\u201c<\/p>\n<p>120.000 Euro f\u00fcr den Ausbau von Herdenschutzma\u00dfnahmen<\/p>\n<p>Das O\u00d6 Wolfsmanagement ist nicht nur f\u00fcr die Dokumentation von Wolfsvorkommen sowie die Entwicklung der Population und der Rudel zust\u00e4ndig, sondern unterst\u00fctzt auch die Landwirtschaft etwa bei Fragen des Herdenschutzes und in Schadensf\u00e4llen. Seit der Einf\u00fchrung des Wolfsmanagements im Jahr 2023 wurden laut Landesr\u00e4tin Michaela Langer-Weninger mehr als 120.000 Euro in den Ausbau von Herdenschutzma\u00dfnahmen investiert. Zudem leistete man rund 35.000 Euro an Entsch\u00e4digungszahlungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"BEZIRKE PERG\/FREISTADT. 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