{"id":135405,"date":"2026-05-02T06:01:07","date_gmt":"2026-05-02T06:01:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/135405\/"},"modified":"2026-05-02T06:01:07","modified_gmt":"2026-05-02T06:01:07","slug":"xiaomi-e-autos-in-china-gebaut-in-deutschland-entwickelt-start-in-europa-2027","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/135405\/","title":{"rendered":"Xiaomi-E-Autos: in China gebaut, in Deutschland entwickelt, Start in Europa 2027"},"content":{"rendered":"<p>Auf der Automobilmesse Auto China 2026 in Peking geh\u00f6rte der Stand von Xiaomi zu den am st\u00e4rksten besuchten. Besucher dr\u00e4ngten sich, um einen Blick auf Unternehmensgr\u00fcnder und Vorstandschef Lei Jun zu erhaschen, der in China nahezu Starstatus genie\u00dft.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Anfang April hatte Xiaomi bereits mit einem aufwendig inszenierten Ausdauertest f\u00fcr Aufmerksamkeit gesorgt. Lei Jun fuhr pers\u00f6nlich einen Xiaomi SU7 Pro von Peking nach Shanghai, rund 1.300 Kilometer, mit nur einem einzigen Ladehalt.<\/p>\n<p>Die Fahrt lief live in den sozialen Netzwerken. Eine gro\u00dfe Online-Gemeinde verfolgte die Tour, die so zu einer \u00f6ffentlichen Demonstration von Praxisreichweite und Fahrleistungen wurde.<\/p>\n<p>Auf der Auto China stellte Lei Jun dann das Vision-Gran-Turismo-Konzept erstmals in China vor. Die Weltpremiere hatte das Modell auf dem Mobile World Congress 2026 gefeiert. Au\u00dferdem berichtete er \u00fcber die Performance der neuen SU7-Generation und skizzierte die Pl\u00e4ne f\u00fcr den kommenden YU7 GT.<\/p>\n<p>Von der Produktion zum \u00d6kosystem <\/p>\n<p>Xiaomi hat im Elektroautogesch\u00e4ft rasant Fahrt aufgenommen. Erst seit 2024 ist der Konzern mit dem SU7 auf dem Markt. Inzwischen hat er die Modellpalette ausgebaut, unter anderem um den YU7, der innerhalb von Minuten 200.000 Vorbestellungen einsammelte.<\/p>\n<p>Das Unternehmen bereitet nun den Start des YU7 GT vor, des ersten Modells, das Xiaomi gemeinsam mit europ\u00e4ischen Ingenieuren entwickelt hat. Der Wagen soll Ende Mai in China deb\u00fctieren und Leistung, Komfort und Fahrdynamik verbinden. <\/p>\n<p>Fahrleistungen sind zu einem Kern der Markenpositionierung geworden. So beschleunigt der SU7 Ultra in unter zwei Sekunden von null auf hundert Kilometer pro Stunde und erreicht eine H\u00f6chstgeschwindigkeit von 350 Kilometern pro Stunde. Damit geh\u00f6rt er klar in die Liga der Hochleistungs-Stromer.<\/p>\n<p>In der Elektroauto-Fabrik von Xiaomi in Peking l\u00e4uft die Produktion in \u00e4hnlich hohem Tempo: Etwa alle 76 Sekunden verl\u00e4sst ein neues Fahrzeug das Band.<\/p>\n<p>Der Standort vereint Fertigung, Forschung, Tests und Kundenerlebnis unter einem Dach. Das zeigt, wie stark Xiaomi auf vertikale Integration setzt.<\/p>\n<p>In den Kernprozessen arbeiten mehr als 700 Roboter, in einigen Hallen liegt der Automatisierungsgrad bei \u00fcber 90 Prozent. Die Fabrik st\u00fctzt sich stark auf KI-gest\u00fctzte Pr\u00fcfsysteme, die M\u00e4ngel mit nahezu perfekter Trefferquote erkennen sollen. Eine eigene Teststrecke direkt auf dem Gel\u00e4nde stellt sicher, dass jedes Fahrzeug vor der Auslieferung unter realen Fahrbedingungen gepr\u00fcft wird.<\/p>\n<p>Neben der Performance setzt Xiaomi vor allem auf Vernetzung. Die \u00fcbergreifende Strategie \u201eHuman x Car x Home\u201c soll Fahrzeuge mit pers\u00f6nlichen Ger\u00e4ten und Smart-Home-Systemen \u00fcber das Betriebssystem HyperOS verbinden. In der Praxis k\u00f6nnen Fahrer damit Alltagsaufgaben steuern \u2013 von Reservierungen bis zur Kontrolle der heimischen Umgebung. Das System lernt aus dem Verhalten der Nutzer und passt etwa Licht oder Musik an Stresslevel und Vorlieben an.<\/p>\n<p>Dieser \u00d6kosystem-Ansatz steht f\u00fcr einen breiteren Trend unter chinesischen Autobauern: Sie verkn\u00fcpfen Hardware immer st\u00e4rker mit Software und KI-Funktionen. <\/p>\n<p>\u201eXiaomi ist ein klassisches Beispiel daf\u00fcr, wohin sich das Produkt entwickeln wird. Smarte Wohnungen und vernetzte Ger\u00e4te pr\u00e4gen heute einen gro\u00dfen Teil unseres Lebens zu Hause.<\/p>\n<p>Das Auto wird zu einem weiteren Produkt in unserem Wohn-, Arbeits- und Freizeitleben. Dieses Modell wird sich entwickeln, und ich glaube, alle werden ihm folgen m\u00fcssen\u201c, sagte James Pearson, Gr\u00fcnder und CEO der auf Autoindustrie spezialisierten Marken- und Werbeagentur Lionheart.<\/p>\n<p>Expansion auf die Weltm\u00e4rkte<\/p>\n<p>Das Angebot im Heimatmarkt w\u00e4chst rasant. Nun richtet Xiaomi den Blick auf internationale M\u00e4rkte.<\/p>\n<p>Der Konzern plant, ab 2027 international zu expandieren. Als ersten Auslandsmarkt peilt Xiaomi Deutschland an. Zur Vorbereitung hat das Unternehmen 2025 in M\u00fcnchen ein Entwicklungs- und Designzentrum f\u00fcr Elektrofahrzeuge er\u00f6ffnet \u2013 in einem der f\u00fchrenden europ\u00e4ischen Standorte f\u00fcr Automobiltechnik.<\/p>\n<p>Geleitet wird das Zentrum vom fr\u00fcheren BMW-Manager Rudolf Dittrich. Sein Team passt die Fahrzeuge an europ\u00e4ische Anforderungen an \u2013 von Regulierung und Infrastruktur bis hin zu den Erwartungen der Kunden.<\/p>\n<p>\u201eXiaomi geht das sehr methodisch an und schaut genau auf die Daten. Wir versuchen, so viele Einblicke wie m\u00f6glich in die W\u00fcnsche der Kunden zu bekommen\u201c, sagte Dittrich auf der Auto China 2026. <\/p>\n<p>Fr\u00fche Hinweise deuten auf wachsendes Interesse. Bei Testfahrten im vergangenen Jahr zogen die Fahrzeuge sogar an Lades\u00e4ulen neugierige Blicke auf sich; Passanten blieben stehen, um sie genauer anzusehen.<\/p>\n<p>Xiaomis Einstieg in Europa f\u00e4llt in eine Phase, in der das Wachstum des Elektroauto-Marktes beginnt, sich abzuschw\u00e4chen. Nach Daten des europ\u00e4ischen Branchenverbands ACEA kamen batterieelektrische Fahrzeuge 2025 auf 17,4 Prozent der Neuzulassungen, nach 13,6 Prozent im Jahr davor. Hybridmodelle bleiben mit 34,5 Prozent die bevorzugte Wahl der europ\u00e4ischen Kundschaft.<\/p>\n<p>Zugleich nimmt der Wettbewerb zu. Etablierte Anbieter wie Volkswagen und Tesla geraten zunehmend unter Druck durch chinesische Hersteller, darunter BYD und XPeng.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union hat nach einer Antisubventions-Untersuchung zudem zus\u00e4tzliche Z\u00f6lle auf in China produzierte Elektroautos verh\u00e4ngt. F\u00fcr neue Anbieter ist das eine weitere H\u00fcrde.<\/p>\n<p>2025 belegte die Xiaomi-SU7-Baureihe bei Limousinen in ihrem Preissegment den ersten Platz nach Verkaufszahlen. Die Modelle kosten ab rund 27.000 Euro f\u00fcr die Standardversion bis etwa 38.000 Euro f\u00fcr den SU7 Max.<\/p>\n<p>Das unterstreicht den Aufw\u00e4rtstrend des Unternehmens. Xiaomi peilt f\u00fcr dieses Jahr insgesamt 550.000 ausgelieferte Elektrofahrzeuge \u00fcber die gesamte Modellpalette hinweg an, nach zuvor mehr als 400.000.<\/p>\n<p>F\u00fcr die kommenden Jahre stellt Xiaomi eine weitere Ausweitung der Fahrzeugpalette in Aussicht, konkrete Details gibt es bisher jedoch nicht.<\/p>\n<p>\u201eUnser strategisches Ziel ist es, zu den f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften Autoherstellern der Welt zu geh\u00f6ren\u201c, sagte Dittrich. \u201eUnd ich glaube, es ist klar, dass das mit dem aktuellen Produktportfolio nicht m\u00f6glich ist.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auf der Automobilmesse Auto China 2026 in Peking geh\u00f6rte der Stand von Xiaomi zu den am st\u00e4rksten besuchten.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":135406,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[249,16852,76,75,74,254],"class_list":{"0":"post-135405","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-china","9":"tag-elektrofahrzeuge","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-technologie"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116503464233592516","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/135405","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=135405"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/135405\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/135406"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=135405"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=135405"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=135405"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}