{"id":135872,"date":"2026-05-02T11:55:07","date_gmt":"2026-05-02T11:55:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/135872\/"},"modified":"2026-05-02T11:55:07","modified_gmt":"2026-05-02T11:55:07","slug":"usa-kuendigen-abzug-von-5-000-soldaten-aus-deutschland-an-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/135872\/","title":{"rendered":"USA k\u00fcndigen Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland an \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Rund 5000 Soldaten sollen verlegt werden. Der Schritt markiert eine Verschlechterung der deutsch-amerikanischen Beziehungen und k\u00f6nnte sp\u00fcrbare Folgen f\u00fcr die betroffenen Regionen haben.<\/p>\n<p>US-Verteidigungsminister <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/pete-hegseth\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" k=\"\" abzug=\"\" von=\"\" soldaten=\"\" aus=\"\" deutschland=\"\" an=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pete Hegseth<\/a> hat am Freitag den Abzug von etwa 5.000 US-Soldaten aus Deutschland angeordnet. Man gehe davon aus, dass der Abzug innerhalb der n\u00e4chsten sechs bis zw\u00f6lf Monate abgeschlossen sein werde, teilte ein Sprecher des Pentagons der Deutschen Presse-Agentur mit. Diese Entscheidung folge einer gr\u00fcndlichen \u00dcberpr\u00fcfung der US-Truppenpr\u00e4senz in Europa. Sie trage den Anforderungen der Einsatzgebiete sowie den Bedingungen vor Ort Rechnung, hie\u00df es.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/donald-trump\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" k=\"\" abzug=\"\" von=\"\" soldaten=\"\" aus=\"\" deutschland=\"\" an=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Trump<\/a> hatte erst vor wenigen Tagen angek\u00fcndigt, einen entsprechenden Schritt erneut zu pr\u00fcfen. Zuvor hatte er deutliche Kritik an Bundeskanzler <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/friedrich-merz\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" k=\"\" abzug=\"\" von=\"\" soldaten=\"\" aus=\"\" deutschland=\"\" an=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Friedrich Merz<\/a> ge\u00fcbt, weil dieser sich kritisch \u00fcber die US-Offensive gegen den Iran ge\u00e4u\u00dfert hatte. Trump ist bekannt daf\u00fcr, dass er solche \u00c4u\u00dferungen pers\u00f6nlich nimmt.<\/p>\n<p>Deutschlands Verteidigungsminister Boris <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/boris-pistorius\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" k=\"\" abzug=\"\" von=\"\" soldaten=\"\" aus=\"\" deutschland=\"\" an=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pistorius<\/a> bem\u00fchte sich nach der Ank\u00fcndigung aus den USA um Deeskalation: \u201eDie Pr\u00e4senz amerikanischer Soldaten in Europa und besonders in Deutschland ist in unserem Interesse und im Interesse der USA\u201c, sagte Pistorius der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zugleich machte er deutlich, dass die Entscheidung nicht unerwartet komme.<\/p>\n<p>Klar sei, dass die <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/nato\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" k=\"\" abzug=\"\" von=\"\" soldaten=\"\" aus=\"\" deutschland=\"\" an=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">NATO<\/a> europ\u00e4ischer werden m\u00fcsse, um transatlantisch bleiben zu k\u00f6nnen. \u201eWir Europ\u00e4er m\u00fcssen mehr Verantwortung f\u00fcr unsere Sicherheit \u00fcbernehmen\u201c, so Pistorius. Deutschland sei dabei auf einem guten Weg.<\/p>\n<p>Die NATO versucht unterdessen, Einzelheiten zum angek\u00fcndigten US-Truppenabzug aus Deutschland zu erfahren. \u201eWir arbeiten mit den USA zusammen, um die Details ihrer Entscheidung zur Truppenpr\u00e4senz in Deutschland zu ergr\u00fcnden\u201c, teilte eine NATO-Sprecherin auf der Plattform X mit.<\/p>\n<p>Die Anpassung unterstreiche aber die Notwendigkeit, dass Europa sich st\u00e4rker im Verteidigungsb\u00fcndnis engagiere, verst\u00e4rkt in die Verteidigung investiere und einen gr\u00f6\u00dferen Teil der Verantwortung f\u00fcr die gemeinsame Sicherheit \u00fcbernehme. Da gebe es bereits Fortschritte. \u201eWir bleiben zuversichtlich, dass wir unsere Abschreckung und Verteidigung gew\u00e4hrleisten k\u00f6nnen, w\u00e4hrend dieser Wandel hin zu einem st\u00e4rkeren Europa in einer st\u00e4rkeren NATO weitergeht\u201c, schrieb die Sprecherin weiter.<\/p>\n<p>In Europa gibt es seit Jahrzehnten Dutzende gro\u00dfe US-Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte. Bei den weltumspannenden Eins\u00e4tzen der Amerikaner &#8211; etwa im Nahen Osten &#8211; sind sie von enormer Bedeutung. In Deutschland geh\u00f6ren dazu das US-Oberkommando f\u00fcr Europa (EUCOM) in Stuttgart und als Drehkreuz der <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/us-luftwaffe\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" k=\"\" abzug=\"\" von=\"\" soldaten=\"\" aus=\"\" deutschland=\"\" an=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">US-Luftwaffe<\/a> der Flugplatz Ramstein in Rheinland-Pfalz.<\/p>\n<p>Aktuell sind nach Angaben des US-Milit\u00e4rs von Mitte April rund 86.000 Soldaten in Europa stationiert &#8211; davon rund 39.000 in Deutschland. Die Zahl ver\u00e4ndert sich regelm\u00e4\u00dfig, auch wegen Rotationen und \u00dcbungen &#8211; die Zahl von 5.000 Soldaten gilt daher nicht als besonders gravierend. Laut einem Bericht der \u201eNew York Times\u201c unter Berufung auf Quellen im US-Verteidigungsministerium sei nicht geplant, im rheinland-pf\u00e4lzischen Landstuhl oder anderen medizinischen Einrichtungen f\u00fcr US-Streitkr\u00e4fte unmittelbar Personal abzubauen.<\/p>\n<p>Der US-Kongress hatte Ende vergangenen Jahres einen Sicherheitsmechanismus beschlossen: Die Gesamtzahl der Streitkr\u00e4fte, die dauerhaft im Zust\u00e4ndigkeitsbereich des Europa-Kommandos sind, darf nicht l\u00e4nger als 45 Tage unter 76.000 liegen. Danach m\u00fcssten bestimmte Berichtswege eingehalten werden, um eine Verringerung anzustrengen.<\/p>\n<p>Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit (2017 bis 2021) mit einer Reduzierung des Truppenkontingents in Deutschland gedroht. Sein damaliger Verteidigungsminister k\u00fcndigte dann einige Monate vor Trumps Abschied aus dem Wei\u00dfen Haus an, dass 12.000 der damals rund 35.000 US-Soldaten aus Deutschland abgezogen werden w\u00fcrden. Trump beschrieb das Vorhaben damals als Strafaktion f\u00fcr die aus seiner Sicht mangelnden deutschen Milit\u00e4rausgaben. Sein Nachfolger <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/joe-biden\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" k=\"\" abzug=\"\" von=\"\" soldaten=\"\" aus=\"\" deutschland=\"\" an=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Joe Biden<\/a> stoppte die Pl\u00e4ne dann nach seinem Amtsantritt.<\/p>\n<p>In seiner zweiten Amtszeit hatte Trump Deutschland zun\u00e4chst Hoffnung gemacht, die dort stationierten US-Soldaten in bisheriger Truppenst\u00e4rke zu belassen. Bei einem Besuch von Merz in Washington im Sommer vergangenen Jahres sagte er auf Nachfrage einer Reporterin, wenn Deutschland die amerikanischen Soldaten dort haben wolle, sei er dazu bereit. \u201eJa, das werden wir tun. Das ist kein Problem.\u201c<\/p>\n<p>Erst im M\u00e4rz hatte Trump dem Bundeskanzler nach dessen Angaben bei einem weiteren Besuch in Washington zugesagt, dass die USA an ihrer Truppenpr\u00e4senz in Deutschland festhalten wollten.<\/p>\n<p>Der Bundeskanzler und der US-Pr\u00e4sident pflegten monatelang ein recht gutes Verh\u00e4ltnis zueinander &#8211; mit Blick auf den Iran-Krieg schlug Merz zuletzt aber \u00f6ffentlich kritische T\u00f6ne an. Bei einer Diskussion mit Sch\u00fclern im Sauerland sagte er Anfang der Woche: \u201eDa wird eine ganze Nation gedem\u00fctigt durch die iranische Staatsf\u00fchrung.\u201c Die USA k\u00f6nnten den Krieg nicht schnell beenden, \u201eweil die Iraner offensichtlich st\u00e4rker sind als gedacht und die Amerikaner offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich \u00fcberzeugende Strategie haben\u201c.<\/p>\n<p>Trump attackierte Merz danach pers\u00f6nlich: \u201eEr hat keine Ahnung, wovon er spricht!\u201c, schrieb er am Dienstag auf Truth Social. Es sei kein Wunder, \u201edass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!\u201c.<\/p>\n<p>Dem dadurch entstandenen Eindruck, sein Verh\u00e4ltnis zu Trump sei an einem neuen Tiefpunkt angelangt, trat der Kanzler noch am Mittwoch entgegen: \u201eDas pers\u00f6nliche Verh\u00e4ltnis zwischen dem amerikanischen Pr\u00e4sidenten und mir ist &#8211; jedenfalls aus meiner Sicht &#8211; unver\u00e4ndert gut\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des deutschen Bundestages, Thomas R\u00f6wekamp (CDU), bezeichnete die US-Ank\u00fcndigung eines teilweisen Truppenabzugs aus Deutschland als \u201eWeckruf\u201c, riet zugleich aber zur Gelassenheit. Der m\u00f6gliche Abzug von 5000 Soldatinnen und Soldaten sei \u201ekein Grund zur Panik\u201c, sagte R\u00f6wekamp am Samstag der \u201eRheinischen Post\u201c (Onlineausgabe). Allerdings kritisierte er das unabgestimmte Vorgehen von US-Pr\u00e4sident Donald Trump.<\/p>\n<p>\u201eSicherheitspartnerschaft ist kein Deal und die NATO kein Basar. Deshalb sind die dauernden Provokationen des amerikanischen Pr\u00e4sidenten inakzeptabel\u201c, sagte R\u00f6wekamp. F\u00fcr Deutschland bedeute die Abzugsank\u00fcndigung \u201evor allem mehr Verantwortung\u201c. Das Land m\u00fcsse nun \u201eunsere eigenen F\u00e4higkeiten entschlossen st\u00e4rken\u201c<\/p>\n<p>\u201eEuropa muss sicherheitspolitisch auf eigenen Beinen stehen\u201c, verlangte der CDU-Politiker. Das Ziel m\u00fcsse sein, die konventionellen amerikanischen F\u00e4higkeiten schrittweise und gemeinsam mit den europ\u00e4ischen NATO-Partnern zu \u00fcbernehmen. (APA\/dpa)<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rund 5000 Soldaten sollen verlegt werden. 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