{"id":136335,"date":"2026-05-02T17:55:08","date_gmt":"2026-05-02T17:55:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/136335\/"},"modified":"2026-05-02T17:55:08","modified_gmt":"2026-05-02T17:55:08","slug":"wortlaut-papst-leo-bei-messe-mit-bischofsweihen-am-2-mai-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/136335\/","title":{"rendered":"Wortlaut: Papst Leo bei Messe mit Bischofsweihen am 2. Mai 2026"},"content":{"rendered":"<p>Hier auf Deutsch in einer Arbeits\u00fcbersetzung die Predigt, die Papst Leo XIV. bei der Messe mit Bischofsweihen am 2. Mai 2026 abends in der  Lateranbasilika gehalten hat. <\/p>\n<p>Weitere Wortmeldungen der P\u00e4pste in den verschiedenen offiziellen \u00dcbersetzungen und im Original finden Sie auf\u00a0<a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/leo-xiv\/de\/travels\/2026\/documents\/africa-13-23aprile2026.html\" rel=\"external nofollow noopener\" target=\"_blank\">vatican.va<\/a>.<\/p>\n<p>Predigt des Heiligen Vaters Leo XIV.<\/p>\n<p>bei der Heiligen Messe mit Bischofsweihen<\/p>\n<p>Lateranbasilika, 2. Mai 2026<\/p>\n<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern,<\/p>\n<p>wenn wir uns an Christus binden, werden wir zu einem stabilen und einladenden Haus: Das ist die Freude, die wir vor allem in der Osterzeit erfahren, und ganz besonders heute, da wir die Weihe von vier neuen Weihbisch\u00f6fen der Di\u00f6zese Rom feiern.<\/p>\n<p>Diese Kirche hat dank ihrer besonderen Verbindung zu Christus, dem Auferstandenen und Lebendigen, der das Fundament des geistlichen Geb\u00e4udes aus lebendigen Steinen bildet, n\u00e4mlich dem heiligen Volk Gottes, eine einzigartige Berufung zur Universalit\u00e4t und zur N\u00e4chstenliebe. Sich Christus zu n\u00e4hern bedeutet somit, einander n\u00e4herzukommen und gemeinsam in der Einheit zu wachsen: Das ist das Geheimnis, das uns erfasst und auch die Stadt von innen heraus verwandelt. Im Dienst an dieser Dynamik, die von den Aposteln Petrus und Paulus nach Rom gebracht wurde, werden unsere Br\u00fcder Andrea, Stefano, Marco und Alessandro zum Bischofsamt geweiht. Es ist ein Fest des Volkes, denn sie kommen aus diesem Volk und aus dem Presbyterium, das sich liebevoll um sie k\u00fcmmert.<\/p>\n<p>\u201eEin Fest des Volkes\u201c<\/p>\n<p>Unsere Di\u00f6zesangemeinde versammelt sich heute im Gebet um den Heiligen Geist, der die neuen Bisch\u00f6fe salben m\u00f6ge, damit sie sich ganz dem Dienst am Evangelium Christi weihen. Er ist der verworfene Stein, der, \u201evon Gott auserw\u00e4hlt\u201c, zum \u201eEckstein\u201c geworden ist (1 Petr 2,4.7; vgl. Ps 118,22).<\/p>\n<p>Den ersten Christen muss diese Metapher, die ihnen aus einem Psalm so vertraut war, besonders aufschlussreich erschienen sein. Der Messias Jesus war nicht nur deshalb verworfen worden, weil er nicht als Sohn Gottes anerkannt wurde, sondern vor allem, weil er die Gestalt eines Gesch\u00f6pfes angenommen hatte, die als Gottes unw\u00fcrdig angesehen wurde. Getreu diesem Weg barmherziger Liebe suchte er die versto\u00dfenen Schafe auf, setzte sich mit ihnen an den Tisch und entwaffnete die H\u00e4nde und Herzen derer, die sie steinigen wollten. Auf diese Weise, wie es das in dieser Liturgie verk\u00fcndete Evangelium sagt, hat der Sohn das Antlitz des Vaters gezeigt: In ihm vollenden sich seine Werke. \u201eSchon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist??\u201c (Joh 14,8-9).<\/p>\n<p>Kirche, die du in Rom lebst, der verworfene Stein ist das Herz der messianischen Verk\u00fcndigung gegen\u00fcber jenen, die die Gesellschaft verworfen hat und weiterhin verwirft. Er ist das Herz unserer Verk\u00fcndigung, unserer Mission. Wir haben gesehen, wie der Heilige die Unreinen ber\u00fchrte, wie der Gerechte den S\u00fcndern vergab, wie das Leben die Kranken heilte, wie der Meister die schmutzigen und m\u00fcden F\u00fc\u00dfe seiner J\u00fcnger wusch.<\/p>\n<p>In dieser Stadt, der Hauptstadt des gro\u00dfen Reiches, wurde der verworfene Stein zum Banner einer neuen Hoffnung, n\u00e4mlich der Hoffnung auf das Reich Gottes, wie es die Seligpreisungen in Aussicht stellen und das Magnifikat besingt. Indem die Logik der Herrschaft umgekehrt wird \u2013 jene derer, die den sinnlosen Ehrgeiz verfolgen, die Architektur der Erde zu bestimmen \u2013, geschieht es in Christus, dass die Ausgesto\u00dfenen ihre W\u00fcrde wiederfinden und sich f\u00fcr das Reich Gottes auserw\u00e4hlt f\u00fchlen. \u201eWenn es nicht so w\u00e4re\u201c, sagt Jesus zu seinen J\u00fcngern, \u201eh\u00e4tte ich euch dann gesagt: &#8218;Ich gehe, um einen Platz f\u00fcr euch vorzubereiten?&#8216; Wenn ich gegangen bin und einen Platz f\u00fcr euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.\u201c (Joh 14,2-3).<\/p>\n<p>\u201eJesus ist als unbewaffneter und entwaffnender Prophet unter uns gewandelt\u201c<\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder, genau deshalb wird man bis heute zu Steinen, die von den Menschen verworfen und von Gott erw\u00e4hlt sind: wenn man sich mit seinem Leben und seinen Worten den Pl\u00e4nen widersetzt, die die Schwachen unterdr\u00fccken, die W\u00fcrde jedes Menschen missachten, die Konflikte ausnutzen, um die St\u00e4rksten auszuw\u00e4hlen, w\u00e4hrend sie diejenigen vernachl\u00e4ssigen, die zur\u00fcckbleiben, die es nicht schaffen, und diejenigen, die unterliegen, als Abfall der Geschichte betrachten. Jesus ist als unbewaffneter und entwaffnender Prophet unter uns gewandelt, und als er verworfen wurde, hat er seinen Stil nicht ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>\u201eUnd nun wende ich mich an euch, liebe Br\u00fcder, die ihr von heute an Weihbisch\u00f6fe dieser Kirche sein werdet\u201c<\/p>\n<p>Und nun wende ich mich an euch, liebe Br\u00fcder, die ihr von heute an Weihbisch\u00f6fe dieser Kirche sein werdet, deren Sorge mir als Gabe anvertraut wurde; an euch, die ihr mir gemeinsam mit dem Kardinalvikar helfen k\u00f6nnt, f\u00fcr das r\u00f6mische Volk ein Abbild des Guten Hirten zu sein und \u00fcber die N\u00e4chstenliebe des ganzen heiligen Volkes Gottes, das \u00fcber die Erde verstreut ist, zu wachen.<\/p>\n<p>\u201eNiemand, wirklich niemand darf sich als von Gott verworfen betrachten, und ihr werdet Verk\u00fcnder dieser frohen Botschaft sein, die im Zentrum des Evangeliums steht\u201c<\/p>\n<p>Ich ermutige euch, zu den verworfenen Steinen dieser Stadt zu gehen und ihnen zu verk\u00fcnden, dass in Christus, unserem Eckstein, niemand davon ausgeschlossen ist, ein aktiver Teil des heiligen Geb\u00e4udes, das die Kirche ist, und der Br\u00fcderlichkeit unter den Menschen zu werden. In diesem Bild hallt der Aufruf des Apostolischen Schreibens Evangelii gaudium von Papst Franziskus wider: eine Kirche zu sein, die ein \u201eFeldlazarett\u201c ist, Hirten auf der Stra\u00dfe zu sein, die materiellen und existenziellen Peripherien im Herzen zu tragen. Als Priester habt ihr diesen Aufruf angenommen, gemeinsam mit den Pfarrgemeinden, die ihr begleitet habt. Nun kommt ein neuer Ruf, eine weitere Berufung, die immer denselben Kern hat: Niemand, wirklich niemand darf sich als von Gott verworfen betrachten, und ihr werdet Verk\u00fcnder dieser frohen Botschaft sein, die im Zentrum des Evangeliums steht.<\/p>\n<p>\u201eGebt euch nicht mit den Privilegien zufrieden, die euch eure Stellung bieten k\u00f6nnte, folgt nicht der weltlichen Logik der ersten Pl\u00e4tze, seid Zeugen Christi, der nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen\u201c<\/p>\n<p>Lasst den Geist der Prophetie in euch wirken: Gebt euch nicht mit den Privilegien zufrieden, die euch eure Stellung bieten k\u00f6nnte, folgt nicht der weltlichen Logik der ersten Pl\u00e4tze, seid Zeugen Christi, der nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen (vgl. Mk 10,45). Ihr werdet Propheten in eurem Dienst sein, wenn ihr M\u00e4nner des Friedens und der Einheit seid, die mit F\u00e4den der Gnade und Barmherzigkeit die weiten und bev\u00f6lkerungsreichen R\u00e4ume dieser Di\u00f6zese zusammenf\u00fcgen, die Unterschiede in Einklang bringen, aufnehmend, zuh\u00f6rend, vergebend.<\/p>\n<p>Lasst euch nicht suchen, sondern lasst euch finden. Und sorgt daf\u00fcr, dass sich die Priester, Diakone, Ordensfrauen und Ordensm\u00e4nner sowie die im Apostolat t\u00e4tigen Laien niemals allein f\u00fchlen. Helft ihnen, in ihren verschiedenen Diensten die Hoffnung wiederzubeleben und sich als Teil ein und derselben Mission zu f\u00fchlen. Wisst immer, unerm\u00fcdlich, die Menschen und Gemeinschaften zu motivieren, indem ihr sie in aller Einfachheit an die Sch\u00f6nheit des Evangeliums erinnert.<\/p>\n<p>M\u00f6gen die Armen Roms, die Pilger und die Besucher, die aus aller Welt hierherkommen, in den Einwohnern dieser Stadt, in ihren Institutionen und in ihren Hirten jene M\u00fctterlichkeit finden, die das wahre Antlitz der Kirche ist. Die Salus Populi Romani, die Mutter unseres Vertrauens, m\u00f6ge uns auf unserem Weg stets leiten und besch\u00fctzen.<\/p>\n<p>(vatican news &#8211; mp\/sst)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hier auf Deutsch in einer Arbeits\u00fcbersetzung die Predigt, die Papst Leo XIV. bei der Messe mit Bischofsweihen am&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":136336,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[7580,19416,4699,40,41,2859,7836,771,27874,39,66,65,64],"class_list":{"0":"post-136335","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-bischoefe","9":"tag-dioezese","10":"tag-katholische-kirche","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-papst-leo-xiv","14":"tag-predigt","15":"tag-rom","16":"tag-sakramente","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-welt","19":"tag-world","20":"tag-world-news"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116506271648684957","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/136335","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=136335"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/136335\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/136336"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=136335"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=136335"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=136335"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}