{"id":139488,"date":"2026-05-04T14:59:08","date_gmt":"2026-05-04T14:59:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/139488\/"},"modified":"2026-05-04T14:59:08","modified_gmt":"2026-05-04T14:59:08","slug":"wegen-trockenheit-grundwasserstaende-sind-in-oesterreich-viel-zu-niedrig-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/139488\/","title":{"rendered":"Wegen Trockenheit: Grundwasserst\u00e4nde sind in \u00d6sterreich viel zu niedrig \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>200 Messstellen wurden in \u00d6sterreich untersucht. Bei mehr als jeder Zehnten lag der Wasserstand so niedrig wie Ende April noch nie. Diese drei Bundesl\u00e4nder sind besonders stark betroffen.<\/p>\n<p>Rund 70 Prozent der Grundwasserst\u00e4nde sind Ende April zu niedrig gewesen. Das geht aus einer Analyse der Umweltschutzorganisation <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/greenpeace\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" trockenheit:=\"\" grundwasserst=\"\" sind=\"\" in=\"\" viel=\"\" zu=\"\" niedrig=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Greenpeace<\/a> hervor, die die <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/ngo\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" trockenheit:=\"\" grundwasserst=\"\" sind=\"\" in=\"\" viel=\"\" zu=\"\" niedrig=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">NGO<\/a> am Montag pr\u00e4sentierte. Bei mehr als jeder zehnten Messstelle lag zudem der Wasserstand so niedrig wie Ende April noch nie. Besonders betroffen seien Ober\u00f6sterreich, Salzburg und K\u00e4rnten, hie\u00df es. Greenpeace forderte von der Bundesregierung, das im Regierungsprogramm angek\u00fcndigte Wasserentnahme-Register umzusetzen.<\/p>\n<p>Nur so k\u00f6nne man erstmals sehen, wie viel Grundwasser Industrie und Landwirtschaft in \u00d6sterreich wirklich verbrauchen. Bisher fehle diese Transparenz. Auch wurde eindringlich vor der geplanten Aush\u00f6hlung des <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/eu\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" trockenheit:=\"\" grundwasserst=\"\" sind=\"\" in=\"\" viel=\"\" zu=\"\" niedrig=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU<\/a>-Wasserschutzrechts gewarnt. \u201eUnsere Natur trocknet aus. Nach einem d\u00fcrren Winter erleben wir nun einen extrem trockenen Fr\u00fchling. Doch das ist l\u00e4ngst keine Ausnahme mehr, sondern die neue Realit\u00e4t. \u00d6sterreich ist auf dieses Szenario schlichtweg nicht gut vorbereitet\u201c, wurde Sebastian Theissing-Matei, Wasserexperte bei Greenpeace, zitiert.<\/p>\n<p>Ausgewertet wurden 227 Grundwasser-Messstellen in ganz \u00d6sterreich. In Ober\u00f6sterreich zeigt laut Greenpeace aktuell mehr als ein Drittel der Messstellen so niedrige Wasserst\u00e4nde wie Ende April noch nie. In Salzburg ist das bei mehr als einem Viertel der Messstellen der Fall und in K\u00e4rnten bei rund jeder f\u00fcnften Messstelle. Das sei eine direkte Folge des zu trockenen vergangenen halben Jahres: In f\u00fcnf der vergangenen sechs Monate habe es zu wenig geregnet oder geschneit. Teils fiel nur ein Drittel der \u00fcblichen Menge. Der regnerische Februar konnte dieses Defizit laut der NGO nicht ansatzweise ausgleichen.<\/p>\n<p>Greenpeace verwies dabei darauf, dass Grundwasser \u201ewichtigste Trinkwasserquelle\u201c, aber auch \u201eunerl\u00e4sslich f\u00fcr Landwirtschaft und Industrie\u201c sei. \u201eEs ist daher h\u00f6chst besorgniserregend, dass es auf EU-Ebene derzeit Bestrebungen gibt, die EU-Wasserrahmenrichtlinie abzuschw\u00e4chen\u201c, hie\u00df es. Die Aufweichung des Wasserschutzes w\u00e4re aus Sicht der NGO \u201eein fataler Fehler\u201c. Das bestehende EU-Wasserschutzrecht sei ein \u201eerprobtes und unverzichtbares Schutzschild\u201c f\u00fcr die \u00f6sterreichischen Fl\u00fcsse und das Grundwasser.<\/p>\n<p>Aus dem f\u00fcr Landwirtschaft sowie Wasser zust\u00e4ndigen Ministerium von <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/norbert-totschnig\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" trockenheit:=\"\" grundwasserst=\"\" sind=\"\" in=\"\" viel=\"\" zu=\"\" niedrig=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Norbert Totschnig<\/a> (\u00d6VP) wurde am Nachmittag betont, \u201edass erst vor kurzem die ersten 900 Wasserprojekte f\u00fcr 2026 neu genehmigt\u201c worden seien. \u201eEine Antwort auf die Herausforderungen des Klimawandels ist und bleibt, dass wir weiterhin konsequent in unsere Leitungsnetze, in Wasserspeicher sowie in den Schutz unserer Gew\u00e4sser investieren\u201c, teilte ein Sprecher mit. \u201eUm die Datengrundlage f\u00fcr k\u00fcnftige Investitionen und Ma\u00dfnahmen im Hinblick auf die Auswirkungen des Klimawandels deutlich zu sch\u00e4rfen, f\u00fchrt das BMLUK gemeinsam mit den Bundesl\u00e4ndern und den f\u00fchrenden Wissenschaftsteams eine umfassende Studie unter dem Titel \u201cWasser im Klimawandel\u2018 durch.\u201e Das Ministerium verwies zudem auf den 2023 pr\u00e4sentierten Trinkwassersicherungsplan.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen \u00fcbten Kritik. Der Kurs der Bundesregierung \u201eist nicht nur kurzsichtig, sondern angesichts austrocknender B\u00f6den und sinkender Grundwasserspiegel schlicht verantwortungslos\u201c, sagte Umweltsprecher <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/lukas-hammer\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" trockenheit:=\"\" grundwasserst=\"\" sind=\"\" in=\"\" viel=\"\" zu=\"\" niedrig=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lukas Hammer<\/a>. Auch er forderte die Umsetzung eines Wasserentnahme-Registers. Die niedrigen Messst\u00e4nde seien \u201ekein Ausrei\u00dfer, sondern ein deutliches Warnsignal der Klimakrise\u201c, betonte er zudem. (APA)<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"200 Messstellen wurden in \u00d6sterreich untersucht. 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