{"id":139816,"date":"2026-05-04T18:21:09","date_gmt":"2026-05-04T18:21:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/139816\/"},"modified":"2026-05-04T18:21:09","modified_gmt":"2026-05-04T18:21:09","slug":"privatradios-kaempfen-um-ihre-existenz-koennen-hoerer-helfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/139816\/","title":{"rendered":"Privatradios k\u00e4mpfen um ihre Existenz: K\u00f6nnen H\u00f6rer helfen?"},"content":{"rendered":"<p>            <img decoding=\"async\" fetchpriority=\"high\" width=\"696\" height=\"400\" data-no-lazy=\"\" class=\"entry-thumb\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DF-Fotos-2026-03-25T092708.279-696x400.jpg\" alt=\"Radiostudio\" title=\"Radiostudio\"\/>KI-generiert mit Gemini<\/p>\n<p>Das deutsche Privatradio steckt in einer existenziellen Krise. H\u00f6rer k\u00f6nnten finanziell mithelfen. Doch daf\u00fcr m\u00fcssten die Radiomacher deutlich mehr bieten als sie es im Moment tun.<\/p>\n<p>Erste Lokal\u00adradios in Bayern und Rhein\u00adland-Pfalz haben bereits ihren Sendebetrieb eingestellt, andere haben mit bishe\u00adrigen Konkur\u00adrenten oder Radios aus der Nachbarschaft fusio\u00adniert, beziehungsweise ihre Programme massiv ausge\u00add\u00fcnnt: Die deutschen Privat\u00adradios k\u00e4mpfen derzeit ums \u00dcber\u00adleben und schlagen Alarm.<\/p>\n<p>Kosten h\u00f6her als Werbe\u00adeinnahmen<\/p>\n<p>\u201eEs wird immer schlimmer. Wir sind jetzt an einem Punkt, wo die Werbe\u00adeinnahmen die Ausgaben unserer Privat\u00adsender kaum mehr decken\u201c, sagt Stefan M\u00f6lling, Gesch\u00e4fts\u00adf\u00fchrer des Privat\u00adradio\u00advermark\u00adters RMS, im Gespr\u00e4ch mit der Frank\u00adfurter Allge\u00admeinen Zeitung (F.A.Z).<\/p>\n<p>Der Gesamt\u00adwerbe\u00admarkt sei in Deutsch\u00adland in den letzten Jahren netto gesunken, und der Anteil, der an die gro\u00dfen, internationalen Platt\u00adformen gehe, sei gleich\u00adzeitig gestiegen. Radio gewinne zwar Markt\u00adanteile unter den klas\u00adsischen Medien, aber der Kuchen sei insge\u00adsamt kleiner geworden. Erstmals h\u00e4tten Platt\u00adformen wie Google, Facebook, Alibaba, TikTok und <a href=\"https:\/\/amzn.to\/48qeqBS\" class=\"av-highlight external-link\" title=\"Mehr Aritkel zum Thema Amazon\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Amazon<\/a> 2025 die H\u00e4lfe der Ausgaben f\u00fcr Werbung bei sich verbu\u00adchen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Technische Verbreitungskosten sind deutlich h\u00f6her geworden<\/p>\n<p>Das Problem seien aber neben den r\u00fcck\u00adl\u00e4ufigen Werbe\u00adeinnahmen vor allem die immens gestie\u00adgenen tech\u00adnischen Verbrei\u00adtungs\u00adkosten, die den kommer\u00adziellen Veran\u00adstal\u00adtern zu schaffen machten. Am klas\u00adsischen, analogen UKW-H\u00f6rfunk will der Privat\u00adfunk unbe\u00addingt fest\u00adhalten, da dieser nach wie vor den Gro\u00dfteil der bitter n\u00f6tigen Reich\u00adweite liefert. Es seien aber auch DAB+ und Strea\u00adming und auch die Ausgaben f\u00fcr die entspre\u00adchende Technik dazu\u00adgekommen. Auf alles kann man nicht mehr verzichten.<\/p>\n<p>In den USA unterst\u00fctzen H\u00f6rer die Radiosender<\/p>\n<p id=\"h-in-den-usa-unterstutzen-horer-die-radiosendervielleicht-hilft-aber-auch-die-besinnung-auf-alte-starken-statt-programme-auszudunnen-und-immer-mehr-unmoderierte-musik\">Der Privatfunk braucht also neue Erl\u00f6smodelle, da das klassische, lineare Gesch\u00e4ft offenbar nicht mehr funktioniert. Das k\u00f6nnten etwa neue Formate auf TikTok oder YouTube, Podcasts, perso\u00adnali\u00adsiertes Strea\u00adming und anderes sein. Hier haben Konkurrenten wie Spotify das Radio rechts \u00fcberholt.<\/p>\n<p id=\"h-in-den-usa-unterstutzen-horer-die-radiosendervielleicht-hilft-aber-auch-die-besinnung-auf-alte-starken-statt-programme-auszudunnen-und-immer-mehr-unmoderierte-musik\">Vielleicht hilft aber auch die R\u00fcckbesinnung auf alte St\u00e4rken. Statt Programme weiter auszud\u00fcnnen und immer mehr unmoderierte Musik auszustrahlen also eine \u201eContent first\u201c-Strategie. Radio-DJs, die wieder etwas zu sagen haben, die spannende Themen mitbringen, die neue Musik vorstellen.<\/p>\n<p>Sicher, das kostet alles viel Geld. R\u00fcckl\u00e4ufige Werbeeinnahmen im Radio sind \u00fcbrigens kein rein deutsches, sondern ein globales Ph\u00e4nomen. Auch in den USA haben kommerzielle Radios mit Schwierigkeiten zu k\u00e4mpfen, <a href=\"https:\/\/www.digitalfernsehen.de\/news\/medien-news\/international\/paukenschlag-hoerfunkriese-hat-insolvenz-angemeldet-1174768\/\" type=\"link\" id=\"https:\/\/www.digitalfernsehen.de\/news\/medien-news\/international\/paukenschlag-hoerfunkriese-hat-insolvenz-angemeldet-1174768\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die Insolvenz von Cumulus Media<\/a>, einem der weltweit gr\u00f6\u00dften Radiokonzerne, lie\u00df zuletzt aufhorchen.<\/p>\n<p>Es gibt aber im Vergleich zu Deutschland einen gro\u00dfen Unterschied: Viele H\u00f6rer unterst\u00fctzen ihre Lieblingssender in den USA durch freiwillige Spenden. Die Radiosender bedanken sich mit gutem Programm. Vor allem kleinere Privatsender, die mit einer ganz besonderen Musikfarbe gl\u00e4nzen, aber auch viele Public Radios leben seit Jahren auch durch die finanzielle Unterst\u00fctzung ihrer H\u00f6rer.<\/p>\n<p>Beispiele f\u00fcr Radio-Crowdfunding in Deutschland<\/p>\n<p>Crowdfunding im Radio \u2013 das ist hierzulande eher selten. Ein positives Beispiel ist ByteFM. Das werbefreie Programm finanziert sich seit Jahren vorwiegend durch den F\u00f6rderverein \u201eFreunde von ByteFM e. V.\u201c. Die Finanzierung basiert auf Mitgliedsbeitr\u00e4gen von j\u00e4hrlich rund 10.000 H\u00f6rern, die etwa 60 Euro zahlen, um unabh\u00e4ngigen Musikjournalismus zu erm\u00f6glichen. Zus\u00e4tzlich werden durch Crowdfunding Projekte wie neue Studio-Technik finanziert. <\/p>\n<p>Dass bei besonderen Programmen H\u00f6rer durchaus bei der Finanzierung mithelfen k\u00f6nnen, hat auch egoFM bewiesen. Der alternative Radiosender k\u00e4mpfte im vergangenen Jahr um seine Existenz. Nachdem das M\u00fcnchner Programm Insolvenz anmelden musste, versuchte das Team, mit einem Spendenaufruf kurzfristige finanzielle Engp\u00e4sse zu \u00fcberbr\u00fccken. Es hatte funktioniert: Dank H\u00f6rerunterst\u00fctzung und eines neuen Investors konnte der Betrieb weiter gehen.<\/p>\n<p>Finanzielle H\u00f6rerunterst\u00fctzung kann also funktionieren. Doch daf\u00fcr muss der Privatfunk deutlich mehr bieten als \u201e10 Hits am St\u00fcck\u201c oder \u201eDie Superhits der 80er, 90er und das Beste von heute\u201c. Denn das kann jede Spotify-Playlist inzwischen auch und in der Regel sogar besser. <\/p>\n<p>Auch interessant:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"KI-generiert mit Gemini Das deutsche Privatradio steckt in einer existenziellen Krise. H\u00f6rer k\u00f6nnten finanziell mithelfen. 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