{"id":141030,"date":"2026-05-05T10:31:07","date_gmt":"2026-05-05T10:31:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/141030\/"},"modified":"2026-05-05T10:31:07","modified_gmt":"2026-05-05T10:31:07","slug":"apple-ueberrascht-mit-chip-plan-und-will-die-fertigung-in-die-usa-holen-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/141030\/","title":{"rendered":"Apple \u00fcberrascht mit Chip-Plan und will die Fertigung in die USA holen \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Apple pr\u00fcft Kreisen zufolge, seine wichtigsten Ger\u00e4teprozessoren k\u00fcnftig auch von Intel und Samsung in den USA fertigen zu lassen. Noch ist daraus kein Auftrag geworden und TSMC aus Taiwan bleibt technologisch der zentrale Partner. Doch die Gespr\u00e4che zeigen, wie sehr Apple inzwischen eine zentrale Frage umtreibt: <\/p>\n<p>Und diese lautet: Was passiert, wenn die weltweit wichtigste Chip-Lieferkette nicht mehr verl\u00e4sslich genug ist?<\/p>\n<p>Apple hat erste Gespr\u00e4che mit Intel \u00fcber eine m\u00f6gliche Nutzung der Auftragsfertigung des US-Chipherstellers gef\u00fchrt. Zudem besuchten Apple-Manager nach Angaben mit der Angelegenheit vertrauter Personen ein im Bau befindliches Samsung-Werk in Texas, das ebenfalls moderne Chips produzieren soll.<\/p>\n<p>Konkrete Auftr\u00e4ge gibt es demnach bisher nicht. Die Gespr\u00e4che mit beiden Unternehmen befinden sich noch in einem fr\u00fchen Stadium. Apple habe zudem Vorbehalte gegen\u00fcber Fertigungstechnologien abseits von TSMC und k\u00f6nnte sich letztlich gegen zus\u00e4tzliche Partner entscheiden. Apple, Intel, Samsung und TSMC lehnten eine Stellungnahme ab.<\/p>\n<p>Seit mehr als einem Jahrzehnt entwickelt Apple die Hauptprozessoren seiner Ger\u00e4te selbst. Gefertigt werden diese sogenannten Systems-on-a-Chip \u00fcberwiegend von Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. in Taiwan. Die j\u00fcngsten iPhones und Macs nutzen Chips im 3-Nanometer-Verfahren.<\/p>\n<p>Diese enge Bindung an TSMC hat Apple technologisch Vorteile verschafft, macht den Konzern aber anf\u00e4llig f\u00fcr Engp\u00e4sse. Zuletzt belasteten der massive Ausbau von KI-Rechenzentren und eine st\u00e4rker als erwartete Nachfrage nach Macs, die KI-Modelle lokal ausf\u00fchren k\u00f6nnen, die Verf\u00fcgbarkeit fortschrittlicher Chips.<\/p>\n<p>Apple-Chef Tim Cook sprach das Problem in der vergangenen Woche bei der Vorlage der Quartalszahlen an. \u201eWir haben weniger Flexibilit\u00e4t in der Lieferkette, als wir normalerweise h\u00e4tten\u201c, sagte Cook. Ein Mangel an Chips f\u00fcr iPhone und Mac bremse das Wachstum.<\/p>\n<p>F\u00fcr Intel w\u00e4re ein m\u00f6glicher Auftrag von Apple ein bedeutender Erfolg. Konzernchef Lip-Bu Tan versucht, das Auftragsfertigungsgesch\u00e4ft des Unternehmens auszubauen, nachdem fr\u00fchere Anl\u00e4ufe nicht den erhofften Durchbruch brachten. Ein Kunde wie Apple k\u00f6nnte Intel helfen, weitere externe Auftraggeber zu gewinnen.<\/p>\n<p>Allerdings ist unklar, ob Intel die von Apple ben\u00f6tigte technologische Reife und Produktionsskala zuverl\u00e4ssig bieten kann. Genau diese Kombination hat TSMC zur dominierenden Kraft in der Chip-Auftragsfertigung gemacht.<\/p>\n<p>Auch Samsung liegt in diesem Markt deutlich hinter TSMC zur\u00fcck, verf\u00fcgt aber \u00fcber mehr Erfahrung als Intel. F\u00fcr den s\u00fcdkoreanischen Konzern w\u00e4re eine Zusammenarbeit mit Apple dennoch besonders bemerkenswert: Beide Unternehmen konkurrieren in Smartphones und anderen Produktbereichen direkt miteinander.<\/p>\n<p>Die Gespr\u00e4che begannen den Angaben zufolge bereits vor den j\u00fcngsten Engp\u00e4ssen. Neben der Absicherung der Lieferkette k\u00f6nnte eine Zusammenarbeit mit Intel f\u00fcr Apple auch politisch vorteilhaft sein. Einige Manager sehen darin eine M\u00f6glichkeit, das Verh\u00e4ltnis zur Regierung von Donald Trump zu st\u00e4rken. Das Wei\u00dfe Haus hatte im Vorjahr eine ungew\u00f6hnliche Beteiligung des Staates an Intel vermittelt und betrachtet den Konzern als nationalen Champion.<\/p>\n<p>Cook warnt seit Jahren vor einer zu starken Konzentration kritischer Komponenten auf eine Region. Besonders Taiwan gilt als sensibler Standort, weil China die demokratisch regierte Insel als Teil seines Staatsgebiets betrachtet. Bereits 2022 sagte Cook laut Bloomberg in einer Mitarbeiterversammlung, \u201e60 Prozent aus irgendeinem Ort\u201c seien vermutlich keine strategisch sinnvolle Position \u2013 unabh\u00e4ngig davon, wie man dar\u00fcber denke.<\/p>\n<p>Apple arbeitet bereits eng mit TSMC am Ausbau der Produktion in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona zusammen. Dort fertigt TSMC derzeit in begrenztem Umfang Chips f\u00fcr Apple. Der iPhone-Konzern erkl\u00e4rte, 2026 rund 100 Millionen Chips aus Arizona beziehen zu wollen.<\/p>\n<p>Diese Menge deckt allerdings nur einen kleinen Teil der j\u00e4hrlichen Ger\u00e4teauslieferungen von Apple ab. Entsprechend bleibt die Sorge vor m\u00f6glichen Unterbrechungen bestehen \u2013 insbesondere im Fall einer Eskalation rund um Taiwan.<\/p>\n<p>Neben den Hauptprozessoren k\u00e4mpft Apple wie andere Technologiekonzerne auch mit Engp\u00e4ssen bei Speicherchips. Laut Cook ist derzeit jedoch die Verf\u00fcgbarkeit fortschrittlicher Fertigungsknoten f\u00fcr die SoCs das gr\u00f6\u00dfere Problem. \u201eDie wichtigste Beschr\u00e4nkung ist die Verf\u00fcgbarkeit der fortschrittlichen Nodes, auf denen unsere SoCs produziert werden, nicht der Speicher\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Betroffen sind unter anderem Mac mini und Mac Studio. Auch bei der iPhone-17-Pro-Linie kam es zu Belastungen in der Lieferkette. Apple arbeitet laut Bloomberg daran, ein \u00dcbergreifen der Engp\u00e4sse auf weitere Produktlinien wie AirPods und Apple Watch zu verhindern. (duc\/Bloomberg)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Apple pr\u00fcft Kreisen zufolge, seine wichtigsten Ger\u00e4teprozessoren k\u00fcnftig auch von Intel und Samsung in den USA fertigen zu&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":141031,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[46,42,95,15073,90,89,91,94,44,93,92],"class_list":{"0":"post-141030","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-business","11":"tag-chips","12":"tag-companies","13":"tag-companies-markets","14":"tag-markets","15":"tag-maerkte","16":"tag-oesterreich","17":"tag-unternehmen","18":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/141030","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=141030"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/141030\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/141031"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=141030"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=141030"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=141030"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}