{"id":141558,"date":"2026-05-05T15:37:07","date_gmt":"2026-05-05T15:37:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/141558\/"},"modified":"2026-05-05T15:37:07","modified_gmt":"2026-05-05T15:37:07","slug":"neue-gentechnik-in-europa-verbraucherschuetzer-schlagen-alarm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/141558\/","title":{"rendered":"Neue Gentechnik in Europa: Verbrauchersch\u00fctzer schlagen Alarm"},"content":{"rendered":"<p>In Europa k\u00f6nnte schon bald der Anbau von Pflanzen aus neuer Gentechnik erlaubt werden. Verbraucherschutz- und Umweltorganisationen, Bio-Verb\u00e4nde sowie Hersteller von gentechnikfreien Lebensmitteln blicken mit gro\u00dfer Sorge auf die kommende Plenarsitzung des EU-Parlaments.<\/p>\n<p>Vom 18. bis 21. Mai wird dort die neue Verordnung \u00fcber Pflanzen aus neuen genomischen Techniken (NGT) sowie die daraus gewonnenen Lebens- und Futtermittel auf der Tagesordnung stehen. Die Verordnung, deren Inhalt bereits seit 2023 verhandelt wird, sieht eine vollst\u00e4ndige Deregulierung der sogenannten NGT-Pflanzen der Kategorie 1 vor: F\u00fcr diese Pflanzen und die daraus gewonnenen Produkte w\u00e4ren weder ein Zulassungsverfahren noch eine Risikopr\u00fcfung noch eine Kennzeichnung am Endprodukt erforderlich \u2013 im Unterschied zur \u201ealten\u201c Gentechnik und entgegen dem Vorsorgeprinzip.<\/p>\n<p>                Klare Mehrheit der Bev\u00f6lkerung gegen Gentechnik                                    <\/p>\n<p>Umfragen der vergangenen Jahre zeigen, dass die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der EU-B\u00fcrger der Gentechnik in der Landwirtschaft skeptisch gegen\u00fcbersteht und Gentechnik auf Acker und Teller ablehnt. Auch zahlreiche Unternehmen aus dem Lebensmitteleinzelhandel haben sich gegen die Deregulierung ausgesprochen und stattdessen Transparenz, verpflichtende Kennzeichnung und Wahlfreiheit f\u00fcr die Konsumenten gefordert.<\/p>\n<p>                Gro\u00dfbritannien prescht vor                                    <\/p>\n<p>W\u00e4hrend die EU noch verhandelt, werden au\u00dferhalb der Union bereits Fakten geschaffen. In Gro\u00dfbritannien wurde im M\u00e4rz 2026 die erste Notifizierung in Europa f\u00fcr den kommerziellen Anbau einer NGT-Pflanze eingereicht. Ein britisches Forschungsinstitut will sogenannte \u201efette Gerste\u201c anbauen: Mittels der Gen-Schere CRISPR\/Cas wurde die Funktion bestimmter Gene blockiert, wodurch die K\u00f6rner und Pflanzenteile einen h\u00f6heren \u00d6lgehalt aufweisen. Als Futtermittel-Zutat soll die Gerste die Nutztierproduktion steigern. Umweltorganisationen fordern allerdings eine Pr\u00fcfung m\u00f6glicher Umweltrisiken. Sie bef\u00fcrchten ein vermindertes Pflanzenwachstum, eine h\u00f6here Stressanf\u00e4lligkeit sowie negative Auswirkungen auf Insekten.<\/p>\n<p>                Bereits 89 NGT-Pflanzen in Entwicklung                                    <\/p>\n<p>Laut einem aktuellen Bericht des Schweizerischen Bundesamts f\u00fcr Umwelt (BAFU) vom Januar 2026 werden in den USA bereits zwei herbizidtolerante und insektenresistente NGT-Maispflanzen kommerziell angebaut, in Japan die blutdruckwirksame \u201eGABA-Tomate\u201c. Weitere 89 NGT-Pflanzen sind in Entwicklung, 15 davon sollen kurz vor der Markteinf\u00fchrung stehen. Der Bericht nennt unter anderem manipulierten Mais, Soja, Reis, Hirse, Senf, Pfeffer, Kartoffel, Alfalfa, Mandel, Banane, Orange und Wassermelone.<\/p>\n<p>\u201eGanz offensichtlich geht es nur bei sehr wenigen dieser Entwicklungen um \u201aklimafittere\u2018 Pflanzen und Eigenschaften wie D\u00fcrretoleranz \u2013 anders als von den Bef\u00fcrwortern der neuen gentechnischen Verfahren immer wieder vollmundig angek\u00fcndigt\u201c, merkt Silke Raffeiner, Ern\u00e4hrungsexpertin der Verbraucherzentrale S\u00fcdtirol, an. \u201eIm Fokus stehen dagegen Eigenschaften wie h\u00f6herer Ertrag, bessere Anbaueigenschaften, ver\u00e4nderter N\u00e4hrwert, ver\u00e4nderter Geschmack und Resistenzen gegen\u00fcber Herbiziden, Sch\u00e4dlingen sowie Krankheiten.\u201c<\/p>\n<p>Die Verbraucherzentrale S\u00fcdtirol, Bioland S\u00fcdtirol und der Dachverband f\u00fcr Natur- und Umweltschutz haben sich von Beginn an klar gegen die Deregulierung ausgesprochen. Sie fordern stattdessen die Beibehaltung des Vorsorgeprinzips, Risikopr\u00fcfungen, R\u00fcckverfolgbarkeit, Transparenz, eine verpflichtende Kennzeichnung, Wahlfreiheit f\u00fcr die Konsumenten sowie den Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Europa k\u00f6nnte schon bald der Anbau von Pflanzen aus neuer Gentechnik erlaubt werden. Verbraucherschutz- und Umweltorganisationen, Bio-Verb\u00e4nde&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":141559,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[268,274,76,75,74,270,272,275,40,265,44,266,269,271,109,264,263,267,273,66],"class_list":{"0":"post-141558","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-chronik","9":"tag-diskussion","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-gesellschaft","14":"tag-mediengeschehen","15":"tag-meinung","16":"tag-nachrichten","17":"tag-nordtirol","18":"tag-oesterreich","19":"tag-osttirol","20":"tag-politik","21":"tag-presseklick","22":"tag-sport","23":"tag-suedtirol","24":"tag-unsertirol24","25":"tag-ut24","26":"tag-ut24-blog","27":"tag-welt"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116522716424710622","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/141558","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=141558"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/141558\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/141559"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=141558"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=141558"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=141558"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}