{"id":141954,"date":"2026-05-05T20:01:16","date_gmt":"2026-05-05T20:01:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/141954\/"},"modified":"2026-05-05T20:01:16","modified_gmt":"2026-05-05T20:01:16","slug":"niedriger-blutdruck-bei-alten-menschen-welche-werte-riskant-sein-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/141954\/","title":{"rendered":"Niedriger Blutdruck bei alten Menschen: Welche Werte riskant sein k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p>Studie mit \u00fcber 400.000 \u00e4lteren Menschen<\/p>\n<p>Forscher haben Gesundheitsdaten von 415.980 Menschen ab 75 Jahren ausgewertet und sie bis zu zehn Jahre lang begleitet. Im Fokus stand der Zusammenhang zwischen Blutdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Sterblichkeit. Die Teilnehmer wurden je nach Gebrechlichkeit eingeteilt: von fit bis stark gebrechlich.<\/p>\n<p class=\"ad-float-right\">Klar ist: Steigt der systolische, obere Blutdruckwert \u00fcber 150 mmHg, nehmen Herz-Kreislauf-Ereignisse zu. Das best\u00e4tigt bekannte Grenzwerte. F\u00fcr das Herz ist ein deutlich zu hoher Druck also weiterhin problematisch.<\/p>\n<p>Niedrigere Werte \u00fcberraschen mit h\u00f6herer Sterblichkeit<\/p>\n<p>Ein oberer (systolischer) Blutdruckwert von weniger als 130 mmHg und ein unterer (diastolischer) Wert von weniger als 80 mmHg war in der 10-j\u00e4hrigen Beobachtungszeit in allen Gruppen mit einer h\u00f6heren Sterblichkeit verbunden. Das galt auch unabh\u00e4ngig davon, ob der Blutdruck gegen Lebensende ohnehin abfiel.\u00a0<\/p>\n<p>Umgekehrt war ein etwas h\u00f6herer systolischer Blutdruck zwischen 150 und 159 mmHg mit einem geringeren Sterberisiko verkn\u00fcpft. Das betraf vor allem Menschen zwischen 75 und 84 Jahren mit moderater bis schwerer Gebrechlichkeit.<\/p>\n<p>Das deutet darauf hin, dass der K\u00f6rper im Alter m\u00f6glicherweise von etwas h\u00f6heren Blutdruckwerten profitiert, etwa um Organe ausreichend zu versorgen.<\/p>\n<p>Gebrechlichkeit ver\u00e4ndert die Zielwerte<\/p>\n<p>Die Ergebnisse legen nahe, dass starre Zielwerte nicht f\u00fcr alle gelten. W\u00e4hrend fitte \u00c4ltere unter 85 Jahren anders reagieren, profitieren gebrechliche Senioren offenbar nicht von einer aggressiven Blutdrucksenkung. Begleiterkrankungen k\u00f6nnten hier eine wichtige Rolle spielen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Behandlung hei\u00dft das: \u00c4rzte sollten den Blutdruck bei \u00e4lteren Patienten individueller bewerten. Ein sehr niedriger Zielwert ist nicht automatisch besser. Gerade bei gebrechlichen Menschen kann ein moderater Blutdruckbereich sinnvoller sein als eine strikte Senkung.<\/p>\n<p>Strenge Blutdruckziele nicht in jedem Fall ideal<\/p>\n<p>Die Geriaterin Jane Masoli, die die Studie im Rahmen ihrer Promotion an der University of Exeter durchf\u00fchrte, sagte: \u201eInternational bewegen sich die Richtlinien in Richtung strenger Blutdruckziele, aber unsere Ergebnisse zeigen, dass dies m\u00f6glicherweise nicht angemessen ist. Wir brauchen mehr Forschung, um festzustellen, ob eine aggressive Blutdruckkontrolle bei \u00e4lteren Erwachsenen sicher ist und f\u00fcr welche Patientengruppen sie von Nutzen ist.\u201c Sie warnte aber davor, die Einnahme der Medikamente abzubrechen, es sei denn, der Arzt r\u00e4t dazu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Studie mit \u00fcber 400.000 \u00e4lteren Menschen Forscher haben Gesundheitsdaten von 415.980 Menschen ab 75 Jahren ausgewertet und sie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":141955,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[46,42,5889,124,123,44,6854],"class_list":{"0":"post-141954","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-bluthochdruck","11":"tag-gesundheit","12":"tag-health","13":"tag-oesterreich","14":"tag-senioren"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116523754076916596","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/141954","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=141954"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/141954\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/141955"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=141954"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=141954"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=141954"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}