{"id":141984,"date":"2026-05-05T20:23:08","date_gmt":"2026-05-05T20:23:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/141984\/"},"modified":"2026-05-05T20:23:08","modified_gmt":"2026-05-05T20:23:08","slug":"gsm-der-anfang-vom-ende-in-oesterreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/141984\/","title":{"rendered":"GSM: Der Anfang vom Ende in \u00d6sterreich"},"content":{"rendered":"<p>A1 Telekom Austria wird sein GSM-Netz (2G) in zwei Jahren abschalten. Im Mai 2028 ist Schluss. Das hat der Marktf\u00fchrer am Dienstag bekanntgegeben. Gesch\u00e4ftskunden wird der Mobilfunker individuell kontaktieren.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die Abschaltung betrifft vor allem Maschinen (M2M, Machine-to-Machine communication): Aufz\u00fcge, Automaten, Dreht\u00fcren, \u00e4ltere Autos mit E-Call und so weiter. Reine GSM-Mobiltelefone sind inzwischen selten, aber seit der <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/UMTS-Ausstieg-ist-gut-fuers-Klima-9583550.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Abschaltung von UMTS<\/a> (3G) in \u00d6sterreich im Jahr 2024 sind \u00e4ltere Handys ohne 4G-Unterst\u00fctzung wieder auf GSM angewiesen. Diese Ger\u00e4te m\u00fcssen erneuert oder auf ein Konkurrenznetz umgestellt werden \u2013 sofern dieses weiter GSM betreibt.<\/p>\n<p>Auf Anfrage heise onlines haben sowohl Drei (Hutchison Drei Austria) als auch Magenta (vormals T-Mobile Austria) angegeben, noch keine Termine f\u00fcr ihrer GSM-Abschaltung zu haben. Drei m\u00f6chte das in den &#8222;n\u00e4chsten Jahren&#8220; tun, w\u00e4hrend sich Magenta &#8222;intensiv mit dem Thema besch\u00e4ftigt.&#8220; Spusu (Mass Response Service) betreibt ebenfalls GSM, allerdings nur f\u00fcr geschlossene Nutzergruppen an ausgew\u00e4hlten Standorten.<\/p>\n<p>Sicherheit und Strom<\/p>\n<p>Gute Gr\u00fcnde f\u00fcr die Abschaltung gibt es gen\u00fcgend: 4G und 5G sind wesentlich energieeffizienter, GSM weist gro\u00dfe Sicherheitsl\u00fccken auf, und die Netzbetreiber w\u00fcrden die Frequenzen lieber f\u00fcr moderne Funkstandards mit h\u00f6herer spektraler Effizienz einsetzen. Dann k\u00f6nnen sie \u00fcber die selben Frequenzen deutlich mehr Daten \u00fcbertragen. Nicht zuletzt kassieren die Ausr\u00fcster laufend Lizenzgeb\u00fchren f\u00fcr die GSM-Netze, denen schrumpfende Grenzerl\u00f6se gegen\u00fcberstehen.<\/p>\n<p>Andererseits sind GSM-Sprachverbindungen robust und dringen dank niedriger 900-Mhz-Frequenzen tief durch W\u00e4nde und B\u00f6den. \u00d6sterreicher sind verw\u00f6hnt, was Mobilfunkabdeckung angelangt. Sie erwarten, auch im dritten Untergescho\u00df einer Tiefgarage in den Bergen ungehemmt telefonieren zu k\u00f6nnen. Die GSM-Abschaltung kann also die Netzabdeckung lokal beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Die Deutsche Telekom wird ihr GSM-Netz in Deutschland wenig sp\u00e4ter, im Sommer 2028, abschalten. Vodafone Deutschland l\u00e4sst es noch bis 2030 laufen. Die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/GSM-Mobilfunk-Die-Schweiz-schaltet-ab-5000513.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Swisscom hat GSM gar schon 2021 begraben<\/a>.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Notrufverband fordert GSM<\/p>\n<p>Keine Freude mit dem Ableben von GSM hat die Europ\u00e4ische Vereinigung f\u00fcr Notrufnummern (EENA). Sie f\u00fcrchtet Versorgungsl\u00fccken bei Notrufen, nicht nur aus Kfz und mit alten Handys.<\/p>\n<p>Denn f\u00fcr Sprachverbindungen \u00fcber 4G (LTE) oder 5G muss der Netzbetreiber VoLTE respektive Vo5G (Voice over LTE\/5G) f\u00fcr das jeweilige Endger\u00e4temodell provisionieren. Die Mobilfunker beschr\u00e4nken sich dabei in der Regel auf die von ihnen selbst vermarkteten Handys und die im jeweiligen Land popul\u00e4rsten Modelle. Wer ein ungew\u00f6hnliches Handy hat, etwa weil er aus fernen Landen angereist ist, kann ohne GSM und UMTS wom\u00f6glich keinen Notruf absetzen. Daher <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Notruf-Vereinigung-fordert-Abschaltmoratorium-fuer-GSM-Netze-11161084.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">fordert der Notrufverband den Weiterbetrieb von GSM<\/a>.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:ds@heise.de\" title=\"Daniel AJ Sokolov\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ds<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"A1 Telekom Austria wird sein GSM-Netz (2G) in zwei Jahren abschalten. Im Mai 2028 ist Schluss. 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