{"id":142368,"date":"2026-05-06T03:19:45","date_gmt":"2026-05-06T03:19:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/142368\/"},"modified":"2026-05-06T03:19:45","modified_gmt":"2026-05-06T03:19:45","slug":"kompetenzluecken-schliessen-expertise-aufbauen-tu-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/142368\/","title":{"rendered":"Kompetenzl\u00fccken schlie\u00dfen, Expertise aufbauen | TU Wien"},"content":{"rendered":"<p>\n                    05. Mai 2026\n                    <\/p>\n<p>\n                        Im Rahmen des EU-gef\u00f6rderten Projekts WELDNET arbeitet ein Forschenden-Team der TU Wien am Aufbau eines internationalen Netzwerks von Vocational Excellence Centern\n                    <\/p>\n<p>In der EU herrscht ein starker Fachkr\u00e4ftemangel, es fehlen mehr als 500.000 fachlich ausgebildete Arbeitskr\u00e4fte. Dem gegen\u00fcber steht die wachsende Bedeutung der Kreislaufwirtschaft in der industriellen Instandhaltung vor allem in der Automobilindustrie sowie die stetig steigenden Anforderungen an Sicherheit und Qualit\u00e4t bei recycelten Metallen. Im Jahr 2025 hat das Erasmus+-Projekt WELDNET gestartet, dessen Ziel es ist innerhalb der n\u00e4chsten vier Jahre ein Netzwerk von f\u00fcnf Centres of Vocational Excellence (COVEs) aufzubauen.\u00a0<\/p>\n<p>Im Gespr\u00e4ch gibt Fazel Ansari, WELDNET-Projektleiter und Leiter des Forschungsbereichs Produktions- und Instandhaltungsmanagement an der TU Wien, Einblick in das Projekt und verr\u00e4t, welche Rolle das Thema Nachhaltigkeit in den Bereichen Instandhaltung, Schwei\u00dfen und Metallverarbeitung spielt.<\/p>\n<p>K\u00f6nnen Sie das WELDNET Projekt kurz beschreiben?<\/p>\n<p>Fazel Ansari: Mit dem WELDNET-Projekt wollen wir moderne Aus- und Weiterbildungsprogramme erm\u00f6glichen und dar\u00fcber hinaus regionale Kompetenz\u00f6kosysteme in den Bereichen Industrie, Bildung und Wissenschaft aufbauen. Au\u00dfer in \u00d6sterreich sollen in Griechenland, Rum\u00e4nien, Serbien und Spanien im Rahmen des Projekts in den n\u00e4chsten vier Jahren gleich f\u00fcnf Kompetenzzentren entstehen, in jedem Land eines. Der Fokus liegt auf dem Thema Instandhaltung sowie auf den Bereichen Schwei\u00dfen und Nachhaltigkeit.<\/p>\n<p>Welche Ziele sollen im Projekt erreicht werden?<\/p>\n<p>Fazel Ansari: Das Projekt hat drei definierte Hauptziele: die Entwicklung eines ganzheitlichen Lehr- und Lernprogramms, den Aufbau von Kompetenz\u00f6kosystemen sowie den Aufbau eines transnationalen \u00d6kosystems. Mit den sogenannten Centres of Vocational Excellence (COVEs) verfolgen wir einen \u201eLiving Lab\u201c-Ansatz bzw. eine Lernfabrik mit wissenschaftlich fundierter und praxisnaher Ausbildung zur besseren Qualifikation von Fachkr\u00e4ften und einer h\u00f6heren Sicherheit und Qualit\u00e4t in der Produktion. In diesem ganzheitlichen Lehr- und Lernprogramm geht es um den Erwerb von Wissen (Skilling), um das Vertiefen von Wissen (Re-Skilling) und um Weiterbildung (Up-Skilling). Auch die Ausbildung der Trainer_innen ist ein wichtiger Punkt. Au\u00dferdem soll der Aufbau der COVEs die nachhaltigen und zirkul\u00e4ren Industrieprozesse unterst\u00fctzen.<br \/>Warum sehen wir gerade diese Ziele als wichtig in unserem Projekt? Dass es seit vielen Jahren einen europaweiten Fachkr\u00e4ftemangel gibt, ist leider nichts Neues. Die Job- und Kompetenzprofile haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Es zeigt sich auch deutlich, dass sich technologische Entwicklungen in rasantem Tempo abspielen. Wenn Technik den Menschen unterst\u00fctzen und assistieren soll, braucht es Training, wie Menschen diese neuen Technologien am effektivsten f\u00fcr ihre Arbeit n\u00fctzen k\u00f6nnen, auch das Erwerben von Software-Skills ist dabei ein wichtiger Punkt. Die f\u00fcnf Center sollen einander in ihrer Arbeit unterst\u00fctzen, voneinander lernen, sie werden deshalb in engem Austausch miteinander stehen.<\/p>\n<p>Welche Rolle hat die TU Wien in dem vierj\u00e4hrigen EU-ERASMUS+ Projekt?<\/p>\n<p>Fazel Ansari: Die TU Wien spielt eine sehr zentrale Rolle in diesem Projekt. Wir sehen uns als Treiber f\u00fcr innovative Ausbildungssysteme, wir wollen die gr\u00fcne, digitale Transformation unterst\u00fctzen und den Fachkr\u00e4ftemangel in der Industrie bek\u00e4mpfen. Die TU Wien wird der COVEs-Center-Host in \u00d6sterreich sein und wir wollen damit Forschung, Industrie und Berufsbildung zu einem Ganzen verbinden.<\/p>\n<p>Welche Fakult\u00e4ten, Institute und anderen TU-nahen Institutionen sind am Projekt beteiligt?<\/p>\n<p>Fazel Ansari: Es ist das <a href=\"https:\/\/www.tuwien.at\/mwbw\/im\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Institut f\u00fcr Managementwissenschaften<\/a> mit den beiden Forschungsbereichen Produktions- und Instandhaltungsmanagement sowie Personal- und Unternehmensf\u00fchrung am Projekt beteiligt. Den ersten Bereich verantworte ich gemeinsam mit Brenda \u00d6zyilmaz, Milena Mann und Baris Tekin. F\u00fcr den zweiten Bereich liegt die Verantwortung bei Kollege Wolfgang G\u00fcttel von der <a href=\"https:\/\/www.tuwien.at\/ace\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">TU Wien Academy<\/a> sowie Astrid Kleinhanns-Roll\u00e9 und Sandrine Roche. Im Projekt bekommen wir auch Unterst\u00fctzung von der <a href=\"https:\/\/www.pilotfabrik.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">TU Wien Pilotfabrik, \u00f6ffnet eine externe URL in einem neuen Fenster<\/a> Industrie 4.0. Diese wird ihre Expertise in den Bereichen Smart Factory, digitale Produktion, Mensch-Roboter- Kollaboration im Projekt einbringen.<br \/>\u00a0\u00a0<br \/>Inwiefern spielt das Thema Nachhaltigkeit im Bereich Schwei\u00dfen und Metallverarbeitung eine Rolle?<\/p>\n<p>Fazel Ansari: Zum Thema Nachhaltigkeit gibt es im Projekt drei Hauptpunkte: Umwelt &amp; Sicherheit, Ressourcenschonung &amp; Sicherheit und Inklusive Ausbildung &amp; soziale Herausforderungen.<br \/>In Punkt eins fallen Themen wie die Verwendung von recycelten Metallen in der Automobilproduktion, die Sicherstellung von Qualit\u00e4t, Festigkeit und Korrosionsbest\u00e4ndigkeit sowie die Reduktion von Risiken in kritischen Bauteilen wie etwa Bremsen, Lenkung oder Strukturteile. Zum Thema Ressourcenschonung &amp; Sicherheit geh\u00f6rt zum Beispiel die Vorbeugung von Ausf\u00e4llen und Sch\u00e4den an Infrastruktur und Anlagen mit positiven Effekten wie mehr Sicherheit f\u00fcr die Menschen bei der Arbeit, Energieeinsparung oder Ressourcenschonung. Der dritte Punkt fokussiert auf die Integration von Menschen mit Behinderungen und benachteiligten Gruppen mit dem Ziel Chancengleichheit f\u00fcr alle zu schaffen.\u00a0<\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Zur Person<\/p>\n<p>Fazel Ansari hat Maschinenbau und Mechatronik an der Universit\u00e4t Siegen studiert. Er promovierte summa cum laude im Fachbereich Informatik an der Universit\u00e4t Siegen mit einem Schwerpunkt auf wissensbasierten Systemen und Wissensmanagement und er habilitierte sich im Fachgebiet \u201eIndustrial Engineering\u201c an der TU Wien. Derzeit ist Fazel Ansari als Universit\u00e4tsprofessor f\u00fcr datengetriebenes Instandhaltungsmanagement an der TU Wien t\u00e4tig. Er leitet den Forschungsbereich Produktions- und Instandhaltungsmanagement an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Maschinenwesen und Betriebswissenschaften. Seit 2017 ist er au\u00dferdem in verschiedenen Funktionen an der Fraunhofer Austria Research GmbH t\u00e4tig, zuletzt als Leiter Leuchtturmthemen und Mitglied im Board of Management.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tuwien.at\/mwbw\/im\/pim\/projekte\/weldnet\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Informationen WELDNET<\/a><br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"05. 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