{"id":142900,"date":"2026-05-06T09:53:12","date_gmt":"2026-05-06T09:53:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/142900\/"},"modified":"2026-05-06T09:53:12","modified_gmt":"2026-05-06T09:53:12","slug":"hantavirus-kanaren-wollen-kreuzfahrtschiff-nicht-anlegen-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/142900\/","title":{"rendered":"Hantavirus: Kanaren wollen Kreuzfahrtschiff nicht anlegen lassen"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem Hantavirus-Ausbruch soll die \u201eHondius\u201c in wenigen Tagen bei den Kanarischen Inseln ankommen \u2013 doch die dortige Regierung will das Kreuzfahrtschiff nicht einlaufen lassen. Mittlerweile wurde der genaue Virustyp identifiziert.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der Pr\u00e4sident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, hat die Entscheidung der spanischen Zentralregierung kritisiert, dem Kreuzfahrtschiff \u201eMV Hondius\u201c mit einem Hantavirus-Ausbruch an Bord das Anlaufen der Inselgruppe zu erlauben. \u201eIch kann nicht zulassen, dass das Schiff auf den Kanaren einl\u00e4uft\u201c, sagte Clavijo dem Radiosender Onda Cero.<\/p>\n<p>Zur Begr\u00fcndung erkl\u00e4rte der Regionalpr\u00e4sident, den Beh\u00f6rden auf den Kanaren seien bislang nicht gen\u00fcgend Informationen \u00fcbermittelt worden. Clavijo, der sich derzeit in Br\u00fcssel aufh\u00e4lt, k\u00fcndigte an, er wolle Ministerpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez in Madrid so schnell wie m\u00f6glich treffen, um die Angelegenheit zu besprechen.<\/p>\n<p>Zuvor war bekannt geworden, dass das Kreuzfahrtschiff \u201eHondius\u201c sich darauf vorbereite, von den Kapverdischen Inseln zu den Kanarischen Inseln zu fahren. Die Fahrt nach Gran Canaria oder Teneriffa d\u00fcrfte drei bis vier Tage dauern. Das Gesundheitsministerium in Madrid erkl\u00e4rte, man komme einer Bitte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der EU nach. Der Inselstaat Kap Verde vor der Nordwestk\u00fcste Afrikas sei nicht in der Lage, die Situation zu bew\u00e4ltigen. Auf den Kanaren sollen die rund 150 Passagiere und Besatzungsmitglieder unter strengen Sicherheitsvorkehrungen untersucht, behandelt und in ihre Heimatl\u00e4nder zur\u00fcckgebracht werden.<\/p>\n<p>Bei dem Ausbruch auf dem Luxusschiff gab es bislang sieben best\u00e4tigte F\u00e4lle oder Verdachtsf\u00e4lle. Drei Menschen starben, darunter ein deutscher Staatsb\u00fcrger und ein niederl\u00e4ndisches Ehepaar. Ein schwer erkrankter Brite wird auf einer Intensivstation in S\u00fcdafrika behandelt.<\/p>\n<p>S\u00fcdafrika weist Anden-Virustyp bei Kreuzfahrtschiff-Passagieren nach<\/p>\n<p>Die Gesundheitsbeh\u00f6rden in S\u00fcdafrika wiesen inzwischen bei zwei Passagieren den sogenannten Anden-Typ des Erregers nach. Diese Erkenntnisse stammen aus Tests an Passagieren des Schiffs, die nach S\u00fcdafrika ausgeflogen worden waren. Der Anden-Typ des Hantavirus kann von Mensch zu Mensch \u00fcbertragen werden.<\/p>\n<p>Einer der untersuchten Passagiere, ein britischer Staatsb\u00fcrger, wird derzeit auf der Intensivstation eines s\u00fcdafrikanischen Krankenhauses behandelt. Bei einer weiteren Passagierin wurden die Tests postmortal vorgenommen, nachdem sie in S\u00fcdafrika gestorben war.<\/p>\n<p>Unterdessen wurde ein weiterer ehemaliger Passagier der \u201eHondius\u201c in der Schweiz positiv auf den Erreger getestet. Das teilten die Schweizer Beh\u00f6rden am Mittwoch mit, machten aber keine Angaben dar\u00fcber, wann genau sich der Patient an Bord des Schiffs befand. In der Mitteilung des Bundesamts f\u00fcr Gesundheit hie\u00df es lediglich, der Mann sei nach einer Reise auf dem Kreuzfahrtschiff in die Schweiz zur\u00fcckgekehrt. <\/p>\n<p>Kreuzfahrtpassagiere werden in Kabinen isoliert<\/p>\n<p>Noch vor der Abfahrt zu den Kanaren liefen medizinische Evakuierungen an. Ein schwer erkrankter Schiffsarzt aus den Niederlanden sollte nach spanischen Angaben ausgeflogen und in Spanien behandelt werden. Das niederl\u00e4ndische Au\u00dfenministerium bereitete zudem die R\u00fcckholung von drei Personen in die Niederlande vor. Nach Angaben der Reederei \u200cOceanwide Expeditions ben\u00f6tigen zwei Besatzungsmitglieder dringend medizinische Hilfe. <\/p>\n<p>Der Nachrichtenagentur AP liegen Aufnahmen vor, die die menschenleeren Decks und Aufenthaltsbereiche des Schiffes zeigen sollen. Zudem h\u00e4tten medizinische Teams Schutzausr\u00fcstung an. Panik herrsche an Bord aber nicht.<\/p>\n<p>Mit an Bord ist auch Helene Goessaert (61). Sie sagte dem <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.vrt.be\/vrtnws\/en\/2026\/05\/05\/_you-don_t-expect-one-of-your-fellow-passengers-to-die\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.vrt.be\/vrtnws\/en\/2026\/05\/05\/_you-don_t-expect-one-of-your-fellow-passengers-to-die\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">belgischen Sender VRT<\/a>: Man rechne bei einer Reise nicht damit, \u201edass einer der Mitreisenden es nicht schaffen wird\u201c. Alle an Bord kennen die Risiken, \u201edeshalb h\u00e4lt jeder Abstand\u201c.<\/p>\n<p>Nach WHO-Angaben wurden Passagiere und Besatzung \u201emit maximaler r\u00e4umlicher Distanz\u201c in ihren Kabinen isoliert.<\/p>\n<p>Normalerweise wird das Hantavirus durch Kontakt mit infizierten Nagetieren oder deren Ausscheidungen \u00fcbertragen. Die WHO geht jedoch davon aus, dass es auf dem Schiff zu einer der seltenen \u00dcbertragungen von Mensch zu Mensch gekommen sein k\u00f6nnte. Dies betreffe enge Kontaktpersonen wie das niederl\u00e4ndische Ehepaar, das gemeinsam eine Kabine bewohnte. <\/p>\n<p>Als weitere m\u00f6gliche Infektionsquelle nannte die WHO Landausfl\u00fcge zur Vogelbeobachtung auf Inseln, auf denen auch Nagetiere leben. Der WHO wurde mitgeteilt, dass es an Bord keine Ratten gebe. Das Risiko f\u00fcr die Allgemeinheit bleibe gering.<\/p>\n<p>Das Kreuzfahrtschiff hatte seine als Naturexpedition beworbene Reise Ende M\u00e4rz im s\u00fcdargentinischen Ushuaia begonnen und unter anderem die Antarktis angesteuert. Die Preise f\u00fcr eine Kabine lagen zwischen 14.000 und 22.000 Euro.<\/p>\n<p>Der erste erkrankte Passagier, der Niederl\u00e4nder, starb bereits am 11. April. Seine \u200cLeiche blieb bis zum 24. April an Bord \u200cund wurde dann auf der Insel St. Helena im S\u00fcdatlantik an Land gebracht. Seine Frau, die zu diesem Zeitpunkt bereits Magen-Darm-Symptome zeigte, starb zwei Tage sp\u00e4ter nach einem Flug nach Johannesburg in \u200ceiner dortigen Notaufnahme. <\/p>\n<p>Reuters\/AP\/jm\/ll<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach dem Hantavirus-Ausbruch soll die \u201eHondius\u201c in wenigen Tagen bei den Kanarischen Inseln ankommen \u2013 doch die dortige&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":142901,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[76,75,74,47251,5802,29007,2256,210],"class_list":{"0":"post-142900","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-eu","9":"tag-europa","10":"tag-europe","11":"tag-hanta-virus","12":"tag-krankheiten","13":"tag-kreuzfahrten","14":"tag-newsteam","15":"tag-texttospeech"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116527025628652702","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/142900","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=142900"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/142900\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/142901"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=142900"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=142900"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=142900"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}