{"id":143076,"date":"2026-05-06T11:35:09","date_gmt":"2026-05-06T11:35:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/143076\/"},"modified":"2026-05-06T11:35:09","modified_gmt":"2026-05-06T11:35:09","slug":"1-500-seiten-bericht-zu-grazer-strassennamen-steiermark-orf-at","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/143076\/","title":{"rendered":"1.500-Seiten-Bericht zu Grazer Stra\u00dfennamen &#8211; steiermark.ORF.at"},"content":{"rendered":"<p>Kritische Stra\u00dfennamen<\/p>\n<p class=\"story-lead-text\">\n            Die Stadt Graz hat am Mittwoch den Endbericht zur Umbenennung kritischer Stra\u00dfenamen pr\u00e4sentiert. Auf 1.500 Seiten werden darin alle Verkehrsfl\u00e4chen wissenschaftlich aufgearbeitet und historisch eingeordnet, die nach Personen benannt sind. Jetzt sind Zusatztafeln geplant.\n         <\/p>\n<p>\n         06.05.2026 13.08\n      <\/p>\n<p>\n         Online seit heute, 13.08 Uhr<\/p>\n<p>In Graz gibt es knapp 740 personenbezogene Stra\u00dfennamen. Der Bericht soll eine fundierte Grundlage f\u00fcr den weiteren Umgang mit historisch belasteten Stra\u00dfennamen schaffen und verdeutlichen, wof\u00fcr die jeweilige Namensgeberinnen und Namensgeber standen, hie\u00df es im Rahmen einer Pressekonferenz der Stadt Graz am Mittwoch.<\/p>\n<p>Kurzer Lebenslauf und Grund f\u00fcr Stra\u00dfenbenennung<\/p>\n<p>Der Endbericht liefert detaillierte biografische Analysen und historische Einordnungen. Die Ergebnisse zeigen laut Stadt, dass viele Namensgeberinnen und Namensgeber unter anderem auch in Bezug zum Nationalsozialismus, zu Antisemitismus oder demokratiefeindlichen Haltungen stehen. Die mehrj\u00e4hrige wissenschaftliche Arbeit sei in enger Zusammenarbeit mit der Universit\u00e4t Graz, dem Ludwig-Boltzmann-Institut f\u00fcr Kriegsfolgenforschung und einer Expertenkommission f\u00fcr Stra\u00dfennahmen durchgef\u00fchrt worden.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%203189%201794'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/3027454_bigpicture_1171228_strassennamen109.jpg\"  alt=\"Die Stadt Graz pr\u00e4sentierte den Endbericht zur Umbenennung der Grazer Stra\u00dfennamen\"\/><\/p>\n<p>   Foto Fischer<\/p>\n<p>      Historiker Stefan Karner, Vizeb\u00fcrgermeisterin Judith Schwentner, Leiterin Ludwig-Boltzmann-Institut f\u00fcr Kriegsfolgenforschung Barbara Stelzl-Marx, Elke Achleitner, Abteilungsleiterin vom Stadtvermessungsamt (v.l.n.r)<\/p>\n<p>Den Vorsitz dieser Kommission f\u00fchrte der anerkannte Historiker und ehemalige Leiter des Ludwig-Boltzmann-Institutes f\u00fcr Kriegsfolgenforschung Stefan Karner: \u201eDie Kommission hat alle Stra\u00dfennamen \u00fcberpr\u00fcft und sich einstimmig f\u00fcr Zusatztafeln entschieden, auch bei belasteten Stra\u00dfennamen\u201c, betonte Karner. Diese Zusatztafeln sollen den Lebenslauf der Pers\u00f6nlichkeit kurz beschreiben, ebenso den Grund der Stra\u00dfenbenennung und eine allf\u00e4llige Belastung des Namensgebers.<\/p>\n<p>Digitaler Stadtplan zum Anklicken<\/p>\n<p>Die aktuelle Leiterin des Ludwig-Boltzmann-Institutes f\u00fcr Kriegsfolgenforschung, Barbara Stelzl-Marx erg\u00e4nzte: \u201eStra\u00dfennamen sind ein wichtiges Instrument von Geschichtspolitik und Erinnerungskultur und sie sind politische Symbole.\u201c Die Entscheidung, wem eine Stra\u00dfe gewidmet wurde und wem nicht, welche Stra\u00dfe umbenannt wird, gibt laut Stelzl-Marx Aufschluss \u00fcber den Umgang einer Gesellschaft mit ihrer Geschichte.<\/p>\n<p>   <a href=\"https:\/\/steiermark.orf.at\/stories\/3311732\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>         <img class=\"lazy-loading\"\/><\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>         Gutachten: NS-Stra\u00dfennamen m\u00fcssen weg<\/p>\n<p>   <\/a><\/p>\n<p>Die Zusatztafeln werden \u00fcber die gesamte Stadt verteilt. Bis 2028 sollen pro Jahr rund 80 dieser Tafeln im Grazer Stadtgebiet angebracht werden, die historische Hintergr\u00fcnde zu Stra\u00dfennamen erkl\u00e4ren. Parallel zur Ver\u00f6ffentlichung des 1.500 Seiten starken Berichtes wird eine neue digitale Kartendarstellung pr\u00e4sentiert. Damit k\u00f6nnen Stra\u00dfennamen direkt im Stadtplan angeklickt und Informationen zu den jeweiligen Namensgebern abgerufen werden. Damit soll das Wissen dokumentiert, sondern auch im Alltag zug\u00e4nglich gemacht werden.<\/p>\n<p>Mehr Stra\u00dfen nach Frauen benennen<\/p>\n<p>\u201eWer durch Graz geht, bewegt sich auch durch Geschichte. Wir wollen, dass diese Geschichte in all ihren Facetten sichtbar und verst\u00e4ndlich wird\u201c, sagte Vizeb\u00fcrgermeisterin Judith Schwentner (Gr\u00fcne) am Montag bei der Pr\u00e4sentation des Endberichtes.<\/p>\n<p>Ein besonderer Fokus bei der Stra\u00dfenbenennung liegt k\u00fcnftig laut Stadt Graz auf einer ausgewogenen Sichtbarkeit von Frauen im \u00f6ffentlichen Raum. Derzeit seien weniger als zehn Prozent der Grazer Stra\u00dfen nach Frauen benannt. Bereits umgesetzt oder beschlossen wurden unter anderem folgende Umbenennungen.<\/p>\n<p>Dr.Muck-Anlage in Ella Flesch-PlatzKernstockgasse in Maria Stromberger-GasseMax-Mell-Allee in Aigner-Rollett-AllesDr. Hans-Kloepfer-Stra\u00dfe in Julia Pongracic-Stra\u00dfeDr. Karl-Lueger-Stra\u00dfe in Maria-Matzner-Stra\u00dfeHermann-Gmeiner-Weg in Rosa-Wartinger-Weg (ab Juni 2026)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kritische Stra\u00dfennamen Die Stadt Graz hat am Mittwoch den Endbericht zur Umbenennung kritischer Stra\u00dfenamen pr\u00e4sentiert. 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