{"id":143276,"date":"2026-05-06T13:30:16","date_gmt":"2026-05-06T13:30:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/143276\/"},"modified":"2026-05-06T13:30:16","modified_gmt":"2026-05-06T13:30:16","slug":"offensive-fuer-den-altbau-in-penzing-wie-wien-leistbaren-wohnraum-und-das-stadtbild-schuetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/143276\/","title":{"rendered":"Offensive f\u00fcr den Altbau in Penzing: Wie Wien leistbaren Wohnraum und das Stadtbild sch\u00fctzt"},"content":{"rendered":"<p>Wiens Altbauten pr\u00e4gen nicht nur das Stadtbild, sondern sind auch ein wichtiger Faktor f\u00fcr leistbares Wohnen. Um diesen Bestand langfristig zu sichern, setzt die Stadt verst\u00e4rkt auf Kontrolle und klare Regeln.<\/p>\n<p>WIEN\/PENZING\/W\u00c4HRING. Die Offensive Altbautenschutz ist mittlerweile in 13 Bezirken Wiens aktiv geworden und startet jetzt auch in Penzing und in W\u00e4hring. Das Ziel ist es, gleicherma\u00dfen die Bausubstanz des Wiener Altbaus aktiv zu sch\u00fctzen, als auch den leistbaren Wohnraum in den Gr\u00fcnderzeith\u00e4usern zu bewahren. <\/p>\n<p>Das konsequente Vorgehen gegen den schleichenden Verfall von Altbauten zeige Wirkung und entzieht potentiellen Spekulationsobjekten proaktiv den N\u00e4hrboden.  Bei einem Medientermin am Mittwoch, 6. Mai, im Penzinger H.C. Artmann-Park wurde \u00fcber die neuesten Entwicklungen informiert und Bilanz gezogen. <\/p>\n<p>Au\u00dferdem wurden Einblicke in die t\u00e4gliche Praxis der verschr\u00e4nkten Arbeit im Magistrat erm\u00f6glicht, die baurechtliche Situation beleuchtet und die direkte Bedeutung f\u00fcr lebendige Gr\u00e4tzln veranschaulicht. MeinBezirk war mit dabei:<\/p>\n<p>Wohnbaustadtr\u00e4tin Elke Hanel-Torsch (SP\u00d6) betonte dabei die doppelte Bedeutung der Ma\u00dfnahmen: &#8222;Der Schutz unserer Altbauten ist nicht nur eine Frage des Stadtbilds, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung von leistbarem Wohnraum.\u201c<\/p>\n<p>Seit dem Start der Offensive im April 2023 wurden bereits tausende Geb\u00e4ude \u00fcberpr\u00fcft. Konkret fanden in mehreren Bezirken gemeinsame Screenings der Baupolizei und der Gruppe Sofortma\u00dfnahmen statt. Insgesamt wurden mehr als 7.000 H\u00e4user kontrolliert, wobei zahlreiche M\u00e4ngel festgestellt wurden \u2013 von feuerpolizeilichen Problemen bis zu baulichen und sanit\u00e4ren Defiziten.<\/p>\n<p>Kontrollen werden ausgeweitet<\/p>\n<p>Penzings Bezirksvorsteherin Michaela Sch\u00fcchner (SP\u00d6) sieht darin einen wichtigen Schritt: &#8222;Gerade in einem wachsenden Bezirk ist es entscheidend, bestehenden Wohnraum zu erhalten und die Lebensqualit\u00e4t im Gr\u00e4tzl zu sichern.\u201c<\/p>\n<p>Die Kontrollen erfolgen systematisch und unangek\u00fcndigt. Dabei werden Geb\u00e4ude umfassend gepr\u00fcft \u2013 nicht nur baulich, sondern auch hinsichtlich Sicherheit und Hygiene. &#8222;Wir gehen Haus f\u00fcr Haus vor und schaffen so eine solide Grundlage f\u00fcr Verbesserungen\u201c, erkl\u00e4rt Walter Hillerer von der Gruppe Sofortma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>Ein Gro\u00dfteil der festgestellten M\u00e4ngel betrifft den Brandschutz, gefolgt von baulichen Problemen. Diese werden dokumentiert und an die zust\u00e4ndigen Stellen weitergeleitet. Ziel ist es, Missst\u00e4nde rasch zu beheben und langfristig vorzubeugen.<\/p>\n<p>Neues Geb\u00e4udepickerl bringt Kontrolle<\/p>\n<p>Neben den Screenings setzt die Stadt auf eine weitere Ma\u00dfnahme: das sogenannte Bauwerksbuch, oft auch als &#8222;Geb\u00e4udepickerl\u201c bezeichnet. Eigent\u00fcmer sind k\u00fcnftig verpflichtet, den Zustand ihrer Geb\u00e4ude regelm\u00e4\u00dfig zu dokumentieren.\u00a0Die Fristen f\u00fcr diese Dokumentation laufen gestaffelt bis 2030. Auch strengere gesetzliche Vorgaben zeigen bereits Wirkung: Seit der Novelle der Bauordnung wurde kein Antrag auf &#8222;wirtschaftliche Abbruchreife\u201c mehr genehmigt.<\/p>\n<p><img class=\"imagecontainer\" decoding=\"auto\" data-aspect-ratio=\"0.666666667\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/50615001_L.webp\"\/><\/p>\n<p>MeinBezirk sprach abschlie\u00dfend mit Rainald L\u00f6scher von der MA37-Baupolizei \u00fcber die neuen Altbau-Kontrollen. Eigent\u00fcmer seien verpflichtet, M\u00e4ngel zu beheben \u2013 finanzielle Argumente gelten dabei kaum. Diverse F\u00f6rderungen seien jedoch m\u00f6glich, um notwendige Sanierungen zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p> Laut L\u00f6scher gebe es Probleme quer durch Wien, oft weil zu wenig investiert wird. Besonders drastisch war ein Fall, bei dem Migranten illegal in B\u00fcros untergebracht und als Wohnungen vermietet wurden \u2013 ohne Infrastruktur. Die Baupolizei griff ein, solche Verst\u00f6\u00dfe k\u00f6nnen mit Strafen bis zu 100.000 Euro geahndet werden.<\/p>\n<p>Die Stadt verfolgt somit einen klaren Ansatz: Kontrolle, Unterst\u00fctzung und langfristige Planung sollen gemeinsam dazu beitragen, Wiens Altbaucharakter zu bewahren.<br \/>Weitere Themen:<\/p>\n<p>Pfarre bittet um Hinweise zu gestohlenen Skulpturen<\/p>\n<p>Promis und Partystimmung \u2013 die &#8222;Summerstage&#8220; startet am Alsergrund<\/p>\n<p>Laurentiusplatz wird erneut zur autofreien Begegnungszone<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wiens Altbauten pr\u00e4gen nicht nur das Stadtbild, sondern sind auch ein wichtiger Faktor f\u00fcr leistbares Wohnen. 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