{"id":143294,"date":"2026-05-06T13:41:08","date_gmt":"2026-05-06T13:41:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/143294\/"},"modified":"2026-05-06T13:41:08","modified_gmt":"2026-05-06T13:41:08","slug":"alexander-stubb-europa-hat-vielleicht-noch-fuenf-jahre-finnischer-regierungschef-draengt-auf-verteidigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/143294\/","title":{"rendered":"Alexander Stubb: \u201eEuropa hat vielleicht noch f\u00fcnf Jahre\u201c \u2013 Finnischer Regierungschef dr\u00e4ngt auf Verteidigung"},"content":{"rendered":"<p>Europas Sicherheit steht unter Druck: Finnlands Pr\u00e4sident Alexander Stubb sieht nur noch wenige Jahre f\u00fcr eine Neuausrichtung. Bundespr\u00e4sident Steinmeier richtet einen Appell an die USA.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Europa bleibt nach Ansicht des finnischen Pr\u00e4sidenten Alexander Stubb nur noch ein kleines Zeitfenster, um sich auf eine neue sicherheitspolitische Realit\u00e4t vorzubereiten. Dies sagte er in einer Rede bei der Konferenz \u201eEuropa als Aufgabe\u201c in Tschechien. \u00dcber die Ansprache berichtete die finnische Zeitung \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.is.fi\/politiikka\/art-2000011986819.html\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.is.fi\/politiikka\/art-2000011986819.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">Ilta-Sanomat\u201c<\/a>. Stubb sprach demnach \u00fcber europ\u00e4ische Sicherheit in Zeiten von globalem Chaos: \u201eWir haben jetzt ein Zeitfenster, das nicht lange bestehen wird. Vielleicht f\u00fcnf Jahre.\u201c<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union sei mehr als eine internationale Organisation und weniger als ein Staat. Europa und die EU seien das gr\u00f6\u00dfte Projekt der vergangenen 80 Jahre. Nun sei Europas Stunde gekommen, da sich die Weltordnung ver\u00e4ndere: Nach dem Kalten Krieg habe man das Gef\u00fchl gehabt, die Welt \u00f6ffne sich. Diese \u00c4ra sei im Februar 2022 geendet, sagte er mit Blick auf <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article69facd1bcd4a28c47001d57c\/ukraine-krieg-russland-verliert-kontrolle-ueber-120-quadratkilometer-experte-spricht-von-ukrainischem-wunder.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article69facd1bcd4a28c47001d57c\/ukraine-krieg-russland-verliert-kontrolle-ueber-120-quadratkilometer-experte-spricht-von-ukrainischem-wunder.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russlands Einmarsch<\/a> in die Ukraine. Die neue US-Regierung beschleunige diesen Wandel. Europa m\u00fcsse sich fragen, was es eigentlich tue.<\/p>\n<p>\u201eWir stehen unter Sicherheitsdruck aus dem Osten, insbesondere durch Russland, und dieser Druck wird nicht nachlassen\u201c, zitiert Ilta-Sanomat den Politiker. Gleichzeitig ver\u00e4nderten sich die transatlantischen Beziehungen. Die Vereinigten Staaten forderten mehr Eigenverantwortung f\u00fcr die Sicherheit: \u201eSie verfolgen einen anderen Ansatz in Bezug auf Multilateralismus, Klimawandel und internationale Regeln. Wir m\u00fcssen uns anpassen.\u201c<\/p>\n<p>Europa werde in den Bereichen Verteidigung, Sicherheit, Au\u00dfenpolitik, Binnenmarkt, Bek\u00e4mpfung des Klimawandels, Finanzm\u00e4rkte und Forschung dringend ben\u00f6tigt: \u201eWir brauchen ein gr\u00f6\u00dferes Europa: den Westbalkan, die Ukraine, Moldawien. Vielleicht Island und Norwegen und hoffentlich eines Tages auch Gro\u00dfbritannien\u201c, sagte er weiter.<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ischen L\u00e4nder m\u00fcssten aufh\u00f6ren, Verteidigung als nationales Projekt zu betrachten, und stattdessen st\u00e4rkere gemeinsame L\u00f6sungen entwickeln. Die Nato stelle die Struktur bereit, die EU die Ressourcen und Investitionen. \u201eWir brauchen beides.\u201c<\/p>\n<p>Steinmeier appelliert an die USA<\/p>\n<p>Auch Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier \u00e4u\u00dferte sich zum transatlantischen B\u00fcndnis und zu den USA. Bei einem Besuch in der schwedischen Hauptstadt Stockholm verlangte er von den USA Verl\u00e4sslichkeit in der Nato. Die europ\u00e4ischen Staaten seien bereit, im B\u00fcndnis mehr Lasten zu \u00fcbernehmen: Sie st\u00e4rkten bereits den europ\u00e4ischen Pfeiler des B\u00fcndnisses. Die europ\u00e4ischen Partner bed\u00fcrften aber weiterhin des Schutzes durch die USA: \u201eUnd wir m\u00fcssen uns darauf verlassen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Zur Ank\u00fcndigung von US-Pr\u00e4sident Donald Trump, mehrere tausend amerikanische Soldaten aus Deutschland abzuziehen, sagte Steinmeier, die Nachricht sei verstanden worden. \u201eDas einzige Signal, das wir geben k\u00f6nnen und sollten, ist: Je weniger die Vereinigten Staaten in Europa mit Truppen pr\u00e4sent sind, umso mehr muss durch Europa selbst gemacht werden.\u201c Dies sei n\u00f6tig, um die weiterhin erforderliche Abschreckung aufrechtzuerhalten. <\/p>\n<p>Russland missachtet der Ukraine zufolge Waffenruhe<\/p>\n<p>Derweil gehen die Kampfhandlungen zwischen Russland und der Ukraine weiter. Russland hat nach ukrainischen Angaben in der Nacht Drohnen auf die Ukraine abgefeuert und damit eine von Kiew einseitig angek\u00fcndigte Waffenruhe missachtet. Russland sei offensichtlich nicht an einer Feuerpause oder daran interessiert, Menschenleben zu retten, teilte der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch auf der Plattform X mit.<\/p>\n<p>Das russische Verteidigungsministerium warf der Ukraine vor, die Feuerpause nicht eingehalten zu haben. Die russische Luftabwehr habe bis zum Morgengrauen 53 ukrainische Drohnen \u00fcber russischen Regionen, der illegal von Russland annektierten Halbinsel Krim sowie \u00fcber dem Schwarzen Meer abgefangen, erkl\u00e4rte das Ministerium. Bei einem ukrainischen Angriff auf die Stadt Dschankoi auf der Krim seien f\u00fcnf Menschen get\u00f6tet worden, sagte der von Russland eingesetzte Gouverneur Sergej Axjonow. <\/p>\n<p>Moskau hatte offiziell nicht signalisiert, der von Kiew ausgerufenen Waffenruhe Folge leisten zu wollen. Selenskyj hatte diesen Schritt angek\u00fcndigt, nachdem Russland erkl\u00e4rt hatte, es werde im Laufe dieser Woche anl\u00e4sslich des 81. Jahrestages der Niederlage Nazi-Deutschlands im Zweiten Weltkrieg eine eigene, einseitige Waffenruhe \u00fcber zwei Tage \u2013 Freitag und Samstag \u2013 einhalten. <\/p>\n<p>kr\u00f6 mit dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Europas Sicherheit steht unter Druck: Finnlands Pr\u00e4sident Alexander Stubb sieht nur noch wenige Jahre f\u00fcr eine Neuausrichtung. 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