{"id":143410,"date":"2026-05-06T14:47:14","date_gmt":"2026-05-06T14:47:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/143410\/"},"modified":"2026-05-06T14:47:14","modified_gmt":"2026-05-06T14:47:14","slug":"nach-datenfiasko-auch-private-kindergartentraeger-ueben-scharfe-kritik-an-stadt-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/143410\/","title":{"rendered":"Nach Datenfiasko: Auch private Kindergartentr\u00e4ger \u00fcben scharfe Kritik an Stadt Wien"},"content":{"rendered":"<p>Nicht nur die Opposition \u00fcbt scharfe Kritik gegen die Stadt Wien nach dem j\u00fcngsten StRH-Bericht, sondern auch eine Initiative von vier privaten Kindergartentr\u00e4gerinnen. Zur Erinnerung: es wurde bekannt, dass die Stadt f\u00fcr drei Jahre keine Daten zur Finanzierung der Pl\u00e4tze hat sowie die privaten Tr\u00e4ger nur anhand Sch\u00e4tzungen finanziert werden.<br \/>WIEN. Nachdem der Stadtrechnungshof (StRH) in einem Pr\u00fcfbericht (MeinBezirk berichtete) gezeigt hat, dass die Stadt Wien keine Daten f\u00fcr drei Jahre zur Finanzierung von st\u00e4dtischen Kindergartenpl\u00e4tzen hatte und Kosten f\u00fcr private Tr\u00e4gervereine nur gesch\u00e4tzt wurden, wird scharfe Kritik am zust\u00e4ndigen Bildungsressort ge\u00fcbt. <\/p>\n<p>Die \u00d6VP Wien sprach von \u201efehlender Transparenz\u201c und \u201emangelhafter Kostenkontrolle\u201c, weshalb man eine komplette Neuaufstellung der MA 10 (Kinderg\u00e4rten) fordert. \u00c4hnlich sehen es auch die FP\u00d6 und die Gr\u00fcnen \u2013 siehe unten mehr.<\/p>\n<p>Unterschiede bei Geh\u00e4ltern<\/p>\n<p>Das B\u00fcro von Bildungsstadtr\u00e4tin Bettina Emmerling (Neos) teilte gegen\u00fcber MeinBezirk mit, dass man seit Anfang des Jahres an einem neuen F\u00f6rdersystem basteln w\u00fcrde, mithilfe einer externen Firma. Weiter hei\u00dft es, die Unterschiede zu privaten Kinderg\u00e4rten werden damit erkl\u00e4rt, dass st\u00e4dtische Einrichtungen teurer strukturiert sind. Etwa wegen mehr Personal, Inklusion und l\u00e4ngerer \u00d6ffnungszeiten.<\/p>\n<p><img class=\"imagecontainer\" decoding=\"auto\" data-aspect-ratio=\"0.75\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/50617989_L.webp\" style=\"object-position: 22% 49%;\" data-object-position=\"22% 49%\"\/><\/p>\n<p>Zudem wird beim st\u00e4dtischen Kindergartenpersonal das Gehaltsschema der Stadt Wien angemeldet, w\u00e4hrend im privaten Bereich der Kollektivvertrag der Sozialwirtschaft \u00d6sterreich (SW\u00d6)\u00a0gilt, der eine geringere Bezahlung vorsieht. Im Schnitt sei das ein Unterschied von rund 300 Euro brutto monatlich bei vergleichbarer Einstufung, so das Emmerling-B\u00fcro gegen\u00fcber MeinBezirk.<\/p>\n<p>Initiative: &#8222;Strukturelles Ungleichgewicht&#8220;<\/p>\n<p>Am Tag danach haben sich vier private Tr\u00e4ger zu Wort gemeldet und scharfe Kritik an der Stadt ge\u00fcbt. In einer Aussendung berichtet die \u201eTr\u00e4ger*inneninitiative Elementare Bildung Wien\u201c, die die &#8222;Diakonie Bildung&#8220;, \u201eKinderfreunde Wien\u201c, \u201eKinder in Wien\u201c (KIWI) und die St. Nikolausstiftung beinhaltet, \u00fcber ein \u201estrukturelles Ungleichgewicht zulasten der privaten Tr\u00e4gerinnen und Tr\u00e4ger\u201c. Ein Platz in einem st\u00e4dtischen Kindergarten kostet durchschnittlich 13.767 Euro pro Jahr, bei privaten Tr\u00e4gerinnen und Tr\u00e4ger lediglich 9.088 Euro pro Kind. <\/p>\n<p>\u201eDie als Begr\u00fcndung genannten knapp 1.500 Inklusionspl\u00e4tze fallen bei \u00fcber 30.000 von der Stadt Wien betreuten Kindern rechnerisch kaum ins Gewicht, sodass sich eine nicht zu rechtfertigende finanzielle Differenz ergibt. Bis 2020 war es privaten Tr\u00e4gerinnen und Tr\u00e4ger \u00fcberhaupt nicht m\u00f6glich, sogenannte \u201eIntegrationsgruppen\u201c zu f\u00fchren. Ab 2020 wurden vereinzelt Integrationsgruppen seitens der Beh\u00f6rde genehmigt\u201c, hei\u00dft es.<\/p>\n<p><img class=\"imagecontainer\" decoding=\"auto\" data-aspect-ratio=\"0.607876712\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/50617992_L.webp\" style=\"object-position: 50% 50%;\" data-object-position=\"50% 50%\"\/><\/p>\n<p>Die Differenz sei f\u00fcr die vier Tr\u00e4ger \u201epolitisch nicht l\u00e4nger vertretbar\u201c: \u201eWir leisten tagt\u00e4glich dieselbe p\u00e4dagogische Arbeit mit deutlich weniger Mitteln \u2013 und halten dennoch h\u00f6chste Qualit\u00e4t und Einsatz aufrecht. Dieses System ist weder fair noch nachhaltig.\u201c<\/p>\n<p>Rasche Gespr\u00e4che gefordert<\/p>\n<p>Mit Nachdruck fordere man: ein rasches, transparentes und faires neues F\u00f6rdersystem, gleiche Rahmenbedingungen f\u00fcr alle Tr\u00e4ger, kleinere Gruppen sowie einen besseren Personalschl\u00fcssel und zu guter Letzt eine gleiche und faire Bezahlung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Zudem fordert man einen \u201esofortigen und ernsthaften Dialog\u201c mit der Stadt, weil man L\u00f6sungen ben\u00f6tige. \u201eJedes Kind in Wien muss der Stadt gleich viel wert sein. Ein Zwei-Klassen-System in der elementaren Bildung darf es nicht l\u00e4nger geben.\u201c<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte dich auch interessieren:<\/p>\n<p>Pr\u00fcfbericht zeigt, dass Daten aus mehreren Jahren fehlen<\/p>\n<p>Externe Firma soll Wiener F\u00f6rdersystem f\u00fcr Kinderg\u00e4rten neu aufstellen<\/p>\n<p>Einige Wiener Kinderg\u00e4rten weisen schwere M\u00e4ngel auf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nicht nur die Opposition \u00fcbt scharfe Kritik gegen die Stadt Wien nach dem j\u00fcngsten StRH-Bericht, sondern auch eine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":143411,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[46,42,44,181,182],"class_list":{"0":"post-143410","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wien","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-oesterreich","11":"tag-vienna","12":"tag-wien"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116528181838748955","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/143410","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=143410"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/143410\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/143411"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=143410"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=143410"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=143410"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}