{"id":143697,"date":"2026-05-06T17:41:20","date_gmt":"2026-05-06T17:41:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/143697\/"},"modified":"2026-05-06T17:41:20","modified_gmt":"2026-05-06T17:41:20","slug":"warum-immer-mehr-menschen-zu-analogen-kameras-und-filmen-zurueckkehren-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/143697\/","title":{"rendered":"Warum immer mehr Menschen zu analogen Kameras und Filmen zur\u00fcckkehren"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.hna.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startseite<\/a><a href=\"https:\/\/www.hna.de\/lokales\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_lokales\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lokales<\/a><a href=\"https:\/\/www.hna.de\/lokales\/hofgeismar\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"3_hofgeismar\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hofgeismar<\/a><\/p>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 06.05.2026, 04:44 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: <a class=\"id-Story-authors-link lp_west_author\" href=\"https:\/\/www.hna.de\/autor\/thomas-thiele-29l13870k.html\" title=\"Zur Autorenseite von Thomas Thiele\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" author-link=\"\" thiele=\"\" data-k5a-pos=\"west_author\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Thomas Thiele<\/a><\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/profile.google.com\/cp\/CgovbS8wMjdscHNrGgA\" class=\"id-Story-googleFollowButton id-Story-googleFollowButton--default\" target=\"_blank\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" google-follow=\"\" auf=\"\" google=\"\" folgen=\"\" rel=\"nofollow noopener\">Uns auf Google folgen<\/a><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/41673419-fotografieren-mit-analogen-kameras-kommt-seit-einigen-jahren-wieder-in-mode-und-erlebt-teil.jpeg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"1367\" width=\"1408\" alt=\"eine Ansammlung von Fotoapparaten f&#xFC;r Film\"\/>Fotografieren mit analogen Kameras kommt wieder in Mode. Es gibt neue Kameras und Filme. Im Bild h\u00e4lt Johanna Thiele den Millionenseller der 1970er Jahre, die Canon AE-1, die erste Kamera mit Mikrocomputer. \u00a9\u00a0Thomas Thiele<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Analogfotografie boomt wieder mit zweistelligen Zuwachsraten. Besonders junge Menschen sch\u00e4tzen die Entschleunigung gegen\u00fcber der digitalen Bilderflut.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Kreis Kassel \u2013 200 Jahre nach Erfindung der Fotografie und rund 20 Jahre nach dem Durchbruch der Digitalfotografie passiert etwas Seltsames: W\u00e4hrend die Kamerahersteller sich halbj\u00e4hrlich mit schnellerer Bildfolge und Autofokus-Intelligenz \u00fcbertrumpfen wollen, steigt bei immer mehr Menschen der Verdruss. Sie kehren neben ihren Smartphones und oft auch digitalen Kameras zur\u00fcck zum seit 140 Jahren genutzten analogen Film, zum oft bewussten Fotografieren. Es gibt dabei nur wenig zu beachten: die passende Filmempfindlichkeit, die richtige Belichtung durch Zeit und Blende, manchmal die Entfernungseinstellung und nat\u00fcrlich den Bildausschnitt. Das alles oft ganz ohne Automatiken, die seit Jahrzehnten das Fotografenleben erleichtern sollen, es aber eigentlich verkomplizieren, weil man kontrollieren muss, was sie tun.<\/p>\n<p>Film-Nachfrage<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Seit \u00fcber f\u00fcnf Jahren boomt der Markt f\u00fcr analoges Filmmaterial wieder mit teilweise zweistelligen Zuwachsraten. Der einst weltweit gr\u00f6\u00dfte Filmhersteller Kodak, der 2012 pleite ging, aber in Teilen \u00fcberlebte, baut neue Filmfabriken. Fuji produziert wieder Filme, es gibt wieder Sofortbilder. Firmen wie Pentax oder das jetzt deutsch-chinesische Rollei bauen wieder analoge Fotoapparate. Gerade bei den 18- bis 34-J\u00e4hrigen steht der Umgang mit Filmen und alten Kameras, vor allem der 1950er bis 1980er Jahre, hoch im Kurs. Warum ist das so?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Dem Start der Digitalfotografie um das Jahr 2000 folgten fotografierende Handys, filmende Tablets und Kameras mit einer Flut von Funktionen. Bedienungsanleitungen wuchsen so auf \u00fcber 1000 Seiten an, die Einstellm\u00f6glichkeiten wurden un\u00fcberschaubar.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/41673390-fotografieren-mit-analogen-kameras-kommt-seit-einigen-jahren-wieder-in-mode-und-erlebt-teil.jpeg\" loading=\"lazy\"   height=\"392\" width=\"1100\" alt=\"eine Ansammlung von Fotoapparaten f&#xFC;r Film\"\/>Reiche Auswahl f\u00fcr Einsteiger: Die Kameraentwicklung \u00fcber rund 90 Jahre zeigt dieses Bild (die Markenauswahl ist zuf\u00e4llig). Am verbreitetsten sind Kameras f\u00fcr den seit 1901 produzierten 120er Rollfilm (drei hinten links) sowie den 135er Kleinbildfilm (rechte Bildh\u00e4lfte). Es gibt sogar neue analoge Kameras, auch Filme werden wieder aufgelegt, wie etwa der einfache 110er Pocketfilm (Kamera vorne links). Die 126er Instamatic Kassette (Kamera rechts daneben) bleibt vorerst tot. (Die Kassette ben\u00f6tigt viel Plastik, die Sch\u00e4rfe ist unzureichend, Filmplanlage). \u00a9\u00a0Thomas Thiele<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Demgegen\u00fcber steht die analoge Technik, die je nach Jahrgang abenteuerlich wenige Funktionen bietet, Mitdenken erfordert, f\u00fchlbar ist und Spannung liefert. Sammler, K\u00fcnstler und Hobbyfotografen sorgten 2025 auf dem weltweiten Second-Hand-Markt f\u00fcr einen Umsatz von 11,26 Milliarden US-Dollar (bis 2033 wird ein Zuwachs von neun Prozent pro Jahr vorhergesagt).<\/p>\n<p>Technik st\u00e4ndig besser<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\">1975 erfand Steven Sasson (Kodak) die digitale Fotografie. Ab 1995 wurde sie massentauglich, ab 2005 l\u00f6ste sie den Film ab. Erfunden wurde die dauerhafte Fotografie 1826 in Frankreich von Niec\u00e9phore Niepce (Experten streiten sich aber \u00fcber den Zeitpunkt und ob nicht ein M\u00fcnchener schneller war). <br \/>Das erste praktisch nutzbare Fotoverfahren war ab 1839 die Daguerrotypie (auf versilberter Kupferplatte), in kurzen Abst\u00e4nden folgten etliche weitere. Da vor 1925 kaum Fotovergr\u00f6\u00dferungen m\u00f6glich waren, musste das Aufnahmeformat so gro\u00df sein wie das sp\u00e4tere Bild, was riesige, sperrige, kiloschwere Kameras erforderte. Einige heutige Fotografen nutzen wieder die 1851 eingef\u00fchrte Kollodium-Nassplatte aus Glas f\u00fcr gro\u00dfe Unikat-Fotos, die tats\u00e4chlich einmalig sind..<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\">Den Durchbruch und die Fotografie f\u00fcr jeden brachte 1888 der Rollfilm. Er wird mit geringen Ver\u00e4nderungen bis heute verwendet. Heute noch zu kaufen sind der Rollfilm Typ 120 (f\u00fcr 8 bis 16 Bilder, je nach Format) und der Kleinbildfilm 135 (24 bis 36 Bilder oder 72 bei Halbformat), sehr selten sind gro\u00dfe Planfilme (10&#215;15 bis 18&#215;24 cm). In Kleinserien wieder produziert werden der Rollfilm 127 und der 110er-Kassettenfilm f\u00fcr Pocketkameras. Viele weitere, weniger verbreitete Formate sind ausgestorben.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Trotz des h\u00f6heren Zeit- und Kostenaufwandes sch\u00e4tzen die Film-Fans zum einen die besondere Anmutung von analogen Bildern durch deren Filmk\u00f6rnung, Tonwertabstufung und Farbwiedergabe, was Digitalkameras nur ann\u00e4hernd nachahmen k\u00f6nnen. Dazu kommt mangels sofortiger Kontrolle \u00fcber einen Bildschirm die gewisse Unberechenbarkeit der Ergebnisse &#8211; und demzufolge die Spannung bis zur R\u00fcckkehr der entwickelten Bilder.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-blockquote-text\">Wenn Bilder langweilig sind, liegt es am Fotografen und nicht an der Kamera.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Es gibt zu dem in Online-Foren und Zeitschriften viel und hei\u00df diskutierten Thema Analogfotografie zahllose Videos und Texte im Netz, aber viele gehen vorwiegend auf die technische Qualit\u00e4t von Bildern und Kameras ein, seltener auf das Warum, wieso ein Bild gut wirkt oder auch nicht.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Wer tiefer gehen will: Antiquarische B\u00fccher etwa von Andreas Feininger, G\u00fcnter Richter, Alexander Spoerl (humoriger) und beispielsweise John Hedgecoe f\u00fchren zeitgem\u00e4\u00df auf das Grundlegende zur\u00fcck. Denn warum ein Bild wirkt oder nicht, hat sich seit 200 Jahren fast nicht ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/41982277-zeitlos-auf-kameras-waren-frueher-wie-auf-dieser-rolleiflex-automat-von-1950-tabellen-aufge.jpeg\" loading=\"lazy\"   height=\"777\" width=\"1100\" alt=\"Kamerar&#xFC;ckwand mit Tabelle, die Belichtungszeiten und Blenden f&#xFC;r zwei Filmempfindlichkeiten sowie verschiedene Lichtsituationen und Tages- und Jahreszeiten angibt. \"\/>Zeitlos: Auf Kameras waren fr\u00fcher, wie auf dieser Rolleiflex \u201eAutomat\u201c von 1950, Tabellen aufgedruckt, die die Belichtungswerte (also Belichtungszeit im mittleren Feld  und Blendenwerte f)  f\u00fcr das ganze Jahr angaben. Sie sind heute noch genauso g\u00fcltig, ganz ohne Elektronik. Wegen der fr\u00fcher niedrigempfindlichen Filme (meist 25 bis 50 oder 100, selten 125 ISO oder noch h\u00f6her) war Fotografieren in der Sommersonne einfacher als im tr\u00fcben Winter. Eine Verdoppelung der ISO-Zahl ist eine Verdoppelung der Empfindlichkeit, wer 200 oder 400 ISO statt der angegebenen 100 ISO (gleich ASA) verwendet, muss die Werte um ein oder zwei Stufen ver\u00e4ndern (wie es anders herum f\u00fcr die 50 ISO in der Tabelle angezeigt ist). \u00a9\u00a0Thomas ThieleMitdenken<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Mit alten Kameras und begrenzter Bilderzahl zu fotografieren, erfordert ein kreatives Mitdenken vor dem Ausl\u00f6sen \u2013 anstatt auf den Ausl\u00f6ser der digitalen Wegwerf-Kamera zu dr\u00fccken und dann sp\u00e4ter am Computer aus Hunderten Bildern den besten Schuss auszusuchen.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Das Fotografieren mit alten Kameras sei nicht Nostalgie um der Nostalgie willen. Es gehe um Ruhe, Aufmerksamkeit und um eine andere Form des Sehens, formuliert der Fotograf und Filmlaborspezialist J\u00f6rg Bergs aus H\u00fcrtgenwald: \u201eKeine Displays, keine st\u00e4ndige Kontrolle, kein digitaler \u00dcberfluss. Stattdessen entstehen Bilder wieder st\u00e4rker im Kopf, aus dem Moment heraus, getragen von Licht, Intuition und Geduld.\u201c<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Gerade in einer Zeit permanenter Reize sei diese Reduktion kein Verzicht, sondern ein Gewinn, meint J\u00f6rg Bergs.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/41673403-fotografieren-mit-analogen-kameras-kommt-seit-einigen-jahren-wieder-in-mode-und-erlebt-teil.jpeg\" loading=\"lazy\"   height=\"825\" width=\"1100\" alt=\"Ein Mann mit einer alten Rollfilmkamera visiert im Wald ein Motiv an. \"\/>Pro Bild bis zu 30 Minuten: Fotografieren mit alten Kameras kann mit Einstellen und Abwarten zur Meditation werden. Unser Bild  zeigt den HNA-Redakteur Thomas Thiele mit einer Voigtl\u00e4nder \u201eBergheil\u201c-Plattenkamera von 1929 mit einem Rollfilmadapter f\u00fcr 6&#215;9-Bilder auf 120er Film. Sie funktioniert nach fast 90 Jahren immer noch problemlos. \u00a9\u00a0Thomas Thiele<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Viele, die zus\u00e4tzlich oder anstelle der digitalen eine analoge Kamera nutzen, sehen das \u00e4hnlich. Man habe heute viel mit dem Einstellen der Technik zu tun und komme kaum noch dazu, sich wirklich auf das Motiv zu konzentrieren. Ob man dazu eine vollmanuelle Kamera vor 1970 oder eine halb- oder vollautomatische Belichtungssteuerung ab Mitte der 1970er Jahre nutzt, ist erst in zweiter Linie bedeutsam, wenn man das Prinzip verstanden hat, wie ein Bild entsteht und wie es wirkt.<\/p>\n<p>Scharfstellung<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\">Automatische Scharfstellung gab es in Kompaktkameras seit 1977 (Konica C35 AF), in besserer Version in Spiegelreflexkameras ab 1981 (Pentax ME F), der Durchbruch kam 1984\/85 (Minolta 7000 AF). Doch das war und ist kein Allheilmittel. Denn Unsch\u00e4rfe im Foto entsteht sowohl durch falsche Entfernungseinstellung als auch durch zu lange Belichtungszeit.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\">Am besten ist eine Kamera mit eingebautem manuellem Entfernungsmesser, notfalls sch\u00e4tzt man den Abstand oder misst nach und stellt die Meterzahl am Objektiv ein. Je offener die Blenden\u00f6ffnung ist, desto genauer muss das sein. Umgekehrt: Wenn man meist mit Blende 8 oder 11 fotografiert, liegt fast alles zwischen zwei und f\u00fcnf Metern im Sch\u00e4rfebereich (fr\u00fcher zeigten das Sch\u00e4rfentiefenskalen auf den Objektiven genau an).<\/p>\n<p>Kamerawahl<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Viele junge Leute kommen heute zu einem bestimmten Kameratyp durch Internet-Tipps oder weil sie ihre Eltern danach fragen. Wenn diese damals etwa eine Canon AE-1 benutzt haben, dann werden es die Kinder wahrscheinlich auch tun, um im Trend zu bleiben. Die 1976 vorgestellte AE-1 ist (nach der russischen Zenith) mit 5,7 Millionen Exemplaren (plus vier Millionen des Nachfolgers AE-1 Program) die meistgebaute Kamera der Welt.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">K\u00fcrzlich hat beispielsweise die Fotob\u00f6rse Jeschner in <a href=\"https:\/\/www.hna.de\/kassel\/\" class=\"id-import-Link\" title=\"Stadt Kassel\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Kassel&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.hna.de\/kassel\/&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:38,&quot;storyElementCount&quot;:55}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kassel<\/a> pro Tag eine dieser Spiegelreflex-Kameras (SLR) an Kunden vermittelt. F\u00fcr j\u00fcngere Klassiker wie die kompakte Olympus m-ju II musste man k\u00fcrzlich fast den Originalpreis zahlen, so gefragt waren sie, berichtet Moritz Caserta (27), Sohn des Firmengr\u00fcnders. Gute St\u00fcckzahlen werden auch von der Minolta (aufgekauft von Sony) XD 7 und X 700 oder Nikon F3 und FM2 umgesetzt. Autofokus und dessen Vorl\u00e4ufer gab es verst\u00e4rkt ab den 1980er Jahren auch bei Film-Fotoapparaten, doch alle brauchen Strom und haben anf\u00e4llige Elektronik, weshalb H\u00e4ndler davon abraten, wenn man l\u00e4ngerfristig damit arbeiten will. .<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/41951250-rollei-b35-wurde-ab-etwa-1970-gebaut-und-galt-mit-dem-1967-vorgestellten-vorgaengermodell-a.jpeg\" loading=\"lazy\"   height=\"1047\" width=\"1100\" alt=\"Hand h&#xE4;lt handliche Kamera\"\/>Auch gefragt; Die ab 1966 gebauten vollmechanischen Rollei 35 (hier die B 35 von 1969) waren einige Jahre die kleinsten Kameras f\u00fcr den 135er-Film und erschienen in vielen Varianten. \u00a9\u00a0Thomas Thiele<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Der Umsatz an Filmen hat l\u00e4ngst nicht die Werte von vor 30 Jahren erreicht, als beispielsweise der Kasseler Fotoingenieur Stefan Bethke (66) in seinem Gesch\u00e4ft bis zum Ende eines Sommers \u00fcber 5000 Kodak-Farbfilme verkaufte \u2013 heute sind es noch knapp 200. Der Fotomarkt sei vom Smartphone-Boom zu Boden geworfen worden. Er r\u00e4t, bei Gebrauchtkameras die kleinen Plastikknipsen der 80er und 90er Jahre zu meiden, bei denen es keine Elektronikersatzteile mehr gibt und viele nur die Garantiezeit \u00fcberstehen sollten. Er r\u00e4t zu \u00e4lteren Kameras mit Teilautomatik oder voll manuell zu bedienenden, etwa von Voigtl\u00e4nder (Braunschweig) oder Kodak (Stuttgart), oder zu einer kompakten Rollei 35 (Braunschweig oder Singapur).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/42121734-analoge-fotografie-kamera-mit-kleinbildfilm-olympus-35-rc-ab-1970-gebaut-manuell-und-mit-be.jpeg\" loading=\"lazy\"   height=\"830\" width=\"1100\" alt=\"Frau h&#xE4;lt Fotoapparat\"\/>Noch ein Beispiel f\u00fcr eine manuelle Kleinbild-Sucherkamera: die  Olympus 35 RC, ab 1970 gebaut. Fast jeder Hersteller baute solche Kameras mit sogenanntem \u201eMesssucher\u201c zur Entfernungsmessung. Ihre Belichtungsautomatik ben\u00f6tigt eine 1,35 Volt Batterie, ein vieldiskutiertes Thema. \u00a9\u00a0Thomas ThieleKameratypen<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Seit der Erfindung der Fotografie vor 200 Jahren, als eine Asphaltschicht acht Stunden belichtet wurde, um das weltweit erste noch erhaltene Foto zu schaffen, wurden zehntausende verschiedene Kameramodelle entwickelt. Dabei gibt es bei Analogkameras zwei grundverschiedene Arten: Zum einen die Sucherkameras, bei denen man durch ein kleines Fenster neben dem Objektiv blickt, und dadurch Sucherbild und Kamerabild oft etwas voneinander abweichen (siehe Bilder oben).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/42427952-analoge-fotografie-kamera-mit-kleinbildfilm-voigtlaender-bessamatic-von-1959-mit-selen-beli.jpeg\" loading=\"lazy\"   height=\"852\" width=\"1100\" alt=\"Frau h&#xE4;lt Fotoapparat\"\/>Beispiel f\u00fcr einst teure Feinmechanik, die es heute f\u00fcr wenig Geld gibt: Auf h\u00f6chstem Fertigungs-Niveau, aber nicht mehr gegen die Serienproduktion aus Fernost konkurrenzf\u00e4hig waren Voigtl\u00e4nder-Kameras aus Braunschweig, wie diese Bessamatic (I) von 1959 mit Selen-Belichtungsmesser ohne Batteriebedarf. Hier ist das damals lichtstarke Objektiv Septon 2,0\/50 mm angesetzt. Es wird heute unter gleichem Namen (wie etliche andere auch) von der Firma Cosina, die den Schriftzug und die Namensrechte erworben hat, in Japan mit verschiedenen Kameraanschl\u00fcssen nachgefertigt. \u00a9\u00a0Thomas Thiele<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Und zum anderen die Spiegelreflexkameras, bei denen man durch das Objektiv schaut und den exakten Ausschnitt und die Sch\u00e4rfe direkt sieht. Beide gibt es mit verschiedenen Filmformaten. Eine Mischung aus beiden sind \u201ezwei\u00e4ugige\u201c Kameras wie die legend\u00e4ren Rolleiflex\/Rolleicord oder deren Nachbauten Yashicamat und Seagull. Ein sogenanntes \u201eNormalobjektiv\u201c (bei Kleinbildformat 50mm, bei Rollfilm je nach Format 75, 80, 105 oder 135 mm) reicht f\u00fcr viele Fotos erstmal aus.<\/p>\n<p>Richtig belichten<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\">Um einen Film (ISO 50 niedrige, ISO 200 mittlere, ISO 800 hohe Empfindlichkeit) richtig zu belichten, ist eine genau definierte Menge Licht n\u00f6tig. Die wird gesteuert durch Gr\u00f6\u00dfe und Dauer der \u00d6ffnung im Objektiv. Das ist vergleichbar mit einem Eimer, der randvoll mit Wasser gef\u00fcllt werden soll: Entweder man dreht den Hahn voll auf (gro\u00dfe \u00d6ffnung), dann ist er schnell voll (kurze Zeit), oder man dreht ihn wenig auf (kleine \u00d6ffnung), dann dauert es l\u00e4nger (lange Zeit).<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\">Das Gleiche machen jeweils in Abstufungen Blenden\u00f6ffnung (zum Beispiel von 1,8 (gro\u00df) bis 22 (klein)) und Verschlusszeit (zum Beispiel von 1\/1000 bis 1 Sekunde).<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\">Seit Jahrzehnten werden unterschiedlichste Belichtungsmesser genutzt. Bei Negativfilmen geht es auch \u201e\u00fcber den Daumen\u201c: Wenn das Licht unver\u00e4ndert ist (von einer Stunde nach und vor Sonnenauf- und -untergang) kann man drau\u00dfen dieselbe Einstellung den ganzen Tag nutzen. Beim Einsch\u00e4tzen helfen die \u201eSunny 16\u201c-Methode (siehe Internet) oder simple zeitlose Tabellen, wie sie fr\u00fcher auf Kameras und in Filmschachteln abgedruckt waren.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\">Farbfilme kann man in Drogerien oder Fachlaboren zum Entwickeln und Fotoabz\u00fcge machen abgeben, Schwarz-Wei\u00df-Filme notfalls auch einfach selbst entwickeln (Ger\u00e4te und Chemie etwa 50 &#8211; 100 Euro) und scannen.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Viele Kunden wollten einfach nur eine \u00e4ltere Kamera, weil das gerade in ist. Nur etwa zehn bis 15 Prozent wollten sich mit technischen Details abgeben, wei\u00df Stefan Bethke. Aber gerade die Eingriffsm\u00f6glichkeiten sind es, die die Wirkung eines bewusst gestalteten Fotos ausmachen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Wer alte Kameras ausprobiert, wird feststellen: Gute Fotografen wie August Sander, Ansel Adams, Henri Cartier-Bresson, Robert Frank, Vivian Maier, Diane Arbus und Helmut Newton konnten auch ohne Automatiken gro\u00dfartige Bilder schaffen. Umgekehrt kann sich aber auch zeigen: Die jeweils neueste Kamera macht einen nicht automatisch zum besseren Fotografen.<\/p>\n<p>Filme selbst entwickeln<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\">Belichtete fotografische Filme werden durch einen chemischen Prozess entwickelt, um davon Bilder (Abz\u00fcge oder Drucke) herstellen zu k\u00f6nnen. Man kann sie in der Drogerie abgeben, die sie in eines der Handvoll deutschen Gro\u00dflabore schickt. Wer bessere Qualit\u00e4t oder individuellere Behandlung (Sonderentwicklungen) ben\u00f6tigt,w\u00e4hlt besser eines der etwa zw\u00f6lf Fachlabore. Man kann Filme, vor allem Schwarz.Wei\u00df-Filme, aber auch mit wenig Aufwand selbst entwickeln. Dabei wird das durch die Belichtung \u201eaufgeladene\u201c Silbersalz in der Filmschicht sichtbar gemacht und gegen weitere Ver\u00e4nderungen gesch\u00fctzt. Das geht sogar ohne Dunkelkammer mit Hilfe eines sogenannten Wechselsacks, der das entscheidende Filmeinspulen in die Entwicklungsdose unter Lichtabschluss erm\u00f6glicht. Der Rest erfolgt bei normalem Licht. Ger\u00e4te und Chemie (Entwicklungsdose f\u00fcr ein oder zwei Filme, Thermometer, Messbecher, Entwickler, Fixierer) sollten f\u00fcr unter 100 Euro zu bekommen sein, fast alles dauerhaft verwendbar. Das Einscannen und Ausdrucken oder Ausbelichten der Bilder in verschiedenen Formaten macht man selbst oder gibt es in Auftrag. Farbfilmentwicklungen sind etwas anspruchsvoller, aber da gibt es auch  fertige Sets.<\/p>\n<p>Problem Gegenlicht<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\">Mit alten Kameras (und einfacheren Objektiven) vor allem vor 1950 kam und kommt es beim Fotografieren gegen die Sonne zu unsch\u00f6nen Reflexen und Fehlbelichtungen, weshalb man generell \u201eSonne im R\u00fccken\u201c, empfahl, was Verst\u00f6\u00dfe gegen diese \u201eRegel\u201c aber nicht verbietet. Zum anderen konnte die Sonne wie durch ein Brennglas  L\u00f6cher in manche Verschlusstypen brennen  (Tuchverschl\u00fcsse, wie sie ein Hersteller heute noch baut).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"StartseiteLokalesHofgeismar Stand: 06.05.2026, 04:44 Uhr Von: Thomas Thiele DruckenTeilen Uns auf Google folgenFotografieren mit analogen Kameras kommt wieder&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":138392,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[158,157,46,42,159,147,161,160,44,148],"class_list":{"0":"post-143697","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art","9":"tag-art-and-design","10":"tag-at","11":"tag-austria","12":"tag-design","13":"tag-entertainment","14":"tag-kunst","15":"tag-kunst-und-design","16":"tag-oesterreich","17":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116528865823059569","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/143697","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=143697"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/143697\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/138392"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=143697"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=143697"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=143697"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}