{"id":143859,"date":"2026-05-06T19:28:09","date_gmt":"2026-05-06T19:28:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/143859\/"},"modified":"2026-05-06T19:28:09","modified_gmt":"2026-05-06T19:28:09","slug":"parolin-im-dialog-mit-deutschen-bischoefen-papstkritik-aus-usa-zumindest-seltsam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/143859\/","title":{"rendered":"Parolin: \u201eIm Dialog\u201c mit deutschen Bisch\u00f6fen \u2013 Papstkritik aus USA \u201ezumindest seltsam\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Es sei \u201everfr\u00fcht, von Sanktionen zu sprechen\u201c: Man sei im Dialog mit den deutschen Bisch\u00f6fen, sagte Kardinalstaatssekret\u00e4r Pietro Parolin an diesem Mittwochabend zur Segnung homosexueller Paare in Deutschland. Zur f\u00fcr Donnerstag geplanten Audienz von US-Au\u00dfenminister Marco Rubio im Vatikan erkl\u00e4rte der Kardinal am Rand einer Buchvorstellung, dass alle \u201ehei\u00dfen Themen\u201c zur Sprache kommen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/vatikan\/news\/2026-05\/vatikan-fiducia-suplicans-segen-gleichgeschlechtlich-paare-brief.html\" title=\"Glaubensdikasterium \u00e4u\u00dfert sich zu Segnungs-Vademecum in D\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2020\/04\/22\/IMG_1460.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Glaubensdikasterium \u00e4u\u00dfert sich zu Segnungs-Vademecum in D\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Im Zusammenhang mit einem Brief vom November 2024, der dieser Tage auf der Webseite des Dikasteriums ver\u00f6ffentlicht wurde, erkl\u00e4rt der Pr\u00e4fekt des Dikasteriums f\u00fcr die &#8230;\n     <\/p>\n<p>Parolin antwortete an diesem Mittwochabend auf Fragen von Journalisten am Rand der Vorstellung des Buches \u201e<a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-05\/vatikan-kirche-buch-papst-leo-xiv-reden-prior-augustiner.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Liberi sotto la Grazia<\/a>\u201c mit Texten von Papst Leo XIV. aus seiner Zeit als Generaloberer der Augustiner vor dem Patristischen Institut Augustinianum in Rom.<\/p>\n<p>Ein Eingreifen des Heiligen Stuhls gegen die deutschen Bisch\u00f6fe wegen der Segnung gleichgeschlechtlicher oder anderer Paare, die nicht sakramental-kirchlich heiraten k\u00f6nnen, sei \u201everfr\u00fcht\u201c, so Parolin. Derzeit befinde man sich \u201eim Dialog\u201c: \u201eWir werden sehen, was geschieht.\u201c Die Entscheidung liege beim Papst: \u201eWir haben jedoch bereits seit einiger Zeit einen Dialog begonnen und dabei jeweils unsere Sichtweisen dargelegt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir haben jeweils unsere Sichtweisen dargelegt\u201c<\/p>\n<p>Das vatikanische Glaubensdikasterium hatte gegen\u00fcber Vatican News ebenfalls am Mittwoch klargestellt: Das im Jahr 2025 von den deutschen Bisch\u00f6fen ver\u00f6ffentlichte <a href=\"https:\/\/www.dbk.de\/fileadmin\/redaktion\/diverse_downloads\/presse_2025\/2025-065a-Gemeinsame-Konferenz-SW-Anlage-Segnung-fuer-Paare.pdf\" rel=\"external nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vademecum<\/a> zur Segnung f\u00fcr Paare au\u00dferhalb kirchlich-sakramentaler Verbindungen habe nicht die Zustimmung des Vatikans.<\/p>\n<p>\u201eDie Hoffnung sei, niemals zu Sanktionen greifen zu m\u00fcssen\u201c<\/p>\n<p>Der Kardinalstaatssekret\u00e4r h\u00e4lt es jedoch f\u00fcr m\u00f6glich, \u201eeine L\u00f6sung zu finden\u201c, die die unterschiedlichen Auffassungen zusammenf\u00fchre, auch was das \u201eThema der Synodalit\u00e4t&#8220; angehe \u2013 also dazu, \u201edass jede Entscheidung im Einklang mit dem Kirchenrecht, dem Zweiten Vatikanischen Konzil und der Tradition der Kirche stehen muss\u201c. Die Hoffnung sei, \u201eniemals zu Sanktionen greifen zu m\u00fcssen, sondern die Probleme friedlich l\u00f6sen zu k\u00f6nnen, wie es in der Kirche sein sollte\u201c.<\/p>\n<p>Das Treffen mit Rubio <\/p>\n<p>In weiteren Antworten auf Journalistenfragen \u00e4u\u00dferte sich Parolin auch zu den kritischen \u00c4u\u00dferungen aus den Vereinigten Staaten zu Papst Leo XIV. &#8211; am Vorabend des an diesem Donnerstag geplanten Treffen von Papst Leo XIV. mit US-Au\u00dfenminister Marco Rubio. \u201eWir werden ihm zuh\u00f6ren, die Initiative ging von ihnen aus.\u201c Bei dieser Begegnung werde man \u201e\u00fcber alles sprechen, was in diesen Tagen geschehen ist\u201c, sagte der Kardinal. Zur Sprache k\u00e4men \u201ealle hei\u00dfen Themen\u201c der internationalen Politik und insbesondere aktuelle Konflikte.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die j\u00fcngsten Angriffe von US-Pr\u00e4sident Donald Trump auf den Papst erkl\u00e4rte Parolin, es erscheine ihm \u201ezumindest seltsam\u201c, den Papst auf diese Weise anzugreifen oder ihm Vorw\u00fcrfe zu machen. Der Vorwurf Trumps, der Papst akzeptiere iranische Atomwaffen und \u201egef\u00e4hrde\u201c damit \u201eTausende Katholiken&#8220; &#8211; sei \u201esicherlich keine korrekte Behauptung\u201c, betonte der Kardinalstaatssekret\u00e4r. Der Heilige Stuhl habe sich <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/vatikan\/news\/2026-04\/lehramt-paepste-kirche-gegen-atomwaffen-leitartikel-tornielli.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">stets f\u00fcr nukleare Abr\u00fcstung<\/a> eingesetzt und tue dies weiterhin.<\/p>\n<p>Weitere Vorschl\u00e4ge des Heiligen Stuhls zur L\u00f6sung des Konflikts mit dem Iran werde es nicht geben, au\u00dfer jenen, \u201edie es immer gegeben hat\u201c \u2013 n\u00e4mlich den Dialog. \u201eDiese Konflikte k\u00f6nnen nicht mit Gewalt gel\u00f6st werden, sondern m\u00fcssen verhandelt und durch Verhandlungen gel\u00f6st werden. Es braucht Verhandlungen in gutem Willen und aufrichtiger Weise, damit alle Seiten ihren Standpunkt darlegen und gemeinsame Ansatzpunkte finden k\u00f6nnen\u201c, sagte Parolin.<\/p>\n<p>\u201eDer Papst tut, was ein Papst tun muss\u201c <\/p>\n<p>Parolin ging nicht n\u00e4her auf die wiederholten Angriffe des US-Pr\u00e4sidenten seit dem 13. April ein. \u201eIch m\u00f6chte dar\u00fcber keine Urteile oder pers\u00f6nlichen Bewertungen abgeben. Ich glaube, der Papst tut das, was er tun muss: Der Papst ist Papst.\u201c<\/p>\n<p>Auf m\u00f6gliche weitere Entwicklungen im Verh\u00e4ltnis zur US-Regierung angesprochen, erkl\u00e4rte Parolin, es sei \u201enoch verfr\u00fcht\u201c, \u00fcber ein m\u00f6gliches Telefonat zwischen Leo XIV. und Trump zu sprechen. Der Papst sei jedoch \u201ef\u00fcr alle Optionen offen\u201c und habe sich \u201enie jemandem verweigert\u201c. Sollte ein direktes Gespr\u00e4ch mit Trump vorgeschlagen oder erbeten werden, \u201eh\u00e4tte er sicherlich keine Schwierigkeiten, es anzunehmen\u201c.<\/p>\n<p>Zugleich unterstrich Parolin, dass die Vereinigten Staaten trotz aller Spannungen ein wichtiger Gespr\u00e4chspartner des Heiligen Stuhls blieben: \u201eWie sollte man die Vereinigten Staaten ausklammern? Das geht nicht. \u2026 Auch weil sie in fast allen Situationen, die wir heute erleben, eine Rolle spielen.\u201c<\/p>\n<p>(Vatican News)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es sei \u201everfr\u00fcht, von Sanktionen zu sprechen\u201c: Man sei im Dialog mit den deutschen Bisch\u00f6fen, sagte Kardinalstaatssekret\u00e4r Pietro&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":143860,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[7580,257,1711,40,41,2859,16747,39,34213,8545,66,65,64],"class_list":{"0":"post-143859","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-bischoefe","9":"tag-deutschland","10":"tag-frieden","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-papst-leo-xiv","14":"tag-pietro-parolin","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-segen","17":"tag-vereinigte-staaten","18":"tag-welt","19":"tag-world","20":"tag-world-news"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116529286897414235","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/143859","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=143859"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/143859\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/143860"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=143859"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=143859"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=143859"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}