{"id":144002,"date":"2026-05-06T21:01:17","date_gmt":"2026-05-06T21:01:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/144002\/"},"modified":"2026-05-06T21:01:17","modified_gmt":"2026-05-06T21:01:17","slug":"umsatz-sinkt-ergebnismarge-steigt-wachsende-zuversicht-bei-steirischem-sensorspezialisten-ams-osram","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/144002\/","title":{"rendered":"Umsatz sinkt, Ergebnismarge steigt: Wachsende Zuversicht bei steirischem Sensorspezialisten ams-Osram"},"content":{"rendered":"<p>Der steirisch-bayerische Chip- und Sensorspezialist ams-Osram setzte im ersten Quartal 2026 rund 796 Millionen Euro um.  Das sind um drei Prozent weniger als in der Vergleichsperiode im Vorjahr, teilte der in Z\u00fcrich b\u00f6rsennotierte Konzern am Mittwochabend mit. Den R\u00fcckgang f\u00fchrte das Unternehmen auf einen schw\u00e4cheren US-Dollar, das Auslaufen von Nicht-Kernaktivit\u00e4ten im Halbleiterbereich sowie den <a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\/artikel\/20641858\/industrielampen-ams-osram-schliesst-teilverkauf-ab\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Verkauf des Speziallampengesch\u00e4fts<\/a> zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) sank um drei Prozent auf 131 Millionen Euro, w\u00e4hrend die entsprechende Marge mit 16,5 Prozent leicht \u00fcber dem Vorjahreswert lag und damit \u201eim oberen Bereich bzw. am oberen Ende der Prognosespanne\u201c, wie seitens des Unternehmens betont wird. ams-Osram hatte einen Wert von \u201e15 Prozent plus minus 1,5 Prozentpunkte\u201c in Aussicht gestellt. Unter dem Strich stand ein bereinigter Verlust von 72 Millionen Euro, nach einem Fehlbetrag von 23 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.<\/p>\n<p>Erwartungen f\u00fcr Gesamtjahr 2026 unver\u00e4ndert<\/p>\n<p>Die Nettoverschuldung blieb zum Quartalsende mit 1,071 Milliarden Euro weitgehend stabil. Gleichzeitig war die Cash-Generierung positiv: Der Free-Cashflow betrug laut ams-Osram im ersten Quartal 37 Millionen Euro. Hinsichtlich der Entschuldung verweist man auf den erfolgreichen Abschluss des Verkaufs des Entertainment- &amp; Industrial-Lamps\u2011Gesch\u00e4fts an den japanischen Ushio-Konzern. Der Abschluss der <a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\/artikel\/20543787\/auch-in-premstaetten-infineon-kauft-teile-von-ams-osram-in-premstaetten\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Ver\u00e4u\u00dferung des nicht\u2011optischen Sensorgesch\u00e4fts an Infineon<\/a> werde \u201eunver\u00e4ndert zur Jahresmitte erwartet\u201c.<\/p>\n<p>F\u00fcr das laufende zweite Quartal stellt das Management einen Umsatz zwischen 725 und 825 Millionen Euro in Aussicht. Die Erwartungen f\u00fcr das gesamte Jahr 2026 bleiben unver\u00e4ndert, hie\u00df es. Demnach soll der Umsatz wegen der Desinvestitionen und eines schw\u00e4cheren US-Dollars moderat zur\u00fcckgehen. F\u00fcr das Jahr 2027 sei indes der \u201ePfad zu positivem Free-Cashflow in Sicht\u201c, wie betont wird. <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" class=\"w-full my-0 max-h-100 object-contain bg-gray-100\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1778101277_892_kein Titel.webp\" title=\"CEO Aldo Kamper: \u201eWir haben einen sehr soliden Start in das Gesch\u00e4ftsjahr verzeichnet\u201c\" alt=\"CEO Aldo Kamper: \u201eWir haben einen sehr soliden Start in das Gesch\u00e4ftsjahr verzeichnet\u201c\" loading=\"lazy\" width=\"800\" height=\"400\"\/><\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n          &#13;<br \/>\n          &#13;<br \/>\n                     CEO Aldo Kamper: \u201eWir haben einen sehr soliden Start in das Gesch\u00e4ftsjahr verzeichnet\u201c &#13;<br \/>\n          &#13;<br \/>\n                      &#13;<br \/>\n              \u00a9 Klz \/ Ripix&#13;<br \/>\n            &#13;\n                  <\/p>\n<p>Highlights im ersten Quartal 2026 aus Sicht von ams-Osram? Das Unternehmen habe im Bereich AI\u2011Photonics, den man als vielversprechendes Wachstumsfeld f\u00fcr KI-Rechenzentren sieht, j\u00fcngst einen Prototyp pr\u00e4sentiert. Auf dieser Basis sei \u201enun eine Entwicklungsvereinbarung mit einem f\u00fchrenden AI-Photonics-Industriepartner zur Kommerzialisierung unterzeichnet\u201c worden. Zudem habe man im Segment von Augmented\u2011Reality\u2011Brillen zuletzt ein umfassendes  Portfolio optischer Komponenten vorgestellt und ortet hier ein Umsatzpotenzial von 50 bis 100 Euro pro Ger\u00e4t. Bereits heute liefere das Unternehmen \u201emehrere Komponenten seines Portfolios in auf dem Markt verf\u00fcgbare Smart-Glasses\u201c.<\/p>\n<p>Im Kern geht es bei AR-Brillen darum, die reale Umgebung f\u00fcr die Nutzerinnen und Nutzer zu erweitern und bestimmte Informationen ins Gesichtsfeld zu projizieren. Potenzielle Funktionen sind etwa Navigation, die Gesichtserkennung durch eingebaute Kameras sowie die \u00dcberwachung von Vitalparametern. <\/p>\n<p>\u201eWichtiger Meilenstein\u201c <\/p>\n<p>\u201eWir haben einen sehr soliden Start in das Gesch\u00e4ftsjahr verzeichnet\u201c, wird <a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\/artikel\/20546485\/wir-halten-uns-an-die-zusagen-premstaetten-ist-langfristig-gesichert\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">CEO Aldo Kamper<\/a> in einer Aussendung zitiert. \u201eDie Unterzeichnung einer Entwicklungsvereinbarung mit einem Marktf\u00fchrer f\u00fcr AI-Photonics-L\u00f6sungen f\u00fcr KI-Rechenzentren stellt einen weiteren wichtigen Meilenstein dar und verdeutlicht klar, dass unsere Transformation zum f\u00fchrenden Unternehmen im Bereich Digital Photonics zunehmend an Dynamik gewinnt.\u201c Gleichzeitig arbeite man  \u201ez\u00fcgig an der Abrundung unseres Portfolios, um der entscheidende Partner f\u00fcr die n\u00e4chste Generation KI gest\u00fctzter Augmented Reality Brillen zu werden\u201c, so Kamper. <\/p>\n<p>Standort Premst\u00e4tten steht \u201enicht zur Debatte\u201c<\/p>\n<p>Der Standort in Premst\u00e4tten spiele bei den strategischen \u00dcberlegungen trotz des unl\u00e4ngst verk\u00fcndeten Deals mit Infineon jedenfalls weiter eine tragende Rolle, betonte\u00a0Kamper erst vor wenigen Tagen. Bis 2030 investiert der Konzern wie berichtet 600 Millionen Euro in den Ausbau des Standorts, wovon bereits mehr als die H\u00e4lfte geflossen sind. Schon deshalb stehe dessen Zukunft \u201enicht zur Debatte\u201c. Der Mitarbeiterstand werde sich bis dorthin von aktuell 1450 auf 1550 erh\u00f6hen \u2013 und das trotz jener 70 Personen, die im Rahmen des Teilverkaufs k\u00fcnftig bei Infineon t\u00e4tig sein werden.<\/p>\n<p>ams-Osram hatte das Automotive-, Industrie- und Medizinsensorgesch\u00e4ft unl\u00e4ngst f\u00fcr 570 Millionen Euro an Infineon ver\u00e4u\u00dfert, das Closing soll bis Mitte des Jahres erfolgen. Mit dem Deal wandern rund 200 Millionen Euro Jahresumsatz zu Infineon, das sind 20 Prozent der von dem aus Premst\u00e4tten gesteuerten Gesch\u00e4ftsbereich erzielten Erl\u00f6se bzw. in etwa 30 Prozent der Ertr\u00e4ge. Jene Entwickler von ams-Osram, die zu Infineon wechseln, sollen aber in den kommenden Jahren schrittweise ersetzt werden, erkl\u00e4rte\u00a0Kamper. Au\u00dferdem blieben bisherige Kernbereiche des Unternehmens wie Sensorik f\u00fcr Smartphones wichtige Grundpfeiler, auch wenn man dort langfristig geringere Wachstumsraten als in den neuen Feldern erwarte, so\u00a0Kamper.<\/p>\n<p>Der Aktienkurs von ams-Osram legte seit Jahresbeginn um deutliche 46 Prozent zu, auf ein Jahr gesehen liegt das Plus bei gut 84 Prozent. In einer F\u00fcnfjahresbetrachtung ergibt sich indes ein deutliches Kursminus von 87 Prozent. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der steirisch-bayerische Chip- und Sensorspezialist ams-Osram setzte im ersten Quartal 2026 rund 796 Millionen Euro um. 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