{"id":144120,"date":"2026-05-06T22:51:09","date_gmt":"2026-05-06T22:51:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/144120\/"},"modified":"2026-05-06T22:51:09","modified_gmt":"2026-05-06T22:51:09","slug":"kaivilla-anno-2026-wohnen-nahe-der-salzach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/144120\/","title":{"rendered":"Kaivilla anno 2026: Wohnen nahe der Salzach"},"content":{"rendered":"<p>\n        In der Salzburger Josefiau entsteht eine Villa nicht als Reminiszenz an die Gr\u00fcnderzeit, sondern als Weiterentwicklung f\u00fcr das 21. Jahrhundert.\n      <\/p>\n<p>\n        07. 05. 2026,  00:01\u00a0Uhr<br \/>\n        Lesedauer:        3 Minuten<\/p>\n<p>Gernot Stadler Durch die Flussregulierung verschwanden Mitte des 19. Jahrhunderts die nat\u00fcrlichen Salzachufer mit Sand- und Schotterb\u00e4nken in der Stadt Salzburg. Daf\u00fcr entstanden bebaubare Grundst\u00fccke, auf denen das finanzkr\u00e4ftige Gro\u00dfb\u00fcrgertum seine herrschaftlichen Gr\u00fcnderzeitvillen errichtete. Vor allem am Giselakai zwischen Staatsbr\u00fccke und Karolinenbr\u00fccke stehen noch Beispiele dieser repr\u00e4sentativen Bauten. Bis heute z\u00e4hlen die Salzachufer zu den beliebtesten und teuersten Wohnadressen in der Innenstadt Salzburgs.<\/p>\n<p>Die Salzburger Josefiau liegt ein St\u00fcck flussaufw\u00e4rts am gegen\u00fcberliegenden Salzachufer. Ihr Name verweist auf die einstige Aulandschaft. Ein letzter Rest davon ist weiter s\u00fcdlich geblieben. Der Hinterholzer-Kai zweigt auf der H\u00f6he des einstigen Klosters St. Josef von der Alpenstra\u00dfe Richtung Salzachufer ab und f\u00fchrt in eine der ruhigsten Ecken Salzburgs. Der fr\u00fcher vorst\u00e4dtische Charakter l\u00e4sst sich noch an einzelnen H\u00e4uschen ablesen, die l\u00e4ngst umringt sind von Siedlungsbl\u00f6cken der Nachkriegszeit, dem AYA-Bad, modernen B\u00fcro- und Einfamilienh\u00e4usern.<\/p>\n<p>Wollen den \u00a0historischen Stil nicht kopieren.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1123599_zitator_1FYP1q_qYMtL9.jpg\" alt=\"\" width=\"50\" height=\"50\"\/>Roberto R. Paraja,\u00a0Architekt <\/p>\n<p>Nun macht ein Haus aus den 1960er-Jahren einer modernen Kaivilla Platz. Bis zum Herbst entstehen auf dem Grundst\u00fcck sieben Wohneinheiten im Luxussegment mit Kaufpreisen um etwa drei Millionen Euro. Jede Etage der beiden ineinander verschachtelten, dreist\u00f6ckigen Kuben beherbergt 90 bis 180 Quadratmeter gro\u00dfe Wohnungen mit \u00fcber 100 Quadratmeter gro\u00dfen Terrassen. Die obersten beiden haben Dachg\u00e4rten mit Pavillon, Sauna und Pool \u2013 und einen Blick von Gaisberg, Tennengebirge und Untersberg bis zur Festung.<\/p>\n<p>Zeitgen\u00f6ssisch \u2013 klassisch<\/p>\n<p>Die Idee f\u00fcr eine Kaivilla holte sich der Immobilienentwickler Velaris von den gr\u00fcnderzeitlichen Villenbauten, die heute noch in Hamburg, M\u00fcnchen oder Berlin stehen. Die beauftragten haro-Architekten planten immer wieder im Spannungsfeld zwischen alter Bausubstanz und zeitgen\u00f6ssischer Architektur, etwa beim Linzer Landestheater oder dem Salzburger Domquartier, erz\u00e4hlt Roberto Rodr\u00edguez Paraja: \u201eWir wollten auf keinen Fall eine Kopie eines historischen Baustils, das wird immer kitschig. Unser Entwurf ist eher die zeitlose\u00a0Interpretation einer Kaivilla, die sicher bei vielen Menschen auf Resonanz trifft, weil sie sowohl historisch als auch zeitgen\u00f6ssisch gelesen werden kann.\u201c<\/p>\n<p>Was macht eine Kaivilla im \u00a021. Jahrhundert aus?<\/p>\n<p>Das Architektenteam um Roberto Rodr\u00edguez Paraja und Bernd Haslauer \u00fcbersetzte die Ordnung und die Stilmittel der Gr\u00fcnderzeit in die Architektursprache der Gegenwart.<\/p>\n<p>Die strenge Fassadengliederung, die strukturell angedeuteten Fensterfaschen, der repr\u00e4sentative, \u00fcberdachte Eck-Eingangsbereich und die traditionellen Holzveranden gibt es bei alter Villenarchitektur ebenso wie bei der neu geplanten Kaivilla. Die heutige Auspr\u00e4gung kommt aber ganz ohne die Verspieltheit der Gr\u00fcnderzeit aus. Die \u201ekorbartig\u201c vor die Kuben gestellten Veranden wurden in Sichtbeton und in streng geometrischer Form ausgef\u00fchrt. Sie formen die Fassade ma\u00dfgeblich mit \u2013 herrschaftlich wie anno dazumal. Die beiden gleich gro\u00dfen Bauk\u00f6rper wurden so weit wie m\u00f6glich an die nord\u00f6stlichen Grundgrenzen gesetzt und miteinander verschachtelt. Die Wohnbereiche in den beiden Bauk\u00f6rpern k\u00f6nnen so gro\u00dfz\u00fcgig Richtung S\u00fcden und Westen ausgerichtet werden.<\/p>\n<p>Gartenwohnungen ebenerdig und Blick zur Salzach in den oberen Wohnungen<\/p>\n<p>Die Gartenwohnungen im Erdgescho\u00df profitieren durch \u00fcberdurchschnittlich gro\u00dfe Gr\u00fcnfl\u00e4chen und haben Platz f\u00fcr Pool, Gartenpavillons und Saunah\u00e4uschen. Die oberen Wohnungen im stra\u00dfenseitigen Kubus er\u00f6ffnen einen freien Blick zur Salzach. Dort, wo die beiden Bauk\u00f6rper ineinander \u00fcbergehen, f\u00fchren die umlaufenden Stiegen des Stiegenhauses zu den Wohnungen. Bereits im Rohbau werden die Dimensionen der zuk\u00fcnftigen Einheiten erkennbar.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Entr\u00e9es erschlie\u00dfen die Wohnbereiche. Ger\u00e4umige Anziehr\u00e4ume, B\u00e4der mit Blick zur Salzach sowie weite Wohn- und K\u00fcchenbereiche lassen sich bereits erahnen. Die Ausstattung soll zeitlos und zur\u00fcckhaltend werden: Geplant sind Holz, Stein und Naturtextilien, die eine warme, ruhige Atmosph\u00e4re vermitteln, mit dem nat\u00fcrlichen Licht spielen und die R\u00e4ume in ihren Proportionen wirken lassen.\u00a0<\/p>\n<p>Die gro\u00dfz\u00fcgig dimensionierten Veranden erweitern den Wohnraum zus\u00e4tzlich und schaffen Platz f\u00fcr Ess- und Loungebereiche unter Dach. Sie wurden bei beiden Bauk\u00f6rpern Richtung S\u00fcdosten ausgerichtet. Durch die zur\u00fcckspringende Fassade zwischen den Kuben ist gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Sichtschutz zwischen den Veranden garantiert. Roberto Rodr\u00edguez Paraja: \u201eDurch die vertikalen Tr\u00e4gerelemente der Veranden ist man au\u00dferdem nicht so exponiert wie auf einem offenen Balkon. Um noch mehr gesch\u00fctzt zu sein, kann man zus\u00e4tzlich Blauregen hinaufranken lassen, wie bei den alten Kaivillen.\u201c<\/p>\n<p>&#8222;Heute ist praktisch jedes Bauprojekt ein Luxusprojekt&#8220;<\/p>\n<p>F\u00fcr Roberto Rodr\u00edguez Paraja macht es keinen Unterschied, ob er f\u00fcr eine Exklusivimmobilie oder den sozialen Wohnbau plant: \u201eWir versuchen, bei jedem Projekt das Beste herauszuholen, egal wer unser Kunde ist. Bei einem Luxuswohnbau haben wir vielleicht etwas mehr Spielraum, im sozialen Wohnbau ist dagegen die Verantwortung gr\u00f6\u00dfer.\u201c Allerdings wird es auch bei den High-End-Wohnbauten langsam enger im Herzen der Stadt Salzburg, meint der Architekt: \u201eDie Baupreise sind in den vergangenen zehn Jahren enorm gestiegen und die Verkaufspreise haben im Luxussegment l\u00e4ngst einen Plafond erreicht. \u00d6-Normen und Baugesetze haben allerdings auch bei gef\u00f6rderten Wohnungen die Qualit\u00e4t und die Kosten so weit hinaufgeschraubt, dass der Unterschied zu Exklusivimmobilien deutlich kleiner geworden ist. Heute ist praktisch jedes Bauprojekt ein Luxusprojekt. Einen Unterschied machen oft nur noch die verwendeten Materialien bei der Inneneinrichtung.\u201c \u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1072840_villa-beer_default-vorschau_1Fwtzf_oyJ6BW.jpg\" alt=\"Villa Beer\" width=\"320\" height=\"180\"\/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1095976_default-vorschau_1FOTTF_XvzbRm.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"180\"\/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/793017_sanierte-aussenansicht-mit-neuen-ochsenaugen_default-vorschau_1EYhfp_9HJC9Z.jpg\" alt=\"Sanierte Au\u00dfenansicht mit neuen Ochsenaugen.\" width=\"320\" height=\"180\"\/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1067264_nachverdichtung-maxglan_default-vorschau_1FpdEV_LCGLr5.jpg\" alt=\"nachverdichtung maxglan\" width=\"320\" height=\"180\"\/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.sn.at\/storage\/image\/4\/0\/2\/9\/789204_ein-umbau-wie-ein-neubau-die-fassade-ist-abgesehen-von-graubraunen-fensterr_default-vorschau_1EWU6v_kMxx5P.jpg\" alt=\"Ein Umbau wie ein Neubau. Die Fassade ist abgesehen von graubraunen Fensterrahmen komplett wei\u00df.\" width=\"320\" height=\"180\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der Salzburger Josefiau entsteht eine Villa nicht als Reminiszenz an die Gr\u00fcnderzeit, sondern als Weiterentwicklung f\u00fcr das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":144121,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[158,157,46,42,159,147,161,160,44,148],"class_list":{"0":"post-144120","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art","9":"tag-art-and-design","10":"tag-at","11":"tag-austria","12":"tag-design","13":"tag-entertainment","14":"tag-kunst","15":"tag-kunst-und-design","16":"tag-oesterreich","17":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116530085021186305","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/144120","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=144120"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/144120\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/144121"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=144120"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=144120"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=144120"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}