{"id":14428,"date":"2026-02-26T12:06:07","date_gmt":"2026-02-26T12:06:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/14428\/"},"modified":"2026-02-26T12:06:07","modified_gmt":"2026-02-26T12:06:07","slug":"ki-waffen-trump-regierung-greift-nach-anthropic","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/14428\/","title":{"rendered":"KI-Waffen: Trump-Regierung greift nach Anthropic"},"content":{"rendered":"<p>Anthropic hat mit seinem KI-Assistenten Claude schon f\u00fcr sehr viel Aufregung gesorgt. Das Programm ist eher f\u00fcr Firmen als f\u00fcr Privatkunden konzipiert. Es wird gerne f\u00fcr Programmierarbeiten genutzt. Und Claude ist besonders gut darin, Abl\u00e4ufe in Unternehmen zu optimieren. An den Aktienm\u00e4rkten hatte Anthropic damit Ende Januar Panik ausgel\u00f6st. <\/p>\n<p>Macht Claude Software bald \u00fcberfl\u00fcssig?<\/p>\n<p>Folgendes Szenario machte auf dem B\u00f6rsen-Parkett die Runde: Da Claude so gut mit IT-Systemen umgehen kann, k\u00f6nnten Unternehmen schon bald auf spezielle Software verzichten. Claude managt die Fabriken, disponiert die Mitarbeiter und schreibt Rechnungen. Komplizierte Programme w\u00e4ren nach diesem Szenario gar nicht mehr n\u00f6tig. Claude hat alles im Griff. Den Aktien vieler Software-Konzerne tat das gar nicht gut. In Deutschland etwa st\u00fcrzte der Kurs von SAP innerhalb weniger Tage um 20 Prozent ab.<\/p>\n<p>Anthropic und der Milit\u00e4reinsatz in Venezuela<\/p>\n<p>Wom\u00f6glich kann Anthropic nicht nur Abl\u00e4ufe in Konzernen gut steuern, sondern auch das Geschehen auf dem Kriegsfeld. Anthropic hat jedenfalls vom US-Verteidigungsministerium 200 Millionen Dollar an F\u00f6rderung bekommen. Und das Pentagon nutzt die Dienste von Anthropic aktiv. Wie die <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/cjrq1vwe73po\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">BBC berichtet<\/a>, hat das US-Milit\u00e4r Claude im Januar bei der Operation zur Gefangennahme des ehemaligen venezolanischen Pr\u00e4sidenten Nicol\u00e1s Maduro verwendet.<\/p>\n<p>Pentagon will bedingungslosen Zugriff auf Claude<\/p>\n<p>Verschiedenen Berichten zufolge ist man im US-Verteidigungsministerium sehr \u00fcberzeugt von Anthropic. Claude ist demnach den Modellen anderer KI-Unternehmen weit voraus. Es sei das leistungsf\u00e4higste Modell f\u00fcr sensible Verteidigungs- und Geheimdienstaufgaben, hei\u00dft es im Pentagon. <\/p>\n<p>Nun will das Ministerium mehr: vollen Zugriff auf die KI. Den m\u00f6chte die Firma aber nicht gew\u00e4hren, wie die US-Nachrichtenseite Axios berichtet. Anthropic zieht vor allem zwei rote Linien: sein Modell darf nicht f\u00fcr die Massen\u00fcberwachung von Amerikanerinnen und Amerikanern verwendet werden. Und <a href=\"https:\/\/www.axios.com\/2026\/02\/24\/anthropic-pentagon-claude-hegseth-dario\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Claude soll auch nicht f\u00fcr die Entwicklung von Waffen, die ohne menschliches Zutun feuern, eingesetzt werden<\/a>.<\/p>\n<p>Nach Treffen im Pentagon: Ultimatum bis Freitag <\/p>\n<p>Verteidigungsminister Pete Hegseth hat Anthropic-Chef Dario Amodei eingeladen, um Klartext zu reden. Hegseth teilte laut Axios sinngem\u00e4\u00df mit, dass er keinem Unternehmen erlauben werde, ihm die Bedingungen f\u00fcr operative Entscheidungen des Pentagons zu diktieren. Ein Ministeriums-Mitarbeiter wurde im Interview \u00fcber die Zusammenarbeit mit Anthropic noch deutlicher: &#8222;Der einzige Grund, warum wir noch mit diesen Leuten sprechen, ist, dass wir sie brauchen, und zwar sofort.&#8220; Firmen-Chef Amodei bekommt nun den Berichten zufolge bis Freitag Zeit, um einzulenken.<\/p>\n<p>Hegseth droht mit drastischen Ma\u00dfnahmen<\/p>\n<p>Sollte Amodei nicht einwilligen, will das Pentagon unter anderem den Vertrag mit seiner Firma k\u00fcndigen. Au\u00dferdem k\u00f6nnte Anthropic \u00fcber den sogenannten <a href=\"https:\/\/www.congress.gov\/crs-product\/R43767\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Defense Production Act<\/a> aus dem Jahr 1950 dazu gezwungen werden, eine Version von Claude f\u00fcrs Milit\u00e4r freizugeben. Eine dritte Strafma\u00dfnahme w\u00e4re, Anthropic als Lieferkettenrisiko zu deklarieren. Das w\u00fcrde viele andere Unternehmen, die mit dem Pentagon zusammenarbeiten, verpflichten, sich von Anthropic zu distanzieren.<\/p>\n<p>Wom\u00f6glich aber hat das Verteidigungsministerium gar nicht so gute Karten, weil es schon zu abh\u00e4ngig von Anthropic ist, um den Bruch zu riskieren. Es gibt Berichte, wonach Claude bereits so tief in den IT-Systemen des Pentagons sitzt, dass man ihn dort nur noch sehr schwer wieder rausbekommt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Anthropic hat mit seinem KI-Assistenten Claude schon f\u00fcr sehr viel Aufregung gesorgt. 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