{"id":144608,"date":"2026-05-07T06:51:07","date_gmt":"2026-05-07T06:51:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/144608\/"},"modified":"2026-05-07T06:51:07","modified_gmt":"2026-05-07T06:51:07","slug":"neues-expertenpapier-fuer-diese-summe-koennte-europa-seine-militaerische-abhaengigkeit-von-den-usa-ueberwinden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/144608\/","title":{"rendered":"Neues Expertenpapier: F\u00fcr diese Summe k\u00f6nnte Europa seine milit\u00e4rische Abh\u00e4ngigkeit von den USA \u00fcberwinden"},"content":{"rendered":"<p>K\u00f6nnte sich Europa im Ernstfall auch ohne die USA gegen einen Angriff wehren? Laut einer Expertengruppe w\u00e4re weitgehende verteidigungspolitische Autonomie machbar. Es sei keine Frage der Kosten, sondern des politischen Willens.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Eine Expertengruppe aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik h\u00e4lt eine weitgehende verteidigungspolitische Autonomie Europas f\u00fcr technologisch machbar und finanzierbar. Die Kosten f\u00fcr eine europ\u00e4ische Souver\u00e4nit\u00e4t werden <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.kielinstitut.de\/de\/publikationen\/aktuelles\/europaeische-verteidigungsautonomie-ist-technologisch-machbar-fiskalisch-finanzierbar-und-politisch-entscheidbar\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.kielinstitut.de\/de\/publikationen\/aktuelles\/europaeische-verteidigungsautonomie-ist-technologisch-machbar-fiskalisch-finanzierbar-und-politisch-entscheidbar\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">in dem am Donnerstag ver\u00f6ffentlichten Papier \u201eSparta 2.0\u201c<\/a> auf rund 500 Milliarden Euro \u00fcber ein Jahrzehnt und damit etwa 50 Milliarden Euro pro Jahr gesch\u00e4tzt. Eigenst\u00e4ndige Handlungsf\u00e4higkeit und Abschreckung seien keine Frage der Kosten, sondern des politischen Willens, schreiben die Autoren Jeannette zu F\u00fcrstenberg, Moritz Schularick, Nico Lange, Ren\u00e9 Obermann und Tom Enders.<\/p>\n<p>\u201eEuropa\u201c bezieht sich in dem Papier auf die EU plus Gro\u00dfbritannien und Norwegen. Die Mehrkosten von rund 500 Milliarden Euro \u00fcber das n\u00e4chste Jahrzehnt entspr\u00e4che \u201eetwa einem Drittel des geplanten Aufwuchses der europ\u00e4ischen Verteidigungsbudgets von j\u00e4hrlich 200 Mrd. Euro, 10 Prozent der geplanten Verteidigungsausgaben der europ\u00e4ischen Nato-Partner zum Ende des Jahrzehnts oder 0,25 Prozent des europ\u00e4ischen BIP\u201c.<\/p>\n<p>\u201eDer Engpass ist weder Geld noch Technologie. Es ist der politische Wille, europ\u00e4isch zu agieren, Entscheidungen zu treffen und diese dann auch schnellstm\u00f6glich und pragmatisch umzusetzen\u201c, sagte der fr\u00fchere Airbus-Chef Enders. Ex-Telekom-Vorstandschef Ren\u00e9 Obermann erkl\u00e4rte: \u201eWer seine Verteidigung nicht selbst organisieren kann, kann sie auch nicht selbst verantworten. Europ\u00e4ische Souver\u00e4nit\u00e4t ist keine au\u00dfenpolitische Option, sie ist die Grundbedingung strategischer Glaubw\u00fcrdigkeit und Handlungsf\u00e4higkeit.\u201c<\/p>\n<p>Um die strategische Abh\u00e4ngigkeit von den USA zu \u00fcberwinden, identifiziert das Papier zehn Handlungsfelder. Dazu z\u00e4hlen unter anderem der Aufbau eines eigenen F\u00fchrungssystems, die Massenproduktion von Drohnen, die Entwicklung von Luftverteidigung und eine eigene Satellitenaufkl\u00e4rung. Die Autoren sch\u00e4tzen, dass f\u00fcr diese Schl\u00fcsselprogramme bis 2030 Kosten von 150 bis 200 Milliarden Euro anfallen. Signifikante Fortschritte seien binnen drei bis f\u00fcnf Jahren zu erzielen.<\/p>\n<p>Die Umsetzung solle \u00fcber Koalitionen einzelner Staaten statt \u00fcber ein gesamteurop\u00e4isches System erfolgen. So k\u00f6nnten etwa Deutschland, Frankreich, Polen und Gro\u00dfbritannien gro\u00dfe strategische Programme koordinieren. Zudem seien Verteidigungsinvestitionen auch Technologiepolitik. \u201eJeder Euro, der in Software, KI und Raumfahrt flie\u00dft, kann einen wirtschaftlichen Multiplikator von bis zu 1,5 erzeugen\u201c, sagte Moritz Schularick, Pr\u00e4sident des Kieler Instituts f\u00fcr Weltwirtschaft (IFW). \u201eEuropa kann sich diese Investitionen nicht nur leisten, es kann es sich nicht leisten, sie nicht zu t\u00e4tigen.\u201c<\/p>\n<p>Die Autoren fordern zudem einen Paradigmenwechsel in der Beschaffung \u2013 weg von detaillierten Vorgaben hin zu Vertr\u00e4gen, die auf Ergebnissen basieren. \u201eDie Frage ist nicht, ob wir investieren, sondern ob wir die Investitionen so ausrichten, dass sie Europas Handlungsf\u00e4higkeit st\u00e4rken und Technologief\u00fchrerschaft sowie industrielle Wertsch\u00f6pfung in Europa verankern\u201c, erkl\u00e4rte der Sicherheitsexperte Lange. <\/p>\n<p>Reuters\/s\u00e4d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00f6nnte sich Europa im Ernstfall auch ohne die USA gegen einen Angriff wehren? 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