{"id":145326,"date":"2026-05-07T14:09:14","date_gmt":"2026-05-07T14:09:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/145326\/"},"modified":"2026-05-07T14:09:14","modified_gmt":"2026-05-07T14:09:14","slug":"amazon-baut-erstmals-in-oberoesterreich-stadt-enns-pocht-auf-klare-regeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/145326\/","title":{"rendered":"Amazon baut erstmals in Ober\u00f6sterreich \u2013 Stadt Enns pocht auf klare Regeln"},"content":{"rendered":"<p> ENNS. Mit dem Spatenstich f\u00fcr das neue Amazon-Verteilzentrum im Ennshafen startet eines der gr\u00f6\u00dften Logistikprojekte der Region. W\u00e4hrend das Unternehmen hunderte Jobs und Investitionen hervorhebt, standen in Enns vor allem Verkehr, Umweltauflagen und die Sorgen der Bev\u00f6lkerung im Mittelpunkt der Verhandlungen. <\/p>\n<p>Im Ennshafen fiel am Donnerstag, 7. Mai, der offizielle Startschuss f\u00fcr das neue Amazon-Verteilzentrum f\u00fcr den Gro\u00dfraum Linz. Rund 70 Millionen Euro investiert das Unternehmen in den Standort, der im Fr\u00fchjahr 2027 in Betrieb gehen soll. Auf rund 6.900 Quadratmetern sollen laut Amazon mehr als 100 direkte Arbeitspl\u00e4tze entstehen, zus\u00e4tzlich mehrere hundert Jobs bei regionalen Lieferpartnern.<\/p>\n<p>Amazon-Manager Jordan Kremnitzer, verantwortlich f\u00fcr die bisherigen f\u00fcnf Verteilzentren in Premst\u00e4tten, Klagenfurt, Wien-Liesing, Wien-Simmering und Gro\u00dfebersdorf, spricht von einem wichtigen Schritt f\u00fcr die Versorgung der Region. \u201eUnsere \u00f6sterreichischen Kunden sch\u00e4tzen unsere schnelle und zuverl\u00e4ssige Lieferung sehr\u201c, sagt er. Mit dem Standort in Enns wolle man den Raum Linz und Umgebung k\u00fcnftig schneller beliefern.<\/p>\n<p>\u201eNie gesagt, dass ich Amazon haben will\u201c<\/p>\n<p data-end=\"1695\" data-start=\"1301\">In Enns selbst verlief die Diskussion allerdings nicht ohne Vorbehalte. B\u00fcrgermeister Christian Deleja-Hotko betont, dass die Stadt das Projekt von Beginn an kritisch begleitet habe. \u201eIch habe nie gesagt, dass ich Amazon haben will\u201c, erkl\u00e4rt er. Die Gespr\u00e4che mit dem Unternehmen seien zwar professionell verlaufen, gleichzeitig habe die Gemeinde aber klare Bedingungen gestellt.<\/p>\n<p>Vor allem die Sorge vor zus\u00e4tzlichem Verkehr habe viele B\u00fcrger besch\u00e4ftigt. \u201eWir haben zum Beginn des ersten Gespr\u00e4chs nicht gewusst, wie gro\u00df wird das, was da passiert\u201c, so Deleja-Hotko. Deshalb sei fr\u00fch festgelegt worden, dass der Lieferverkehr \u2013 abgesehen von direkten Zustellungen \u2013 nicht durch das Stadtgebiet gef\u00fchrt werden soll.<\/p>\n<p>Radweg und \u00d6ffi-Anbindung gefordert<\/p>\n<p>F\u00fcr die Stadt seien au\u00dferdem \u00f6kologische Vorgaben entscheidend gewesen. Amazon errichtet entlang der Mainstra\u00dfe einen Radweg sowie eine neue Bushaltestelle. \u201eWir wollen, dass die Leute, die da arbeiten, mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln kommen k\u00f6nnen\u201c, sagt der B\u00fcrgermeister. Wenn man von einem \u201egr\u00fcnen Standort\u201c spreche, d\u00fcrfe es nicht nur um zus\u00e4tzliche Parkpl\u00e4tze gehen.<\/p>\n<p>Auch Amazon verweist auf das Verkehrskonzept mit sogenannten asynchronen Fahrtzeiten. Lieferfahrzeuge sollen bewusst au\u00dferhalb der Hauptverkehrszeiten unterwegs sein. Zus\u00e4tzlich k\u00fcndigt das Unternehmen Photovoltaik, Fernw\u00e4rme, Regenwassernutzung sowie begr\u00fcnte Dach- und Freifl\u00e4chen an.<\/p>\n<p>Valentin Oswald vom Bauunternehmer Goldbeck Rhomberg betont den nachhaltigen Ansatz beim Bau: \u201eVom energieeffizienten Geb\u00e4udekonzept \u00fcber emissionsarme Materialien bis hin zur Begr\u00fcnung und Regenwassernutzung richten wir jede Entscheidung auf eine m\u00f6glichst ressourcenschonende Wirkung aus.\u201c<\/p>\n<p>Mehrheit im Gemeinderat<\/p>\n<p>Die Verhandlungen seien auch im Gemeinderat intensiv diskutiert worden, berichtet Deleja-Hotko. Letztlich habe es aber eine klare Mehrheit f\u00fcr das Projekt gegeben. In der Bev\u00f6lkerung halte sich die Stimmung inzwischen \u201edie Waage\u201c. Manche s\u00e4hen die Ansiedlung kritisch, andere wiederum positiv \u2013 etwa wegen neuer Arbeitspl\u00e4tze oder schnellerer Lieferungen.<\/p>\n<p>Auch Wirtschaftsvertreter sehen die Ansiedlung als Signal f\u00fcr die Region. Werner Pamminger von der ober\u00f6sterreichischen Standortagentur Business Upper Austria spricht von einem \u201estarken Zeichen\u201c f\u00fcr den Wirtschaftsstandort Ober\u00f6sterreich und neuen Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten im Zentralraum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"ENNS. Mit dem Spatenstich f\u00fcr das neue Amazon-Verteilzentrum im Ennshafen startet eines der gr\u00f6\u00dften Logistikprojekte der Region. 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