{"id":151665,"date":"2026-05-11T06:52:13","date_gmt":"2026-05-11T06:52:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/151665\/"},"modified":"2026-05-11T06:52:13","modified_gmt":"2026-05-11T06:52:13","slug":"britische-kinder-werden-durch-uebergewicht-groesser-wie-weit-ist-fettleibigkeit-in-europa-verbreitet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/151665\/","title":{"rendered":"Britische Kinder werden durch \u00dcbergewicht gr\u00f6\u00dfer: Wie weit ist Fettleibigkeit in Europa verbreitet?"},"content":{"rendered":"<p>Die durchschnittliche K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe von Kindern in Gro\u00dfbritannien ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten gestiegen, wie eine aktuelle Studie zeigt. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr diesen Trend bereiten jedoch Sorge. Der Gr\u00f6\u00dfenzuwachs h\u00e4ngt nicht mit einer besseren Kindergesundheit zusammen. Nach Einsch\u00e4tzung der Forschenden geht er vielmehr Hand in Hand mit zunehmender Fettleibigkeit bei \u00e4rmeren Kindern und wachsenden sozio\u00f6konomischen Ungleichheiten.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Nimmt die Adipositasrate bei Kindern und Jugendlichen im Vereinigten K\u00f6nigreich zu? Welche L\u00e4nder verzeichnen in Europa die h\u00f6chste H\u00e4ufigkeit von Adipositas bei F\u00fcnf- bis Neunzehnj\u00e4hrigen?<\/p>\n<p>Forschende der University of Oxford und des University College London haben festgestellt, dass Kinder in England, Schottland und Wales gr\u00f6\u00dfer werden. <a href=\"https:\/\/jech.bmj.com\/content\/early\/2026\/02\/23\/jech-2025-225029?rss=1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Die Studie (Quelle auf Englisch)<\/a> von Andrew Moscrop und Kolleginnen und Kollegen, ver\u00f6ffentlicht im Journal of Epidemiology &amp; Community Health, stellt fest, dass diese Ergebnisse j\u00fcngsten Medienberichten im Vereinigten K\u00f6nigreich widersprechen.<\/p>\n<p>Die Studie zeigt: Die altersstandardisierte Durchschnittsgr\u00f6\u00dfe elfj\u00e4hriger Jungen in England stieg im Schuljahr 2009\/10 von 145 Zentimetern auf 145,7 Zentimeter im Schuljahr 2019\/20. W\u00e4hrend der COVID-19-Pandemie legte sie im Schuljahr 2020\/21 deutlich auf 146,5 Zentimeter zu, bevor sie 2023\/24 leicht auf 146,4 Zentimeter zur\u00fcckging.<\/p>\n<p>Bei M\u00e4dchen derselben Altersgruppe liegt die Durchschnittsgr\u00f6\u00dfe etwas h\u00f6her, der Trend verl\u00e4uft aber sehr \u00e4hnlich. Sie stieg von 145,8 Zentimetern im Schuljahr 2009\/10 auf 146,6 Zentimeter 2019\/20. In der Pandemie erreichte sie 148 Zentimeter und lag 2023\/24 bei 147,5 Zentimetern.<\/p>\n<p>Mit einer generell besseren Gesundheit von Kindern haben diese Zuw\u00e4chse jedoch nichts zu tun. Der Anstieg der Durchschnittsgr\u00f6\u00dfe h\u00e4ngt laut Studie vielmehr mit wachsender Fettleibigkeit bei \u00e4rmeren Kindern und zunehmenden sozialen Ungleichheiten zusammen.<\/p>\n<p>Die Forschenden betonen, dass Schulschlie\u00dfungen und h\u00e4usliche Einschr\u00e4nkungen w\u00e4hrend der COVID-19-Pandemie die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t stark verringerten. Zugleich verschlechterte sich die Ern\u00e4hrung vieler Kinder in Gro\u00dfbritannien, besonders in sozial benachteiligten Familien. <\/p>\n<p>Die Folge: In \u00e4rmeren Gegenden nimmt die Fettleibigkeit bei Kindern zu. Kinder in diesen Vierteln werden im Schnitt zwar gr\u00f6\u00dfer, doch die Forschenden sehen darin einen Zusammenhang mit den steigenden Adipositasraten.<\/p>\n<p>So stieg etwa die durchschnittliche K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe elfj\u00e4hriger Jungen in den am st\u00e4rksten benachteiligten Regionen Englands zwischen 2009\/10 und 2023\/24 um 1,7 Zentimeter. Im selben Zeitraum wuchs der Anteil \u00fcbergewichtiger oder fettleibiger Kinder dort von 37,7 auf 43,3 Prozent.<\/p>\n<p>Ungleichheiten bei K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe gehen zur\u00fcck<\/p>\n<p>Die Studie zeigt zudem, dass sich die Gr\u00f6\u00dfenunterschiede verringern \u2013 und bei M\u00e4dchen zeitweise sogar umkehren. Bei Jungen schrumpft der Abstand in der K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe zwischen den am st\u00e4rksten und den am wenigsten benachteiligten Dezilen in diesem Zeitraum. Kinder aus den wohlhabendsten Gebieten bleiben im Schnitt jedoch weiterhin gr\u00f6\u00dfer. <\/p>\n<p>Bei M\u00e4dchen ist die Ver\u00e4nderung besonders deutlich. Der Unterschied zwischen armen und wohlhabenden Gegenden war bei ihnen zwar schon immer kleiner als bei Jungen. W\u00e4hrend der Pandemie verschwand diese L\u00fccke jedoch vollst\u00e4ndig \u2013 zeitweise waren M\u00e4dchen aus den \u00e4rmsten Gegenden im Schnitt sogar gr\u00f6\u00dfer als jene aus den reichsten.<\/p>\n<p>Was bedeutet Deprivations-Dezil?<\/p>\n<p>\u201eDeprivation\u201c beschreibt unerf\u00fcllte Bed\u00fcrfnisse von Menschen. Die Forschenden nutzten den Index of Multiple Deprivation, ein offizielles Ma\u00df der Regierung, das Faktoren wie Einkommen, Besch\u00e4ftigung, Bildung, Gesundheit, Kriminalit\u00e4t und Wohnsituation zu einem einzigen Wert f\u00fcr kleine Gebiete zusammenf\u00fchrt. Teilt man diese Werte in zehn gleich gro\u00dfe Gruppen \u2013 Dezile \u2013, lassen sich die \u00e4rmsten und die reichsten zehn Prozent der Nachbarschaften miteinander vergleichen.<\/p>\n<p>Moscrop spricht im Blog der University of Oxford vereinfachend von \u201e\u00e4rmeren\u201c und \u201ereicheren\u201c Gegenden.<\/p>\n<p>\u201eKinder in \u00e4rmeren Gegenden sind mehr ungesunden Imbissangeboten und weniger gesunden Lebensmittelquellen ausgesetzt\u201c, sagt er. <\/p>\n<p>Adipositas bei Kindern wird zum gr\u00f6\u00dferen Problem<\/p>\n<p>Daten der WHO zeigen, dass Fettleibigkeit bei Kindern in Europa seit Jahren kontinuierlich zunimmt.<\/p>\n<p>Die H\u00e4ufigkeit von Adipositas bei F\u00fcnf- bis Neunzehnj\u00e4hrigen in der WHO-Region Europa \u2013 sie umfasst rund 50 L\u00e4nder, darunter Russland, die T\u00fcrkei und mehrere zentralasiatische Staaten \u2013 hat sich von 3,8 Prozent im Jahr 1990 auf 8 Prozent im Jahr 2022 verdoppelt.<\/p>\n<p>Im Vereinigten K\u00f6nigreich fiel der Anstieg noch st\u00e4rker aus: von 4,5 auf 11,3 Prozent im selben Zeitraum. <\/p>\n<p>Im Jahr 2022 verzeichnete das Land damit die h\u00f6chste Rate unter den f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften Europas \u2013 vor Spanien mit 10,5 Prozent, Italien mit 9,6 Prozent und Deutschland mit 8,5 Prozent. Frankreich hatte mit lediglich 4,1 Prozent die niedrigste Quote dieser f\u00fcnf L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Unter den knapp 40 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern in den WHO-Daten wies Ungarn 2022 mit 14,8 Prozent die h\u00f6chste Kinder-Adipositasrate auf, gefolgt von Zypern mit 14,1 Prozent und Finnland mit 12,7 Prozent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die durchschnittliche K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe von Kindern in Gro\u00dfbritannien ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten gestiegen, wie eine aktuelle Studie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":151666,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[76,75,74,5611],"class_list":["post-151665","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-fettleibigkeit"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116554625604147325","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/151665","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=151665"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/151665\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/151666"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=151665"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=151665"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=151665"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}