{"id":153064,"date":"2026-05-11T21:15:15","date_gmt":"2026-05-11T21:15:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/153064\/"},"modified":"2026-05-11T21:15:15","modified_gmt":"2026-05-11T21:15:15","slug":"achtung-die-bayern-kommen-warum-bayerninvest-jetzt-in-oesterreich-angreift","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/153064\/","title":{"rendered":"\u201eAchtung, die Bayern kommen!\u201c \u2013 Warum BayernInvest jetzt in \u00d6sterreich angreift"},"content":{"rendered":"<p>Es ist ein Satz, den man im Asset-Management selten so offen h\u00f6rt: \u201eIch m\u00f6chte zum Kunden gehen und sagen: Schau her, ich habe was Gutes f\u00fcr dich.\u201c Marcus Perschke, Leiter Wholesale bei der BayernInvest und selbst an der bayerisch-tirolerischen Grenze lebend, formuliert damit in aller Klarheit, womit die M\u00fcnchner Boutique jetzt den \u00f6sterreichischen Markt erschlie\u00dfen will: mit einem \u00fcbersichtlichen Kreis von Fixed-Income-Fonds, an die man im eigenen Haus selbst glaubt \u2013 und einer Betreuungsphilosophie, die in Zeiten industrialisierter Mandatsabwicklung zunehmend selten wird.<\/p>\n<p>Vom institutionellen Platzhirsch zum Wholesale-Player \u2013 der lange Anlauf<\/p>\n<p>Die BayernInvest, Asset-Management-Tochter der BayernLB, ist seit rund 35 Jahren im Markt \u2013 historisch gewachsen aus dem institutionellen Gesch\u00e4ft. Mit knapp 100 Milliarden Euro Assets under Management ist die Gesellschaft alles andere als ein Newcomer. Im Publikumsfondsgesch\u00e4ft jedoch trat man lange betont leise auf. Perschke, seit fast drei Jahrzehnten in der Branche, heuerte 2019 an, 2020 begann der Aufbau des Wholesale-Bereichs.<\/p>\n<p>    Der Artikel wird nach der Anzeige fortgesetzt.<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/goldmansachs.zoom.us\/webinar\/register\/WN_lrg6IuFWTGWi7SbxJnMAKg?sc_cid=global~eml~drt~na~inv~wbcst~hier-anmelden~%3c%25=%20rtEvent.ctx.encodedCrmId%20%25%3e#\/registration\" class=\"block v-clickable\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                    <img decoding=\"async\" alt=\"M\u00c3\u00a4rkte im Fokus Q2\/2026\" class=\"block w-full md:w-48 md:h-30 lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/ai27Sw6lOPR8gH7J7SV5Io0hidloVlsBx6rPyxHG.jpg\" \/><br \/>\n                <\/a><\/p>\n<p>                        10.06.2026 10:00<\/p>\n<p>                    60 Min.<\/p>\n<p>                    Christian M\u00fcller-Glissmann<\/p>\n<p>\u201eWir haben vorsichtig in Deutschland angefangen. Unsere Fonds haben teilweise schon einen Track Record bis in die neunziger Jahre zur\u00fcck \u2013 und trotzdem musste viel gemacht werden, um das Publikumsfondsgesch\u00e4ft \u00fcberhaupt richtig aufzusetzen\u201c, schildert Perschke die ersten Jahre. Vertriebsvereinbarungen, Datenanbindungen an Mountain View, WM-Daten &amp; Co, das gesamte Fundament f\u00fcr aktives Wholesale-Gesch\u00e4ft musste erst gelegt werden. Der Ansatz: Erst das Heimatgesch\u00e4ft profitabel machen, dann expandieren. \u201eManche machen es vielleicht anders, wir jedenfalls sehen das als den vern\u00fcnftigen n\u00e4chsten Schritt.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"601\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/327f038dcdd9aa36df5aafd48b4dd962.png\" align=\"left\" class=\"fr-fil fr-dib\" style=\"width: 840px;\"\/>Im Gespr\u00e4ch<\/p>\n<p>Warum \u00d6sterreich \u2013 und warum genau jetzt<\/p>\n<p>F\u00fcr Perschke sind es drei Argumente, die \u00d6sterreich als ersten strategischen Auslandsmarkt f\u00fcr den Wholesale-Vertrieb pr\u00e4destinieren: geographische N\u00e4he, kulturelle Passung \u2013 und harte \u00f6konomische Logik. N\u00fcchtern betrachtet spare man sich als bewusst schlankes Haus \u2013 mit einem gewissen Boutique-Charakter, was den Investmentfokus betrifft \u2013 die \u00dcbersetzung der gesamten Dokumentation. \u201eWir sind von den Assets in den Publikumsfonds her noch nicht an dem Punkt, um englische, franz\u00f6sische, italienische und spanische Factsheets zu erstellen und in all diesen M\u00e4rkten Standorte aufzubauen. \u00d6sterreich hat den Vorteil, dass es mit denselben Dokumenten in derselben Sprache geht.\u201c<\/p>\n<p>Hinzu komme ein kultureller Faktor, den Perschke als wichtige Voraussetzung f\u00fcr ein gutes Wholesale-Gesch\u00e4ft hervorhebt: \u201eEs ist einfach angenehm, mit den \u00d6sterreichern zusammenzuarbeiten. Die Kooperation ist verbindlich, der pers\u00f6nliche Kontakt wird gelebt.\u201c Was nach weichem Faktor klingt, ist im beratungsintensiven Wholesale-Gesch\u00e4ft genau die Voraussetzung daf\u00fcr, dass aus dem Markteintritt tragf\u00e4hige Gesch\u00e4ftsbeziehungen werden.<\/p>\n<p>\u201eEs ist jetzt nur fair, den \u00f6sterreichischen Kunden den entsprechenden Service zu bieten. Alles andere w\u00e4re halbherzig\u201c &#8211;\u00a0Marcus Perschke, Leiter Wholesale BayernInvest<\/p>\n<p>15 Fonds statt Schaufenster-Marketing<\/p>\n<p>Von insgesamt 18 Publikumsfonds sind 15 in \u00d6sterreich zum Vertrieb zugelassen. Abgedeckt werden Euro-Anleihen (Staats- und Unternehmensanleihen), Corporate Bonds, High Yield, Nachranganleihen sowie nachhaltige Fixed-Income-Anlagel\u00f6sungen. Perschke zieht damit bewusst eine Trennlinie zu internationalen H\u00e4usern, die mit einem oder zwei Produkten vorsichtig testen, ob der Markt \u00fcberhaupt hergibt, was man vorher mit schmalem Budget aufgesetzt hat: \u201eRegistrierung kostet Geld und bringt administrativen Aufwand mit sich. Beides leisten wir gern, denn wir sind von unserer Produktpalette \u00fcberzeugt.\u201c<\/p>\n<p>Im Fokus des Vertriebsaufbaus stehen Fondsselektoren bei Banken, Dachfondsmanager und Verm\u00f6gensverwalter \u2013 also exakt jener Teil des Marktes, der das Produkt nach handwerklichen Kriterien pr\u00fcft. Und genau hier sieht Perschke die St\u00e4rke der eigenen Aufstellung: \u201eWenn ich davon nicht \u00fcberzeugt w\u00e4re, w\u00e4re ich nicht hier, um meine Erfahrung und meine Kundenkontakte einzubringen.\u201c<\/p>\n<p>Boutiquen-Charakter mit 100-Milliarden-R\u00fcckgrat<\/p>\n<p>Knapp zwei Milliarden Euro bringt das Publikumsfonds-Gesch\u00e4ft der BayernInvest aktuell auf die Waage. Ein Wert, der f\u00fcr sich genommen den Begriff Boutique rechtfertigt \u2013 ebenso wie der konzentrierte Investmentfokus des Hauses. Doch Perschke und sein Kollege Hakem Saidi-Merella, Leiter Investment Management Global Fixed Income, legen Wert auf die Einordnung ins Gesamthaus: \u201eUnsere Aufstellung insgesamt ist alles andere als Boutique, sondern bringt die Strukturen mit, die es zur Skalierung braucht.\u201c Die Gesellschaft verwalte rund 100 Milliarden Euro, darunter zweistellige Milliardenbetr\u00e4ge f\u00fcr einzelne Institutionelle.\u00a0<\/p>\n<p>Praktisch zahlt sich das unter anderem auf der Beschaffungsseite aus: Als Adresse mit 100 Milliarden wird die BayernInvest beispielsweise bei Neuemissionen im Fixed-Income-Bereich regelm\u00e4\u00dfig angesprochen, bekommt Zuteilungen, die kleinere H\u00e4user nicht erhalten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"601\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/47fef0042df15727086153ae036c9329.png\" class=\"fr-fil fr-dib\" style=\"width: 840px;\"\/><\/p>\n<p>Flaggschiffe: Renten Europa, Renten Global Opportunities, Reserve Euro<\/p>\n<p>Drei Produkte stehen im Zentrum der Wholesale-Offensive. Der mit f\u00fcnf Morningstar-Sternen ausgezeichnete Renten Europa kann seit Auflage 2006 gegen Euro-Staatsanleihen als Vergleichsindex eine j\u00e4hrliche Outperformance von rund 200 Basispunkten nach Kosten vorweisen \u2013 auf Zehnjahressicht sind es laut Saidi-Merella sogar 350 Basispunkte p. a. Der Global Bond Opportunities hebt die Strategie auf eine globale Ebene und nimmt aktiv W\u00e4hrungs- und Durations-Wetten in die Hand. Der Reserve EUR Bond zielt auf das Segment zwischen Geldmarkt und Renten-Kurzl\u00e4ufern und verspricht laut Perschke eine Mehrrendite von rund 100 Basispunkten pro Jahr gegen\u00fcber Geldmarktfonds \u2013 bei Verwaltungsgeb\u00fchren, die in der institutionellen bei neun, in der Retail-Tranche bei 25 Basispunkten liegen.<\/p>\n<p>Preisvorteil als Nebeneffekt der Jugend<\/p>\n<p>Dass die Kostenstrukturen schlank kalkuliert sind, hat laut Perschke einen strukturellen Grund: \u201eWer vergleichsweise frisch am Wholesale-Markt ist, hat weniger hochmargige Produkte, bei denen es vielleicht weh tut, Geb\u00fchren proaktiv zu senken. Wenn man frisch in den Wettbewerb startet, kann man direkt mit schlanker Kalkulation reingehen.\u201c Der Wettbewerbsvorteil der kurzen Wege wird dabei offensiv gegen etablierte H\u00e4user ausgespielt. Perschke sieht Fonds-Giganten aus den USA und UK als ausdr\u00fcckliche Referenzen f\u00fcr aktives Fixed-Income-Management, an denen man sich messen lassen m\u00fcsse: \u201eDa m\u00fcssen wir uns mit unseren Performances aber \u00fcberhaupt nicht verstecken.\u201c<\/p>\n<p>Die Botschaft an den \u00f6sterreichischen Markt<\/p>\n<p>Der Markteintritt f\u00e4llt in eine Phase, in der Renten nach Jahren als Orchideenthema wieder Kernbestandteil jeder seri\u00f6sen Portfolio-Allokation werden. Genau diese R\u00fcckkehr des Fixed-Income-Gedankens will Perschke auch in den K\u00f6pfen der \u00f6sterreichischen Selektoren wachhalten: \u201eDiversifikation ist und bleibt wichtig. In dieser Hinsicht haben Anleihen zuletzt wieder eindr\u00fccklich gezeigt, welchen Wertbeitrag sie im Rahmen der Asset-Allokation leisten k\u00f6nnen \u2013 speziell im Zusammenhang mit aktivem Portfoliomanagement. Schlie\u00dflich ist der Anleihenmarkt immer noch der gr\u00f6\u00dfte Anlagemarkt der Welt.\u201c<\/p>\n<p>Das kommt mit Ansage. Und mit bayerisch-\u00f6sterreichischer Handschlagqualit\u00e4t. Die Alpenrepublik wird in den kommenden Monaten sehr genau beobachten, ob der Anbieter aus M\u00fcnchen halten kann, was Perschke in Wien versprochen hat. Der Track Record der Produkte jedenfalls redet eine deutliche Sprache \u2013 und das Selbstbewusstsein, mit dem die BayernInvest jetzt antritt, unterscheidet sich merklich vom halbherzigen Testballon, den internationale H\u00e4user gern als Markteintritt verkaufen.<\/p>\n<p>AUF EINEN BLICK: BAYERNINVEST IN \u00d6STERREICH<\/p>\n<p>Gegr\u00fcndet vor ca. 35 Jahren, Tochter der BayernLB, Sitz M\u00fcnchen mit Standort LuxemburgAssets under Management: rund 100 Mrd. Euro (gesamt) \/ ca. 2 Mrd. Euro (Publikumsfonds)18 Publikumsfonds, davon 15 in \u00d6sterreich zum Vertrieb zugelassenFokus-Segmente: Euro-Staats- und Unternehmensanleihen, Corporate Bonds, High Yield, Nachrang, nachhaltige Fixed-Income-L\u00f6sungenFlaggschiffe: Renten Europa (5 Sterne Morningstar), Global Bond Opportunities, Reserve EUR BondZielgruppe in \u00d6sterreich: Fondsselektoren in Banken, Dachfondsmanager, Verm\u00f6gensverwalterAnsprechpartner Wholesale \u00d6sterreich: Marcus Perschke, Oliver Gersten<\/p>\n<p class=\"underline\">Weitere beliebte Meldungen:<\/p>\n<p>\n                        Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine R\u00fcckschl\u00fcsse auf die zuk\u00fcnftige Entwicklung<br \/>\n                        eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder<br \/>\n                        Wertpapieren k\u00f6nnen steigen oder fallen. Anleger k\u00f6nnen gegebenenfalls nur weniger als das<br \/>\n                        investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch W\u00e4hrungsschwankungen k\u00f6nnen das Investment<br \/>\n                        beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften f\u00fcr Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011<br \/>\n                        \u00a7128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repr\u00e4sentieren keine Empfehlungen f\u00fcr den<br \/>\n                        Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Verm\u00f6gensgegenst\u00e4nden. Die<br \/>\n                        Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgf\u00e4ltig erstellt.<br \/>\n                        Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. 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