{"id":153138,"date":"2026-05-11T22:14:34","date_gmt":"2026-05-11T22:14:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/153138\/"},"modified":"2026-05-11T22:14:34","modified_gmt":"2026-05-11T22:14:34","slug":"tiroler-mini-labor-startet-mit-spacex-rakete-zur-iss-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/153138\/","title":{"rendered":"Tiroler Mini-Labor startet mit SpaceX-Rakete zur ISS"},"content":{"rendered":"<p>\n        Ein Tiroler Mini-Labor des Austrian Drug Screening Institute (ADSI) wird in der Nacht auf Mittwoch in einer SpaceX-Rakete zur Internationalen Raumstation ISS in den Weltraum starten. Damit w\u00fcrden erstmals pflanzenbasierte Wirkstoffe und Gewebeproben f\u00fcr die Zellforschung in den Orbit gebracht, betonte ADSI-Mitgr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer G\u00fcnther Bonn am Montag. Der Chemiker erkl\u00e4rte, dass man bereits im Herbst neue Erkenntnisse zur Frauenerkrankung Endometriose erwarte.\n      <\/p>\n<p>\n        11. 05. 2026,  14:45\u00a0Uhr<br \/>\n        Lesedauer:         1 Minute<\/p>\n<p>Das Forschungsprojekt wolle jedenfalls mithilfe von Endometriose-Gewebeproben sowie ausgew\u00e4hlten pflanzenbasierten Wirkstoffen &#8211; sogenannten Phytoextrakten &#8211; unter Weltraumbedingungen neue Einblicke in die Entstehung und den Verlauf der weit verbreiteten Frauenkrankheit gewinnen. Anhand identischer Experimente auf der Erde sollen m\u00f6gliche Differenzen festgestellt werden, erkl\u00e4rte der in Innsbruck geborene Top-Wissenschafter bei einem Pressetermin in der Tiroler Landeshauptstadt.<\/p>\n<p>Die Versuche auf der Erde w\u00fcrden parallel dazu sowie in Laboren der Universit\u00e4t Innsbruck und der ebenfalls am Projekt beteiligten Universit\u00e4t Neapel Federico II. durchgef\u00fchrt werden. Sobald die Weltraum-Proben wieder zur\u00fcck auf der Erde seien, sollen sie mit den Boden-Proben verglichen werden.<\/p>\n<p>Erstmals Weltraumforschung an Phytoextrakten<\/p>\n<p>Erstmals k\u00f6nnte die Wirkung ausgew\u00e4hlter Pflanzenextrakte auf Endometriose-Zellsysteme unter schwerelosen Bedingungen im Weltraum untersucht werden, sagte Bonn. Das dreidimensionale Umfeld auf der ISS habe gro\u00dfe \u00c4hnlichkeit mit dem menschlichen K\u00f6rper und f\u00fchre zu realistischeren Bedingungen als jene in der Petrischale, erkl\u00e4rte der Tiroler. Dadurch erhoffe man sich auch bessere Daten f\u00fcr die weitere Forschung.<\/p>\n<p>&#8222;Das ist auch der Grund, warum in Zukunft und auch jetzt schon gro\u00dfe Pharmafirmen da oben Entwicklungen durchf\u00fchren wollen&#8220;, betonte der Experte. Im besten Fall w\u00fcrden sich die Ergebnisse auf der ISS nicht von jenen in den Laboren in Innsbruck und Neapel unterscheiden, erkl\u00e4rte der Chemiker.<\/p>\n<p>Start wetter- und technikabh\u00e4ngig<\/p>\n<p>Der Start sei indes f\u00fcr 13. Mai um 1.16 Uhr mitteleurop\u00e4ischer Zeit geplant. Die Proben seien bereits in die USA gebracht worden und sollten Montagabend in eine Dragon-Kapsel integriert werden, berichtete Bonn. Der Transport erfolge \u00fcber das Unternehmen Space Factory in Neapel, NASA-Strukturen und schlussendlich durch das von Elon Musk gef\u00fchrte Unternehmen SpaceX. Bonn wies zudem darauf hin, dass Raketenstarts vor allem wetter- und technikabh\u00e4ngig seien und sich daher kurzfristig verschieben k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die Versuche sollten indes mehrere Wochen lang laufen. Ein Teil der Daten &#8211; etwa 30 Prozent &#8211; k\u00f6nne direkt \u00fcbermittelt werden, den Rest wollten die Forscher nach der R\u00fcckkehr der Proben auswerten. Bonn rechne sp\u00e4testens im Sp\u00e4therbst mit ersten Ergebnissen. Der Tiroler erkl\u00e4rte, dass die Proben voraussichtlich Ende Juni zur Erde zur\u00fcckkehren sollten.<\/p>\n<p>Erkrankung oft sp\u00e4t diagnostiziert<\/p>\n<p>Endometriose betreffe weltweit rund 200 Millionen Frauen, sagte er. Die chronische Erkrankung werde zudem h\u00e4ufig erst nach mehreren Jahren erkannt. Betroffene w\u00fcrden unter starken Schmerzen leiden und bei einem Teil der Patientinnen seien zudem Fruchtbarkeitsprobleme die Folge, erkl\u00e4rte der Wissenschafter. Dar\u00fcber hinaus seien auch die Diagnose schwierig und therapeutische M\u00f6glichkeiten begrenzt.<\/p>\n<p>Derzeit forsche das ADSI, eine Ausgr\u00fcndung der Universit\u00e4t Innsbruck und unter der Schirmherrschaft der \u00d6sterreichischen Akademie der Wissenschaften (\u00d6AW), jedenfalls an einem Medikament gegen die Unterleibserkrankung. Das Krebsforschungsinstitut wolle ein rein pflanzliches Mittel f\u00fcr die als unheilbar geltende Krankheit herstellen, berichtete Bonn. Finanziert werde das Institut indes von der Industrie, vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie vom Land Tirol.<\/p>\n<p>(Quelle: APA)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Tiroler Mini-Labor des Austrian Drug Screening Institute (ADSI) wird in der Nacht auf Mittwoch in einer SpaceX-Rakete&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":153139,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[46,42,44,97,96,101,98,100,99],"class_list":{"0":"post-153138","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-oesterreich","11":"tag-science","12":"tag-science-technology","13":"tag-technik","14":"tag-technology","15":"tag-wissenschaft","16":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116558250955477325","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153138","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=153138"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153138\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/153139"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=153138"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=153138"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=153138"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}