{"id":15463,"date":"2026-02-26T23:35:07","date_gmt":"2026-02-26T23:35:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/15463\/"},"modified":"2026-02-26T23:35:07","modified_gmt":"2026-02-26T23:35:07","slug":"finanznachrichten-boersen-news-boerse-express-53","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/15463\/","title":{"rendered":"Finanznachrichten &#038; B\u00f6rsen-News | B\u00f6rse Express"},"content":{"rendered":"<p>\n                                        Trotz \u00fcberragender Quartalszahlen bleibt die Versorgungslage f\u00fcr Nvidias Halbleiter angespannt, was auch die Gaming-Sparte belastet. Die B\u00f6rse reagierte dennoch verhalten auf die Ergebnisse.\n                                    <\/p>\n<p>Der KI-Chip-Gigant Nvidia sieht sich trotz Rekordwachstum mit anhaltenden Lieferengp\u00e4ssen konfrontiert. Finanzchefin Colette Kress warnte am Mittwoch in der Quartalskonferenz, dass die Versorgungslage noch mindestens einige Quartale angespannt bleiben werde. \u201eSo sehr wir uns auch mehr Angebot w\u00fcnschen w\u00fcrden \u2013 wir gehen davon aus, dass es f\u00fcr ein paar Quartale sehr knapp bleiben wird&#8220;, so Kress. Eine Entspannung sei fr\u00fchestens zum Jahresende m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die Ursache liegt in der rasanten Expansion des KI-Sektors. Der Wettlauf um k\u00fcnstliche Intelligenz hat die Nachfrage nach Speicherchips explodieren lassen, w\u00e4hrend Hersteller ihre Produktion auf margenst\u00e4rkere Rechenzentrum-Chips konzentrieren. Die Folge: Verbraucherelektronik und Gaming-Hardware bleiben auf der Strecke.<\/p>\n<p>Gaming-Sparte unter Druck<\/p>\n<p>Besonders Nvidias Gaming-Gesch\u00e4ft bekommt die Lieferengp\u00e4sse zu sp\u00fcren. Das Unternehmen rechnet trotz starker Nachfrage mit Belastungen im laufenden und den kommenden Quartalen. Die Konsequenzen sind branchenweit sp\u00fcrbar: Nvidia-Chips stecken nicht nur in Gaming-PCs, sondern auch in der Nintendo Switch. Sony PlayStation und Microsoft Xbox setzen zwar auf AMD-Hardware, doch die gesamte Konsolenbranche leidet unter \u00e4hnlichen Engp\u00e4ssen.<\/p>\n<p>Das Marktforschungsunternehmen TrendForce prognostizierte im Dezember 2025 f\u00fcr das Jahr 2026 einen R\u00fcckgang des Konsolenmarkts um 4,4 Prozent \u2013 eine Versch\u00e4rfung gegen\u00fcber der fr\u00fcheren Sch\u00e4tzung von minus 3,5 Prozent.<\/p>\n<p>Starke Zahlen, schwache Reaktion<\/p>\n<p>Am Donnerstag pr\u00e4sentierte Nvidia Quartalszahlen, die die Erwartungen erneut \u00fcbertrafen. Der Konzern meldete ein Umsatzwachstum von 73 Prozent im Jahresvergleich und erwartet f\u00fcr das laufende Quartal eine \u00e4hnliche Dynamik. Die Erl\u00f6se des vierten Quartals im Gesch\u00e4ftsjahr 2026 erreichten 68,0 Milliarden Dollar \u2013 knapp 2,0 Milliarden \u00fcber den Konsenssch\u00e4tzungen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,62 Dollar und \u00fcbertraf die Prognosen um 8 Cent. Besonders bemerkenswert: Die Umsatzprognose von 78,0 Milliarden Dollar f\u00fcr das erste Quartal \u00fcberraschte selbst optimistische Investoren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.boerse-express.com\/lp\/einzel-analyse\/?source=Boerse-Express&amp;blog=Boerse-Express&amp;further_tracking=BE_Internal_Article&amp;adref=Source_Boerse-Express%3ABlog_Boerse-Express%3AFurther_tracking_BE_Internal_Article%3ABEXPID_870159%3AEx-Article-ID_730647&amp;trk=BE_Einzel_Analyse_Mitte&amp;isin=US67066G1040&amp;aktienname=Nvidia&amp;author_id=30202\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color:#2892d0;\" target=\"_blank\">Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nvidia?<\/a><\/p>\n<p>Doch die B\u00f6rse reagierte verhalten. Die Aktie verlor am Donnerstag 5,1 Prozent, nachdem sie im vorb\u00f6rslichen Handel noch leicht zugelegt hatte. Der Nasdaq 100 rutschte um 1,5 Prozent ab, der S&amp;P 500 gab 0,8 Prozent nach. Auch andere Halbleiterwerte wie Broadcom, Intel, Applied Materials und Lam Research b\u00fc\u00dften zwischen 3,1 und 5,8 Prozent ein.<\/p>\n<p>Anleger fragen nach der Nachhaltigkeit<\/p>\n<p>Goldman Sachs identifizierte mehrere Gr\u00fcnde f\u00fcr die paradoxe Kursentwicklung. Neben klassischen &#8222;Sell-the-News&#8220;-Dynamiken und Gewinnmitnahmen nach mehreren starken Quartalen sorgen vor allem Zweifel an der Nachhaltigkeit der KI-Investitionen f\u00fcr Zur\u00fcckhaltung. Marktstratege Stephen Innes von SPI Asset Management brachte es auf den Punkt: \u201eEs reicht inzwischen nicht mehr, die Erwartungen zu \u00fcbertreffen. Der KI-Zyklus ist bereits so weit fortgeschritten, dass sich Anleger zunehmend fragen, wie lange es noch so rasant weitergehen wird.&#8220;<\/p>\n<p>Jochen Stanzl von der Consorsbank verwies auf die Kehrseite der Medaille: \u201eWenn der KI-Ausbau schneller verl\u00e4uft als gedacht, ist auch die Wahrscheinlichkeit gr\u00f6\u00dfer, dass dies ebenso f\u00fcr die KI-Disruption gilt.&#8220;<\/p>\n<p>Analysten erwarten f\u00fcr 2026 Investitionsausgaben der Hyperscaler von 667,0 Milliarden Dollar \u2013 ein Anstieg von 62 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr, jedoch eine Verlangsamung gegen\u00fcber den 73 Prozent Wachstum in 2025. Goldman Sachs rechnet zwar mit weiteren Aufw\u00e4rtsrevisionen der Sch\u00e4tzungen, doch der Peak des Ausgabenwachstums d\u00fcrfte noch in diesem Jahr erreicht werden.<\/p>\n<p>Analystenstimmen bleiben optimistisch<\/p>\n<p>Trotz der ged\u00e4mpften Marktstimmung halten die meisten Analysten an positiven Einsch\u00e4tzungen fest. RBC Capital bekr\u00e4ftigte das \u201eOutperform&#8220;-Rating mit einem Kursziel von 250,00 Dollar. Die Investmentbank zeigte sich \u00fcberrascht von der negativen Kursreaktion und betonte, dass sie keine KI-Blase sehe. Der intensive Wettbewerb der Hyperscaler um KI-F\u00fchrerschaft spreche dagegen, ebenso wie das Fehlen von Anzeichen f\u00fcr GPU-\u00dcberkapazit\u00e4ten und die anhaltenden Lieferengp\u00e4sse.<\/p>\n<p>UBS wiederholte ebenfalls das \u201eKaufen&#8220;-Rating und verwies auf einen Auftragsbestand, der sich mittlerweile bis ins Jahr 2027 erstreckt. TD Cowen und Cantor Fitzgerald \u00e4u\u00dferten sich \u00e4hnlich positiv, wobei Cantor mit einem Kursziel von 300,00 Dollar besonders bullish bleibt. Stifel setzt auf 250,00 Dollar und f\u00fchrt vor allem die erfolgreiche Blackwell-Produkteinf\u00fchrung und die St\u00e4rke im Netzwerkgesch\u00e4ft als Argumente an.<\/p>\n<p>Mit einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verh\u00e4ltnis von 45,81 und einem PEG-Ratio von 0,8 erscheint die Aktie laut InvestingPro-Analysen im Verh\u00e4ltnis zu ihren Wachstumsaussichten unterbewertet. Elf Analysten haben ihre Gewinnsch\u00e4tzungen f\u00fcr den kommenden Zeitraum nach oben revidiert.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom:1em;\">Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 26. Februar liefert die Antwort:<\/p>\n<p style=\"margin-bottom:1em;\">Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf f\u00fcr Nvidia-Aktion\u00e4re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. 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