{"id":155647,"date":"2026-05-13T07:08:09","date_gmt":"2026-05-13T07:08:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/155647\/"},"modified":"2026-05-13T07:08:09","modified_gmt":"2026-05-13T07:08:09","slug":"forschung-in-goettingen-gen-schere-soll-seltene-herzkrankheit-heilen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/155647\/","title":{"rendered":"Forschung in G\u00f6ttingen: Gen-Schere soll seltene Herzkrankheit heilen"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/noonan-syndrom-102.webp\" alt=\"Ein Forscher schaut durch ein Mikroskop. Dahinter zeigt ein Bildschirm Zellen.\" title=\"Ein Forscher schaut durch ein Mikroskop. Dahinter zeigt ein Bildschirm Zellen. | NDR\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Forschung in G\u00f6ttingen: Gen-Schere soll seltene Herzkrankheit heilen (2 Min)<\/p>\n<p>\n                Stand: 13.05.2026 08:09 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Forschende an der Universit\u00e4tsmedizin G\u00f6ttingen untersuchen ein spezielles Verfahren zur Behandlung von Gen-Defekten: die Gen-Schere. Damit soll zum Beispiel das Noonan-Syndrom behandelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Theresa M\u00f6ckel<\/p>\n<p class=\"\">Forschungsleiter Lukas Cyganek will den defekten Baustein in der DNA von Patienten mit Noonan-Syndrom korrigieren. Der Gen-Defekt ist unter anderem f\u00fcr Herzerkrankungen verantwortlich und soll mit einer sogenannten Gen-Schere behandelt werden. Dazu forscht er in der Stem Cell Unit der Universit\u00e4tsmedizin G\u00f6ttingen seit mittlerweile zehn Jahren. Nun wird das Projekt mit rund einer Million Euro durch das Land Niedersachsen und die VolkswagenStiftung gef\u00f6rdert. Das erm\u00f6gliche die Gen-Schere zur Behandlung des Gen-Defekts zu testen. Die ersten Patienten, die ihm f\u00fcr die Forschung Hautzellen gespendet haben, waren Timur und Leander Kittler. Die beiden Br\u00fcder sind am Noonan-Syndrom erkrankt und kommen mit ihren Eltern f\u00fcr regelm\u00e4\u00dfige Kontrollen in die Kinderkardiologie der Klinik.<\/p>\n<p>    Diagnose: Noonan-Syndrom<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/noonan-syndrom-100.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/noonan-syndrom-100.webp\" alt=\"Eltern und ihre S\u00f6hne beim Aufnahmegespr\u00e4ch mit einem Arzt.\" title=\"Denis Kittler und seine beiden S\u00f6hne beim Aufnahmegespr\u00e4ch in der Kinderkardiologie. | NDR\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Denis Kittler und seine beiden S\u00f6hne beim Aufnahmegespr\u00e4ch in der Kinderkardiologie.<\/p>\n<p class=\"\">Timur war drei Jahre alt, als die Diagnose kam, bei seinem Bruder wurde sie direkt nach der Geburt diagnostiziert. Beide tragen aufgrund von Herzrhythmusst\u00f6rungen, die der Gen-Defekt verursacht, Defibrillatoren. &#8222;Im Alltag bedeutet es f\u00fcr uns schon Einschr\u00e4nkungen. Wir m\u00fcssen uns organisieren. Wir m\u00fcssen schauen, dass wir Therapien organisieren, Therapien wahrnehmen,&#8220; erz\u00e4hlt Vater Denis Kittler. Die regelm\u00e4\u00dfigen Kontrollen des Defibrillators nerven die beiden Br\u00fcder, die mittlerweile 10 und 13 Jahre alt sind ein bisschen, erz\u00e4hlen sie.<\/p>\n<p>                Was ist das Noonan-Syndrom?<\/p>\n<p>Das Noonan-Syndrom ist eine genetische Erkrankung. Sie zeigt sich in verschiedenen Herzerkrankungen wie zum Beispiel Herzrhythmusst\u00f6rungen oder einem verdickten Herzmuskel, der die Pumpfunktion des Herzens beeintr\u00e4chtigen kann. Au\u00dferdem k\u00f6nnen Wachstums- und Entwicklungsst\u00f6rungen bei Patientinnen und Patienten auftreten. Kinderkardiologe Ulrich Krause von der Universit\u00e4tsmedizin G\u00f6ttingen sch\u00e4tzt, dass der Defekt mit einer H\u00e4ufigkeit von 1:500 bis 1:2.500 auftritt.<\/p>\n<p>    Forschung gibt Hoffnung<\/p>\n<p class=\"\">Trotzdem versucht die Familie, positiv zu bleiben. Die Spende der Hautzellen f\u00fcr die Forschung schaffe Hoffnung, dass es irgendwann eine Therapie f\u00fcr das Noonan-Syndrom geben k\u00f6nnte, sagt Kittler. Auch Kinderkardiologe Ulrich Krause h\u00e4lt den Forschungsansatz f\u00fcr enorm wichtig. &#8222;Denn wir m\u00fcssen immer daran denken, wenn wir mit Medikamenten das Auftreten von Herzrhythmusst\u00f6rungen behandeln, behandeln wir nur ein Symptom. Wir behandeln nicht die Ursache. Medikamente haben Nebenwirkungen und Medikamente lassen auch kein hundertprozentiges Erfolgsergebnis erwarten,&#8220; sagt der Kardiologe.<\/p>\n<p>    Den Gen-Defekt verstehen<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/noonansyndrom-102.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/noonansyndrom-102.webp\" alt=\"Eine Forscherin sitzt mit einer Pipette und Kaftan im Labor.\" title=\"Im Labor kann das Forschungsteam aus Stammzellen Herzmuskelzellen herstellen. | NDR\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Im Labor kann das Forschungsteam aus Stammzellen Herzmuskelzellen herstellen.<\/p>\n<p class=\"\">Aus den Hautzellen von betroffenen Patienten k\u00f6nnen Lukas Cyganek und sein Team sogenannte induzierte pluripotente Stammzellen herstellen. Diese Stammzellen k\u00f6nnen dann in jeden beliebigen Zelltyp gewandelt werden, zum Beispiel in Herzmuskelzellen. Diese sind f\u00fcr die Behandlung der Herzerkrankungen des Noonan-Syndroms entscheidend. Zun\u00e4chst h\u00e4tten die Forschenden den Gen-Defekt aber verstehen m\u00fcssen, erkl\u00e4rt Cyganek. F\u00fcr jeden Patient m\u00fcsse herausgefunden werden, welches Gen genau verantwortlich ist, um eine pr\u00e4zise Genschere erzeugen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>    So funktioniert die Gen-Schere<\/p>\n<p class=\"\">&#8222;Man passt diese Gen-Scheren erstmal pr\u00e4zise auf die Gen-Mutationen der Kinder an, designt sie am Computer und transportiert sie dann in die Herzmuskelzellen&#8220;, erkl\u00e4rt Cyganek. Diese verschiedenen Varianten, werden dann darauf getestet, welche am sichersten und effizientesten ist. Die Schere schneide dann das genetische Material und k\u00f6nne damit die Zellen heilen. Da die Gen-Schere das DNA-Material ver\u00e4ndert, gebe es auch Bedenken, erkl\u00e4rt er. Das Risiko werde im Labor streng \u00fcberwacht, um abzusichern, dass nur die erkrankte Genvariante korrigiert wird. Bis das Verfahren bei Patienten angewendet werden kann, soll es aber noch dauern.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/ekg164.webp\" alt=\"Ein rotes Herz vor einem EKG.\" title=\"Ein rotes Herz vor einem EKG. | picture alliance, picture alliance \/ Zoonar | Zoya Fedorova\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Tachykardie ist ein h\u00e4ufig auftretendes Symptom. Die Ursachen f\u00fcr das Herzrasen m\u00fcssen unbedingt abgekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/herzschrittmacher-112.webp\" alt=\"Eine \u00c4rztin untersucht ein Baby dessen Hand von seiner Mutter gehalten wird.\" title=\"Eine \u00c4rztin untersucht ein Baby dessen Hand von seiner Mutter gehalten wird. | NDR \/ Theresa M\u00f6ckel\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\u00c4rzte der Universit\u00e4tsmedizin G\u00f6ttingen pr\u00fcfen den speziell angefertigte Mini-Herzschrittmacher des Babys regelm\u00e4\u00dfig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Forschung in G\u00f6ttingen: Gen-Schere soll seltene Herzkrankheit heilen (2 Min) Stand: 13.05.2026 08:09 Uhr Forschende an der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":155648,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[46,42,610,50067,124,26875,123,18338,39955,50066,44,26205],"class_list":{"0":"post-155647","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-forschung","11":"tag-genschere","12":"tag-gesundheit","13":"tag-goettingen","14":"tag-health","15":"tag-herzerkrankung","16":"tag-medizinische-forschung","17":"tag-noonan-syndrom","18":"tag-oesterreich","19":"tag-universitaetsmedizin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116566013288949413","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/155647","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=155647"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/155647\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/155648"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=155647"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=155647"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=155647"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}