{"id":156870,"date":"2026-05-13T20:48:19","date_gmt":"2026-05-13T20:48:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/156870\/"},"modified":"2026-05-13T20:48:19","modified_gmt":"2026-05-13T20:48:19","slug":"usa-liefern-kuenftig-zwei-drittel-von-europas-lng-importen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/156870\/","title":{"rendered":"USA liefern k\u00fcnftig zwei Drittel von Europas LNG-Importen"},"content":{"rendered":"<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            13\/05\/2026 &#8211; 15:46 MESZ\n            <\/p>\n<p>Europa d\u00fcrfte im kommenden Jahr noch st\u00e4rker auf verfl\u00fcssigtes Erdgas aus den USA angewiesen sein. Darauf weist eine neue Analyse des Thinktanks IEEFA hin, die am Mittwoch ver\u00f6ffentlicht wurde. Die EU treibt zugleich den Ausstieg aus Importen fossiler Brennstoffe aus Russland voran.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Dem Bericht zufolge k\u00f6nnten die USA 2026 fast zwei Drittel der europ\u00e4ischen LNG-Einfuhren liefern. Damit w\u00fcrden sie ihre dominierende Rolle auf dem Gasmarkt des Kontinents weiter festigen, seit Russlands Invasion in der Ukraine und der Iran-Krieg die globalen Energiestr\u00f6me verschoben haben.<\/p>\n<p>Nach Angaben der IEEFA standen die USA 2025 bereits f\u00fcr 57 Prozent der europ\u00e4ischen LNG-Importe. Das ist ein deutlicher Sprung gegen\u00fcber der Zeit vor dem Krieg.<\/p>\n<p>Die Organisation warnt, dass dieser Anteil in den kommenden Jahren weiter steigen k\u00f6nnte, falls sich die aktuellen Importtrends fortsetzen und zus\u00e4tzliche langfristige Liefervertr\u00e4ge in Kraft treten.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse erscheinen vor dem Hintergrund, dass die meisten europ\u00e4ischen Regierungen im Rahmen der REPowerEU-Strategie der EU-Kommission russische Gasimporte bis 2027 vollst\u00e4ndig stoppen wollen.<\/p>\n<p>Seit 2022 haben die EU-Staaten ihre LNG-Eink\u00e4ufe stark ausgeweitet, vor allem in den USA, um den R\u00fcckgang der russischen Pipeline-Lieferungen auszugleichen.<\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung der IEEFA hat dieser Schwenk die kurzfristige Energiesicherheit Europas verbessert, zugleich aber ein wachsendes Klumpenrisiko geschaffen.<\/p>\n<p>Der Thinktank warnt, Europa k\u00f6nne die Abh\u00e4ngigkeit von russischem Gas nur gegen eine starke Abh\u00e4ngigkeit von einem anderen einzelnen Lieferanten eintauschen \u2013 und sich damit neuen politischen und marktbedingten Risiken aussetzen.<\/p>\n<p>Gasnachfrage sinkt \u2013 LNG-Importe und Investitionen steigen<\/p>\n<p>Im Bericht hei\u00dft es, LNG-Lieferungen aus den USA seien in der Regel teurer als Pipeline-Gas, wegen der Kosten f\u00fcr Verfl\u00fcssigung, Transport und Wiederverdampfung.<\/p>\n<p>IEEFA sch\u00e4tzt, dass die EU-Staaten zwischen Anfang 2022 und Mitte 2025 rund 117 Milliarden Euro f\u00fcr LNG-Einfuhren aus den USA ausgegeben haben.<\/p>\n<p>Mehrere europ\u00e4ische Politikerinnen, Politiker und Aufsichtsbeh\u00f6rden haben schon fr\u00fcher vor einer zu starken Abh\u00e4ngigkeit von importiertem LNG gewarnt.<\/p>\n<p>Zu Jahresbeginn mahnte die Exekutiv-Vizepr\u00e4sidentin der EU-Kommission, Teresa Ribera, der Staatenbund solle eine Energieabh\u00e4ngigkeit nicht einfach durch eine andere ersetzen, sondern Investitionen in erneuerbare Energien und Elektrifizierung deutlich beschleunigen.<\/p>\n<p>Auch die Agentur der Europ\u00e4ischen Union f\u00fcr die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbeh\u00f6rden sieht Risiken durch die zunehmende B\u00fcndelung der Lieferstr\u00f6me, die mit der wachsenden Rolle von US-LNG auf dem europ\u00e4ischen Markt verbunden ist.<\/p>\n<p>Der Anstieg der LNG-Importe erfolgt, obwohl der Gasverbrauch in Europa in den vergangenen Jahren insgesamt zur\u00fcckgegangen ist.<\/p>\n<p>Hohe Preise nach der Energiekrise, eine schw\u00e4chere Industrie, Sparma\u00dfnahmen beim Energieverbrauch und der schnellere Ausbau erneuerbarer Energien haben die Nachfrage ged\u00e4mpft.<\/p>\n<p>IEEFA-Daten zeigen, dass die LNG-Importe Europas 2024 zur\u00fcckgingen, weil der Gasverbrauch auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt fiel. 2025 legten die Importe jedoch wieder zu \u2013 wegen k\u00e4lterer Witterung und staatlicher Bem\u00fchungen, die Speicher aufzuf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig bauen mehrere EU-L\u00e4nder ihre LNG-Importinfrastruktur weiter aus.<\/p>\n<p>Deutschland, das zuvor stark von russischem Pipeline-Gas abhing, hat in kurzer Zeit schwimmende LNG-Terminals aufgebaut und sich zu einem der gr\u00f6\u00dften Abnehmer von US-LNG in Europa entwickelt.<\/p>\n<p>Analystinnen und Analysten stellen zudem die Frage, ob Europa mit dem Ausbau seiner LNG-Terminals ein \u00dcberangebot an Importkapazit\u00e4ten riskiert. Denn im Zuge der Energiewende d\u00fcrfte die Gasnachfrage in den kommenden Jahren weiter sinken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 13\/05\/2026 &#8211; 15:46 MESZ Europa d\u00fcrfte im kommenden Jahr noch st\u00e4rker auf verfl\u00fcssigtes Erdgas aus&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":156871,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[2875,11837,50324,76,21719,75,74,10181,11838],"class_list":{"0":"post-156870","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-energie","9":"tag-energiekrise-europa","10":"tag-erdgas-import","11":"tag-eu","12":"tag-eu-usa","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-iran-krieg","16":"tag-lng"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116569237668304772","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/156870","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=156870"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/156870\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/156871"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=156870"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=156870"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=156870"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}