{"id":157585,"date":"2026-05-14T07:45:21","date_gmt":"2026-05-14T07:45:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/157585\/"},"modified":"2026-05-14T07:45:21","modified_gmt":"2026-05-14T07:45:21","slug":"haut-antworten-auf-spannende-fragen-zur-haut-ratgeber-wir-in-bayern-br-fernsehen-fernsehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/157585\/","title":{"rendered":"Haut: Antworten auf spannende Fragen zur Haut | Ratgeber | Wir in Bayern | BR Fernsehen | Fernsehen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" alt=\"Hautarzt untersucht Muttermal | Bild: BR \/ stock.adobe.com \/ WavebreakmediaMicro\" title=\"Hautarzt untersucht Muttermal | Bild: BR \/ stock.adobe.com \/ WavebreakmediaMicro\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/haut-fragen-melanom-vorsorge-rosazea-seele-monique-stengel-hautaerztin-102~_v-img__16__9__l_-1dc0e8f.jpeg\"\/><\/p>\n<p>\nDarf ich in die Sonne gehen, obwohl ich schon einmal ein Melanom hatte?\n<\/p>\n<p>Melanom<\/p>\n<p class=\"copytext\">Ein Melanom, auch &#8222;schwarzer Hautkrebs&#8220; genannt, ist eine besonders aggressive Form von Hautkrebs, die aus den pigmentbildenden Zellen der Haut entsteht. H\u00e4ufig entwickelt sich ein Melanom aus einem bestehenden Muttermal oder tritt als neue dunkle Hautver\u00e4nderung auf. Wird ein Melanom fr\u00fch erkannt, sind die Heilungschancen in der Regel gut.<\/p>\n<p class=\"copytext\">Dr. Monique Stengel: &#8222;Patienten mit Melanom-Vorgeschichte d\u00fcrfen sich in der Sonne aufhalten, m\u00fcssen jedoch konsequente Sonnenschutzma\u00dfnahmen einhalten. <\/p>\n<p class=\"copytext\">Die Leitlinien empfehlen Melanom-Patienten folgende Sonnenschutzprinzipien:<\/p>\n<p>Sonnenvermeidung w\u00e4hrend der Spitzenzeiten (in der Regel 10 bis 14 Uhr)Tragen von sonnensch\u00fctzender Kleidung, Hut und SonnenbrilleRegelm\u00e4\u00dfiges Auftragen von Breitspektrum-Sonnenschutzmittel (SPF 50 mit UVA\/UVB-Schutz) auf exponierte Haut, insbesondere bei sonnenempfindlichen PersonenSonnenschutzmittel alle zwei Stunden und nach dem Schwimmen oder starken Schwitzen erneut auftragenNicht ins Solarium gehen<\/p>\n<p class=\"copytext\">Konsequenter Sonnenschutz ist bei Patienten mit Melanom-Vorgeschichte entscheidend, denn UV-Strahlung ist der wichtigste beeinflussbare Risikofaktor f\u00fcr die Entwicklung eines neuen Melanoms. Patienten, die schon einmal ein Melanom hatten, haben ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr ein zweites Melanom (8 bis 18 Prozent der Patienten), wobei h\u00f6here UV-Exposition und Solariumnutzung dieses Risiko weiter steigern. <\/p>\n<p class=\"copytext\">Eine Pilotstudie zeigt, dass Melanom-Patienten, die nach der Diagnose ihren Sonnenschutz verbesserten, ein signifikant besseres melanomspezifisches \u00dcberleben hatten. Besonders profitierten M\u00e4nner und Patienten \u00fcber 50 Jahre.&#8220;<\/p>\n<p>\nAb welchem Alter und wie oft sollte ich zum Hautscreening?\n<\/p>\n<p class=\"copytext\">Dr. Monique Stengel: &#8222;Die Empfehlungen zum Hautkrebsscreening unterscheiden sich je nach individuellem Risikoprofil.<\/p>\n<p class=\"copytext\">F\u00fcr Menschen ohne erh\u00f6htes Risiko wird ein Hautkrebsscreening ab 35 Jahren alle zwei Jahre empfohlen, die Kosten \u00fcbernimmt die Krankenkasse.<\/p>\n<p class=\"copytext\">F\u00fcr Personen mit erh\u00f6htem Risiko empfehlen Fachgesellschaften regelm\u00e4\u00dfige dermatologische Ganzk\u00f6rperuntersuchungen, wobei die genaue Frequenz individuell festgelegt werden sollte. Risikofaktoren k\u00f6nnen sein:<\/p>\n<p>heller Hauttyp, rote oder blonde Haare und blaue oder gr\u00fcne Augenviele oder ungew\u00f6hnlich aussehende Muttermale (zum Beispiel unregelm\u00e4\u00dfige Form und R\u00e4nder, unterschiedlich gef\u00e4rbt)eigene oder famili\u00e4re Melanom-Vorgeschichteschwere Sonnenbr\u00e4nde oder starke Solariumnutzung in der Vergangenheit (vor allem in der Kindheit und Jugend)geschw\u00e4chtes Immunsystem (beispielsweise durch Erkrankungen oder Medikamente)m\u00e4nnliches Geschlecht und Alter \u00fcber 50 <\/p>\n<p class=\"copytext\">Empfehlenswert sind regelm\u00e4\u00dfige Selbstuntersuchungen der Haut ab dem 18. Lebensjahr unter Anwendung der ABCDE-Regel.&#8220;<\/p>\n<p>ABCDE-Regel<\/p>\n<p class=\"copytext\">Asymmetrie (unregelm\u00e4\u00dfige Form)<br \/>Begrenzung (unscharfe oder ausgefranste R\u00e4nder) <br \/>Colour (unterschiedliche Farben in einem Muttermal)<br \/>Durchmesser (gr\u00f6\u00dfer als 6 Millimeter)<br \/>Entwicklung (wird gr\u00f6\u00dfer, dunkler, hebt sich, juckt oder blutet)<\/p>\n<p>Wichtig: Ein einzelnes Kriterium hei\u00dft nicht automatisch Krebs, ist aber ein Signal, das \u00e4rztlich abgekl\u00e4rt werden sollte.<\/p>\n<p>\nWas hilft bei Rosazea, und warum tritt sie verst\u00e4rkt im Sommer auf?\n<\/p>\n<p>Rosazea<\/p>\n<p class=\"copytext\">Rosazea ist eine chronisch-entz\u00fcndliche Hauterkrankung, die vor allem das Gesicht betrifft. Typisch sind anhaltende R\u00f6tungen, sichtbare \u00c4derchen sowie entz\u00fcndliche Pusteln oder Kn\u00f6tchen, meist an Wangen, Nase, Stirn und Kinn. Die Beschwerden treten h\u00e4ufig schubweise auf.<\/p>\n<p class=\"copytext\">Dr. Monique Stengel: &#8222;Bei \u00fcber 90 Prozent der Rosazea-Patienten gibt es bestimmte Trigger, die das Hautbild verschlimmern. Im Sommer wird die Hauterkrankung bei den meisten haupts\u00e4chlich durch UV-Strahlung (Sonnenlicht) und Hitze getriggert. Diese beiden Faktoren geh\u00f6ren zu den wichtigsten und am besten dokumentierten Ausl\u00f6sern f\u00fcr Rosazea-Sch\u00fcbe. <\/p>\n<p>Alkohol (besonders Wei\u00dfwein und Spirituosen) erh\u00f6ht das Rosazea-Risiko und die Schwere der Symptome.Emotionaler Stress l\u00f6st bei rund 70 Prozent der Patienten mindestens monatlich einen Schub aus.<\/p>\n<p class=\"copytext\">Es sind noch andere Trigger bekannt, zum Beispiel scharfes Essen. Um die individuellen Ausl\u00f6ser herauszufinden, kann das F\u00fchren eines Tagebuchs sinnvoll sein.<\/p>\n<p class=\"copytext\">Folgende Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen helfen, sommerliche Rosazea-Sch\u00fcbe zu vermeiden:<\/p>\n<p>t\u00e4glicher Breitspektrum-Sonnenschutz (LSF 50), vorzugsweise mit physikalischen Filtern (Zinkoxid oder Titandioxid) auf Wasserbasis, da diese weniger irritierend sindVermeidung direkter Sonneneinstrahlung, insbesondere in den Mittagsstunden, Tragen von H\u00fcten und SchutzkleidungK\u00fchlung: Vermeidung von \u00dcberhitzung, Aufenthalt in klimatisierten R\u00e4umenHautpflege: duftstofffreie Feuchtigkeitscremes zur Verbesserung der Hautbarriere, zweimal t\u00e4gliche sanfte Reinigung mit seifenfreien Produkten<\/p>\n<p class=\"copytext\">In schweren F\u00e4llen hilft eine medikament\u00f6se Therapie mit Gels und Cremes, die auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Diese passt der Hautarzt an den Ph\u00e4notyp des Patienten und seine vorherrschenden Symptome an. Bei unzureichender Besserung kann die \u00e4u\u00dfere durch eine innerliche Behandlung erg\u00e4nzt werden.&#8220;<\/p>\n<p>\nIst die Haut ein Spiegel der Seele?\n<\/p>\n<p class=\"copytext\">Dr. Monique Stengel: &#8222;Diese Frage betrifft sowohl die Dermatologie als auch die Psychosomatik &#8211; und tats\u00e4chlich gibt es wissenschaftliche Belege f\u00fcr die Verbindung zwischen Haut und Psyche.<\/p>\n<p class=\"copytext\">Die Haut und das Nervensystem haben einen gemeinsamen embryologischen Ursprung im Ektoderm, was eine enge neurobiologische Verbindung erkl\u00e4rt. Die Haut enth\u00e4lt ein komplexes Netzwerk aus sensorischen Nerven, Neuropeptiden und Immunzellen, die auf psychischen Stress reagieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Psychodermatologische Erkrankungen wie Psoriasis, atopische Dermatitis, Rosazea und Akne werden nachweislich durch emotionalen Stress verschlechtert. Dieser aktiviert die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse und f\u00fchrt zu Entz\u00fcndungsreaktionen in der Haut.Psychogene Hauterkrankungen wie Dermatitis artefacta, Trichotillomanie oder neurotische Exkoriationen zeigen, wie psychische Zust\u00e4nde krankhafte Ver\u00e4nderungen der Haut verursachen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"copytext\">Physiologische Mechanismen:<\/p>\n<p>Emotionen wie Scham oder Verlegenheit f\u00fchren zu Err\u00f6ten.Angst kann Schwitzen und Bl\u00e4sse ausl\u00f6sen.Chronischer Stress kann die Hautbarrierefunktion beeintr\u00e4chtigen und Entz\u00fcndungsprozesse f\u00f6rdern.<\/p>\n<p class=\"copytext\">Die Haut reagiert auf psychische Belastungen in zwei zeitlich unterschiedlichen Phasen: Akuter Stress l\u00f6st innerhalb von Sekunden bis Stunden messbare Hautreaktionen aus, w\u00e4hrend chronischer Stress \u00fcber Wochen bis Monate zu tiefgreifenden Ver\u00e4nderungen der Hautbarriere und Verschlechterungen entz\u00fcndlicher Hauterkrankungen f\u00fchrt.<\/p>\n<p class=\"copytext\">Die Aussage, dass die Haut \u201adie Seele widerspiegelt&#8216;, hat also durchaus eine wissenschaftliche Grundlage in der Psychodermatologie. Die Haut ist ein sichtbares Organ, das auf emotionale und psychische Zust\u00e4nde reagiert, sowohl akut (Err\u00f6ten, Schwitzen) als auch chronisch (Verschlechterung von Hauterkrankungen bei Stress).&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Darf ich in die Sonne gehen, obwohl ich schon einmal ein Melanom hatte? 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