{"id":157804,"date":"2026-05-14T10:04:25","date_gmt":"2026-05-14T10:04:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/157804\/"},"modified":"2026-05-14T10:04:25","modified_gmt":"2026-05-14T10:04:25","slug":"teurer-weg-aus-us-abhaengigkeit-europa-droht-mit-ki-gigafactories-milliarden-in-den-sand-zu-setzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/157804\/","title":{"rendered":"Teurer Weg aus US-Abh\u00e4ngigkeit: Europa droht mit &#8222;KI-Gigafactories&#8220; Milliarden in den Sand zu setzen"},"content":{"rendered":"<p>Teurer Weg aus US-Abh\u00e4ngigkeitEuropa droht mit &#8222;KI-Gigafactories&#8220; Milliarden in den Sand zu setzen <\/p>\n<p>14.05.2026, 11:00 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(06:40 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Mehrere-Kraene-stehen-auf-der-grossen-Baustelle-fuer-ein-Rechenzentrum-der-Schwarz-Gruppe-Die-Schwar.webp\" alt=\"Mehrere-Kraene-stehen-auf-der-grossen-Baustelle-fuer-ein-Rechenzentrum-der-Schwarz-Gruppe-Die-Schwarz-Gruppe-Mutter-von-Lidl-und-Kaufland-investiert-hier-am-Rande-des-Spreewaldes-11-Milliarden-Euro-in-ein-neues-Rechenzentrum-Im-November-2025-fand-die-Grundsteinlegung-statt-Zweieinhalb-Milliarden-fliessen-in-den-Bau-der-Rest-in-IT-Infrastruktur-staatliche-Foerderung-gibt-es-nicht-Bis-Ende-2027-entsteht-das-Schwarz-Digits-Datacenter-betrieben-mit-Strom-aus-erneuerbaren-Energien-und-geplant-fuer-rund-200-Megawatt-sowie-bis-zu-100-000-KI-Spezialchips-Die-Abwaerme-wird-ins-Fernwaermenetz-eingespeist\"\/>Die Schwarz-Gruppe baut in L\u00fcbbenau derzeit das erste Rechenzentrum in Deutschland, das in der Liga der &#8222;Gigafactories&#8220; spielt. (Foto: picture alliance\/dpa)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Die EU will mit einer 200\u2011Milliarden\u2011Euro\u2011Offensive im KI-Bereich den R\u00fcckstand zu den USA und China aufholen. Kern der Initiative sollen f\u00fcnf KI\u2011Gigafactories sein. Experten warnen vor einem teuren Scheitern.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bei K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) will die Europ\u00e4ische Union klotzen statt kleckern: Um den Entwicklungsr\u00fcckstand zu den USA und China aufzuholen und sich technologisch unabh\u00e4ngiger zu machen, will sie 200 Milliarden Euro mobilisieren. Das Geld soll unter anderem in f\u00fcnf sogenannte KI-Gigafactories flie\u00dfen. Die Bundesregierung m\u00f6chte mindestens eine davon in Deutschland ansiedeln.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Inzwischen wachsen aber Zweifel, ob der Bau dieser besonders leistungsf\u00e4higen und kostspieligen Rechenzentren sinnvoll ist. &#8222;Ich bin kein Freund dieser Gigantomanie&#8220;, sagt Andreas Weiss, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Internetverbands Eco. &#8222;Wir brauchen zwar dringend KI-Rechenkapazit\u00e4ten, aber die Diskussion um f\u00fcnf Gigafactories mit Hunderttausenden Prozessoren halte ich f\u00fcr nicht zielf\u00fchrend.&#8220; Er halte es f\u00fcr sinnvoller, mit kleineren Rechenzentren zu beginnen, die abh\u00e4ngig von der Nachfrage ausgebaut werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Denn genau daran hapert es oft &#8211; an verbindlichen Buchungen von Rechenkapazit\u00e4t, wie europ\u00e4ische Cloud-Anbieter beklagen. Ohne diese sind milliardenschwere Investitionen in eine Gigafactory ein gro\u00dfes Risiko. Schlie\u00dflich schl\u00e4gt ein einziger KI-Hochleistungsprozessor mit mehreren Zehntausend Dollar zu Buche. In Deutschland kommen die vergleichsweise hohen Energiepreise als H\u00fcrde hinzu, die von der EU nicht bezuschusst werden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Unter Gigafactories verstehen Experten besonders leistungsstarke KI-Rechenzentren mit 100.000 Spezial-Prozessoren (GPUs) oder mehr. Der geplante Serverpark der Schwarz-Gruppe im brandenburgischen L\u00fcbbenau spielt in dieser Liga. In der bislang gr\u00f6\u00dften Anlage der Deutschen Telekom in M\u00fcnchen sind 10.000 Chips des Weltmarktf\u00fchrers Nvidia im Einsatz. Dem Digitalverband Bitkom zufolge gab es 2025 in Deutschland rund 2000 Rechenzentren, die zusammengerechnet knapp drei Gigawatt Strom verbrauchten. Bis 2030 soll sich dieser Wert um zwei Drittel auf f\u00fcnf Gigawatt erh\u00f6hen. Das entspricht der Leistung von vier bis f\u00fcnf Atomkraftwerken. In den USA und China sind bereits heute Rechenzentren mit einem Vielfachen dieser Leistungsaufnahme in Betrieb.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">F\u00fcr eine m\u00f6gliche Gigafactory in Deutschland stehen mehrere potenzielle Anbieter in den Startl\u00f6chern und warten auf die EU, die immer noch an der Ausschreibung und den Bedingungen f\u00fcr eine F\u00f6rderung arbeitet. Einen Termin f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung der Vorgaben kann die Kommission bislang nicht nennen. Die Niederlande haben sich jedoch bereits von der Idee eines solchen Riesen-Rechenzentrums verabschiedet: &#8222;Die Regierung hat sich f\u00fcr eine flexible Weiterentwicklung der KI-Infrastruktur entschieden, die mit der Marktnachfrage w\u00e4chst&#8220;, hie\u00df es Ende M\u00e4rz in einem Schreiben an das Parlament. Die Bundesregierung h\u00e4lt an ihren Pl\u00e4nen fest und hat im Haushalt bereits Geld f\u00fcr eine Gigafactory eingeplant, wie das Forschungsministerium betont. Sie will zudem eine Mindestauslastung garantieren. Details nennt sie bislang jedoch nicht.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Vielleicht droht der KI-Initiative der EU ein \u00e4hnliches Schicksal wie dem &#8222;Chips Act&#8220;: Mit diesem will die Kommission die Ansiedlung von Fabriken f\u00fcr die Produktion hochmoderner Halbleiter in Europa f\u00f6rdern. Doch nach gro\u00dfen Ank\u00fcndigungen verl\u00e4uft die Initiative im Sande: Der US-Konzern Intel zog seine Pl\u00e4ne f\u00fcr den Bau einer &#8222;Megafab&#8220; in Magdeburg zur\u00fcck. Auch das Vorhaben des US-Konzerns Wolfspeed f\u00fcr ein Chipwerk im Saarland platzte. Das Ziel des &#8222;Chips Act&#8220;, den Weltmarktanteil bei Halbleitern aus europ\u00e4ischer Produktion bis 2030 auf 20 Prozent zu verdoppeln, gilt als unerreichbar.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Politik begr\u00fcndet die Gigafactory-Pl\u00e4ne mit der Notwendigkeit einer gr\u00f6\u00dferen technologischen Unabh\u00e4ngigkeit vor allem von den USA. Damit ist es bei den Clouddiensten nicht weit her: Die sogenannten Hyperscaler Amazon Web Services (AWS), Google und Microsoft beherrschen etwa 70 Prozent des europ\u00e4ischen Cloud-Marktes. &#8222;Ihre F\u00fchrungsposition basiert auf der Qualit\u00e4t des Angebots und ihres Entwicklungsvorsprungs&#8220;, erl\u00e4utert Analyst Rene Buest von der Beratungsfirma Gartner. Zudem k\u00f6nnten sie weltweit agierenden Kunden Rechenzentren in s\u00e4mtlichen Regionen anbieten. Dem franz\u00f6sischen IT-Verband Cigref zufolge zahlen europ\u00e4ische Nutzer j\u00e4hrlich etwa 285 Milliarden Euro an Cloud- und Firmensoftware-Anbieter aus den USA. Dies seien etwa 80 Prozent der Gesamtausgaben.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Bundesregierung will laut ihrer Rechenzentrumsstrategie nun Genehmigungsverfahren beschleunigen sowie wettbewerbsf\u00e4hige Strompreise sicherstellen, um so die Kosten zu senken. Doch die Branche pocht vor allem auf verbindliche Zusagen, damit sich die milliardenschweren Investitionen in eine Gigafactory rechnen. &#8222;Die europ\u00e4ischen Staaten oder die EU-Kommission m\u00fcssten die gr\u00f6\u00dften Kunden sein&#8220;, fordert Gartner-Analyst Buest. Das Vorbild seien die USA, die strategische Vertr\u00e4ge mit den dortigen Betreibern geschlossen h\u00e4tten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Grund f\u00fcr die Zur\u00fcckhaltung sei aber nicht mangelnder Wille, betont Bastian Koller, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des H\u00f6chstleistungsrechenzentrums der Universit\u00e4t Stuttgart. Sowohl staatliche Institutionen als auch Unternehmen h\u00e4tten einfach Schwierigkeiten, ihren k\u00fcnftigen Bedarf an Rechenkapazit\u00e4ten abzusch\u00e4tzen. Sie seien vollauf damit besch\u00e4ftigt, mit der sich schnell entwickelnden Technologie Schritt zu halten. &#8222;Weil der KI-Boom so rasant kam, passen sie aktuell ihre Gesch\u00e4ftsmodelle an und die Technologien selbst befinden sich noch im Wandel.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, Hakan Ersen, rts<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Teurer Weg aus US-Abh\u00e4ngigkeitEuropa droht mit &#8222;KI-Gigafactories&#8220; Milliarden in den Sand zu setzen 14.05.2026, 11:00 Uhr Artikel anh\u00f6ren(06:40&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":157805,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[76,75,74,1944,508,29754,255],"class_list":{"0":"post-157804","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-eu","9":"tag-europa","10":"tag-europe","11":"tag-investitionen","12":"tag-kuenstliche-intelligenz","13":"tag-technologiekonzerne","14":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116572367751041324","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/157804","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=157804"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/157804\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/157805"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=157804"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=157804"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=157804"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}