{"id":158000,"date":"2026-05-14T12:27:07","date_gmt":"2026-05-14T12:27:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/158000\/"},"modified":"2026-05-14T12:27:07","modified_gmt":"2026-05-14T12:27:07","slug":"nach-der-sause-die-woche-in-linz-06","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/158000\/","title":{"rendered":"Nach der Sause \/\/ Die Woche in Linz #06"},"content":{"rendered":"<p>Der l\u00e4ngste Urfahraner Jahrmarkt aller Zeiten ist vorbei. Zur\u00fcck bleibt bei dem einen oder anderen etwas Kopfweh \u2013 und das liegt nicht nur an dem einen oder anderen Bier zu viel.\u00a0<\/p>\n<p>Erweitert wurde nicht nur die Urfix-Dauer (von neun auf elf Tage), sondern auch der Bereich mit den Fahrgesch\u00e4ften. Mit dem M\u00fcnchner Lach+Freu Haus, Laserpix, Rio Rapidos und Kanurah gingen vier neue \u2013 teilweise sehr spannende \u2013 Fahrgesch\u00e4fte an den Start. Und auch das Wetter spielte mit, dennoch kamen \u201enur\u201c 550.000 Besucher. Tats\u00e4chlich waren es auch gef\u00fchlt weniger Besucher, das Gedr\u00e4ngle und Geschiebe war bis auf den finalen Samstag \u00fcberschaubar. An den Bem\u00fchungen der Organisatoren lag es nicht, auch die Preise blieben bis auf wenige Ausnahmen im Rahmen \u2013 aber wo war dann der Fehler?<\/p>\n<p>Hauptursache war wohl die allgemeine Krisenstimmung und das fehlende \u201eGerschtl\u201c. Wenn man seit Monaten, ja Jahren h\u00f6rt, dass es abw\u00e4rts geht und sowieso alles den Bach runter geht, glaubt man es irgendwann auch. Und auch die Verschiebung des Feuerwerks von Donnerstag auf Samstag kostete sicher eine hohe f\u00fcnfstellige Besucherzahl. So blieb der Donnerstag flau, letztes Jahr war dieser Tag genau so dicht besucht wie der Samstag.<\/p>\n<p>Wo aber gewiss noch Verbesserungsbedarf besteht? Hier ein paar Steilvorlagen:<\/p>\n<p>Mehr Ideen braucht es an den Wochentagen. Der Dienstag etwa war ein toter Hund, im Bierzelt sa\u00dfen keine 30 Leute. Warum kein 2-f\u00fcr-1-Tag, ein Frauentag (alle Frauen fahren von 18 bis 20 Uhr gratis) eine st\u00e4rkere Einbindung von Vereinen (\u201eVereinstag\u201c mit Gruppentarifen) oder mehr Konzerte \/ Bands im Zelt, vielleicht sogar in Richtung Schlager und \u201eMallorca-Party\u201c?<br \/>\nDer \u201eKindertag\u201c am Mittwoch hat ebenfalls stark an Anziehungskraft verloren. Statt der Ursprungsidee mit halben Preisen f\u00fcr Kinder gibt\u2019s nur mehr hom\u00f6opathische Erm\u00e4\u00dfigungen. Das zieht nicht mehr, viele kommen sich auch (zurecht) ver\u00e4ppelt vor.<br \/>\nMehr Gastro-Angebote. Am Oktoberfest gibt es 14 gro\u00dfe Bierzelte (mit bis zu 5.000 Sitzpl\u00e4tze), die jeden Tag knackevoll sind. Am Jahrmarkt steht ein einziges Bierzelt, und selbst das ist im hinteren Bereich nicht mehr so wie fr\u00fcher mit B\u00e4nken, sondern mit Stehtischen und einer Bar \u00a0ausgestattet. Hier sollte man nachdenken, wie man (vielleicht mit einem zweiten Zelt und einem zus\u00e4tzlichen Anbieter) mehr Ideen, Wettbewerb und Drive hineinbringt.<br \/>\nZu \u00fcberdenken sind auch die beiden Messezelte im hinteren Bereich des Festgel\u00e4ndes: Messerschleifer trifft Gurkenhobel-Show, Teppichreiniger und Messerverk\u00e4ufer. Was soll das bitte? Kann man diese Zelte nicht sinnvoller nutzen \u2013 etwa mit einem nach wie vor boomenden Streetfood-Bereich und Einbindung entsprechender Profis wie Sigi Goufas<br \/>\nEbenfalls denkbar: Ein Shop mit Lederhosen und Dirndln, wie es sie im Umfeld des Oktoberfests sonder Zahl gibt.<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich braucht es viel mehr M\u00f6glichkeiten, sich auch mal hinzusetzen und durchzuschnaufen. Aktuell gibt es keine (schattigen) Chill- und R\u00fcckzugsbereiche au\u00dfer ein paar Stehtischen oder Bierb\u00e4nken, die allerdings alle mit Konsumzwang bei den diversen H\u00fctten behaftet sind. Familien etwa k\u00f6nnen nur eine Runde drehen oder zwei, aber nicht zur Ruhe kommen.<br \/>\nStark verbesserungsw\u00fcrdig: die WC-Bereiche (versiffte Container im Stil der 1980er-Jahre). Selbst bei Open Airs wie dem LIDO SOUNDS gab es bessere und komfortablere WCs \u2013 gerade Familien und Frauen ist das aktuelle Angebot fast nicht zumutbar (und kostet noch dazu 80 Cent, w\u00e4hrend man am Oktoberfest gratis bieselt).<br \/>\nEbenfalls str\u00e4flich vernachl\u00e4ssigt: Marketing- und USP-Ideen, den Urfahraner Jahrmarkt als Marke zu st\u00e4rken und zu positionieren. Am Oktoberfest gibt es etwa jedes Jahr einen neuen Oktoberfest-Bierkrug, einen Motiv-Wettbewerb (Logo\/Plakat) und einen eigenen Oktoberfest-Shop.<br \/>\nOder wie w\u00e4rs mit einem j\u00e4hrlich neuen Jahrmarkt-Lebkuchenherz zum g\u00fcnstigen Preis (da gro\u00dfe Bestellmenge) inklusive eines Wettbewerbs f\u00fcr den lustigsten Spruch, ein Fotowettbewerb, ein Jahrmarkt-Shirt, Jahrmarkt-Gutscheine und und und. Gibt\u2019s alles nicht, schade.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der l\u00e4ngste Urfahraner Jahrmarkt aller Zeiten ist vorbei. 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