{"id":158281,"date":"2026-05-14T15:50:10","date_gmt":"2026-05-14T15:50:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/158281\/"},"modified":"2026-05-14T15:50:10","modified_gmt":"2026-05-14T15:50:10","slug":"nicht-invasive-neurostimulation-bei-alzheimer-parkinson-und-depression-die-zeit-ist-reif","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/158281\/","title":{"rendered":"Nicht-invasive Neurostimulation bei Alzheimer, Parkinson und Depression: Die Zeit ist reif"},"content":{"rendered":"<p>Salzburg &#8211; Es herrscht nach wie vor ein deutliches Ungleichgewicht in der Bekanntheit der verschiedenen modernen Therapiewege bei Alzheimer, Parkinson, aber auch Depressionen: W\u00e4hrend die Hoffnungen auf die neuen Alzheimer-Antik\u00f6rper wie Lecanemab oder Donanemab, vormals entsprechend &#8222;gehypt&#8220;, zunehmend Ern\u00fcchterung ausl\u00f6sen, entwickelt sich seit Jahren parallel ein v\u00f6llig anderes, l\u00e4ngst gro\u00dfes medizinisches Feld in Neurologie und Psychiatrie \u2013 die verschiedenen Methoden der sogenannten nicht-invasiven Hirnstimulation (kurz aus dem Englischen: NIBS), auch als Neurostimulation bezeichnet. Doch obwohl l\u00e4ngst tausende (!) Studien, internationale Forschungsprogramme und etliche spezialisierte Zentren existieren, die diese Methoden erfolgreich anwenden, wissen Millionen Betroffene bis heute kaum etwas dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Salzburg &#8211; Es herrscht nach wie vor ein deutliches Ungleichgewicht in der Bekanntheit der verschiedenen modernen Therapiewege bei Alzheimer , Parkinson , aber auch Depressionen : W\u00e4hrend die Hoffnungen auf die neuen Alzheimer-Antik\u00f6rper wie Lecanemab oder Donanemab, vormals entsprechend &#8222;gehypt&#8220;, zunehmend Ern\u00fcchterung ausl\u00f6sen, entwickelt sich seit Jahren parallel ein v\u00f6llig anderes, l\u00e4ngst gro\u00dfes medizinisches Feld in Neurologie und Psychiatrie \u2013 die verschiedenen Methoden der sogenannten nicht-invasiven Hirnstimulation (kurz aus dem Englischen: NIBS ), auch als Neurostimulation bezeichnet. Doch obwohl l\u00e4ngst tausende (!) Studien, internationale Forschungsprogramme und etliche spezialisierte Zentren existieren, die diese Methoden erfolgreich anwenden, wissen Millionen Betroffene bis heute kaum etwas dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Genau dies kritisiert nun ein umfangreicher \u00dcbersichtsartikel des Informationsportals &#8222;Alzheimer Deutschland&#8220; von der &#8222;\u00c4rztlichen Interessensgemeinschaft TPS&#8220;. Denn w\u00e4hrend Begriffe wie &#8222;Lecanemab&#8220; mittlerweile selbst vielen Laien bekannt sind, bleiben Verfahren wie die Transkranielle Magnetstimulation (TMS), die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) oder die bekannteste unter ihnen, die Transkranielle Pulsstimulation (TPS), f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit nach wie vor ein regelrechter blinder Fleck \u2013 obwohl sie zu den spannendsten und wirksamsten Entwicklungen der modernen Neuromedizin z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Einige dieser Verfahren sind daher auch l\u00e4ngst in den medizinischen Leitlinien angekommen, also wissenschaftlich anerkannt und evidenzbasiert. So empfiehlt die Nationale Versorgungsleitlinie &#8222;Unipolare Depression&#8220; etwa die rTMS (repetitive transkranielle Magnetstimulation) ausdr\u00fccklich bei therapieresistenter Depression. Dennoch, so formulierte es Springer Medizin treffend, f\u00fchre die Magnetstimulation in Deutschland &#8222;noch immer ein Schattendasein&#8220;.<\/p>\n<p>Tausende Studien, gro\u00dfe Behandlungserfolge \u2013 und dennoch kaum \u00f6ffentliche Bekanntheit<\/p>\n<p>Die moderne nicht-invasive Hirnstimulation basiert auf einem Grundgedanken, der in den Neurowissenschaften l\u00e4ngst angekommen ist: Das Gehirn ist kein statisches Organ. Es ist plastisch, regulierbar und sogar regenerationsf\u00e4hig. Genau deshalb besch\u00e4ftigen sich weltweit mittlerweile tausende wissenschaftliche Studien mit den verschiedenen Verfahren der nicht-invasiven Neurostimulation \u2013 etwa bei Alzheimer, Parkinson, Depressionen, Schlaganf\u00e4llen, chronischen Schmerzen oder Long Covid.<\/p>\n<p>Besonders stark in den Fokus ger\u00fcckt ist dabei in den vergangenen Jahren die Transkranielle Pulsstimulation (TPS). Die 2018 CE-zugelassene Sto\u00dfwellen-Methode mit dem System Neurolith arbeitet nicht mit Strom oder Magnetfeldern, sondern mit ultrakurzen fokussierten Sto\u00dfwellen-Impulsen, die tief und pr\u00e4zise in das Gehirn eindringen k\u00f6nnen. \u00dcber den biologischen Mechanismus der sogenannten Mechanotransduktion sollen dabei neuronale Netzwerke aktiviert sowie regenerative und neuroplastische Prozesse angeregt werden. Was erst einmal k\u00fchl und technisch klingt, ist f\u00fcr die Patienten real eine angenehme Behandlungsmethode: Sie wird rein ambulant durchgef\u00fchrt, dauert gerade mal 30 Minuten, und \u2013 dies zeigen auch die klinischen Studien \u2013 hat im Gegensatz zu den neuen Medikamenten keinerlei relevante Nebenwirkungen.<\/p>\n<p>Mittlerweile wird die TPS-Therapie vor allem in Deutschland, aber auch weltweit in spezialisierten Zentren mit rasch steigender Tendenz eingesetzt und hat sich \u2013 auch durch Fernsehberichte, wissenschaftliche Ver\u00f6ffentlichungen, internationale Kongresse sowie die Arbeit der &#8222;\u00c4rztlichen Interessensgemeinschaft TPS&#8220; des Informationsportals &#8222;Alzheimer Deutschland&#8220; \u2013 wohl zum bekanntesten Verfahren der modernen nicht-invasiven Hirnstimulation entwickelt. Dennoch wissen viele Betroffene bis heute kaum, dass solche Therapieoptionen \u00fcberhaupt existieren.<\/p>\n<p>Zentrale Frage von Patienten und Angeh\u00f6rigen: &#8222;Warum haben wir nicht fr\u00fcher davon erfahren?&#8220;<\/p>\n<p>Nach Angaben von &#8222;Alzheimer Deutschland&#8220; z\u00e4hlt genau diese Frage zu den h\u00e4ufigsten Reaktionen von Betroffenen und Angeh\u00f6rigen. Denn obwohl die Transkranielle Pulsstimulation (TPS) mittlerweile deutlich bekannter geworden ist, erfahren viele Patienten oft erst sp\u00e4t \u2013 und oft per Zufall &#8211; von Behandlungsm\u00f6glichkeiten dieser Art. Auch die meisten Haus\u00e4rzte, meist erste Ansprechpartner im Falle von einer Demenz- oder anderen neurophysiologischen Erkrankung zeigen sich bislang kaum informiert.<\/p>\n<p>Dabei arbeiten immer mehr renommierte Kliniken und Facharzt-Praxen mit der TPS (allein im deutschsprachigen Raum sind es an die 100 Kliniken und Praxen), die dieser rein ambulanten Behandlungsmethode, hohe, auch dauerhafte Erfolgsquoten bescheinigen, die sich mit den Ergebnissen der ebenfalls rasch zunehmenden Studienlage decken. Einige der Wissenschaftler und Anwender kommen im Artikel entsprechend auch zu Wort.<\/p>\n<p>Gesundheitssysteme unter Druck \u2013 und dennoch spielen die NIBS politisch kaum eine Rolle<\/p>\n<p>Der Grundsatz-Artikel kritisiert jedoch nicht nur die mangelnde \u00f6ffentliche Pr\u00e4senz, sondern auch die augenscheinliche gesundheitspolitische Ignorierung vieler NIBS-Verfahren. Denn bemerkenswert ist: Obwohl manche NIBS-Methoden eben l\u00e4ngst in den Leitlinien angekommen sind, werden deren Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen bis heute nicht oder nur sehr eingeschr\u00e4nkt in Sonderf\u00e4llen \u00fcbernommen. Private Krankenversicherungen zeigen sich hier mittlerweile deutlich offener und scheinen erkannt zu haben, dass der m\u00f6glichst lange Erhalt von Selbstst\u00e4ndigkeit und Lebensqualit\u00e4t ihrer Versicherungsnehmer langfristig auch ihnen selbst erhebliche Folgekosten vermeiden kann.<\/p>\n<p>Warum die nicht-invasive Hirnstimulation trotz tausender Studien, wachsender klinischer Erfahrung und zunehmender internationaler Bedeutung in Fachkreisen dennoch ein solches Schattendasein f\u00fchrt, bleibt eine offene Frage. Ob hierbei m\u00f6glicherweise auch die wirtschaftliche und politische Macht anderer Bereiche der Gesundheitsindustrie beziehungsweise ein genereller Lobbyismus eine Rolle spielt, dar\u00fcber kann jedenfalls spekuliert werden.<\/p>\n<p>Gerade angesichts explodierender Pflegekosten, \u00fcberlasteter Gesundheitssysteme und dramatisch steigender Erkrankungszahlen erscheint die derzeitige Situation jedoch zunehmend kurzsichtig. Denn auf Dauer k\u00f6nnten die verschiedenen Neurostimulations-Verfahren nicht nur Millionen betroffenen Patienten helfen, Symptome zu reduzieren, Selbstst\u00e4ndigkeit l\u00e4nger zu erhalten und Krankheitsverl\u00e4ufe zu verlangsamen \u2013 sie w\u00e4ren auch dazu geeignet, die Gesundheitssysteme, die Pflege &#8211; und auch die hunderttausenden Angeh\u00f6rigen, die ihre Familienmitglieder zu Hause pflegen, deutlich zu entlasten.<\/p>\n<p>NIBS: Ein Bruchteil der Kosten von Lecanemab \u2013 bei sp\u00fcrbarer Wirksamkeit bei den Patienten<\/p>\n<p>W\u00e4hrend moderne Antik\u00f6rper-Therapien wie Lecanemab, von denen die Patienten bekannterma\u00dfen nichts sp\u00fcren, Kosten von rund 30.000 Euro pro Jahr und Patient verursachen k\u00f6nnen \u2013 notwendige MRT-Kontrollen und Begleitma\u00dfnahmen noch nicht eingerechnet \u2013 bewegt sich etwa die TPS-Therapie derzeit meist in einem Bereich von rund 2.000 bis 3.000 Euro. Gleichzeitig kostet ein Pflegeheimplatz in Deutschland Betroffene mittlerweile durchschnittlich rund 4.000 Euro &#8211; an Eigenanteil pro Monat, wohlgemerkt. Nicht selten m\u00fcssen Angeh\u00f6rige deshalb ihre finanziellen Ersparnisse aufl\u00f6sen und Haus und Hof verkaufen. Wenn das nicht mehr reicht, muss der Sozialstaat \u00fcbernehmen &#8211; ein Fa\u00df ohne Boden. Genau deshalb stellt &#8222;Alzheimer Deutschland&#8220; eine zentrale gesellschaftliche Frage: Wie lange kann es sich unsere Gesellschaft eigentlich noch leisten, moderne Neurostimulationsverfahren weiterhin so konsequent zu \u00fcbersehen?<\/p>\n<p>Was Neurostimulation beziehungsweise nicht-invasive Hirnstimulation (NIBS) \u00fcberhaupt ist, wie weit der Stand der Forschung ist, was Experten fordern, weshalb immerhin bereits zehntausende Patienten von Therapien wie der TPS profitieren konnten und woran es derzeit noch mangelt, lesen Sie auf &#8222;Alzheimer Deutschland&#8220;:<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"KThlZ5AbqI\"><p><a href=\"https:\/\/www.alzheimer-deutschland.de\/aktuelles\/beitraege\/neurostimulation-alzheimer-parkinson-depression-die-zeit-ist-reif\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nicht-invasive Neurostimulation bei Alzheimer, Parkinson und Depression: Die Zeit ist (\u00fcber)-reif<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Nicht-invasive Neurostimulation bei Alzheimer, Parkinson und Depression: Die Zeit ist (\u00fcber)-reif&#8220; &#8211; Alzheimer Deutschland\" src=\"https:\/\/www.alzheimer-deutschland.de\/aktuelles\/beitraege\/neurostimulation-alzheimer-parkinson-depression-die-zeit-ist-reif\/embed#?secret=FNjCQxtWqo#?secret=KThlZ5AbqI\" data-secret=\"KThlZ5AbqI\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p>(Ende)<\/p>\n<p>Aussender: \u00c4rztliche Interessensgemeinschaft TPS &#8211; Alzheimer Deutschland Ansprechpartner: Katja C. Schmidt Tel.: 0049-(0)1579-24-54-388 E-Mail: info@alzheimer-deutschland.de Website: www.alzheimer-deutschland.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Salzburg &#8211; Es herrscht nach wie vor ein deutliches Ungleichgewicht in der Bekanntheit der verschiedenen modernen Therapiewege bei&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":101736,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[46,42,124,123,50627,50626,44,50625,50628,50624],"class_list":{"0":"post-158281","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-gesundheit","11":"tag-health","12":"tag-neurostimulation","13":"tag-nicht-invasive-hirnstimulation-nibs","14":"tag-oesterreich","15":"tag-tps-therapie-alzheimer","16":"tag-transkranielle-magnetstimulation-tms","17":"tag-transkranielle-pulsstimulation-tps"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116573728826374821","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/158281","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=158281"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/158281\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/101736"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=158281"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=158281"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=158281"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}