{"id":160367,"date":"2026-05-15T17:20:08","date_gmt":"2026-05-15T17:20:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/160367\/"},"modified":"2026-05-15T17:20:08","modified_gmt":"2026-05-15T17:20:08","slug":"wetterphaenomen-2026-steuert-auf-einen-el-nino-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/160367\/","title":{"rendered":"Wetterph\u00e4nomen: 2026 steuert auf einen El Ni\u00f1o zu"},"content":{"rendered":"<p>Wetterph\u00e4nomen: 2026 steuert auf einen El Ni\u00f1o zu &#8211; Spektrum der Wissenschaft<a id=\"top\" class=\"jump-to-content\" href=\"#main\" title=\"Direkt zum Inhalt\">Direkt zum Inhalt<\/a>Wetterph\u00e4nomen: 2026 steuert auf einen El Ni\u00f1o zu<\/p>\n<p>Die Zeichen mehren sich deutlich, dass sich 2026 ein El Ni\u00f1o entwickelt. Seine St\u00e4rke ist aber noch ungewiss\u00a0\u2013 und Europa ziemlich sicher nicht betroffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"El Ni\u00f1o \" class=\"full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/elnino_jsn_2015-2016_lrg.jpg\" title=\"El Ni\u00f1o \"\/><\/p>\n<p> In der Saison 2015\/16 hatte sich ein starker El Ni\u00f1o im Pazifik eingestellt. Ob 2026 \u00e4hnlich intensiv ausf\u00e4llt, werden erst die n\u00e4chsten Monate zeigen. <\/p>\n<p>Es hatte sich schon angedeutet, aber inzwischen hat sich die Wahrscheinlichkeit auf 82\u00a0Prozent erh\u00f6ht: Ab Mai bis Juli 2026 stellt sich demnach ein El Ni\u00f1o im Pazifik ein, der mindestens bis Februar 2027 anhalten k\u00f6nnte. <a href=\"https:\/\/cpc.ncep.noaa.gov\/products\/analysis_monitoring\/enso_advisory\/ensodisc.pdf\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">Das meldete die Nationale Ozean- und Atmosph\u00e4renbeh\u00f6rde der Vereinigten Staaten (NOAA)<\/a>. Bereits in ihrem Vormonatsbericht hatte sie steigende Meeresoberfl\u00e4chentemperaturen im \u00f6stlichen und zentralen \u00e4quatorialen Pazifik gemeldet, die auf einen Umschwung der derzeit herrschenden neutralen Bedingungen\u00a0hinwiesen. Damit verbundene weltweite Wetterkapriolen wie verst\u00e4rkte Trockenheit in Australien oder \u00fcberdurchschnittlich starke Regenf\u00e4lle an der s\u00fcdamerikanischen Pazifikk\u00fcste sind damit ebenfalls zu erwarten. Wie stark das Ereignis ausfallen werde, <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/extremwetter-die-wahrheit-ueber-den-super-el-nino\/2315443\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">sei aber noch ungewiss<\/a>: Derzeit \u00fcbersteigt keine Wahrscheinlichkeit f\u00fcr eine bestimmte St\u00e4rkekategorie (\u00bbmoderat\u00ab bis \u00bbsehr stark\u00ab) den Wert von 37\u00a0Prozent.\u00a0 <\/p>\n<p>Laut Daten der NOAA stieg der W\u00e4rmegehalt der oberen 300\u00a0Meter des \u00e4quatorialen Pazifiks im Einflussbereich von El Ni\u00f1o\u00a0den sechsten Monat in Folge\u00a0an, was zum globalen Trend passt. Weltweit liegt die Durchschnittstemperatur der Meere au\u00dferhalb der Polarregionen bei 21,00\u00a0Grad Celsius und damit nur sehr leicht unter dem bisher h\u00f6chsten, gemessenen Aprilwert von 21,04\u00a0Grad Celsius aus dem Jahr 2024.\u00a0Damals endete jedoch der letzte El Ni\u00f1o, w\u00e4hrend er 2026 erst beginnt. F\u00fcr Johanna Baehr von der Universit\u00e4t Hamburg ist es daher sehr wahrscheinlich, dass die Meeresoberfl\u00e4chentemperaturen im weiteren Jahresverlauf \u00fcber die Werte von 2024 steigen, wie sie gegen\u00fcber dem K\u00f6lner Science Media Center \u00e4u\u00dferte. <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/ozeane-weltmeere-koennten-auf-neue-waermerekorde-zusteuern\/2324630\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">Deutlich zu warm sind dieses Jahr bereits der nordwestliche Nordpazifik, Teile des \u00f6stlichen Nordpazifiks, der westliche Nordatlantik sowie rund um Europa das Mittelmeer und das europ\u00e4ische Nordmeer<\/a>.<\/p>\n<p>F\u00fcr sie sind Meldungen, dass sich ein \u00bbSuper-Ni\u00f1o\u00ab entwickeln k\u00f6nnte, ebenfalls noch zu fr\u00fch: \u00bbDie st\u00e4rksten El-Ni\u00f1o-Ereignisse entstehen dann, wenn sich Atmosph\u00e4ren- und Ozeanzustand gegenseitig verst\u00e4rken. Entscheidend wird die Entwicklung dieses Zusammenspiels im Sommer sein. W\u00e4hrend sich die Abl\u00e4ufe im Ozean bereits jetzt vergleichsweise gut vorhersagen lassen, ist es f\u00fcr belastbare Aussagen zur Atmosph\u00e4re noch zu\u00a0fr\u00fch.\u00ab<\/p>\n<p>Wie andere vom SMC befragte Experten schlie\u00dft sie unabh\u00e4ngig von der tats\u00e4chlichen St\u00e4rke des El Ni\u00f1os gr\u00f6\u00dfere Auswirkungen auf das europ\u00e4ische Wetter weitestgehend aus: \u00bbF\u00fcr Europa bleibt das Ph\u00e4nomen nur ein Einflussfaktor unter vielen. F\u00fcr unsere Sommertemperaturen in Europa sind ungew\u00f6hnlich hohe Temperaturen im Nordatlantik zun\u00e4chst von potenziell gr\u00f6\u00dferer Relevanz. Die sich dort derzeit ausbildenden Muster \u00e4hneln teilweise bekannten Vorl\u00e4ufermustern von Hitzewellen.\u00ab Das best\u00e4tigt auch Andreas Fink vom Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie: \u00bbDas Ereignis ist daf\u00fcr viel zu weit entfernt und das Signal wird durch zuf\u00e4llige, nicht vorhersagbare Witterungsschwankungen \u00fcber dem au\u00dfertropischen Atlantik zu stark \u00fcberlagert.\u00ab Allenfalls mildere Winter in Nordeuropa oder st\u00e4rkere Fr\u00fchlingsniederschl\u00e4ge in S\u00fcdeuropa wurden im Zusammenhang mit El Ni\u00f1o bereits diskutiert. Doch die St\u00e4rke dieser Zusammenh\u00e4nge sei so gering, dass sie nicht wirklich belastbar seien, so der Klimatologe.<\/p>\n<p>Sowohl Baehr als auch Fink erwarten einen globalen Anstieg der Durchschnittstemperatur, eine normale Folge von El Ni\u00f1o. \u00bbDie globale Mitteltemperatur wird dadurch um etwa 0,1\u00a0bis 0,2\u00a0Grad Celsius erh\u00f6ht, weil weniger W\u00e4rme im tropischen Pazifik gespeichert wird\u00ab, so Fink. Angesichts der bereits hohen globalen Mittelwerte erh\u00f6ht sich die Wahrscheinlichkeit, dass wir 2026, besonders aber 2027 den bisherigen Rekordwert von 2024 einstellen k\u00f6nnten. <\/p>\n<p>Diesen Artikel empfehlen:<\/p>\n<p> ist Chefredakteur bei Spektrum der Wissenschaft. <\/p>\n<p>Digitalausgaben Printausgaben Topseller Bundles<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"1\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/5af7e2bd68e2415cb0658412e4979f7e.gif\" width=\"1\"\/><\/p>\n<p>Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalit\u00e4t von Spektrum.de zu erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wetterph\u00e4nomen: 2026 steuert auf einen El Ni\u00f1o zu &#8211; Spektrum der WissenschaftDirekt zum InhaltWetterph\u00e4nomen: 2026 steuert auf einen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":160368,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[29502,51062,2577,12942,1549,3281,40,41,43334,42622,39,66,1993,51063,65,64],"class_list":{"0":"post-160367","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-el-nino","9":"tag-enso","10":"tag-erde-umwelt","11":"tag-erderwaermung","12":"tag-klima","13":"tag-klimawandel","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-ozeane","17":"tag-pazifik","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-welt","20":"tag-wetter","21":"tag-wetterphaenomene","22":"tag-world","23":"tag-world-news"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116579744398231164","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/160367","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=160367"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/160367\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/160368"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=160367"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=160367"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=160367"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}