{"id":16105,"date":"2026-02-27T10:07:07","date_gmt":"2026-02-27T10:07:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/16105\/"},"modified":"2026-02-27T10:07:07","modified_gmt":"2026-02-27T10:07:07","slug":"agnostic-front-hardcore-zur-wochenmitte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/16105\/","title":{"rendered":"Agnostic Front: Hardcore zur Woche\u00adnmitte"},"content":{"rendered":"<p>Seit 1982 aktiv und nicht m\u00fcde: Agnostic Front sind auch aktuell immer noch eine der pr\u00e4gendsten Hardcore-Bands. Mittwoch im Posthof in Linz zu Gast, mit illustren G\u00e4sten im Gep\u00e4ck. Und sogar Local Support gab es. <\/p>\n<p>Zuallererst mal eine Forderung: Hey, das sind viel zu wenige Konzerte dieser Art im Linzer Posthof. Denn Agnostic Front machten am vergangenen Mittwoch im gro\u00dfen Saal des Linzer Zeitkulturhafens m\u00e4chtig Spa\u00df. Roger Miret, Vinnie Stigma und Co. sind n\u00e4mlich auch 2026 noch nicht m\u00fcde, die B\u00fchnen dieser Welt in ihren Grundfesten zu ersch\u00fcttern.<\/p>\n<p>Aber der Reihe nach. Turnout an diesem Mittwoch? Wohl an die 450 bis 500 Personen, die in den Posthof gekommen waren. Not great, not terrible, k\u00f6nnte man an dieser Stelle anmerken. All jene, die den Zeitpunkt des Eintreffens etwas vorverlegen konnten, bekamen dann sogar einen Local Support zu sehen. Mit Exception stand eine Band knapp nach 19 Uhr auf der Posthofb\u00fchne, die man in Linz nicht nicht kennen kann. Mario, Chris, Zeis &amp; Fabi hat man schon auf unz\u00e4hligen Gigs auf, neben und rund um die B\u00fchne gesehen \u2013 als Exception geben sie sich ein neues musikalisches Gewand. \u00dcbrigens erschienen auf dem sehr empfehlenswerten <a href=\"https:\/\/maximumprofitrecords.bandcamp.com\/music\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">MAXIMUM PROFIT Records<\/a>, wo man das aktuelle Tape auch h\u00f6ren kann. Und das gef\u00e4lligst auch tun sollte.<\/p>\n<p>Weiter ging\u2019s dann mit dem \u201eregul\u00e4ren\u201c Tourblock, den Agnostic Front im Gep\u00e4ck haben. Den Anfang machten dann Raw Brigade. Die Hardcore-Dampfwalze aus der kolumbianischen Hauptstadt Bogot\u00e1 geht auf der Stage keine Kompromisse ein. Und gewinnt den Rekord der \u201eCircle Pit! Circle Pit!\u201c-Aufforderungen unangefochten. Jedes Mal ein Schluckerl bei jeder Aufforderung und man geht ordentlich bedient heim. Oldschool-Hardcore der h\u00e4mmernden Sorte, f\u00fcr Linzer Mittwochsverh\u00e4ltnisse durchaus annehmbare Pits in der Mitte. Haben mit mir an diesem Abend zumindest einen Live-Fan mehr gewonnen!<\/p>\n<p>Wisdom in Chains &amp; AF: Double Header<\/p>\n<p>Danach: Wisdom in Chains. Seit 2024 nach dem Ausstieg von Mad Joe Black, den ein Redaktionskollege als \u201eGesangstitan\u201c titulierte, mit Franke Puopolo (Death Before Dishonor) am Front-Mic. Kann das gut gehen? Nunja, schon. Tracks wie Chasing The Dragons, When We Were Young, My Friends und Co sind aus vielen Hardcore-Playlists nicht mehr wegzudenken. Ein bisserl ungewohnt ohne Mad Joe ist das dann zwar doch immer noch, aber Frankie gibt sich alle M\u00fche. Kurzer Ausflug ins Publikum, das w\u00e4hrend des Wisdom in Chain-Gigs erst ein bisschen auftauen musste, inklusive. Mit Ballad Of Antonio gibts auch einen neuen Track zu h\u00f6ren, was beweisen sollte, dass die Geschichte der Band aus Pennsylvania noch nicht ganz fertig erz\u00e4hlt zu sein scheint. Und allein das ist an diesem Abend gut zu h\u00f6ren. Auch wenn man sich, wenn man den Opener schon dankend erw\u00e4hnt, dann doch zumindest den Bandnamen von Exception h\u00e4tte merken d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Eine etwas lange Umbauphase (samt Journey aus den Boxen) sp\u00e4ter dann Agnostic Front. Nun, man geht ja oft inflation\u00e4r mit dem Status \u201eLegenden\u201c um, aber Vinnie Stigma und Co. kommen dem schon ganz nahe. Nach Frank Sinatras \u201eNew York, New York\u201c betreten sie die Stage und lassen schnell etwaige Zweifel ad acta legen. Echoes in Eternity hei\u00dft die neueste Platte, die sie nat\u00fcrlich auch im Gep\u00e4ck hatten. Gut 20 Songs haben sie w\u00e4hrend des etwa einst\u00fcndigen Sets im Repertoire, wirken motiviert und so, als ob sie zumindest ein bisschen Spa\u00df auf der B\u00fchne h\u00e4tten.<\/p>\n<p>The Eliminator, Old New York, Victim In Pain, For My Family, dazu nat\u00fcrlich einige Nummern der neuen Platte. Da fehlt nix, und auch Frankie Puopolo darf noch mal mit ans Mike. Special Mention an dieser Stelle an Vinnie Stigma, der sich auch auf seine \u00e4lteren Tage auf ein T\u00e4nzchen im Publikum einl\u00e4sst. Bei Gotta Go brechen nat\u00fcrlich alle D\u00e4mme, und Police State ist immer noch politisch geblieben. Macht schon Spa\u00df, so ein Mittwoch im Posthof. Und wie eingangs erw\u00e4hnt: Warum eigentlich nicht \u00f6fter?<\/p>\n<p>Foto: Christoph Leeb <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit 1982 aktiv und nicht m\u00fcde: Agnostic Front sind auch aktuell immer noch eine der pr\u00e4gendsten Hardcore-Bands. 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