{"id":164141,"date":"2026-05-17T21:57:07","date_gmt":"2026-05-17T21:57:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/164141\/"},"modified":"2026-05-17T21:57:07","modified_gmt":"2026-05-17T21:57:07","slug":"proteste-gegen-israel-beim-esc-polizei-meldet-ruhige-lage-in-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/164141\/","title":{"rendered":"Proteste gegen Israel beim ESC: Polizei meldet ruhige Lage in Wien"},"content":{"rendered":"<p>Mehrere Tausend Menschen haben sich in Wien versammelt, um gegen die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest zu protestieren.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Angemeldet waren rund 3.000 Teilnehmer. Laut dem Tagesspiegel fiel die Zahl der Demonstrierenden vor Ort bislang jedoch geringer aus &#8211; m\u00f6glicherweise auch wegen des anhaltenden Regens.<\/p>\n<p>Die Lage blieb zun\u00e4chst ruhig, teilte die Wiener Polizei am Nachmittag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit.<\/p>\n<p>Die Protestierenden werfen den ESC-Veranstaltern Doppelmoral vor, da Israel weiterhin am Wettbewerb teilnehmen d\u00fcrfe, w\u00e4hrend Russland ausgeschlossen sei. Viele Demonstrierende hielten Plakate mit Aufschriften wie &#8222;Free Palestine&#8220; oder &#8222;Block Eurovision&#8220; hoch, berichtet die dpa.<\/p>\n<p>Nach Angaben des Tagesspiegel waren unter den Demonstrierenden zahlreiche Menschen mit pal\u00e4stinensischen Flaggen. Zudem beteiligten sich Vertreter sozialistischer, kommunistischer und antikapitalistischer Gruppen an den Protesten. Immer wieder skandierten Teilnehmer &#8222;Free, Free, Palestine&#8220;.<\/p>\n<p>Gleichzeitig formierte sich auch Gegenprotest. Unter dem Motto &#8222;Artists Against Antisemitism&#8220; versammelten sich Menschen, die den Boykottaufrufen kritisch gegen\u00fcberstehen.<\/p>\n<p>Eine Teilnehmerin sagte dem Tagesspiegel, sie empfinde die Proteste und Boykottbewegungen als antisemitisch und bedrohlich. Die Gruppe wolle sich solidarisch mit J\u00fcdinnen und Juden zeigen.<\/p>\n<p>Umfassende Sicherheitsvorkehrungen<\/p>\n<p>Seit Beginn der ESC-Woche sind die Sicherheitsma\u00dfnahmen rund um die Veranstaltung deutlich versch\u00e4rft worden. Das Polizeiaufgebot in Wien ist gro\u00df, die Stadthalle gleicht bereits Tage vor dem Finale einer Hochsicherheitszone.<\/p>\n<p>Wegen angek\u00fcndigter Proteste und m\u00f6glicher Bedrohungen wird die israelische Delegation, die sich bereits seit Anfang Mai in Wien aufh\u00e4lt, besonders gesch\u00fctzt und weitgehend von der \u00d6ffentlichkeit abgeschirmt. Insgesamt blieb die Lage bislang jedoch weitgehend ruhig.<\/p>\n<p>Zu einem Zwischenfall kam es allerdings w\u00e4hrend des Halbfinales am Dienstag: Beim Auftritt des israelischen Teilnehmers Noam Bettan wurden vier Protestierende aus der Halle gef\u00fchrt, nachdem sie versucht hatten, die Performance zu st\u00f6ren.<\/p>\n<p>Boykott durch f\u00fcnf L\u00e4nder<\/p>\n<p>Bereits in den Monaten vor dem ESC hatte die Teilnahme Israels f\u00fcr heftige Debatten gesorgt. Schlie\u00dflich entschieden sich f\u00fcnf L\u00e4nder dazu, in diesem Jahr nicht am Wettbewerb teilzunehmen: Spanien, Irland, Slowenien, die Niederlande und Island verzichten auf einen ESC-Beitrag.<\/p>\n<p>Der Boykott gilt auch wirtschaftlich als R\u00fcckschlag f\u00fcr den Wettbewerb. Nach Angaben der Veranstalter verfolgten im vergangenen Jahr weltweit rund 166 Millionen Menschen den ESC. Mit nur noch 35 teilnehmenden L\u00e4ndern ist das Teilnehmerfeld in diesem Jahr so klein wie seit 2003 nicht mehr.<\/p>\n<p>Einige der L\u00e4nder beschr\u00e4nken sich jedoch nicht nur auf den Verzicht auf eine Teilnahme, sondern zeigen den Wettbewerb teilweise auch nicht im Fernsehen.<\/p>\n<p>Der slowenische \u00f6ffentlich-rechtliche Sender TV Slovenija sendet stattdessen seit Beginn der ESC-Woche Spielfilme und Dokumentationen &#8211; darunter auch Beitr\u00e4ge \u00fcber Pal\u00e4stinenser wie die Dokumentation Stimmen Pal\u00e4stinas.<\/p>\n<p>In Spanien organisiert derweil der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk ein eigenes Musikprogramm. Unter dem Titel La Casa de la M\u00fasica treten rund 20 bekannte spanische K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler auf.<\/p>\n<p>Der irische Sender RT\u00c92 zeigt stattdessen Wiederholungen der Kult-Comedy &#8222;Father Ted&#8220;. Eine der ausgestrahlten Folgen dreht sich um zwei Priester, die an einem ESC-\u00e4hnlichen Wettbewerb teilnehmen &#8211; viele sehen darin eine satirische Anspielung auf den Eurovision Song Contest.<\/p>\n<p>Die Programmauswahl sorgt in Irland allerdings auch f\u00fcr Kritik. Der Drehbuchautor Graham Linehan bezeichnete die Entscheidung als &#8222;antisemitische politische Geste&#8220; und forderte den R\u00fccktritt des Senderschefs. Linehan steht selbst seit Jahren wegen transfeindlicher Aussagen in der Kritik.<\/p>\n<p>Erster ESC-Boykott bereits 1969<\/p>\n<p>Ein Boykott des ESC durch teilnehmende L\u00e4nder ist kein Novum.<\/p>\n<p>Laut dem ESC-Boykott Historiker Dean Vuletic hat der erste Boykott des Wettbewerbs habe bereits 1969 stattgefunden, wie er der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) erkl\u00e4rte. Damals entschied sich \u00d6sterreich gegen eine Teilnahme, das unter der Diktatur von Francisco Franco keine Delegation nach Spanien schicken wollte.<\/p>\n<p>&#8222;Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder stark politisierte ESC-Ausgaben erlebt&#8220;, so Vuletic weiter. Als Beispiele nannte er den Wettbewerb 2009 in Russland, die Austragung in Aserbaidschan 2012 sowie den ESC 2024 in Schweden, der von Protesten und dem Ausschluss eines Teilnehmers nach einem Zwischenfall hinter der B\u00fchne \u00fcberschattet wurde.<\/p>\n<p>&#8222;All diese Wettbewerbe standen massiv unter politischem Druck &#8211; und trotzdem existiert der ESC weiter&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>25 L\u00e4nder im Finale<\/p>\n<p>Nach einer Woche voller Proben, Halbfinals und Diskussionen steigt am Samstagabend das gro\u00dfe Finale des Eurovision Song Contest in der Wiener Stadthalle. Insgesamt 25 L\u00e4nder k\u00e4mpfen dabei um die begehrte Pop-Krone Europas.<\/p>\n<p>Zum 70. Jubil\u00e4um des ESC treten K\u00fcnstler aus ganz Europa mit teils spektakul\u00e4ren Shows gegeneinander an &#8211; darunter eine finnische Geigerin mit Pyro-Show, ein moldauischer Folk-Rapper oder eine serbische Metalband.<\/p>\n<p>Die Show beginnt um 19 Uhr GMT (21 Uhr deutscher Zeit) und wird in den teilnehmenden L\u00e4ndern von den jeweiligen nationalen Sendern \u00fcbertragen. In den USA l\u00e4uft der ESC beim Streamingdienst Peacock. Au\u00dferdem ist die Show in vielen Regionen weltweit \u00fcber den offiziellen YouTube-Kanal des Eurovision Song Contest verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>Zuschauer in den teilnehmenden L\u00e4ndern k\u00f6nnen w\u00e4hrend der Show und kurz danach per Telefon oder SMS abstimmen &#8211; allerdings nicht f\u00fcr den eigenen Beitrag. Fans aus den USA und anderen nicht teilnehmenden Staaten k\u00f6nnen online \u00fcber die Plattform esc.vote abstimmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehrere Tausend Menschen haben sich in Wien versammelt, um gegen die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest zu&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":164142,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[22],"tags":[46,42,147,51776,750,44,3339,148],"class_list":["post-164141","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unterhaltung","tag-at","tag-austria","tag-entertainment","tag-eurovision-2026","tag-israel","tag-oesterreich","tag-protest","tag-unterhaltung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116592158052009989","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/164141","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=164141"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/164141\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/164142"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=164141"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=164141"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=164141"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}