{"id":164442,"date":"2026-05-18T04:31:11","date_gmt":"2026-05-18T04:31:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/164442\/"},"modified":"2026-05-18T04:31:11","modified_gmt":"2026-05-18T04:31:11","slug":"europas-batteriemarkt-wird-geladen-energiezukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/164442\/","title":{"rendered":"Europas Batteriemarkt wird geladen &#8211; energiezukunft"},"content":{"rendered":"<p>Grunds\u00e4tzlich sieht Bernehed Deutschland und Europa gut aufgestellt. \u201eDas Know-how ist da, richtig gute Batterien hierzulande zu bauen. Woran es noch fehlt, ist der Silicon Valley Spirit, das Ganze richtig hochzuskalieren.\u201c Wobei es Bernehed zugleich wichtig ist, Schritt f\u00fcr Schritt zu denken. \u201eEine Gigafactory zu bauen, bevor wir nicht eine Megawattfabrik gebaut haben, macht keinen Sinn.\u201c In diesem Sinne habe gerade China in der Vergangenheit vieles richtig gemacht.<\/p>\n<p>Woran es in Deutschland weiterhin mangele, sei die schnelle Verf\u00fcgbarkeit von Kapital, kritisiert Bernehed. \u201eWenn ich ein staatliches F\u00f6rderprogramm beantrage, werden die Finanzierungssummen oftmals davon abh\u00e4ngig gemacht, welche Auszahlungen ich bereits get\u00e4tigt habe, hei\u00dft, ich muss in Vorkasse treten. Zwischen Antragsstellung staatlicher F\u00f6rdergelder und Auszahlung vergehen im Schnitt 20 Monate.\u201c Bei Geldern privater Investoren dauere es aufgrund b\u00fcrokratischer Verfahren bis zur Auszahlung oftmals rund drei Monate \u2013 auch das zu lange.<\/p>\n<p>Zu viel B\u00fcrokratie auf der einen, zu wenig Regeln auf der anderen Seite<\/p>\n<p>Ohnehin, die B\u00fcrokratie: Umweltschutz ist Bernehed ein Anliegen, aber wenn etwa Feuerschutzvorschriften in jedem deutschen Bundesland anders gelagert sind, sei niemanden geholfen. \u201eIch w\u00fcnsche mir ein einheitliches Framework auf europ\u00e4ischer Ebene, in dem Start-Ups wie wir besser und freier agieren k\u00f6nnen. Vor allem, um unseren Kunden aus ganz Europa gerecht werden zu k\u00f6nnen.\u201c Es gelte, hohe Umweltschutzstandards und Industrialisierung unter einen Hut zu kriegen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Winter sind Wettbewerbsregeln ein entscheidender Faktor, damit Deutschland und Europa im Batteriemarkt global aufschlie\u00dfen k\u00f6nnen. \u201eWir brauchen Regularien, dass die in der EU verkauften Batterien ethischen, energetischen und umweltrechtlichen Grunds\u00e4tzen gen\u00fcgen. Und es muss \u00fcberpr\u00fcfbar sein, ob Batterien aus dem Ausland diese Regularien erf\u00fcllen. Dann hat die europ\u00e4ische Batterieproduktion eine Chance.\u201c<\/p>\n<p>Eine europ\u00e4ische Nachhaltigkeitsstruktur ist auf dem Weg. Die schrittweise eingef\u00fchrte Batterieverordnung gibt vor, dass Unternehmen soziale und \u00f6kologische Risiken bei Rohstoffen wie Lithium, Kobalt, Nickel und Graphit identifizieren und mindern sollen. Es soll Pflichtangaben zum CO2-Fu\u00dfabdruck geben. Jedoch wurde die Einf\u00fchrung entsprechender Sorgfaltspflichten erst k\u00fcrzlich um weitere zwei Jahre verschoben. Und soll nun ab Mitte 2027 gelten.<\/p>\n<p>Im Rahmen des <a href=\"https:\/\/www.energiezukunft.eu\/wirtschaft\/rohstoffsicherung-wird-umwelt-und-beteiligung-uebergeordnet\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Critical Raw Materials Act<\/a> gibt die EU bis 2030 das Ziel von 10 Prozent heimischer F\u00f6rderung aus, 40 Prozent heimischer Verarbeitung und 25 Prozent Recycling strategischer Rohstoffe. Zudem sollen nicht mehr als 65 Prozent des EU-Bedarfs an einem Rohstoff aus einem einzigen Drittland kommen.<\/p>\n<p>In die Batterieforschung k\u00f6nnte bis 2030 EU-weit ein zweistelliger Milliardenbetrag privater und staatlicher Investitionen flie\u00dfen. 2022 gab die EU das Ziel aus, 90 Prozent des Bedarfs durch heimische Produktion zu bewerkstelligen. Das erscheint utopisch. Immerhin h\u00e4lt das Fraunhofer ISI weiterhin eine Rate von 50 bis 60 Prozent f\u00fcr m\u00f6glich. Von aktuell rund 500 Gigawattstunden auf \u00fcber eine Terrawattstunde 2030 sch\u00e4tzt das Institut die steigende j\u00e4hrliche Nachfrage nach Batteriezellen in Europa. In diesem Markt will Alteva k\u00fcnftig tatkr\u00e4ftig mitmischen. Ob der Markteintritt gl\u00fcckt, wird sich im kommenden Jahr zeigen. Manuel Grisard<\/p>\n<p>Der Artikel ist Teil des Printmagazins energiezukunft, mit dem Thema Innovationen f\u00fcr die Energiewende. <a href=\"https:\/\/www.energiezukunft.eu\/fileadmin\/user_upload\/Magazin-PDFs\/energiezukunft\/energiezukunft_2026_40.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Hier geht es zum Magazin<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Grunds\u00e4tzlich sieht Bernehed Deutschland und Europa gut aufgestellt. \u201eDas Know-how ist da, richtig gute Batterien hierzulande zu bauen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":164443,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[31870,76,75,74,1947],"class_list":["post-164442","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-energiespeicher","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-startups"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116593707110533574","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/164442","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=164442"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/164442\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/164443"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=164442"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=164442"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=164442"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}