{"id":166954,"date":"2026-05-19T09:47:07","date_gmt":"2026-05-19T09:47:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/166954\/"},"modified":"2026-05-19T09:47:07","modified_gmt":"2026-05-19T09:47:07","slug":"ebola-ausbruch-im-kongo-who-tief-besorgt-ueber-ausmass-und-tempo-der-epidemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/166954\/","title":{"rendered":"Ebola-Ausbruch im Kongo: WHO tief besorgt \u00fcber Ausma\u00df und Tempo der Epidemie"},"content":{"rendered":"<p>Das Notfallkomitee der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommt heute zusammen, um \u00fcber befristete Ma\u00dfnahmen gegen den neuen Ebola-Ausbruch im Kongo zu beraten.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Die Ausbr\u00fcche im Kongo und in Uganda gelten nach Einstufung der WHO als gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite.<\/p>\n<p>\u201eIch habe diese Entscheidung im Einklang mit Artikel zw\u00f6lf der Internationalen Gesundheitsvorschriften getroffen, nach Konsultationen mit den Gesundheitsministern beider L\u00e4nder. Ich bin zutiefst besorgt \u00fcber Ausma\u00df und Geschwindigkeit der Epidemie\u201c, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag auf der Weltgesundheitsversammlung in Genf.<\/p>\n<p>Der Ausbruch mit Schwerpunkt in der ostkongolesischen Provinz Ituri hat nach Angaben der Beh\u00f6rden bislang mindestens 131 Todesopfer gefordert und 500 Erkrankungen verursacht.<\/p>\n<p>In Ugandas Grenzregion wurden zudem zwei F\u00e4lle registriert, darunter ein Todesfall bei Reisenden aus dem Kongo.<\/p>\n<p>\u201eEs gibt mehrere Faktoren, die uns wegen einer m\u00f6glichen weiteren Ausbreitung und weiterer Todesf\u00e4lle Sorgen machen\u201c, sagte Tedros.<\/p>\n<p>Zum einen gibt es neben den best\u00e4tigten Infektionen eine gro\u00dfe Zahl an Verdachtsf\u00e4llen und ungekl\u00e4rten Todesf\u00e4llen.<\/p>\n<p>\u201eDiese Zahlen werden sich ver\u00e4ndern, da die Eins\u00e4tze im Feld hochgefahren werden, einschlie\u00dflich verst\u00e4rkter \u00dcberwachung, Kontaktnachverfolgung und Laboruntersuchungen\u201c, erg\u00e4nzte Tedros.<\/p>\n<p>Zum anderen wurden F\u00e4lle in dicht besiedelten St\u00e4dten gemeldet, darunter in Ugandas Hauptstadt Kampala und in der Stadt Goma in der Demokratischen Republik Kongo. Drittens wurden Todesf\u00e4lle unter Besch\u00e4ftigten im Gesundheitswesen registriert, was auf Ansteckungen in Kliniken hinweist.<\/p>\n<p>All diese Faktoren verst\u00e4rken sich durch starke Bev\u00f6lkerungsbewegungen in der Region.<\/p>\n<p>Die UN-Gesundheitsorganisation betont, der Ausbruch erf\u00fclle nicht die Kriterien eines pandemischen Notstands wie COVID-19, und r\u00e4t von der Schlie\u00dfung internationaler Grenzen ab.<\/p>\n<p>Bundibugyo-Ebolavirus: Was steckt dahinter?<\/p>\n<p>Das Bundibugyo-Virus, das den aktuellen Ausbruch verursacht, ist seltener als andere Ebola-Erreger. Das erschwert die Reaktion, weil es weder gezielte Behandlungen noch Impfstoffe gibt.<\/p>\n<p>\u201eEs gibt nichts, was auch nur ann\u00e4hernd f\u00fcr klinische Studien bereit w\u00e4re\u201c, sagte die Infektiologin und Epidemiologin Celine Gounder, die w\u00e4hrend der Ebola-Epidemie 2014 bis 2016 in Westafrika Patienten behandelt hat.<\/p>\n<p>\u201eDas bedeutet, dass Einsatzkr\u00e4fte, medizinisches Personal und andere Helfer im Grunde wieder bei den Grundlagen anfangen.\u201c<\/p>\n<p>Das Virus verbreitet sich \u00e4hnlich wie andere Ebola-Erreger: durch engen Kontakt mit K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten erkrankter oder verstorbener Menschen, etwa Schwei\u00df, Blut, Stuhl oder Erbrochenem. Nach Einsch\u00e4tzung von Fachleuten sind vor allem Pflegekr\u00e4fte und Familienmitglieder gef\u00e4hrdet, die sich um Erkrankte k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>\u201eIn Abwesenheit eines Impfstoffs k\u00f6nnen L\u00e4nder viele andere Schritte unternehmen, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen und Leben zu retten \u2013 auch ohne spezifische medizinische Gegenmittel. Dazu geh\u00f6ren etwa klare Risikokommunikation und die Einbindung der Gemeinden\u201c, sagte Tedros.<\/p>\n<p>Die Eind\u00e4mmung des Ausbruchs st\u00fctzt sich auf ein B\u00fcndel von Ma\u00dfnahmen: klinische Versorgung, \u00dcberwachung und Kontaktnachverfolgung, Labordiagnostik, Infektionspr\u00e4vention und -kontrolle in Gesundheitseinrichtungen, sichere und w\u00fcrdevolle Bestattungen, Impfungen, wo m\u00f6glich, sowie soziale Mobilisierung.<\/p>\n<p>Kongo-Ausbruch: 50 Tote, bevor Ausbruch entdeckt wird<\/p>\n<p>Der Generaldirektor der Afrika-Zentren f\u00fcr Krankheitskontrolle und -pr\u00e4vention (Africa CDC), Jean Kaseya, erkl\u00e4rte, die sp\u00e4te Entdeckung habe die Reaktion verz\u00f6gert und dem Virus Zeit zur Ausbreitung gegeben.<\/p>\n<p>\u201eDieser Ausbruch begann im April. Bislang kennen wir den Indexfall nicht. Das hei\u00dft, wir wissen nicht, wie gro\u00df dieser Ausbruch tats\u00e4chlich ist\u201c, sagte er mit Blick auf den ersten nachweisbaren Fall einer Epidemie.<\/p>\n<p>Der fr\u00fcheste bekannte Verdachtsfall, ein 59-j\u00e4hriger Mann, entwickelte am 24. April Symptome und starb am 27. April in einem Krankenhaus in Ituri.<\/p>\n<p>Als die Gesundheitsbeh\u00f6rden am 5. Mai erstmals \u00fcber soziale Medien auf den Ausbruch aufmerksam wurden, waren nach Angaben der Africa CDC bereits 50 Todesf\u00e4lle registriert.<\/p>\n<p>Nach WHO-Angaben sind mindestens vier Todesf\u00e4lle unter Besch\u00e4ftigten im Gesundheitswesen gemeldet worden, die Symptome einer Ebola-Infektion zeigten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Notfallkomitee der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommt heute zusammen, um \u00fcber befristete Ma\u00dfnahmen gegen den neuen Ebola-Ausbruch im Kongo&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":166955,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[29849,52404,124,40,41,39,52405,66,8422,65,64],"class_list":["post-166954","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-demokratische-republik-kongo","tag-ebolavirus","tag-gesundheit","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-uganda","tag-welt","tag-who","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116600612202822323","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/166954","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=166954"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/166954\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/166955"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=166954"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=166954"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=166954"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}