{"id":169353,"date":"2026-05-20T13:56:07","date_gmt":"2026-05-20T13:56:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/169353\/"},"modified":"2026-05-20T13:56:07","modified_gmt":"2026-05-20T13:56:07","slug":"europa-forum-wachau-from-regional-strength-to-european-leadership","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/169353\/","title":{"rendered":"Europa-Forum Wachau &#8211; \u201eFrom regional strength to European Leadership\u201d"},"content":{"rendered":"<p>Im Rahmen des Panels \u201eFrom regional strength to European Leadership\u201d am heutigen Mittwoch beim Europa-Forum Wachau in der Campus Halle Krems blickte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Interview zur Frage, was Nieder\u00f6sterreich brauche, um global relevant, wirtschafts- und wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben, eingangs in die Vergangenheit und meinte: \u201eJahrelang hat Europa vom Modell ,billige Energie aus Russland, billige Produktion aus China und Sicherheit aus Amerika\u00b4 profitiert \u2013 all das hat uns jahrzehntelang Stabilit\u00e4t und Wachstum gebracht.\u201c Dieses Modell sei aber nicht mehr zukunftsf\u00e4hig \u2013 Europa m\u00fcsse handlungsf\u00e4higer, wettbewerbsf\u00e4higer und wehrhafter werden. <\/p>\n<p>Hier h\u00e4tten vor allem die Regionen gro\u00dfe Verantwortung, sagte die Landeshauptfrau. Nieder\u00f6sterreich leiste hier bereits wesentliche Beitr\u00e4ge, etwa im Bereich Energie. \u201eNieder\u00f6sterreich leistet mehr als 40 Prozent der \u00f6sterreichweiten Produktion erneuerbarer Energie, in erster Linie durch Sonnenenergie und Windkraft.\u201c Diese Energien werde man auch k\u00fcnftig ausbauen, \u201eaber wir sind uns auch bewusst, dass Wirtschaft, Industrie und unsere B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger weiterhin auf Gas angewiesen sind.\u201c So habe man erst zu Wochenbeginn eine neue Gasf\u00f6rderquelle in Wittau in Betrieb genommen. <\/p>\n<p>Zudem versuche man mit der N\u00d6 Wirtschaftsstrategie einen Beitrag zu mehr Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu leisten. \u201eZentrales Element dabei ist der Fokus auf Zukunftsfelder wie Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft, Sicherheits-, Weltraum- und Bahntechnologie\u201c, erl\u00e4uterte die Landeshauptfrau. Gerade in der Bahntechnologie habe \u00d6sterreich eine gro\u00dfe St\u00e4rke und speziell in Nieder\u00f6sterreich sei Exzellenz und Spitzenleistung zu Hause. \u201eWir haben \u00fcber 30 Firmen, die im Bereich Bahntechnologie weltweit nachgefragte Produkte produzieren.\u201c Hier wolle man europaweit dort unterst\u00fctzen, wo es Aufhol- und Innovationsbedarf gebe &#8211; etwa bei der Bahninfrastruktur im Zuge des Wiederaufbaus in der Ukraine oder auch in Kroatien im Bereich der Schieneninfrastruktur. <\/p>\n<p>Die Landeshauptfrau hob hervor: \u201eF\u00fcr Projekte in all den Bereichen braucht es aber weniger B\u00fcrokratie.\u201c Denn die B\u00fcrokratie sei die gr\u00f6\u00dfte Bremse im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung. \u201eHier braucht es einen Paradigmenwechsel in der Europ\u00e4ischen Union: Europa muss vom Weltmeister der B\u00fcrokratie zum Weltmeister der Innovation und Wettbewerbsf\u00e4higkeit werden.\u201c Die Weiterentwicklung Europas und seine Wettbewerbsf\u00e4higkeit h\u00e4nge am B\u00fcrokratieabbau, betonte sie. \u201eWenn wir sehen, dass China Produktionen staatlich subventioniert und kaum Umweltauflagen hat, dann ist das ein klares Zeichen, dass wir in Europa B\u00fcrokratie rasch abbauen und optimalere Rahmenbedingungen schaffen m\u00fcssen.\u201c Dazu m\u00fcssten beispielsweise Berichtspflichten reduziert werden, erkl\u00e4rte Mikl-Leitner: \u201eExpertinnen und Experten sagen, das ist m\u00f6glich, und zwar innerhalb kurzer Zeit um 25 bis 35 Prozent.\u201c Zum zweiten solle f\u00fcr jedes neu geschaffene Regulativ ein altes gestrichen werden. \u201eUnd zum dritten w\u00fcrde ich mir w\u00fcnschen, dass jedes neue Gesetz einem Wettbewerbstest unterzogen wird, um zu schauen, ob es tauglich ist, Wachstum zu erm\u00f6glichen.\u201c<\/p>\n<p>Taras Kachka, Vizepremierminister f\u00fcr europ\u00e4ische und euro-atlantische Integration in der Ukraine, sprach im Rahmen des Panels \u00fcber den Wunsch der Ukraine, Mitglied der Europ\u00e4ischen Union zu werden. \u201eDer Krieg ist die gr\u00f6\u00dfte Trag\u00f6die, vor allem menschlich\u201c, so Kachka, \u201eaber wir haben uns bereits vor diesem Krieg als Land in vielen Bereichen enorm weiterentwickelt und einen gro\u00dfen wirtschaftlichen und technologischen Fortschritt geschafft.\u201c Diese Entwicklung helfe nun, den Krieg zu \u00fcberstehen, und sie ist ein wichtiger Faktor beim Wiederaufbau. Er zeigte sich \u00fcberzeugt, die Ukraine k\u00f6nne aufgrund ihres Fortschrittes viel zur Europ\u00e4ischen Union beitragen, zum Beispiel in den Bereichen Verteidigungstechnologie oder Konnektivit\u00e4t. Der Vizepremier hob in Bezug auf einen EU-Beitritt aber besonders hervor: \u201eGemeinsame Regeln und Werte schaffen Zusammenhalt, b\u00fcndeln Kr\u00e4fte und machen Europa global gesehen resilient.\u201c<\/p>\n<p>Bundesministerin Claudia Bauer, der slowakische Staatssekret\u00e4r Marek Estok sowie Milena Hrdinkova, Beraterin des tschechischen Premierministers f\u00fcr EU-Angelegenheiten, diskutierten unter anderem dar\u00fcber, wie Europa seine Wettbewerbsf\u00e4higkeit erhalten und weiterentwickeln sowie ein stabiles Wirtschaftswachstum generieren k\u00f6nne. Estok hob unter anderem das Thema \u201ehohe Energiepreise\u201c hervor: \u201eUnser Erfolg h\u00e4ngt von unserer Wettbewerbsf\u00e4higkeit ab und dabei sind die Energiepreise ein zentraler Punkt.\u201c Hier stimmte auch Hrdinkova zu: \u201eSelbst innerhalb der Mitgliedsstaaten gibt es oft hundertprozentige Preisunterschiede, das m\u00fcssen wir rasch l\u00f6sen.\u201c Bundesministerin Bauer sprach zudem von der Wichtigkeit eines Fokus auf die einzelnen Regionen: \u201eDie Zusammenarbeit in den Regionen ist ausschlaggebend daf\u00fcr, die Stellung der EU in der Welt zu st\u00e4rken.\u201c Der Fokus, etwa was Investitionen betreffe, d\u00fcrfe nicht in den Hauptst\u00e4dten enden. \u201eDie regionale Zusammenarbeit st\u00e4rkt unsere Stimme und hilft uns, k\u00fcnftig an gro\u00dfen Entscheidungen teilzuhaben\u201c, meinten die Diskutanten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Rahmen des Panels \u201eFrom regional strength to European Leadership\u201d am heutigen Mittwoch beim Europa-Forum Wachau in der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":168893,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[8],"tags":[26393,26395,75,50409,10354,40,41,622,26394,269,39,38,877],"class_list":["post-169353","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-apa","tag-apa-ots","tag-europa","tag-europa-forum-wachau","tag-mikl-leitner","tag-nachrichten","tag-news","tag-niederoesterreich","tag-ots","tag-politik","tag-schlagzeilen","tag-top-meldungen","tag-wirtschaft-und-finanzen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116607253375215121","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/169353","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=169353"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/169353\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/168893"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=169353"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=169353"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=169353"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}