{"id":16983,"date":"2026-02-27T19:31:08","date_gmt":"2026-02-27T19:31:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/16983\/"},"modified":"2026-02-27T19:31:08","modified_gmt":"2026-02-27T19:31:08","slug":"oesterreichs-immobilienmarkt-dreht-wieder-auf-tirol-bleibt-hochpreisregion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/16983\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreichs Immobilienmarkt dreht wieder auf \u2013 Tirol bleibt Hochpreisregion"},"content":{"rendered":"<p>Nach einer Phase sinkender Preise zieht der \u00f6sterreichische Wohnimmobilienmarkt wieder an. Doch hohe Kreditzinsen und knappes Angebot machen den Kauf weiterhin anspruchsvoll \u2013 besonders in Tirol.<\/p>\n<p>Moderate Trendwende nach der Korrektur<\/p>\n<p>Wohneigentum in \u00d6sterreich ist wieder leicht im Aufwind. Nach einer Preiskorrektur von rund f\u00fcnf Prozent zwischen dem dritten Quartal 2022 und dem vierten Quartal 2024 zogen die Immobilienpreise 2025 \u00f6sterreichweit um rund ein Prozent an. F\u00fcr 2026 prognostiziert Matthias Reith, Senior \u00d6konom bei Raiffeisen Research, ein Plus von etwa 2,5 Prozent.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Ein neuerlicher Boom ist dennoch nicht in Sicht. Die Europ\u00e4ische Zentralbank hat ihren Zinssenkungskurs vorerst gestoppt \u2013 Kreditzinsen bleiben damit sp\u00fcrbar h\u00f6her als vor der Zinswende und erschweren die Finanzierung nach wie vor.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Hinter der moderaten Erholung stehen drei strukturelle Faktoren: gestiegene Einkommen, eine leicht wachsende Bev\u00f6lkerung sowie r\u00fcckl\u00e4ufige Fertigstellungszahlen, die den Druck auf das Angebot erh\u00f6hen.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Tirol: Teuer mit regionalen Unterschieden<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Tirol bleibt nach Wien das zweitteuerste Bundesland \u00d6sterreichs. Im vierten Quartal 2025 kostete ein Quadratmeter eines Tiroler Einfamilienhauses im Schnitt 6.955 Euro \u2013 ein Plus von 2,7 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Preish\u00f6chststand 2022 sind die Preise allerdings nur um rund 2,2 Prozent gesunken, deutlich weniger als etwa in Vorarlberg oder Salzburg (je rund sieben Prozent).<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Innerhalb des Bundeslandes klaffen die Preise weit auseinander:<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nBezirk\u00d8 Preis pro m\u00b2&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKitzb\u00fchel&#13;<br \/>\n10.240 \u20ac&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nInnsbruck&#13;<br \/>\n10.180 \u20ac&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nLienz&#13;<br \/>\n4.210 \u20ac&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Bemerkenswert: W\u00e4hrend die Preise in Innsbruck zuletzt deutlich zur\u00fcckgingen, verteuerten sich Immobilien in Reutte und Imst seit der Zinswende sogar. Die regionale Preisschere hat sich damit etwas geschlossen.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Langfristig bleibt Tirol teuer<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Trotz nur minimalen Bev\u00f6lkerungswachstums von prognostizierten 0,7 Prozent in den kommenden zehn Jahren d\u00fcrfte Tirol ein strukturell hochpreisiger Markt bleiben. Der Grund: Bauland ist knapp \u2013 die Fl\u00e4chenverf\u00fcgbarkeit z\u00e4hlt zu den niedrigsten in ganz \u00d6sterreich.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Mittel- bis langfristig werden f\u00fcr Innsbruck und sein Umland \u00fcberdurchschnittliche Preissteigerungen erwartet. Osttirol d\u00fcrfte aufgrund schw\u00e4cherer demografischer Dynamik dagegen hinterherhinken.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Trend zur Bestandsimmobilie<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Das ver\u00e4nderte Zinsumfeld beeinflusst auch das Kaufverhalten. Angesichts begrenzten Neubauangebots und hoher Finanzierungskosten gewinnen Bestandsimmobilien an Attraktivit\u00e4t. Sanierungen nehmen zu, das Modell \u201eKauf \u2013 Sanierung \u2013 Verkauf&#8220; etabliert sich. Energieeffizienz spielt dabei eine wachsende Rolle \u2013 aus \u00f6kologischen wie wirtschaftlichen Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Fazit: Der \u00f6sterreichische Immobilienmarkt erholt sich \u2013 aber selektiv. In Tirol bleibt Wohneigentum trotz leichter Entspannung teuer. Wer kaufen m\u00f6chte, sollte Finanzierungskonditionen, Lage und energetischen Zustand der Immobilie sorgf\u00e4ltig abw\u00e4gen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach einer Phase sinkender Preise zieht der \u00f6sterreichische Wohnimmobilienmarkt wieder an. 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