{"id":170821,"date":"2026-05-21T08:37:10","date_gmt":"2026-05-21T08:37:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/170821\/"},"modified":"2026-05-21T08:37:10","modified_gmt":"2026-05-21T08:37:10","slug":"digitale-unternehmensgruendung-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/170821\/","title":{"rendered":"Digitale Unternehmensgr\u00fcndung in Europa"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Die digitale Unternehmensgr\u00fcndung wird f\u00fcr viele Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcnder in Deutschland immer wichtiger. Eine aktuelle Studie von Civey im Auftrag von e-Residency of Estonia zeigt, dass viele Menschen wegen b\u00fcrokratischer H\u00fcrden sogar eine Gr\u00fcndung in einem anderen EU Land in Betracht ziehen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Civey-Studie im Auftrag von e-Residency of Estonia<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei Drittel der Gr\u00fcndungswilligen in Deutschland w\u00fcrden ihr Unternehmen in einem anderen EU-Land gr\u00fcnden<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">B\u00fcrokratie ist das gr\u00f6\u00dfte Gr\u00fcndungshemmnis \u2013 Mehrheit w\u00fcnscht sich vollst\u00e4ndig digitale Prozesse<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tallinn\/Berlin, 21. Mai 2026. B\u00fcrokratische H\u00fcrden sind das gr\u00f6\u00dfte Hindernis f\u00fcr Menschen in Deutschland auf dem Weg zum eigenen Unternehmen \u2013 noch vor dem finanziellen Risiko. Das zeigt eine aktuelle, repr\u00e4sentative Studie des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von e-Residency of Estonia. Befragt wurden 1.500 Personen in Deutschland, die konkret planen, in den kommenden zwei Jahren ein Unternehmen zu gr\u00fcnden oder dies ernsthaft in Erw\u00e4gung ziehen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ergebnisse zeichnen ein klares Bild. Die Mehrheit der Befragten w\u00fcnscht sich digitale und einfache Gr\u00fcndungsprozesse. Gleichzeitig sind viele Menschen bereit, daf\u00fcr auch \u00fcber nationale Grenzen hinaus zu denken.<\/p>\n<p>Digitale Unternehmensgr\u00fcndung soll B\u00fcrokratie verringern<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">B\u00fcrokratie schl\u00e4gt Finanzrisiko als gr\u00f6\u00dftes Gr\u00fcndungshemmnis<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf die Frage, welche Aspekte sie derzeit am meisten von einer Unternehmensgr\u00fcndung abhalten, nennen 35,6 Prozent der Befragten b\u00fcrokratische H\u00fcrden als entscheidenden Faktor. Damit liegt B\u00fcrokratie noch vor dem finanziellen Risiko mit 33,3 Prozent.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Hemmnisse sind fehlende Zeit durch private Verpflichtungen mit 12,8 Prozent, eine fehlende Gesch\u00e4ftsidee mit 12,1 Prozent sowie mangelnde Erfahrung mit 11,8 Prozent. Rund jeder F\u00fcnfte mit 22,3 Prozent sieht aktuell keine der genannten H\u00fcrden.<\/p>\n<p>Digitale Unternehmensgr\u00fcndung wird f\u00fcr Gr\u00fcnder wichtiger<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei Drittel wollen vollst\u00e4ndig digital gr\u00fcnden<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">65,5 Prozent der gr\u00fcndungswilligen Befragten halten es f\u00fcr wichtig, ein Unternehmen vollst\u00e4ndig digital und ohne physische Beh\u00f6rdentermine gr\u00fcnden zu k\u00f6nnen. Nur knapp 30 Prozent stufen dies als weniger oder gar nicht wichtig ein.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Signal ist deutlich. Digitale Prozesse gelten f\u00fcr eine klare Mehrheit nicht mehr als Zusatz, sondern als wichtige Grundlage moderner Gr\u00fcndungsbedingungen.<\/p>\n<p>Studie zeigt hohe Offenheit f\u00fcr digitale Gr\u00fcndung im EU Ausland<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Knapp 70 Prozent offen f\u00fcr Gr\u00fcndung in einem anderen EU-Land<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das vielleicht bemerkenswerteste Ergebnis der Studie: 68,7 Prozent der Befragten k\u00f6nnen sich vorstellen, ihr Unternehmen in einem anderen europ\u00e4ischen Land zu gr\u00fcnden \u2013 vollst\u00e4ndig digital und ohne ihren Wohnsitz in Deutschland aufzugeben. Nur 26,7 Prozent schlie\u00dfen dies aus.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Zahl zeigt, dass viele potenzielle Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcnder die Standortwahl zunehmend funktional betrachten. Nicht die nationale Zugeh\u00f6rigkeit entscheidet, sondern die Qualit\u00e4t der Rahmenbedingungen.<\/p>\n<p>EU Inc soll digitale Unternehmensgr\u00fcndung erleichtern<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ergebnisse im Kontext der EU-Inc.-Debatte<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Studienergebnisse erscheinen in einer Zeit, in der auf europ\u00e4ischer Ebene intensiv \u00fcber eine optionale und EU weit einheitliche Unternehmensform diskutiert wird. Am 18. M\u00e4rz 2026 hat die Europ\u00e4ische Kommission ihren Legislativvorschlag f\u00fcr EU Inc. vorgestellt. Die einheitliche europ\u00e4ische Rechtsform soll vollst\u00e4ndig digitale Gr\u00fcndungen innerhalb von 48 Stunden erm\u00f6glichen und zentrale Regeln f\u00fcr Start ups europaweit vereinheitlichen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Civey Daten zeigen, dass diese Reformans\u00e4tze auf eine reale und messbare Nachfrage unter gr\u00fcndungswilligen Menschen in Deutschland treffen.<\/p>\n<p>e-Residency zeigt Wege f\u00fcr digitale Unternehmensgr\u00fcndung<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Estland hat mit e-Residency bereits seit 2014 eine digitale Infrastruktur aufgebaut, die vieles von dem operativ umsetzt, was EU Inc. als Ziel formuliert. Dazu z\u00e4hlen vollst\u00e4ndig digitale Unternehmensgr\u00fcndungen, grenz\u00fcberschreitende Nutzungsm\u00f6glichkeiten und schnelle Prozesse innerhalb weniger Stunden. \u00dcber 41.000 Unternehmen wurden so von Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcndern aus 185 L\u00e4ndern gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">+++ Weitere Einordnungen sowie zus\u00e4tzliche Hintergrundinformationen zur EU-Inc.-Debatte finden Sie hier. +++<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWenn mehr als zwei Drittel der Gr\u00fcndungswilligen in Deutschland offen daf\u00fcr sind, ihr Unternehmen in einem anderen EU-Land zu gr\u00fcnden, signalisiert das einen grundlegenden Wandel: Unternehmer:innen w\u00e4hlen einen Unternehmensstandort nicht mehr aus Gewohnheit, sondern sind bereit, digital fortschrittliche Alternativen zu suchen, die f\u00fcr sie funktionieren. Estland bietet genau das: eine schnelle, einfache und vollst\u00e4ndig digitale Unternehmensgr\u00fcndung, ein transparentes regulatorisches Umfeld und ein florierendes Start-up-\u00d6kosystem \u2013 alles remote zug\u00e4nglich. Deutschland ist unser am schnellsten wachsender Markt. Die Antr\u00e4ge stiegen 2025 um 49 Prozent. Das zeigt: Die Nachfrage ist da \u2013 und sie w\u00e4chst stetig\u201c, sagt Mats Kuuskemaa, Country Manager DACH &amp; Polen bei e-Residency.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie grenz\u00fcberschreitende Infrastruktur f\u00fcr Unternehmensgr\u00fcndungen, die die EU Inc. anstrebt, funktioniert in Estland bereits seit \u00fcber einem Jahrzehnt. Die H\u00e4lfte der e-Residents kommt aus der EU, und bereits knapp die H\u00e4lfte aller estnischen Start-ups hat einen e-Residenten an Bord. Wir begr\u00fc\u00dfen die EU Inc. als Best\u00e4tigung des von Estland eingeschlagenen Weges und als Chance, das estnische Modell als funktionierendes Vorbild zu pr\u00e4sentieren, das digitales Unternehmertum zum europ\u00e4ischen Standard machen kann\u201c, sagt Liina Vahtras, Managing Director des e-Residency-Programms.<\/p>\n<p>Digitale Unternehmensgr\u00fcndung gewinnt auch f\u00fcr deutsche Gr\u00fcnder an Bedeutung<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber e-Residency<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das estnische e-Residency-Programm startete Ende 2014 mit dem Ziel, ausl\u00e4ndischen Staatsangeh\u00f6rigen einen sicheren Zugang zu den elektronischen Beh\u00f6rdendiensten Estlands zu erm\u00f6glichen. Gleichzeitig soll das Programm grenz\u00fcberschreitendes Unternehmertum f\u00f6rdern und zus\u00e4tzliche Einnahmen f\u00fcr den Staatshaushalt schaffen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Gr\u00fcnder bedeutet dies, dass sie ein Unternehmen in Estland remote aufbauen und f\u00fchren k\u00f6nnen. Seit dem Start des Programms im Jahr 2014 haben mehr als 140.000 Personen aus 185 L\u00e4ndern den e-residenten Status erhalten und zusammen etwa 41.000 Firmen gegr\u00fcndet. Bis heute haben mehr als 8.600 deutsche e-residenten fast 3.000 Firmen mit e-Residency gegr\u00fcndet. <a href=\"https:\/\/www.e-resident.gov.ee\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">https:\/\/www.e-resident.gov.ee\/de\/<\/a><\/p>\n<p>Studie untersucht digitale Unternehmensgr\u00fcndung in Deutschland<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber die Studie<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Umfrage f\u00fchrte das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag von e-Residency of Estonia durch. Befragt wurden 1.500 Personen in Deutschland, die planen, in den n\u00e4chsten 24 Monaten ein Unternehmen zu gr\u00fcnden oder dies ernsthaft in Erw\u00e4gung ziehen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Befragungszeitraum lief vom 31. M\u00e4rz bis 17. April 2026. Der statistische Fehler liegt bei rund 5 Prozent. Mehrfachantworten waren bei der Frage zu Gr\u00fcndungshemmnissen m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bild Liina Vahtras, Managing Director e-Residency-Programms \/ Bildrechte: e-Residency<\/p>\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">Quelle Agentur Frau Wenk +++ GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die digitale Unternehmensgr\u00fcndung wird f\u00fcr viele Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcnder in Deutschland immer wichtiger. 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