{"id":173626,"date":"2026-05-22T16:01:08","date_gmt":"2026-05-22T16:01:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/173626\/"},"modified":"2026-05-22T16:01:08","modified_gmt":"2026-05-22T16:01:08","slug":"europa-forum-wachau-zu-ende-1-500-teilnehmerinnen-und-teilnehmer-120-referentinnen-und-referenten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/173626\/","title":{"rendered":"Europa-Forum Wachau zu Ende: 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, 120 Referentinnen und Referenten"},"content":{"rendered":"<p>Mit europapolitischen Reden von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bundeskanzler Christian Stocker und dem ehemaligen NATO-Generalsekret\u00e4r und d\u00e4nischen Ministerpr\u00e4sidenten Anders Fogh Rasmussen ist heute der letzte Tag des diesj\u00e4hrigen Europa-Forums Wachau zu Ende gegangen. <\/p>\n<p>\u201eEuropa ist nie fertig, Europa ist immer Aufgabe und Auftrag\u201c, erinnerte die Landeshauptfrau in ihrer Ansprache an \u201e30 Jahre Europa-Forum als Plattform f\u00fcr den europ\u00e4ischen Dialog\u201c und an das Motto des diesj\u00e4hrigen Europa-Forums \u201eThe Next 30\u201c. Die Landeshauptfrau: \u201eDer Auftrag lautet heute mehr denn je, Europa neu zu denken, als Wirtschaftsraum, aber vor allem auch als Sicherheits- und Schutzprojekt\u201c.<\/p>\n<p>\u201eEuropa muss mehr Verantwortung f\u00fcr seine eigene Sicherheit \u00fcbernehmen\u201c, so die Landeshauptfrau: \u201eDie Frage ist l\u00e4ngst nicht mehr, ob Europa sicherheitspolitisch st\u00e4rker werden muss, sondern nur noch, wie schnell und wie entschlossen wir diesen Weg gehen\u201c.<\/p>\n<p>\u201eDas Europa-Forum zeigt auch eindrucksvoll die Rolle Nieder\u00f6sterreichs als Br\u00fcckenbauer im Herzen Europas\u201c, zog die Landeshauptfrau eine Bilanz \u00fcber die diesj\u00e4hrige mehrt\u00e4gige Veranstaltung: \u201eMit \u00fcber 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, mehr als 40 Panels und 120 Referentinnen und Referenten war es das gr\u00f6\u00dfte Europa-Forum aller Zeiten. Mein besonderer Dank gilt Pr\u00e4sident Michael Linhart und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Benedikt Schmidinger sowie dem gesamten Team f\u00fcr die hervorragende Organisation und ihr gro\u00dfes Engagement. Danke auch allen, die sich einbringen, diskutieren, kritisieren und anpacken \u2013 und damit die Europ\u00e4ische Union weiter voranbringen.\u201c<\/p>\n<p>Man erlebe gerade gro\u00dfe Ver\u00e4nderungen, sagte Bundeskanzler Stocker in seiner Rede, und nannte u. a. die russische Aggression in der Ukraine, den Krieg im Nahen Osten oder ein immer st\u00e4rker werdendes China. Manche w\u00fcnschten sich in dieser Situation \u201edie Vergangenheit herbei\u201c, aber die Welt bewege sich nie zur\u00fcck. Die Phase, \u201ein der wir den Frieden als selbstverst\u00e4ndlich angenommen haben\u201c, sei \u201eleider vorbei\u201c, und der gr\u00f6\u00dfte Fehler sei jetzt, \u201edie Gegenwart nicht wahrhaben zu wollen\u201c. Der Erfolg \u00d6sterreichs in seiner Geschichte sei immer \u201edarin gelegen, auf Ver\u00e4nderungen richtig zu reagieren\u201c, zeigte sich Stocker \u00fcberzeugt. Darum brauche es jetzt erstens \u201eein wehrhaftes \u00d6sterreich, das in der Lage ist, sich selbst zu verteidigen\u201c. Stocker: \u201eWas uns sch\u00fctzt, ist eine starke, gut ausgebildete und gut ausger\u00fcstete Armee und eine Gesellschaft, die auch bereit ist, sich selbst zu verteidigen.\u201c Zweitens brauche es \u201eeine starke Europ\u00e4ische Union\u201c, er sei \u00fcberzeugt, \u201edass unsere Mitgliedschaft in der EU alternativlos ist\u201c. Genauso alternativlos sei aber auch, \u201edass sich die EU weiterentwickeln muss\u201c, und der Anspruch \u00d6sterreichs m\u00fcsse sein, \u201ediese Weiterentwicklung mitzugestalten\u201c. Drittens brauche es \u201eeine starke Wirtschaft\u201c, so Stocker, denn \u201edas ist nicht nur eine \u00f6konomische Frage, sondern auch eine Frage unserer Sicherheit\u201c. <\/p>\n<p>Die alte europ\u00e4ische Sicherheitsordnung sei \u201evorbei\u201c und werde auch nicht zur\u00fcckkommen, meinte der ehemalige NATO-Generalsekret\u00e4r Rasmussen. In der neuen Ordnung gebe es mit China, Russland und den USA drei Machtzentren, jeder \u00fcbe seine Macht mit unterschiedlichen Mitteln aus, verwies er auf \u201echinesische Waren, russisches \u00d6l und amerikanische Sicherheit\u201c. Derzeit riskiere man einen \u201egef\u00e4hrlichen Zerfall der europ\u00e4ischen Sicherheitsarchitektur\u201c und eine \u201eschrittweise Aush\u00f6hlung\u201c, und es sei \u201eZeit zu handeln\u201c. In diesem Zusammenhang sprach er sich f\u00fcr eine \u201eAllianz der Demokratien\u201c aus. Als Kern dieses B\u00fcndnisses nannte er die \u201eD7\u201c \u2013 die EU, Gro\u00dfbritannien, Kanada, Japan, Australien, Neuseeland und S\u00fcdkorea. \u201eSieben Stimmen, die gemeinsam ein gro\u00dfes Gewicht haben\u201c, so Rasmussen. Gleichzeitig solle diese Allianz durch B\u00fcndnisse in jeder Region erg\u00e4nzt werden. Weiters trat er f\u00fcr \u201eeine neue europ\u00e4ische Sicherheitsarchitektur ein\u201c, man m\u00fcsse auch \u201emehr f\u00fcr unsere Verteidigung ausgeben\u201c, forderte er. Dabei gehe es \u201enicht nur darum, wieviel wir ausgeben, sondern auch wie wir es ausgeben\u201c, betonte der ehemalige NATO-Generalsekret\u00e4r und d\u00e4nische Ministerpr\u00e4sident. <\/p>\n<p>Michael Linhart, Pr\u00e4sident des Europa-Forums Wachau, sah \u201eals die wichtigste Erkenntnis dieser Europa-Forums Woche, dass nur ein in seiner Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Verteidigungsf\u00e4higkeit gest\u00e4rktes Europa sich den globalen Herausforderungen erfolgreich stellen kann\u201c. Europa m\u00fcsse \u201enach au\u00dfen Einigkeit zeigen\u201c und \u201emit einer Stimme auftreten\u201c, zeigte er sich \u00fcberzeugt. Das Europa-Forum verk\u00f6rpere seit Jahrzehnten \u201eden Geist des Br\u00fcckenbauens\u201c, so Linhart: \u201eLassen Sie uns gemeinsam auch die n\u00e4chsten 30 Jahre in Europa gestalten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnser Kloster versteht sich nicht nur als Ort des Gebetes, als Ort des Glaubens, sondern immer auch als Ort der Begegnung, des Dialogs und der Verantwortung f\u00fcr die Gesellschaft\u201c, sagte der Abt des Stiftes G\u00f6ttweig, Patrick Sch\u00f6der. Der christliche Glaube sei nicht nur ein historischer Bestandteil der Entwicklung Europas, sondern ein pr\u00e4gendes Wertesystem, meinte er. Europa entstehe \u00fcberall dort, wo Menschen Verantwortung f\u00fcreinander \u00fcbernehmen, und wo Menschen bereit seien, nicht nur an sich selbst zu denken, sondern das Gemeinwohl hochzuhalten, so Sch\u00f6der. <\/p>\n<p>Das Europa-Forum Wachau ist \u00d6sterreichs zentrale Plattform f\u00fcr den europapolitischen Diskurs. Seit 30 Jahren baut das Forum erfolgreich Br\u00fccken zwischen \u00d6sterreich und seinen europ\u00e4ischen Nachbarn und ist heute als mitteleurop\u00e4isches Zentrum des Dialogs zu gesamteurop\u00e4ischen Themen fest etabliert. Gegr\u00fcndet im Jahr 1995 anl\u00e4sslich des Beitritts \u00d6sterreichs zur Europ\u00e4ischen Union, entwickelte sich das Europa-Forum Wachau zum ma\u00dfgeblichen Impulsgeber der europ\u00e4ischen Verst\u00e4ndigung. Seither war es Gastgeber f\u00fcr \u00fcber 30 Premierministerinnen und Premierminister, mehr als 50 Au\u00dfen- und Europaministerinnen und -minister, zahlreiche EU-Kommissarinnen und -Kommissare sowie \u00fcber 13.000 G\u00e4ste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Diplomatie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit europapolitischen Reden von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bundeskanzler Christian Stocker und dem ehemaligen NATO-Generalsekret\u00e4r und d\u00e4nischen Ministerpr\u00e4sidenten Anders&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":172815,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[6],"tags":[26393,26395,46,42,75,50409,10354,622,44,26394,269,43,45],"class_list":["post-173626","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-oesterreich","tag-apa","tag-apa-ots","tag-at","tag-austria","tag-europa","tag-europa-forum-wachau","tag-mikl-leitner","tag-niederoesterreich","tag-oesterreich","tag-ots","tag-politik","tag-republic-of-austria","tag-republik-oesterreich"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116619070054857438","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/173626","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=173626"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/173626\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/172815"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=173626"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=173626"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=173626"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}