{"id":177856,"date":"2026-05-25T08:19:06","date_gmt":"2026-05-25T08:19:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/177856\/"},"modified":"2026-05-25T08:19:06","modified_gmt":"2026-05-25T08:19:06","slug":"ausserirdisches-leben-haben-wir-es-schon-laengst-entdeckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/177856\/","title":{"rendered":"Au\u00dferirdisches Leben: Haben wir es schon l\u00e4ngst entdeckt?"},"content":{"rendered":"<p>Hinweise sind noch keine Beweise<\/p>\n<p class=\"text\">\nAber auch wenn Hinweise auf au\u00dferirdisches Leben gefunden werden, ist das noch kein Beweis f\u00fcr dessen tats\u00e4chliche Existenz. Die Astrobiologie, die den Ursprung des Lebens im Universum untersucht, kennt viele solcher &#8222;falsch-positiver&#8220; Hinweise auf au\u00dferirdisches Leben, die sich am Ende nicht belegen lassen. Im Gegensatz dazu stehen &#8222;falsch-negative&#8220; Ergebnisse, bei denen m\u00f6glicherweise vorhandenes oder fr\u00fcher vorhandenes Leben gar nicht erst entdeckt wird. Die Astrobiologin Inge Loes ten Kate von der Universit\u00e4t Utrecht in den Niederlanden fordert deshalb, &#8222;sich dieser falsch-negativen Ergebnisse bewusst&#8220; zu sein. Derzeit werde viel Geld in Missionen investiert, &#8222;die vielleicht anders gestaltet werden m\u00fcssten&#8220;, so ihre Kritik in der Zeitschrift <a href=\"https:\/\/dx.doi.org\/10.1038\/s41550-026-02863-0\" title=\"Nature Astronomy: False negatives in the search for extraterrestrial life\" data-ctrl-link=\"{&#039;id&#039;: &#039;2937b681-b02b-40ff-8beb-1725b8ecb264&#039;,&#039;type&#039;:&#039;external&#039;,&#039;window&#039;:{&#039;type&#039;:&#039;blank&#039;,&#039;config&#039;:{&#039;title&#039;:&#039;Nature Astronomy: False negatives in the search for extraterrestrial life&#039;,&#039;top&#039;:&#039;0&#039;,&#039;left&#039;:&#039;0&#039;,&#039;width&#039;:&#039;0&#039;,&#039;height&#039;:&#039;0&#039;,&#039;status&#039;:&#039;0&#039;,&#039;menubar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;location&#039;:&#039;0&#039;,&#039;scroll&#039;:&#039;0&#039;,&#039;toolbar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;resizable&#039;:&#039;0&#039;}}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nature Astronomy<\/a>.\n<\/p>\n<p>Au\u00dferirdisches Leben mithilfe von KI finden<\/p>\n<p class=\"text\">\nNach Einsch\u00e4tzung von Ten Kate sind Weltraummissionen und -instrumente darauf ausgelegt, potenzielle Hinweise auf au\u00dferirdisches Leben zu erkennen. Das Risiko, etwas zu \u00fcbersehen, werde aber nicht ber\u00fccksichtigt. Die Astrobiologie-Professorin fordert deshalb: &#8222;Die Suche nach Lebenszeichen sollte Hand in Hand gehen mit besser definierten Fragen und \u00fcberpr\u00fcfbaren Hypothesen, um spezifische Mess- oder Beobachtungsziele zu rechtfertigen.&#8220; Mustererkennung mit K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) k\u00f6nne dabei ein wertvolles und leistungsf\u00e4higes Werkzeug sein. Damit k\u00f6nnte man Dinge entdecken, die man sonst niemals sehen k\u00f6nnte.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuch Halles Planetarium-Leiter Schlesier denkt, dass &#8222;KI wirklich sehr hilfreich sein&#8220; k\u00f6nne, um neue, zum Teil sehr umfangreiche Datens\u00e4tze schnell und pr\u00e4zise auszuwerten, bisher gewonnene Daten nochmals zu analysieren und mit dem gegenw\u00e4rtigen Kenntnisstand abzugleichen.\n<\/p>\n<p>Suche nach bekannten Dingen<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Astrobiologin Ten Kate wies in ihrer Studie darauf hin, dass eine Reihe von Ursachen f\u00fcr &#8222;falsch-negative&#8220; Ergebnisse schwer und oft nur r\u00fcckblickend identifiziert werden k\u00f6nnten. Ein &#8222;Kern des Problems&#8220; sei, dass wir dazu neigen, nach Dingen zu suchen, die wir bereits wissen, so die Wissenschaftlerin. &#8222;Wir m\u00fcssen daher sehr klar verstehen, welche Art von Leben an einem bestimmten Ort m\u00f6glich ist, welche Bedingungen f\u00fcr dieses Leben bestehen und wie wir die Spuren dieses Lebens erkennen k\u00f6nnen.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nEs gehe darum, besser zu verstehen, wie die Geochemie an solchen Orten funktioniere und chemische Reaktionen in bestimmten Situationen abliefen. Auch das helfe, &#8222;falsch-negative&#8220; Ergebnisse auszuschlie\u00dfen. Letztlich m\u00fcsse man wissen, worauf man sich einlasse, bevor man eine Expedition irgendwohin schicke, betonte Ten Kate: &#8222;Also stelle sicher, dass du die Lage in der Landezone im Voraus sorgf\u00e4ltig studiert hast.&#8220;\n<\/p>\n<p>Risiko f\u00fcr &#8222;falsch-negative&#8220; Ergebnisse permanent<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuch Schlesier best\u00e4tigt, dass die Forschung zun\u00e4chst nach Lebensmerkmalen suche, die man vom irdischen Leben kenne. &#8222;Grunds\u00e4tzlich bleibt uns auch nichts \u00fcbrig, denn Wissenschaft basiert ja auf einer entsprechenden Faktenlage. Alles andere w\u00e4re Spekulation.&#8220; Der Leiter des Planetariums Halle r\u00e4umte auch ein, dass das &#8222;Risiko, falsch-negative Ergebnisse zu erhalten&#8220;, nat\u00fcrlich permanent bestehe. Dies sei dem aktuellen technischen Fortschritt und unserem Wissensstand geschuldet. Mit jeder Forschungsmission lerne man aber dazu. &#8222;Daher ist es zun\u00e4chst wichtig, eine bessere Faktenlage zu schaffen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hinweise sind noch keine Beweise Aber auch wenn Hinweise auf au\u00dferirdisches Leben gefunden werden, ist das noch kein&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":177857,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[54576,54573,54577,24551,54575,76,75,74,6372,7095,6377,5602,9615,2415,54574,2988],"class_list":["post-177856","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-aollo","tag-astrobiologie","tag-ausserirdische","tag-ausserirdisches-leben","tag-dirk-schlesier","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-jupiter","tag-mars","tag-mdr-wissen","tag-mission","tag-mond","tag-niederlande","tag-planetarium-halle","tag-weltraum"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116634240009618058","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/177856","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=177856"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/177856\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/177857"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=177856"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=177856"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=177856"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}