{"id":18007,"date":"2026-02-28T10:20:15","date_gmt":"2026-02-28T10:20:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/18007\/"},"modified":"2026-02-28T10:20:15","modified_gmt":"2026-02-28T10:20:15","slug":"anlagebetrug-mit-millionenschaden-steuerberater-unter-verdacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/18007\/","title":{"rendered":"Anlagebetrug mit Millionenschaden: Steuerberater unter Verdacht"},"content":{"rendered":"<p>            Von<\/p>\n<p>              .<\/p>\n<p>            &#8211;<\/p>\n<p>              27.02.2026 15:10<\/p>\n<p>              (Akt. 27.02.2026 17:51)<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/ABD0044-201908141-4-3-1402017671325-1767x1325.jpg\"   alt=\"Anlagebetrug mit Millionenschaden: Steuerberater unter Verdacht.\" title=\"Anlagebetrug mit Millionenschaden: Steuerberater unter Verdacht.\"\/><\/p>\n<p>                    Anlagebetrug mit Millionenschaden: Steuerberater unter Verdacht.<br \/>\n                     \u00a9APA\/HERBERT NEUBAUER (Symbolbild)<\/p>\n<p>\n        Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt gegen einen angesehenen Wiener Steuerberater und Wirtschaftspr\u00fcfer, der als Verm\u00f6gensverwalter veranlagte Gelder unterschlagen haben soll.\n      <\/p>\n<p>Nach gesicherten APA-Informationen sollen deutlich \u00fcber zwei Dutzend Kundinnen und Kunden betroffen sein, ein Schaden von bis zu 6,5 Millionen Euro steht im Raum. Ermittelt wird wegen schweren Betrugs und Untreue.<\/p>\n<p>Eine enge Verwandte des Steuerberaters wird als Mitbeschuldigte gef\u00fchrt. Sie hatte bis September 2020 in der Kanzlei formell die Gesch\u00e4fte gef\u00fchrt, danach fungierte sie als Prokuristin.<\/p>\n<p>Der Steuerberater erstattete Ende Mai 2025 beim Landeskriminalamt (LKA) Wien Selbstanzeige und erkl\u00e4rte, er habe sein &#8222;jahrelang aufgebautes Lebenswerk zerst\u00f6rt&#8220;. Als Verm\u00f6gensverwalter hatte er verschiedene Investitionsmodelle betrieben. Unter anderem legte er \u00fcber ein Sammeldepot bei einer Bank Gelder zur Veranlagung an, wobei er seinen Kundinnen und Kunden lukrative Renditen versprach. Weiters hatte er neben vermeintlich &#8222;pensionssicheren&#8220; Investments auch Aktien einer dubiosen Gesellschaft auf den Bahamas im Portfolio.<\/p>\n<p>\n            Betroffene vertr\u00f6stet oder mit falschen Performance-Berichten get\u00e4uscht\n          <\/p>\n<p>Als sich das Portfolio schlecht entwickelte und Verluste eintraten, konnte der Beschuldigte Garantiezusagen und den Kundinnen und Kunden einger\u00e4umte Entnahmem\u00f6glichkeiten nicht mehr einhalten. Er d\u00fcrfte daraufhin begonnen haben, zun\u00e4chst Gelder &#8222;umzuschichten&#8220; und nach der Loch-auf-Loch-zu-Methode f\u00e4llige Auszahlungen mit fremdem Geld zu t\u00e4tigen. Sp\u00e4ter wurden Betroffene vertr\u00f6stet, indem auf angebliche Gesetzes\u00e4nderungen, Schwierigkeiten mit der Finanzmarktaufsicht (FMA), die Folgen von Corona und Donald Trump verwiesen wurde. Au\u00dferdem wurde in einigen F\u00e4llen die Entwicklung der Veranlagungen falsch dargestellt, indem Betroffenen in Performance-Berichten Gewinne vorget\u00e4uscht wurden, sodass sie ihr Verm\u00f6gen weiter im Portfolio belie\u00dfen. In einigen F\u00e4llen kam es sogar zu weiteren \u00dcberweisungen oder Bargeld-\u00dcbergaben.<\/p>\n<p>\n            Betroffene vertraute Steuerberater &#8222;blind&#8220;\n          <\/p>\n<p>Eine Betroffene hatte dem Steuerberater 400.000 Euro zur Veranlagung \u00fcbergeben. Ihr wurde eine Rendite von zehn Prozent versprochen. Sie habe dem Mann &#8222;blind vertraut&#8220;, gab die Betroffene in ihrer polizeilichen Befragung an. Die Modalit\u00e4ten der Veranlagung muteten allerdings befremdlich an. Sie musste das Geld in bar in die Kanzlei bringen, ein Anwalt werde den Betrag dann in die Schweiz bringen, wo es einem Banker \u00fcbergeben werde, der es dann auf den Bahamas anlegen werde.<\/p>\n<p>Die meisten Betroffenen waren ausdr\u00fccklich nicht auf risikoreiche Investments aus. Ihnen ging es um eine konservative Veranlagung. Bei einem der vom Beschuldigten angebotenen Modelle handelte es sich um eine Art Pensionskonto, auf das von den Betroffenen hohe Betr\u00e4ge einbezahlt wurden, um sp\u00e4ter in festgelegten Zeitr\u00e4umen verbindliche Auszahlungen inklusive Auszahlungen zu erhalten. Dazu kam es ab April 2025 nicht mehr, s\u00e4mtliche Zahlungen wurden eingestellt, weil offenbar keine Mittel mehr vorhanden waren.<\/p>\n<p>\n            &#8222;Dann geh ich halt in H\u00e4f&#8217;n&#8220;\n          <\/p>\n<p>Einer Kundin gestand der Steuerberater ihrer Aussage zufolge bei einem Termin in seiner Kanzlei, das Geld sei weg. Ihm sei bewusst, dass er nun angezeigt werde. W\u00f6rtlich soll er dazu angemerkt haben: &#8222;Dann geh ich halt in H\u00e4f&#8217;n.&#8220;<\/p>\n<p>Der Beschuldigte soll im Zuge des Ermittlungsverfahrens erkl\u00e4rt haben, er sei zuletzt infolge schwerer gesundheitlicher Probleme nicht mehr in der Lage gewesen, operativ t\u00e4tig zu sein. Er wurde allerdings im vergangenen Sommer bei den Festspielen Reichenau gesehen, wo er Augenzeugenberichten zufolge einen fitten Eindruck gemacht haben soll.<\/p>\n<p>Als sich im J\u00e4nner 2025 das prek\u00e4re Desaster abzeichnete und klar war, dass nicht mehr ausreichende Mittel zur Befriedigung der Gl\u00e4ubiger vorhanden waren, soll der Steuerberater 1,5 Mio. Euro an Verwandte \u00fcberwiesen haben, die ebenfalls bei ihm veranlagt hatten. Die WKStA wird zu kl\u00e4ren haben, ob damit vors\u00e4tzlich die Interessen anderer Gl\u00e4ubiger gesch\u00e4digt wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von . &#8211; 27.02.2026 15:10 (Akt. 27.02.2026 17:51) Anlagebetrug mit Millionenschaden: Steuerberater unter Verdacht. \u00a9APA\/HERBERT NEUBAUER (Symbolbild) Die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":18008,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[9813,46,42,95,90,89,91,94,9814,44,9815,93,92,9816,182,423,3724],"class_list":{"0":"post-18007","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-anlagebetrug","9":"tag-at","10":"tag-austria","11":"tag-business","12":"tag-companies","13":"tag-companies-markets","14":"tag-markets","15":"tag-maerkte","16":"tag-millionnenschaden","17":"tag-oesterreich","18":"tag-steuerberater","19":"tag-unternehmen","20":"tag-unternehmen-maerkte","21":"tag-verdacht","22":"tag-wien","23":"tag-wien-aktuell","24":"tag-wksta"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18007","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18007"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18007\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18008"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18007"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18007"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18007"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}