{"id":180256,"date":"2026-05-26T14:30:10","date_gmt":"2026-05-26T14:30:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/180256\/"},"modified":"2026-05-26T14:30:10","modified_gmt":"2026-05-26T14:30:10","slug":"noch-immer-keine-einigung-bei-lohntransparenz-ministerin-setzt-sozialpartnern-jetzt-frist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/180256\/","title":{"rendered":"Noch immer keine Einigung bei Lohntransparenz: Ministerin setzt Sozialpartnern jetzt Frist"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c2774165546=\"\" data-cy=\"preamble\">Wer verdient wie viel? Das soll in Zukunft transparent gemacht werden. Die Zeit dr\u00e4ngt. Bis 7. Juni muss \u00d6sterreich die neue EU-Transparenzrichtlinie umsetzen, doch noch immer gibt es keine Einigung mit den Sozialpartnern und keinen Gesetzesvorschlag. Nach einem Gipfel am Dienstag dr\u00fcckt Arbeitsministerin Korinna Schumann (SP\u00d6) jetzt aufs Tempo.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Zeitlich wird es jetzt wirklich eng: Am 7. Juni ist die nationale Umsetzung der EU-Richtlinie zur Lohntransparenz f\u00e4llig. Eine Einigung zwischen Regierung, Arbeitgebern und Arbeitnehmern gibt es aber immer noch nicht. Nun setzt SP\u00d6-Arbeitsministerin Korinna Schumann den Sozialpartnern eine Frist. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Heute hatte sich Schumann in Wien zu einem Gipfelgespr\u00e4ch mit den Spitzen der Sozialpartner getroffen. Mit Wolfgang Katzian (Gewerkschaftsbund), Martha Schultz (Wirtschaftskammer) und Renate Anderl (Arbeiterkammer) wurde der aktuelle Stand der Verhandlungen beraten. Wie berichtet, spie\u00dft es sich weiterhin bei dem Thema. In der Vorwoche waren die Verhandlungen dazu abgebrochen worden. <\/p>\n<p>Vorschlag bis n\u00e4chste Woche verlangt<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Eine L\u00f6sung der offenen Knackpunkte hat auch heute offenbar nicht gegeben. Auf Anfrage der TT teilte Schumanns B\u00fcro mit: \u201eDas Gespr\u00e4ch verlief konstruktiv. Alle Seiten arbeiten weiterhin an einer gemeinsamen L\u00f6sung. Es besteht das gemeinsame Ziel, in der kommenden Woche zu einem abgestimmten Ergebnis zu kommen.\u201c<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Schumann hat daf\u00fcr nun eine Frist gesetzt: Sollte bis n\u00e4chste Woche kein gemeinsamer Vorschlag der Sozialpartner vorliegen, dann \u201ewird sie selbst einen Entwurf vorlegen und in die weitere politische Koordinierung einbringen\u201c.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Im Mittelpunkt standen heute laut der Ministerin die letzten offenen Fragen zur Umsetzung der europ\u00e4ischen Vorgaben f\u00fcr mehr Entgelttransparenz und Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und M\u00e4nnern. Es l\u00e4gen \u201ein zahlreichen Bereichen tragf\u00e4hige Ergebnisse und konkrete Kompromissvorschl\u00e4ge vor\u201c. Aber nun dr\u00e4ngt die Zeit, betonte Schumann.<\/p>\n<p>\u00d6sterreich muss die Entgelttransparenzrichtlinie umsetzen. Deshalb werde ich den Gesetzesentwurf vor Ablauf der Umsetzungsfrist in die politische Koordinierung schicken.<\/p>\n<p>Arbeitsminister Korinna Schumann (SP\u00d6)<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Verabschiedet wurden die Vorschriften auf EU-Ebene bereits im Jahr 2023. Schumanns Plan war urspr\u00fcnglich, im ersten Quartal 2026 einen Entwurf in Begutachtung zu schicken. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die Gewerkschaft hatte zuletzt eine Blockade seitens der Wirtschaftskammer geortet und dr\u00e4ngte auf ein \u201eEnde der Verz\u00f6gerungstaktik\u201c. Die Kammer warnte hingegen ebenso wie der \u00d6VP-Wirtschaftsbund und die Industriellenvereinigung (IV) vor \u00fcberbordender B\u00fcrokratie, vor \u00dcberregulierung, \u00fcberschie\u00dfenden Berichtspflichten und wachsender Rechtsunsicherheit. <\/p>\n<p>Durchschnittsgeh\u00e4lter offenlegen<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die europaweite Richtlinie soll mehr Lohngerechtigkeit bringen sowie zur Schlie\u00dfung der Lohnschere zwischen Frauen und M\u00e4nnern beitragen. Sie gibt beispielsweise vor, dass Arbeitnehmerinnen und -nehmer Auskunft \u00fcber die durchschnittliche Entgelth\u00f6he f\u00fcr gleiche oder gleichwertige Arbeit \u2013 aufgeschl\u00fcsselt nach Geschlecht \u2013 bekommen. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Ab 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern m\u00fcssen Betriebe k\u00fcnftig Einkommensberichte erstellen. Wird darin ein Lohngef\u00e4lle von mehr als f\u00fcnf Prozent festgestellt, das nicht durch objektive und geschlechtsneutrale Kriterien gerechtfertigt werden kann, m\u00fcssen Unternehmen Ma\u00dfnahmen treffen. <\/p>\n<p>Was sich \u00e4ndert und was nicht<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Wichtig zum Verst\u00e4ndnis: Es geht nicht darum, dass k\u00fcnftig jede und jeder in den jeweiligen Berufen gleich viel verdienen muss. Das Ministerium versuchte auch bereits, Bedenken zu entkr\u00e4ften. Viele Elemente der Richtlinie w\u00fcrden auf bereits bestehenden \u00f6sterreichischen Regelungen aufbauen, beispielsweise auf dem Grundsatz des gleichen Entgelts f\u00fcr gleiche oder gleichwertige Arbeit sowie auf bestehenden Berichtspflichten. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Unternehmen, die sich einmal ernsthaft mit dem Thema Entgelttransparenz besch\u00e4ftigt haben, h\u00e4tten auf Dauer keinen gro\u00dfen Mehraufwand zu bef\u00fcrchten. Gro\u00dfe und intransparente Entgeltunterschiede trotz des bestehenden Gleichbehandlungsrechts m\u00fcssten Unternehmen hingegen hinterfragen und allenfalls Abhilfe schaffen. Und: Das Kollektivvertragssystem werde bei der Umsetzung ausdr\u00fccklich ber\u00fccksichtigt und bleibe zentrales Element der Entgeltgestaltung. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer verdient wie viel? Das soll in Zukunft transparent gemacht werden. Die Zeit dr\u00e4ngt. Bis 7. Juni muss&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":180257,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[8],"tags":[76,55192,682,21297,55191,52075,2529,18453,40,41,44,39,55190,38,182,11947,55189],"class_list":["post-180256","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-eu","tag-eu-transparenzrichtlinie","tag-innenpolitik","tag-korinna-schumann","tag-lohngerechtigkeit","tag-lohntransparenz","tag-markt","tag-martha-schultz","tag-nachrichten","tag-news","tag-oesterreich","tag-schlagzeilen","tag-sozialpartner","tag-top-meldungen","tag-wien","tag-wirtschaftskammer","tag-wolfgang-katzian"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116641361130720746","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/180256","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=180256"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/180256\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/180257"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=180256"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=180256"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=180256"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}