{"id":182222,"date":"2026-05-27T14:08:15","date_gmt":"2026-05-27T14:08:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/182222\/"},"modified":"2026-05-27T14:08:15","modified_gmt":"2026-05-27T14:08:15","slug":"frauengesundheit-und-rauchpraevention-im-fokus-der-ms-forschung-deutsche-multiple-sklerose-gesellschaft-bundesverband-e-v-story","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/182222\/","title":{"rendered":"Frauengesundheit und Rauchpr\u00e4vention im Fokus der MS-Forschung, Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V., Story"},"content":{"rendered":"<p>Zum Internationalen Aktionstag f\u00fcr Frauengesundheit am 28. Mai und dem Weltnichtrauchertag am 31. Mai wirft die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) einen Blick auf aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen rund um Multiple Sklerose (MS), Frauengesundheit und beeinflussbare Risikofaktoren.<\/p>\n<p>Wechseljahre ohne klaren Einfluss auf den Krankheitsverlauf von MS<\/p>\n<p>Frauen sind etwa dreimal h\u00e4ufiger von MS betroffen als M\u00e4nner. Dennoch bestehen insbesondere in Lebensphasen wie den Wechseljahren weiterhin Forschungsl\u00fccken. Lange wurde angenommen, dass die Menopause den Verlauf der Erkrankung grunds\u00e4tzlich verschlechtern k\u00f6nne. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen zeichnen inzwischen jedoch ein genaueres Bild.<\/p>\n<p>Eine aktuelle Studie begleitete 559 Frauen mit MS w\u00e4hrend und nach den Wechseljahren und verglich ihre Krankheitsentwicklung mit einer \u00e4hnlich alten m\u00e4nnlichen Vergleichsgruppe. Der Vergleich mit M\u00e4nnern hilft Forschenden dabei besser einzusch\u00e4tzen, welche Ver\u00e4nderungen tats\u00e4chlich mit den Wechseljahren zusammenh\u00e4ngen und welche eher normale altersbedingte Entwicklungen der Erkrankung betreffen. Dabei zeigte sich, dass weder die Schubh\u00e4ufigkeit noch die gemessene Behinderungsentwicklung (EDSS) sich nach der Menopause grunds\u00e4tzlich verschlechterten. Teilweise entwickelte sich die Erkrankung bei den Frauen sogar langsamer als in der m\u00e4nnlichen Vergleichsgruppe.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse sprechen daf\u00fcr, dass allgemeine Alterungsprozesse und individuelle Krankheitsverl\u00e4ufe m\u00f6glicherweise st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen als hormonelle Ver\u00e4nderungen allein. Einzelne Symptome, wie Schlafst\u00f6rungen oder kognitive Ver\u00e4nderungen, die viele Frauen mit MS w\u00e4hrend der Wechseljahre erleben, wurden jedoch nicht systematisch erhoben. Die Wechseljahre bleiben demnach weiterhin ein wichtiger Forschungsbereich.<\/p>\n<p>Biologische Auswirkungen von Rauchen auf MS<\/p>\n<p>Gleichzeitig zeigt die aktuelle Forschung, wie komplex die Entstehung und Entwicklung der Erkrankung tats\u00e4chlich ist. Auch Umwelt- und Lebensstilfaktoren r\u00fccken immer st\u00e4rker in den Mittelpunkt wissenschaftlicher Untersuchungen. Besonders hervorzuheben ist eine aktuelle systematische \u00dcbersichtsarbeit mit Metaanalyse, die 132 internationale Studien mit insgesamt \u00fcber 109.000 Menschen mit MS und mehr als 16 Millionen Kontrollpersonen auswertete. Die Analyse best\u00e4tigte unter anderem Zusammenh\u00e4nge zwischen Rauchen, bestimmten Virusinfektionen, wie dem Epstein-Barr-Virus (EBV), sowie Vitamin-D-Mangel und einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr Multiple Sklerose. Rauchen war dabei mit einer deutlich h\u00f6heren Wahrscheinlichkeit verbunden, an MS zu erkranken.<\/p>\n<p>Lange wurde Rauchen dabei vor allem als allgemeiner Gesundheitsrisikofaktor betrachtet. Die Meta-Analyse zeigt, dass Rauchen mit einer fast 50 Prozent h\u00f6heren Wahrscheinlichkeit f\u00fcr eine MS-Erkrankung assoziiert wird.<\/p>\n<p>Eine aktuelle kleinere Mikrobiom-Studie besch\u00e4ftigt sich mit den konkreten biologischen Auswirkungen auf Immun- und Schleimhautsysteme. Von 69 Menschen mit MS und 40 gesunden Kontrollpersonen wurden Proben genommen. Dabei fanden die Forschenden Unterschiede in bestimmten Bakterienarten, die teilweise mit Krankheitsverlauf, Entz\u00fcndungsprozessen und Tabakkonsum in Zusammenhang gebracht wurden.<\/p>\n<p>Forschung bleibt entscheidend f\u00fcr besseres Verst\u00e4ndnis<\/p>\n<p>Die verschiedenen Studien zu hormonellen Ver\u00e4nderungen, Umweltfaktoren und biologischen Mechanismen zeigen insgesamt, dass Multiple Sklerose eine sehr vielschichtige Erkrankung ist, bei der verschiedene Faktoren als Gesamtbild betrachtet werden m\u00fcssen. Insgesamt besteht weiterhin gro\u00dfer Forschungsbedarf, um die Zusammenh\u00e4nge besser zu verstehen. Vor diesem Hintergrund wird mit Blick auf den Welt-MS-Tag am 30. Mai einmal mehr deutlich, wie wichtig Forschung, Aufkl\u00e4rung und \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit f\u00fcr Menschen mit Multipler Sklerose bleiben.<\/p>\n<p>Redaktion: DMSG &#8211; 28.05.2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zum Internationalen Aktionstag f\u00fcr Frauengesundheit am 28. Mai und dem Weltnichtrauchertag am 31. 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