{"id":182961,"date":"2026-05-27T21:53:12","date_gmt":"2026-05-27T21:53:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/182961\/"},"modified":"2026-05-27T21:53:12","modified_gmt":"2026-05-27T21:53:12","slug":"opferfest-in-marokko-wieder-ein-fest-des-teilens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/182961\/","title":{"rendered":"Opferfest in Marokko: Wieder ein Fest des Teilens"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/marokko-islam-opferfest-100.jpg\" alt=\"Ein Mann mit Basecap tr\u00e4gt einen Schafbock auf den Schultern.\" title=\"Ein Mann mit Basecap tr\u00e4gt einen Schafbock auf den Schultern. | EPA\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 27.05.2026 \u2022 09:16 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Weltweit feiern Muslime heute Eid al-Adha &#8211; das islamische Opferfest. In Marokko kann die Tradition &#8211; anders als im vergangenen Jahr &#8211; wieder begangen werden. Dank Millionen von Schafen.\n    <\/p>\n<p>Von Anne Baier, ARD Rabat\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dicht gedr\u00e4ngt im Schatten eines Hauses hinter einer kleinen Hecke aus Zweigen stehen die Schafe von Mustafa. Sie kauen ganz ruhig an Grashalmen und warten auf ihre K\u00e4ufer. 100 Tiere hat der Viehz\u00fcchter mit einem kleinen Laster aus den marokkanischen Bergen im Landesinneren hierher an die K\u00fcste gebracht. Er packt eines der Tiere an den H\u00f6rnern und h\u00e4lt es fest. &#8222;Dieses hier, das kostet circa 2.500 Dirham&#8220;, sagt Mustafa. Das entspricht etwa 250 Euro.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bis zum islamischen Opferfest Eid al-Adha hat er alle verkauft, ist er sich sicher. Die Leute hier an der K\u00fcste liebten sein qualitativ hochwertiges Fleisch aus den Bergen, meint der 41-J\u00e4hrige. Wenn Eid al-Adha bevorstehe, &#8222;dann rufen unsere Kunden schon an, wann wir kommen. Und dann lassen wir sie nicht im Stich.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und die Fahrt lohnt sich: Der Verkauf der Schafe f\u00fcr das Opferfest macht quasi sein Jahresgehalt aus. Davon muss er wieder Futter und Medizin f\u00fcr die Tiere und seinen Lebensunterhalt bezahlen.<\/p>\n<p>    Zu geringer Tierbestand im vergangenen Jahr<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In ganz Marokko sind die Menschen froh, dass dieses Jahr nicht auf das Opferfest verzichtet werden muss. So wie im vergangenen Jahr, als der K\u00f6nig es wegen der Trockenheit verboten hatte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch Zara freut sich dar\u00fcber. Sie sucht auf einem Schafmarkt in der W\u00fcstenstadt Jorf nach einem passenden Tier. &#8222;Wir sind zu dritt in der Familie. Gott sei Dank ist es besser als im letzten Jahr. Es gibt reichlich Futter f\u00fcr das Vieh&#8220;, sagt sie.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Tierbestand hat sich erholt. F\u00fcr die marokkanische Regierung ist das eine Staatsangelegenheit. So verk\u00fcndete der Regierungschef Aziz Akhannouch pers\u00f6nlich, es gebe einen Bestand von etwa 33 Millionen Tieren. &#8222;Es k\u00f6nnen sogar 40 Millionen Schafe werden. Ein Rekord, den es so vorher in Marokko noch nie gab. Wir haben eine hohe Produktion&#8220;, so der Regierungschef.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Im vergangenen Jahr mussten Muslime in Marokko auf das Opfer verzichten. Aufgrund von Trockenheit gab es zu wenig Tiere.\n                    <\/p>\n<p>    Ein Fest des Teilens mit religi\u00f6sem Hintergrund<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Sch\u00e4chten eines Tieres anl\u00e4sslich des Opferfestes hat f\u00fcr das islamische Land eine gro\u00dfe Bedeutung und einen religi\u00f6sen Hintergrund. So ist im Islam nur wirklich ein Muslim, wer diese Tradition befolgt. &#8222;Demnach sollte Ibrahim seinen Sohn opfern &#8211; und gl\u00e4ubige Muslime glauben, dass laut Koran Gott ihm stattdessen ein Schaf vom Himmel schickte. Dann opferte er das Schaf. Und seither ist es zur Tradition geworden&#8220;, erkl\u00e4rt der Soziologe Rachid Touhtou.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es ist aber auch ein Fest des Teilens und der Familie. Viele fahren auf&#8217;s Land. Die St\u00e4dte sind wie leergefegt. Alle Gesch\u00e4fte, Restaurants, Banken haben geschlossen.<\/p>\n<p>    Weltweit ein H\u00f6hepunkt f\u00fcr Muslime<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">An den Zauber dieser Tage erinnert sich auch Side Muh Quadiri noch sehr gut. Als die ganze Familie im S\u00fcden Marokkos zusammenkam. Er ist vor mehr als 30 Jahren von Marokko nach Deutschland ausgewandert. &#8222;Es war ganz besonders sch\u00f6n, wenn es im Sommer stattgefunden hat. Wir waren auf D\u00e4chern, mit Petroleumlampen und das sind Erinnerungen, die f\u00fcr mich ganz besonders sch\u00f6n sind. Das war ein Highlight f\u00fcr uns&#8220;, erz\u00e4hlt er.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein Highlight ist es heute f\u00fcr viele Millionen muslimische Menschen auf der ganzen Welt. Ob f\u00fcr Sidi Quadiri in Wuppertal, f\u00fcr Rachid in Rabat, Zara in Jorf oder Mustafa aus den Bergen Marokkos. F\u00fcr sie alle hei\u00dft es heute Eid Mubarak &#8211; der traditionelle Gru\u00df zum Opferfest.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 27.05.2026 \u2022 09:16 Uhr Weltweit feiern Muslime heute Eid al-Adha &#8211; das islamische Opferfest. 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